Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen [x]

Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Sehbeer

Leuchtturmwärter

  • »Sehbeer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 77 679

Wohnort: Emden

Heimathafen: Emden

  • Nachricht senden

1

Samstag, 29. Februar 2020, 21:21

Sportschifffahrtsverordnung - Abfrage von DMYV

https://www.dmyv.de/aktuelles/detail/neu…n-von-skippern/

Zitat von »DMYV«

11.09.2019 Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) beabsichtigt alle Vorschriften für die Sportschifffahrt zu überarbeiten und in Form einer neuen Sportschifffahrtsverordnung zusammenzufassen.

Als Dachverband und Interessenvertreter der Sportbootfahrer/innen in Deutschland wird der Deutsche Motoryachtverband bei einer Anhörung zu den geplanten Änderungen die Anliegen der Skipper vertreten und sich für ihre Belange stark machen.
Daher bittet der DMYV auf die Mithilfe der einzelnen Sportbootfahrerinnen und Sportbootfahrer. Welche Anregungen für Regelungsbedarfe haben Sie? Gibt es Vorschriften, die Ihrer Meinung nach dringend geändert oder vereinfacht werden müssten? Der Deutsche Motoryachtverband ruft alle Skipper dazu auf, ihre Anregungen für die Überarbeitung der Sportschifffahrtsverordnung einzureichen. Senden Sie dazu Ihre Anregungen per E-Mail an h.vonveen(at)dmyv.de.

Diese wird der DMYV dann im Rahmen des Anhörungsverfahrens beim Bundesverkehrsministerium vortragen.
Ich hab's gesehen - ist schon 1/2 Jahr alt. Ich hab's aber jetzt erst gelesen und konnte auch eine Diskussion hier dazu nicht finden.
Ja und ist nicht ganz der zum Themengebiet des Segeln-forums passende Verband.
Konnte grade nichts entsprechendes finden aber gib es so eine Anfrage auch irgendwo von DSV?

Ansonsten: Vorschläge? Was kann man verbessern?

2

Donnerstag, 26. März 2020, 13:16

Mit Änderungen bin ich immer sehr vorsichtig. Diese Initiative geht von vom DMYV aus. Also einem Verband für Sportbootfahrer.
Als solche teilen wir uns den Raum mit vielen anderen Wassersportlern ohne nun auf alle Gruppen eingehen zu wollen.

Die bestehenden Regelungen wobei ich hier speziell:

  • Maßnahmen zur Reinhaltung der Meeresumwelt (Marpol und Helsinki-Abkommen)
    SeeSchiffahrtStraßen-Ordnung
    KVR

nennen möchte, sind Regelwerke, die sich über sehr lange Zeit entwickelt und bewährt haben.
Hier gibt es bereits Ausnahmen und Befreiungen wenn ich an Traditionsschiffe, oder Tonsignale für Sportboote denke.

Die jüngsten "Vereinfachungen" bzg. Führerscheinpflicht waren nach meiner persönlichen Einschätzung kontraproduktiv.
Wenn ich nur das Durcheinander im Bereich Binnen sehe.
- Führerscheinfrei bis 15 PS??
Ja überall außer auf dem Rhein (5 PS) und Bodensee (6PS)
- bis zu einer LÜA von 20 m
Ja, außer auf dem Rhein

Also wenn man etwas vereinfachen möchte, dann sollte man ggf. zurück zu den alten Regelungen oder die neuen Regeln allgemein durchsetzen (inkl. Rhein und Bodensee).
Politisch wird das auf dem Bodensee (Kondomium) jedoch alles andere als einfach. Mit Österreich als EU-Mitgliedsstaat könnte ich mir noch vorstellen, dass da eine Lösung gefunden würde. Bei der Schweiz habe ich da meine Bedenken.

Die aktuelle Situation hat vermutlich den Motorbootvercharterern im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte touristisch geholfen. Folgt man den TV-Berichten der WaPo aus diesem Gebiet haben die nun jede Menge zu tun, da es eine Zunahme an Verstößen gab. (Geschwindigkeit, Ankern in Schutzgebieten, völlige Unkenntnis der Ausweichregeln ...).

Wenn es nach mir ginge, gäbe es gar keine Grenze für führerscheinfreies Fahren. Wer "mitspielen" will, muss die "Spielregeln kennen. Das ist in jeder Sportart so, warum gibt es diese Ausnahme im Wassersport?
Liebe Grüße
Stefan

www.segeltrainer.org
Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

SINE CURA

Offizier

Beiträge: 235

Schiffsname: SINE CURA

Bootstyp: Erria 25

Heimathafen: Grünendeich

Rufzeichen: derzeit ohne

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 26. März 2020, 14:07

Wer "mitspielen" will, muss die "Spielregeln kennen. Das ist in jeder Sportart so, warum gibt es diese Ausnahme im Wassersport?

Ganz so einfach ist das nicht.

Als Fußgänger oder Radfahrer (auch einfache eBikes) ist man auch Verkehrsteilnehmer nach der StVO, aber eben nicht Führerscheinpflichtig. So ist es halt auch auf dem Wasser, Paddler, Unmotorisierte und motorisierte Kleinfahrzeuge sind von der Führerscheinpflicht ausgenommen. Analog zu StVO.

Obwohl ich persönlich es auch begrüßen würde, wenn es zumindestens eine verpflichtende Basisausbildung gäbe, wie früher die Verkehrserziehung mit Verkehrsprüfung in der Schule (gibt's auch nicht mehr). Alleine mir fehlt es an einer Lösung.

Gruß, christian
Ups, habe immer noch keine ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SINE CURA« (26. März 2020, 14:32) aus folgendem Grund: Ergänzung


4

Donnerstag, 26. März 2020, 15:24

[quote='giftzwockel','index.php?page=Thread&postID=2142426#post2142426'Wer "mitspielen" will, muss die "Spielregeln kennen. Das ist in jeder Sportart so, warum gibt es diese Ausnahme im Wassersport?[/quote]Aber nur in der Liga. Hast Du früher auf einem regelhaften Fußballfeld gebolzt, mit einem normgerechten Tor? Oder eher 3x Hand = 1 Elfer?
Die Analogie zu den Verkehrsregeln, die @SINE CURA ins Spiel brachte, hilft da eher, als die mit dem "Sport".

5

Freitag, 27. März 2020, 12:02

Da meine Antwort zu lang war, teile ich sie in 2 Post auf. :D

Ich weiß, dass mein Beitrag "provokant" ist.
Ja ich habe früher Fußball ohne Abseitsregel gespielt, hatte die Regel 3 Ecken = 1 Elfmeter und noch andere Sonderregeln. Das war aber "Kindergeburtstag". Da ging es um nichts anderes als die sportliche Ertüchtigung und um den Spaß.

Ich verstehe auch, dass man genau diesen Spaß einer möglichst breiten Masse an Interessenten gönnen soll.
Und ich bin auch bei euch, wenn Radfahrer und Fußgänger als führerscheinfreie Verkehrsteilnehmer genannt werden.
Speziell das Thema Radfahrer, Pedelecs, Elektrotretroller .. sind aber eher Beispiele dafür, dass man auch hier besser einen Führerschein und oder Nummernschilder einführen würde.

Beim Mofa ist das noch klar geregelt, Pedelecs sind tatsächlich fast so schnell wie Mofas eigentlich bauartbedingt fahren dürften. Und die nimmerendende Diskussion um Radfahrer, die angeblich grundsätzlich bei rot über Ampeln fahren und sich um keine Verkehrsregeln kümmern, die ggf. auf dem Radweg unterwegs sind, jedoch auf der falschen Seite, die trotz vorhandener Radwege auf dem Gehweg fahren (nicht selten weil sie auf der linken Straßenseite fahren) sind uns auch allen bekannt. Das Thema möchte ich auch ungern zum "Nebenkriegsschauplatz" werden lassen.

Als Segler haben wir gegenüber der motorisierten Sport-Schifffahrt Privilegien, im Bereich See sogar gegenüber der Berufsschifffahrt. Diese Regeln kann man streng genommen auf die 37 KVR-Richtlinien reduzieren (ja es gibt revierspezifische Sonderregelungen). Ich halte es für zumutbar, dass Personen, die die Vorgaben erfüllen (z.B. Mindestalter, körperliche Merkmale wie ausreichendes Hör- und Sehvermögen ...) sich der Ausbildung stellen.
Liebe Grüße
Stefan

www.segeltrainer.org
Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

6

Freitag, 27. März 2020, 12:07

Und jetzt kommt noch so ein Vergleich, der die Geister scheiden kann. Die Führerscheinfreiheit bis (weitestgehend 15 PS) könnte im normalen Straßenverkehr verglichen werden mit einer Führerscheinfreiheit für Mopeds oder Leichtkrafträder. Hier macht man das ja aus gutem Grund auch nicht. Und ganz nebenbei ist die Ausbildung für 125 ccm - Motorräder um einiges teurer und zeitaufwändiger.

Wenn ich mir ansehe, welche Segelyachten mit 15 PS mehr als ausreichend motorisiert sind, dann sind das keine ganz kleinen Boote mehr. 2013 war ich mit einer Dufour 325 von Portoroz nach Venedig unterwegs. Die hatte 19 PS und wäre auch mit 15 PS ausgekommen. Auf dem Weg wurde ein Verkehrstrennungsgebiet (KVR Regel 10) gequert.
Solche Boote an Menschen ohne eine vernünftige Grundausbildung zu überlassen halte ich für grob fahrlässig. Im Straßenverkehr ist im Falle eines Unfalls relativ schnell der Rettungsdienst vor Ort. Auf See sieht das völlig anders aus.
Und dann habe ich auch von meiner Grundeinstellung her (persönlich) ein Problem damit, dass sich professionelle Helfer auf See in Gefahr bringen müssen nur weil es einzelne nicht für erforderlich erachten, sich ausbilden zu lassen.
SBF Binnen und SBF-See sind Scheine, die mehr oder weniger eine Grundausbildung sicherstellen. Danach kommt wie beim Autoführerschein die Praxis, die uns zu erfahrenen Fahrzeuglenkern werden lässt.

Wie oft lese ich hier im Forum Berichte über schlechte Seemannschaft, Missachtung des Wegerechtes o.ä.. Das sind nicht immer Wassersportler ohne Schein, nein auch bei den Scheininhabern kommt es zu Situationen, bei denen man froh sein kann, dass andere ihren Teil dazu beigetragen haben die Situation zu entschärfen und so eine Havarie zu vermeiden.

Bis 15 PS ohne jeglichen Nachweis. Da sind dann auch Personen dabei, die den Seh- und Hörtest nicht mehr bestehen würden. "Ok, ist ja egal, dann fahre ich halt nur bis 15 PS, das reicht auch." :D
Wie gesagt, ich habe Verständnis dafür, dass man Interessenten den Zugang zum Wassersport gewähren soll. Paddler, Taucher, Schwimmer halten sich schon aus Selbstschutz in aller Regel in Bereiche auf, wo es wenig Berührungspunkte gibt. Surfer haben i.d.R. den Surfschein gemacht und auf vielen Gewässern ist dieser auch Pflicht.

Ich kenne einige Segler, die gar keinen Schein haben, jedoch hervorragende Segler sind und auch den Schein problemlos bestehen würden (was gegen meine Argumentation spricht). Persönlich fände ich es besser, wenn alle einen Basiswissensstand hätten, der in einer Führerscheinprüfung abgefragt wird. Die Prüfungen sind nicht sonderlich schwer, verlangen aber, dass man sich mal etwas mit dem Thema befasst hat.
Selbst Teilnehmer, die nur für die Prüfung lernen und 8 Tage später das meiste wieder vergessen haben, können nicht sicher sein, dass das eine oder andere dauerhaft hängen bleibt :O

ABER das ist meine persönliche Meinung, die ich hier geäußert habe weil danach gefragt wurde. Andere Meinungen sind nichts anderes als andere Meinungen. Nicht richtig oder falsch sondern einfach nur andere Meinungen und darum geht es hier. Meinungsaustausch.

In diesem Sinne wünsche ich allen, dass ihr gesund bleibt/werdet und eine tolle Saison haben werdet.
Liebe Grüße
Stefan

www.segeltrainer.org
Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

Beiträge: 7 322

Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

  • Nachricht senden

7

Freitag, 27. März 2020, 12:58

Chappeau Stefan :good2: so isset :klatschen:

Die da so vehement dagegen sprechen, fahren ja auch nicht mit dem Tretroller auf der Autobahn ?
Das Beispiel mit dem Bolzen hinkt gewaltig, denn zur Ausübung des Sportes muss man auf einen Platz.
Um es vergleichbar zu machen, sollten doch dann die Bootsbeweger-Anfänger in Buchten, auf Nebenflüssen und auf ruhigen Seen herumspaddeln.

Aber doch nicht - ohne Plan und Ahnung - in Revieren mit Berufsschiff-Verkehr !
Selbst im vielbefahrenen SpoBo-Revier sind Leute ohne Kenntnis der Verkehrsregeln etc... brandgefährlich.
Das alles wurde aber schon öfters diskutiert und kommentiert.

Was die Info von Mattze anbetrifft.
Ich lese das auch jetzt zum ersten male. ?(
Dass der DMYV sich gerne zum großen Verteter aller Wassersportler ernennt, ist bekannt.
Dass aber der DSV da nicht sofort veröffentlicht und einen Fragenkatalog erstellt,
welche Möglichkeiten es überhaupt gäbe bzw. in welchen Bereichen Änderungen machbar wären... ist bezeichnend. :gh:

Nur eine lapidare Frage zu stellen, bringt doch die tollsten Vorschläge aufs Tablett.
Vor allem dann auch noch von denen - die u.a.wegen Mangel an Ausbildung und Erfahrung -
sowieso kaum raffen was und warum bestimmte Situationen auf dem Wasser entstehen.

Aber man hat ja jetzt Zeit zum nachdenken und formulieren ?
Macht euch nen Kopp... ob es nachher wirklich umgesetzt wird oder sogar wirklich hilfreich ist...
steht auf einem ganz anderen Blatt.

:rolleyes:

p.s.
hat man denn etwas gehört, wann die Anhörung sein soll ?
oder bis wann man Vorschläge einreichen kann ?

;)

8

Freitag, 27. März 2020, 13:42

Ich weiß, dass mein Beitrag "provokant" ist.
Ja ich habe früher Fußball ohne Abseitsregel gespielt, hatte die Regel 3 Ecken = 1 Elfmeter und noch andere Sonderregeln. Das war aber "Kindergeburtstag". Da ging es um nichts anderes als die sportliche Ertüchtigung und um den Spaß.<...>
Als Segler haben wir gegenüber der motorisierten Sport-Schifffahrt Privilegien, im Bereich See sogar gegenüber der Berufsschifffahrt. Diese Regeln kann man streng genommen auf die 37 KVR-Richtlinien reduzieren (ja es gibt revierspezifische Sonderregelungen). Ich halte es für zumutbar, dass Personen, die die Vorgaben erfüllen (z.B. Mindestalter, körperliche Merkmale wie ausreichendes Hör- und Sehvermögen ...) sich der Ausbildung stellen.
Beim letzten Absatz sind wir uns einig, mir ging es oben nur um die Analogie zum Sport. Tatsächlich sind alle jeweils erforderlichen Scheine kein Hexenwerk und man kann sie bestehen. Und wir bewegen uns, jedenfalls an der Küste, inmitten des "Berufsverkehrs". Das ist kein Sport, sondern Verkehrsrealität:-) Passt!

Grisu100

Offizier

Beiträge: 370

Wohnort: Portsmouth, Virginia

  • Nachricht senden

9

Freitag, 27. März 2020, 17:15

eim letzten Absatz sind wir uns einig, mir ging es oben nur um die Analogie zum Sport. Tatsächlich sind alle jeweils erforderlichen Scheine kein Hexenwerk und man kann sie bestehen. Und wir bewegen uns, jedenfalls an der Küste, inmitten des "Berufsverkehrs". Das ist kein Sport, sondern Verkehrsrealität:-) Passt!

Mann muss mal weg von den Scheinen und hin zu Ausbildung. Die Leute lernen die Prüfungsfragen auswendig, haben 30min Bootfahren mit den essenzieleln Manöver, haben aber nichts gelernt. Unter 15PS brauchen sie gar nichts.
Ich würde den Sportbootführerschein Binnen vereinheitlichen. Rhein und Bodenseeregelungen anpassen, ja da muss man mit den Nachbarn reden. Ziel, es gibt nur noch einen Schein Binnen ohne Sonderregelung Rhein und Bodensee.

Sportbootführerschein See in der jetzigen Form abschaffen, der ist nichts halbes und nichts ganzes. Anstatt muss jeder eine 8-stündige Ausbildung besuchen. Schwerpunkt: Sicherheit auf See, Regeln, Umweltschutz. Am Schluss gibt es eine Bescheinigung und das wars. Kurs sollte auch online möglich sein, wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert.
Yachtgrundschein, DSV Segelschein oder DMYV Sportbootzertifikat gilt als Bescheinigung.
Da aber der DMYV als beliehener Verband ein Nutznießer der gegenwärtigen Regeln ist, glaub ich nicht das es Richtung vereinfachung geht.

ruben7587

Salzbuckel

Beiträge: 2 153

Bootstyp: Loper Standfast 27

  • Nachricht senden

10

Samstag, 28. März 2020, 12:26

Meine Gedanken dazu :

- Das Verlangen nach besserer Ausbildung ( nicht nach Scheinen ) wurde bereits genannt .
- Unter der Rubrik Recht & Gesetz gibt es auch nicht so viel zu regeln , weil die dort angeführten Probleme
mit einem Hinweis auf bereits bestehende Gesetze und Verordnungen erledigt sind .
- Das die MoBo-Fahrer damit betraut wurden liegt wahrscheinlich daran , dass sie häufiger binnen unterwegs sind , als
die Segler . Bei Seglers gelten buten internationale Rechte .
- Rhein , Donau und Bodensee können m.E. so bleiben , da kommen eh nur Spezialisten vorbei . Der Nord- oder Ostseesegler
kommt in seinem Seglerleben wahrscheinlich nie auf diese Gewässer .
- Neue Gesetze haben eher Grund zur Änderung . Hier fällt mir nichts ein , was geändert werden sollte . Das kommt bestimmt
erst dann wieder hoch , wenn es die Situation ergibt .

Vielleicht sollte die bisher erstellte Liste mit Themen ausgehängt werden , dann würde evtl. noch was hinzu kommen .

11

Dienstag, 31. März 2020, 14:46

- Rhein , Donau und Bodensee können m.E. so bleiben

Beim Bodensee möchte ich wiedersprechen.
Mir war es seinerzeit du doof diese Ausnahmegenehmigung zu kaufen um max. 4 Wochen auf dem Bodensee unterwegs sein zu dürfen und habe mich (damals schon mit SSS in der Tasche) auf die Schulbank gesetzt und den Unterricht zum Bodenseeschifferpatent A & D beizuwohnen.

Hinterher ist man ja immer schlauer. Das hätte ich mir aus den unterschiedlichsten Gründen sparen können. Der Fragenkatalog ist ja bekannt und da kann man wirklich nicht viel verkehrt machen. Da es auf dem Bodensee keine vergleichbare Binnenschifffahrt gibt wie auf den übrigen Binnengewässern (Rhein, Main, Donau, Mosel, Elbe .....) fehlen im Fragenkatalog solche Fragen. Um wenigstens eine gewisse Anzahl an Prüfungsfragen zu bekommen wird dann sehr viel Wert auf Revierkenntnisse der Art (wo ist der Bodensee am tiefsten?, wie tief ist der Bodensee an seiner tiefsten Stelle? gestellt.
Es mag sein, dass diese Kenntnisse für den Bodensee ausreichend sind. Was ich eine bodenlose Frechheit finde ist, dass dieser Schein einfach auf SBF-Binnen umgeschrieben werden kann. Und noch schlimmer, macht der Prüfling eine zusätzliche "nautische Prüfung" was wohl einer Kreuzpeilung und einer Kursumwandlung von MgKk auf RwK entspricht, kann der Schein auch auf SBF-See umgeschrieben werden.

Also wenn es etwas zu ändern gibt, dann wäre dies (meiner Meinung nach) aus fachlicher Sicht ein längst überfälliger Schritt.
In meinem Kurs waren damals Teilnehmer aus Gegenden die ähnlich weit entfernt waren wie mein Wohnort. Die Teilnehmer sind gezielt an den Bodensee gereist um diese Situation für sich zu nutzen. Menschlich verständlich, fachlich bedenklich. Aber immerhin bleibt es am Bodensee bislang bei der Führerscheinpflicht ab 6 PS und Segelschein ab >= 12 qm Segelfläche.

Bedenklich finde ich am BSP noch, dass dieser Schein zu Personebeförderung berechtigt.
Liebe Grüße
Stefan

www.segeltrainer.org
Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

Grisu100

Offizier

Beiträge: 370

Wohnort: Portsmouth, Virginia

  • Nachricht senden

12

Dienstag, 31. März 2020, 20:33

Und noch schlimmer, macht der Prüfling eine zusätzliche "nautische Prüfung" was wohl einer Kreuzpeilung und einer Kursumwandlung von MgKk auf RwK entspricht, kann der Schein auch auf SBF-See umgeschrieben werden.

Das ist so nicht richtig. Mit Bodenseepatent muss man die volle Theorieprüfung des SBF See machen. Bei der praktisschen Motorbootprüfung muss man nur zusätzliche Teile für SBF See machen, das kann man bei der Bodenseeprüfung mitmachen und macht dann alle Aufgaben, die auch bei der praktischen Prüfung SBF See und SBF Binnen gemacht werden müssen. Insofern ergibt sich hier kein Qualitätunterschied.
Es macht Sinn, die Bodenseeschein A+D zuerst zu machen, weil sie den SBF Binnen Theorie und Praxis und die SBF See Praxis beinhalten. Heutzutage würde ich es genauso machen, das geht in einem Urlaub und bei einer guten Segelschule lern man auch noch gut Segeln. Umgekehrt ist das ja nur eingeschränkt der Fall. Warum man mit dem Bodenseepatenten noch extra eine SBF Binnen beantragen und bezahlen muss ist auch so eine Frage. Man hat ja bereits einen amtlichen Schein und im Gegensatz der SBF Binnen ist der auch noch von einer richtigen Behörde (Landkreise am Bodensee) ausgestellt.

Mit diesem Bodenseeerlaubnis ist es trotzdem komsich. Will man nur enen Monat dort Segelen reicht mein SBF Binnen + Ferienpatent ohne Prüfung. Als ob die ersten vier Wochen nicht die gefährlichsten wären und nicht ich trotzdem die Regelunen auf den Bodensee können müsste. Auch hier, es wiehert der Amtsschimmel und die Segelfunktionäre und viele Leute sind mit sinnlosen Prüfungen beschäftigt.

13

Heute, 11:54

Nachdem mein BSP schon wieder 9 Jahre her ist, habe ich erst mal geprüft, ob sich in der Zwischenzeit daran etwas geändert hat. Hat es nicht.
Deiner Aussage, dass bei BSP das Wissen des SBF Binnen abgefragt würde, kann ich auch nach einer erneuten Sichtung der Prüfungsfragen nicht bestätigen.
Hier fehlen eine Menge von Gebots- und Verbostschildern, Fragen nach der Kennzeichnung von Fahrzeugen mit gefährlicher Ladung sowie den vorgeschriebenen Sicherheitsabständen beim Stillliegen in deren Nähe. Auch das Thema Lichterführung von Schub- und/oder Schleppverbänden, Tagsignale kann ich bei den verlinkten Fragen NICHT finden. Nun muss ich zugeben, dass ich hier überwiegend nach entsprechenden Zeichnungen gesucht - und nicht den kompletten Text gelesen - habe.

Faktisch ist das, was hier als offizieller Fragenkatalog veröffentlicht ist, nur ein Bruchteil dessen, was beim SBF Binnen oder SBF See gefragt ist.

Wer nur auf dem Bodensee unterwegs ist, ist mit dem Schein bzw. der Prüfung für dieses Revier gut aufgestellt. Das BSP richtet sich nach den lokalen Bedürfnissen. Mit SBF Binnen hat das aber so rein gar nichts zu tun.

Einen Schein im Urlaub zu machen finde ich durchaus sinnvoll. Man konzentriert sich auf eine Sache und nebenbei kann das bei einem soliden Verhältnis zwischen Theorie und Praxis auch recht kurzweilig sein. Solche Kurse gehen meist 1 Woche (gelegentlich auch mal 2). Deiner Aussage, dass man in der Zeit bei einer guten Segelschule dann Segeln lernt, widerspreche ich vehement. Segeln ist ein ständiger Prozess bei dem man nie auslernt sondern lediglich an Sicherheit dazu gewinnt. In einer Woche kann man Segeln nicht lernen!!
Das reicht bei der Mehrzahl dazu, dass sie Anluven und Abfallen nicht mehr verwechseln und einigermaßen Wende und Halse und die geforderten Rettungsmanöver hinbekommen.
In aller Regel sieht eine Wende nach einer Woche so aus, dass der Prüfling vom Amwindkurs auf einem Halbwindkurs landet weil er Angst hat in der Wende zu "verhungern" und nicht rechtzeitig Stützruder legt.
Auch Teilnehmer, die zuvor den Grundschein gemacht haben, machen das meist nicht sehr viel besser. Das man also in dieser Zeit Segeln lernt halte ich (persönlich) für sehr optimistisch.
Liebe Grüße
Stefan

www.segeltrainer.org
Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »giftzwockel« (Heute, 12:12)


14

Heute, 12:18

Mit diesem Bodenseeerlaubnis ist es trotzdem komsich. Will man nur enen Monat dort Segelen reicht mein SBF Binnen + Ferienpatent ohne Prüfung. Als ob die ersten vier Wochen nicht die gefährlichsten wären und nicht ich trotzdem die Regelunen auf den Bodensee können müsste. Auch hier, es wiehert der Amtsschimmel und die Segelfunktionäre und viele Leute sind mit sinnlosen Prüfungen beschäftigt.


Beim SBF Binnen lernen wir, dass wir uns vor Antritt einer Fahrt um Revierbesonderheiten kümmern müssen. Das ist also nicht nur beim Bodensee so sondern gilt für jedes Gewässer, egal ob Binnen oder See. Anschauliches Beispiel wäre das Segeln in der Karibik. Dort gilt Lateral B ;)
»giftzwockel« hat folgende Datei angehängt:
Liebe Grüße
Stefan

www.segeltrainer.org
Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

Zur Zeit sind neben Ihnen 4 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Mitglied und 3 Besucher

giftzwockel

Legende: Administratoren, Moderatoren, Super Moderatoren

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 177   Hits gestern: 6 813   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 5 356 672   Hits pro Tag: 2 380,62 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 8 501   Klicks gestern: 51 053   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 41 563 254   Klicks pro Tag: 18 471,57 

Kontrollzentrum