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zoerbnet

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21

Mittwoch, 20. Mai 2020, 09:57

Wohnsitz in D vorhanden
Man braucht nicht zwingend einen Wohnsitz in D (habe ich auch nicht) sofern man dem BSH einen Ansprechpartner mit Wohnsitz in D nennt:

"für Seeschiffe mit einer Rumpflänge von weniger als 15 Metern auf Grund eines entsprechenden Erlasses weiterhin Flaggenzertifikate erteilt, die zur Führung der Bundesflagge berechtigen, sofern eine verantwortliche Person mit Wohnsitz in Deutschland (sog. Beauftragte Person) nachgewiesen wird."


Bin mir aber nicht sicher ob das dem Fragesteller hilft...

F28

Salzbuckel

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22

Mittwoch, 20. Mai 2020, 10:01

Bin mir aber nicht sicher ob das dem Fragesteller hilft...

Ist aber zumindest ein sehr interessanter Hinweis. Vielleicht eröffnet sich da eine Möglichkeit für ihn...
Gruß
F28

fellow

Seebär

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23

Mittwoch, 20. Mai 2020, 11:13

Man braucht nicht zwingend einen Wohnsitz in D (habe ich auch nicht) sofern man dem BSH einen Ansprechpartner mit Wohnsitz in D nennt:

Ich glaube, das wurde hier schon mal diskutiert und es tat sich die Frage auf, welche Haftungsrisiken für den Verantwortlichen in D damit entstehen.
Peter

zoerbnet

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24

Mittwoch, 20. Mai 2020, 11:31

Man braucht nicht zwingend einen Wohnsitz in D (habe ich auch nicht) sofern man dem BSH einen Ansprechpartner mit Wohnsitz in D nennt:

Ich glaube, das wurde hier schon mal diskutiert und es tat sich die Frage auf, welche Haftungsrisiken für den Verantwortlichen in D damit entstehen.
Die Frage stellt sich sicherlich. Bei mir ist die "beauftragte Person" Teil meiner Familie, da sollte das kein Problem sein.
Es ging mir auch mehr darum, die Annahme, dass man zwingend einen Wohnsitz in D haben muss zu relativieren/widerlegen...

25

Mittwoch, 20. Mai 2020, 11:55

Habe das meiste davon gelesen und keine Ausnahmen gefunden.

Es gibt noch eine, die in den Texten genannt wird. Bei einer Eignergemeinschaft, die in einer Zulassung, wohl nicht in jeder prinzipiell in Frage kommenden, als Inhaber eigentragen werden kann, muss nur eine Person einen Wohnsitz in Deutschland haben. Du selbst kannst es also nicht auf Dich alleine zulassen, wohl aber Teil einer Eignergemeinschaft und damit Inhaber sein. Du müsstest dann ein Papier haben, aus dem hervorgeht, dass Du zu der EG gehörst. Außerdem können auch juristische Personen mit Sitz in D. Inhaber des Bootes sein. Unsere Gesetze sind teuer. Die unberechtigte Führung der Deutschen Flagge kann sogar sehr empfindliche Strafen nach sich ziehen. Andererseits ist der Arm unseres Gesetzes nicht weltumspannend und ein versehentlich, vorübergehend unberechtigstes Führen könnte sogar unbemerkt bleiben. Auch falls etwas anderes dazwischenkäme, ist eine Sippenhaft bei Eigergemeinschaft ebensowenig vorgesehen, wie bei Vereinen oder Vercharterern.

"Muss ich dann in Deutschland Steuern zahlen?" - Noch nicht, aber man traue den grünen klebrigen Fingern künftiger Regierungskoalitionen nicht nur Gutes zu. Bootsfahrer, darunter vor allem Segler, sind keine Freunde der Umweltschützer, denn auf Binnenrevieren kommen sie beim Kreuzen in Ufernähe und erschrecken dort Frösche (O-Ton!) Dazu kommt der Neidfaktor, der so eine Steuer populär machen würde.
"Muss die Versicherung eine Deutsche/Europaeische Versicherung sein?" - Genau genommen brauchst Du gar keine, könntest aber vielleicht eine preiswerte Haftpflicht bekommen. Selbst habe ich eine, die in meine private integriert ist und weltweit gilt.
"Muss ich Deutsche Bootsfuehrerscheine haben?" - Für die Zulassung eines Bootes beim WSA, das führerscheinpflichtig ist, wurde ich nicht nach gefragt. Reine Segelboote sind außer auf dem Bodensee oder sonst Binnen über 15 m ohnehin führerscheinfrei. Bei Motoren gilt eine Obergrenze von 15 bzw. 5 PS. Sofern Du einen deutschen Fühererschein hättest, würde der andernorts wahrscheinlich anerkannt, aber in D interessiert es niemanden, wenn Du in I ein dort nicht führerscheinpflichtiges Boot entsprechend ohne Führerschein fährst, obwohl der für das gleiche Boot in D nötig wäre. Alles easy also.

RainerF

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26

Mittwoch, 20. Mai 2020, 12:32

Hallo,
einen Punkt der mir dabei einfällt, ich habe unmittelbar nach der Eintragung Post vom Zoll erhalten, ich sollte mich erklären.
Da in meinem Fall das Schiff von einem Deutschen an mich verkauft wurde und ich die Mwst. nachweislich abgeführt habe (Bestätigung habe ich bereit gestellt), musste ich kein Zoll zahlen.

Wie wäre das in deinem Fall wenn das Schiff "eingeflaggt" wird und ggf. sogar einen Eigentümer in DE erhält? Nochmal, ich würde mich bei den offiziellen Stellen vorher genau erkundigen und das entsprechend anfragen, dann hast Du auch etwas in der Hand mit einer offiziellen Auskunft.
Unsere schöne: http://la-guapa-sy.de/

27

Mittwoch, 20. Mai 2020, 12:53

Das sollte kein Problem sein, da er das Boot erstmal nicht in die EU einführt. Eine CE-Erklärung wird wohl für die Beneteau vorhanden sein und damit eine spätere Einfuhr möglich.
Gruß

acer99

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28

Mittwoch, 20. Mai 2020, 16:12

Wenn Du länger in den USA bist, wirst Du doch permanent resident oder wie das immer heißt, sein. Dann müsstest Du auch einer amerikanische Flagge führen können/dürfen/müssen?

Steuern muss man zumindest in D momentan für ein Schiff nicht zahlen, ausser ggf MwSt.

Mit den Führerscheinen ist das immer so eine Sache, weil meist ein Mix aus Staatsbürgerschaft und Recht des befahrenen Gebiets, in den USA meist auch noch je nach Bundesland unterschiedlich. In Florida zB gibt's ab gewissen Alter keine Führerscheinpflicht, ansonsten ist der Lappen einfacher zu erwerben als ein U-Bahn Ticket für München.

beppo

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29

Mittwoch, 20. Mai 2020, 17:55

Hallo alle und Danke fuer eure Antworten.

Versicherung zu finden die ein Boot unter Deutscher Flagge versichert. Evtl. Ist das fuer Dich relevant?


Ja ich denke das ist sehr relevant und wird am Ende mit Ausschlaggebend sein.

Yachten können in USA auch bei den Bundesstaaten registriert sein. Das ist keine US-Amerkanische Staatsangehörigkeit notwendig.


Das ist allerdings absolut richtig. Hat nix mit Fuehren der Flagge zu tun und dient im wesentlichen dem Bundesstaat um Steuern einzusammeln und zu wissen was so unterwegs ist. Man braucht dann auch noch einen “boat title” der dem Eigentumsnachweis dient und auch vom jeweiligen Bundesstaat ausgestellt wird.
Maximale Aufenthaltszeit sechs Monate.

Ich dachte alle 12 Monate, 6 ist ja noch weniger machbar. Aber auch da gibt es Aussnahmen.

Eigentlich verstaendlich, leider nur mit dem Nachteil, dass man dann ungeflaggt durch die Gegend schippern muss was in internationalen Gewaessern wahrscheinlich nicht immer so gut ist, aber auch da habe ich unterschiedliche Stimmen gehoert von ist egal bis geht gar nicht.

Grenzübertritte ohne Flaggennachweis sind nie empfehlenswert - "egal" ist da nichts - , außer man bewegt sich in einem übergeordneten Rechtsraum (z.B. EU). Und selbst hier wird man ab und zu mal den Registrierungsnachweis vorlegen müssen.

Gruß Ralf


Das ist eigentlich so ein wenig der Grund warum wir nicht so gerne ohne Flagge unterwegs sein moegen. Und klar, am liebsten haetten wir die Deutsche Flagge am Heck.

Bin mir aber nicht sicher ob das dem Fragesteller hilft...


Ich habe das nach deinem Hinweis auch gefunden. Das hilft. Klar habe ich Familie in Deutschland die ich da involvieren koennte, allerdings kann das in bestimmten Faellen ja auch Konsequenzen haben, manchmal eben auch negative, daher bin ich nicht so sicher ob ich diesen Weg gehen soll.

Wenn Du länger in den USA bist, wirst Du doch permanent resident oder wie das immer heißt, sein. Dann müsstest Du auch einer amerikanische Flagge führen können/dürfen/müssen?


Wir sind nun bald 12 Jahre hier und schon lange permanent resident, wir haben Einwanderer Status - koennen auch Kanonen kaufen :rolleyes: - waehlen und Flagge ist aber nicht, nur fuer Staatsbuerger und das ist irgendwie auch verstaendlich.

Ok ... noch kein finale Loesung des Problems in Sicht, vielleicht ist es ja auch gar kein Problem... auch das ist noch nicht sicher

Gruss
Christoph
et es wie et es - et kütt wie et kütt un et hätt noch emmer joot jejange.

Grisu100

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30

Mittwoch, 20. Mai 2020, 19:39

Das ist allerdings absolut richtig. Hat nix mit Fuehren der Flagge zu tun und dient im wesentlichen dem Bundesstaat um Steuern einzusammeln und zu wissen was so unterwegs ist. Man braucht dann auch noch einen “boat title” der dem Eigentumsnachweis dient und auch vom jeweiligen Bundesstaat ausgestellt wird.

Nein, die Bundesstaaten dürfen eine Registrierung von Sportbooten vornehmen, die US-Weit gilt, solange der Eigner im Bundesstaat dort wohnt und das Boot dort auch vorwiegend genutzt wird, es gibt da eine 90 Tage Regelung. Sie ist gleichwertig zur Registrierung bei der Küstenwache, die Bundestaaten und Teilweise die Öffentlichkeit haben auf die Datenbank der Küstenwache zugriff. Und dann regeln auch die Bundesstaaten die Kennzeichnugnspflicht für Sportboote, die bei Ihnen Registriert werden.


Führen der Flagge folgt der Registrierung. Das es in DEU ein extra Flagenzertifikat als Erlaubnis zum Führen der Flagge gibt, ist deutsche Bürkratie, auch weil es kein Bootsregister in Deutschland gibt. Die Erlaubnis ergibt sich aus der Bootsregistrierung, außer der Bundesstaat legt anderes fest.
Ich weiss nicht welche myten deine Nachbarn über die Flaggeregelungen der USA sagen, manche konservative/nationalisten behaupten Ausländer dürften die Flagge nicht führen, z.B am Haus. Die sollen einfach mal ins Flaggengesetz sehen. Im zweifelsfall würde ich eben mal bei der Küstenwache nachfragen. Aber vorsicht, die registrieren keine Boote im Besitz von Ausländern und deshalb ist selbst diese Auskunft mit Vorsicht zu genießen.

31

Mittwoch, 20. Mai 2020, 19:54

Führen der Flagge folgt der Registrierung. Das es in DEU ein extra Flagenzertifikat als Erlaubnis zum Führen der Flagge gibt, ist deutsche Bürkratie, auch weil es kein Bootsregister in Deutschland gibt. Die Erlaubnis ergibt sich aus der Bootsregistrierung, außer der Bundesstaat legt anderes fest.

Schiffe kleiner 15m dürfen die Bundesflagge auch ohne Registrierung führen, die Voraussetzungen dafür müssen natürlich gegeben sein. Das Flaggenzertifikat dient nur als Nachweis der Berechtigung. Nur eintragungspflichtige Schiffe dürfen die Bundesflagge ohne Registereintrag nicht führen.

Gruß

Grisu100

Kapitän

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32

Mittwoch, 20. Mai 2020, 21:09

Schiffe kleiner 15m dürfen die Bundesflagge auch ohne Registrierung führen, die Voraussetzungen dafür müssen natürlich gegeben sein. Das Flaggenzertifikat dient nur als Nachweis der Berechtigung. Nur eintragungspflichtige Schiffe dürfen die Bundesflagge ohne Registereintrag nicht führen.

Eben, ein deutsches Problem. Es gibt keine Pflichtregistriung für Sportboote unter 15m, also gibt es den Behelf Flaggenzertifikat gegenüber dritten Stellen . In USA müssen aber Sportboote registriert werden, ob nun bei der Küstenwache oder dem Bundesstaat. Ich kann jeden dritten Stelle eine Besitzurkunde (Title) und eine Registrierung vorlegen.

IMHO will Beppo etwas, was es dort gar nicht gibt, eine seperate Erlaubnis die US Flagge auf seine Boot führen zu dürfen.

In USA gibt es ja immer das Gerücht, das nur US-Staatsbürger generell und als Skipper ínsbesindere auf ihrem Boot die US Flagge führen dürfen und viele sind da etwas unentspannt (Gilt übrigens auch für die Flagge Hauseingang, am Auto usw,). Etwas schriftliches in Form einer Verordnung hab ich dazu nicht gefunden. Im Gegenteil es gibt den Freedom of Flag Act zumindest für die Häuser,

Tatsache ist halt das bei komerzieller Nutung auch kleiner Boote und größeren Booten und Schiffen generell der Eigner und der Skipper US-Bürger sein müssen. IMHO übertragen das nun viel auf den privaten Kleinbootbereich, was ja auch bei der Registrierung bei der Küstenwache stimmt. Das liegt aber daran, dass diese Boote ins nationale Schiffregister eingetragen werden und bei gewerblichen Schiffen nun mal die Eignerregelung gilt.

Ich würde den Konflikt vermeiden und die Diskussion, indem ich mein Boot beim Bundesstaat anmelde, eben gar keine
Flagge führe in den US Hoheitsgewässer, außerhalb wäre es trotzdem die
US-Flagge. Nach internationale Recht, ist es nun mal die Flagge der
Registerstaates.
Das ist eigentlich so ein wenig der Grund warum wir nicht so gerne ohne Flagge unterwegs sein moegen. Und klar, am liebsten haetten wir die Deutsche Flagge am Heck.
Drum würde ich außerhalb USA mit einen in den USA registrierten Boot die US-Flagge führen. Die Erlaubnis ist das enstprechende Certificate of Register des Bundesstaates. Wer etwas anderes behaupted soll das mal belegen.Hätten US-Bundesstaaten solche Verordnungen (ich kann mir sogar vorstellen) würden die ja gegen internationales Recht verstoßen.

Deutsche Flagge am Heck in den USA. Alle X Monate nach Kanada segeln? Zudem würde ich das mit dem Steurberater regeln. Das Boot ist über 180 Tage im Jahr in deinen Bundesstaat. Kann also sein, dass man trotz deutscher Flagge Property Tax zahlt.

beppo

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33

Donnerstag, 21. Mai 2020, 02:39

Moin alle zusammen,

hier geht jetzt doch so einiges durcheinander.

In den USA wird unterschieden zwischen:

- registration - ein Boot kann nur auf State Level registriert werden, es gibt KEINE "federal registration"
- titling - ein Boot kann ENTWEDER einen Titel vom einem Bundesstaat "titled by a state" bekommen ODER einen Titel auf Landesebene sprich "titled by the federal government" aber NIE beides. "titled by the federal government" ist = "coast guard documentation". Titling/USCG documentation dient im wesentlichen dem Besitznachweis und allen damit verbundenen Rechten Pflichten Versicherung Kredit usw.

https://www.dgif.virginia.gov/boating/wo…Your_Watercraft

Note: Watercraft cannot be documented by the USCG and titled at the same time. The owner must choose between documentation or titling. While a documented vessel may not be titled, it may be registered at the owner’s discretion should a registration decal be desired to show proof that sales tax was paid. The registration decals may be useful if the watercraft is operated in other states that require a registration decal or other proof that sales tax was paid.

Ist doch etwas verwirrend, allerdings eins ist klar ein NICHT Amerikaner kann ein Boot registrieren und einen State Title bekommen aber KEINE USCG documentation.


Eben, ein deutsches Problem. Es gibt keine Pflichtregistriung für Sportboote unter 15m, also gibt es den Behelf Flaggenzertifikat gegenüber dritten Stellen . In USA müssen aber Sportboote registriert werden, ob nun bei der Küstenwache oder dem Bundesstaat. Ich kann jeden dritten Stelle eine Besitzurkunde (Title) und eine Registrierung vorlegen.


Ein Boot kann NICHT mit der USCG registriert werden, ein Boot wird immer mit einem Bundesstaat registriert. Eine Registrierung auf Landesebene gibt es nicht. Ein Boot kann nur mit der USCG dokumentiert werden was ein "titling" auf nationaler Ebene ist.

IMHO will Beppo etwas, was es dort gar nicht gibt, eine seperate Erlaubnis die US Flagge auf seine Boot führen zu dürfen.


Wenn man auf irgendeinem Teich rumpaddelt ist die Flagge ziemlich unwesentlich. Wenn man aber aufs Meer faehrt sieht das schon anders aus. Führt man eine Flagge zu deren Führung man nicht berechtigt ist kann man ernsthaft Probleme bekommen. In Deutschland wie auch in den USA, für die USA finde ich allerdings gerade den Text nicht.



Mein Ziel ist es kein ungeflaggtes Boot zu fahren. Die US Flagge ist ABSOLUT KEINE Option da ich die Staatsbürgerschaft NICHT habe. Da ich nun mal Deutscher bin ist die Deutsche Flagge die logischste Option.

Drum würde ich außerhalb USA mit einen in den USA registrierten Boot die US-Flagge führen.


Ich würde das auf KEINEN Fall.
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beppo

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34

Donnerstag, 21. Mai 2020, 03:21

Deutsche Flagge am Heck in den USA. Alle X Monate nach Kanada segeln?


Das ist richtig, hier kann es Probleme geben. Allerdings habe ich gehört (bisher also nur Hörensagen), dass man das evtl. nicht muss wenn das Boot in den USA gebaut worden ist. Letztendlich geht es bei solchen Regelungen ja auch um den Schutz des eigenen Marktes.
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ArAl

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35

Donnerstag, 21. Mai 2020, 08:27

Drum würde ich außerhalb USA mit einen in den USA registrierten Boot die US-Flagge führen.
Ich würde das auf KEINEN Fall.
Um vielen Fragen und Problemen aus dem Weg zu gehen, registrieren viele ihr Boot über eine eigene Firma auf den Marschall Inseln (Bikini) oder in Panama.

Ein Bekannter, der Deutscher ist, sich aber in Deutschland abgemeldet hat, hat eine Firma in GB gegründet und darüber registriert. Allerdings mit dem Ziel, sein Boot aus Deutschland vorzugsweise in Asien zu fahren. Das Boot wird nach 3 Jahren für die EU zwar wieder USt-pflichtig, aber er und das Boot wollen sowieso nicht nach Europa zurück.

Welche ausländische Registrierung und welche Flagge wären denn in den USA am besten?

Werden alle ausländischen Flaggen in den USA gleich (gut) behandelt?

beppo

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36

Donnerstag, 21. Mai 2020, 11:49

Moin

Werden alle ausländischen Flaggen in den USA gleich (gut) behandelt?


Die Flagge am Boot weist die Nationalität des Bootes aus, wenn die Flagge berechtigterweise geführt wird. Damit gelten für das Boot dann auch Regelungen die zwischen zwei Staaten vereinbart worden sind. Das kann unter Umständen weitreichend sein. Hier in den USA kann ein Boot das einem NICHT Amerikaner gehört und NICHT geflaggt ist, egal ob es in einem Bundestaat registriert ist oder nicht, kein Crusing Permit erhalten, denn das basiert auf Abkommen zwischen zwei Staaten, das Boot ohne Flagge ist aber "staatenlos".

Je mehr ich da lese umso mehr Untiefen tun sich da auf, und ich verstehe jetzt auch warum so mancher den teuren Weg über eine LLC in Delaware geht um RECHTMÄSSIG eine Amerikanische Flagge am Heck zu haben. Ich beginne so langsam zu verstehen warum es so viel Firmen gibt die sich auf "Marine Documentation" spezialisiert haben. Man hat sehr schnell gegen eine Menge Gesetze verstossen und da lauern heftige Strafen.

Ich denke in Deutschland/Europa ist das viel einfacher.

Gruss
Christoph
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37

Donnerstag, 21. Mai 2020, 12:02

Ich denke in Deutschland/Europa ist das viel einfacher.

Von anderer Seite hört man regelmässig etwas anderes.

Gruß Ralf

fellow

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38

Donnerstag, 21. Mai 2020, 16:33

@beppo:

Ich bin zufällig über ein Merkblatt des ADAC (der für Boote den IBS – Internationaler Bootsschein – ausstellt) zur Flaggenführung gestolpert. Hier wird für deinen Fall auch auf die Regel hingewiesen, dass Du einen Vertreter mit Wohnsitz in D haben musst, aber weiter unten gibt es den Passus:

Zitat

* Deutsche, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, dürfen die Bundesflagge führen,
wenn sie von der zuständigen Flaggenbehörde (Bundesamt für Seeschiffahrt und
Hydrographie, BSH) die Befugnis dafür erhalten haben. Weitere Informationen dazu erteilt
das BSH, Bernhard-Nocht-Str. 78, 20359 Hamburg, Tel. (0 40) 31 90-0, Fax: (0 40) 31 90-50
00, www.bsh.de.
Deshalb würde ich mich an deiner Stelle mal mit dem BSH in Verbindung setzen, um zu erfahren, ob es hier nicht doch Ausnahmeregelungen gibt.
»fellow« hat folgende Datei angehängt:
Peter

Grisu100

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39

Freitag, 22. Mai 2020, 04:34

- registration - ein Boot kann nur auf State Level registriert werden, es gibt KEINE "federal registration"
- titling - ein Boot kann ENTWEDER einen Titel vom einem Bundesstaat "titled by a state" bekommen ODER einen Titel auf Landesebene sprich "titled by the federal government" aber NIE beides. "titled by the federal government" ist = "coast guard documentation". Titling/USCG documentation dient im wesentlichen dem Besitznachweis und allen damit verbundenen Rechten Pflichten Versicherung Kredit usw.

Nun dann Fangen wir mal an:
1) In den USA gibt es in zentral geführtes Schiffsregister (National Vessel Documentaion Center) bei der Küstenwach. Dort dürfen ähnlich wie in Deutschland Sportboote freiwillige angemeldet werden. Von der Küstenwache erhält man das Certificate of Documentation. Diese Certificate ist Title (Besichturkunde) und Registrierung auf Bundesebene zugleich. In diesem Schiffsregister können nur Schiffe und Boote mit US-Amerikanischen Eigentümern registriert werden (Kennzeichen ist der Name und der Heimathafern). Manche Staaten (North Caroline z.B) verlangen auf Bundestaatsebene eine zusätzliche Registrierung und vergeben zusätzlich eine eigene Nummer (NC 1234 XY z.B.) Enen Titel gibt es aber nicht mehr, weil das Certificate of Documentation als solcher gilt. Ander Bundestaaten verlangen das nicht oder nur freiwillig.
Break:
2) Unabhängig davon dürgen Wasserportgeräte und damit auch Sportboote unter einer bestimmten Größe auf Bundestaatsebene registriert werden. Im Regelfall gibt es einen Title und eine Registrierung sowie eine Staatliche Kennzeichnung. Dies ist die einzige Möglichkeit wie in USA ein Sportboot von einem Ausländer registriert werden kann.

Alles schön erklärt hier .

Break:
Wenn man den Verbänden hier glaubt ist die Führung von Flaggen auf privaten Sportboote gar nicht groß gesetzlich festgelegt und scheinbar gibt es hierzu auch keine Pflicht (Land of the free)
Deshalb gibt es vom Sportbootverband dem Untited States Power Squadron eine eigen Etikett Kommision, die entsprechende die Flaggenführung für Sportboote beschreibt: (Flag Etiquette).
Und da steht auf der Seite (die seite ist aber 10 Jahre alt):

Zitat


The national ensign worn by a vessel must be the flag of her registry—not necessarily that of the owner or operator.
siehe

Etwas anderes hatte ich auch gar nicht erwartet.

beppo

Bootsmann

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40

Freitag, 22. Mai 2020, 15:27

Moin alle,

Deshalb würde ich mich an deiner Stelle mal mit dem BSH in Verbindung setzen


Vielen dank fuer den Hinweis, das werde ich mal in Erfahrung bringen.

Nun dann Fangen wir mal an


OK ... aber das soll kein Rennen werden ;)

Unabhängig davon dürgen Wasserportgeräte und damit auch Sportboote unter einer bestimmten Größe


Wassersportgeraete unterhalb eines bestimmten Gewichtes (5 net tons) MUESSEN beim Bundesstaat registriert werden denn sie duerfen nicht mit der USCG dokumentiert werden.

Alles schön erklärt hier .


Was hier erklaert wird sind die Regeln fuer “recreational boats” darunter fallen Kanus genauso wie Segelboote der verschiedenen Groessen. In dieser Broschuere sind aber am ehesten solche Boote gemeint die auf Binnengewaessern oder kuestennahen Gewaessern fahren. Wenn du mit dem Boot das Land verlassen willst dann gibt es mit einer solchen Registrierung Probleme.

Boote die nur Bundesstaat registriert sind und nur einen “title” von einem Bundesstaat haben, koennen nicht das Recht auf “freedom of movement” in Anspruch nehmen.
Ein “state registered/titled” Boot hat keine “Flagge” oder Nationalitaet und erhaelt daher die Nationalitaet der Besitzers. Ist der Besitzer NICHT Amerikaner ist das ein auslaendisches Boot und wird auch als solches behandelt. Dabei spielt es keine Rolle ob das Boot in einem US Bundesstaat registriert ist. Solange man die USA nicht verlaesst soll das angeblich kein Problem sein.
Wenn man das Land jedoch verlaesst und dann wieder kommt kann man sich nicht auf Internationale Abkommen bei der Einreise berufen denn das Boot ist ja in keinem Land entsprechend registriert und hat daher keine Nationalitaet. Hier kommt jetzt, auch wenn ich das richtig verstehe, “freedom of movement” ins Spiel.

Man kann nicht mal ein Cruising Permit fuer ein solches Boot beantragen da es keine offizielle Nationalitaet hat und Cruising Permits auf internationalen Abkommen zwischen verschiedenen Staaten basieren.

Flaggen auf privaten Sportboote gar nicht groß gesetzlich festgelegt


Wenn du irgendwo auf einem Tuempel rumschaukelts kannst du dir wahrscheinlich alles ans Heck binden was du gerne moechtes, von der McDonalds- bis zur Priaten Flagge ist wahrscheinlich alles erlaubt, natuerlich auch die Landesflagge. In diesen Faellen handelt es sich um ein Stueck Stoff mit verschiedenen Farben und Mustern. Sind da zufaellig die Farben und Muster der Amerikanische Flagge drauf kannst du auch gerne der “Flag Etiquette” folgen, aber das ist wahrscheinlich voellig wurscht, wie du schon sagst und wird wohl nur den Blockwart auf den Plan rufen wenn die Flagge mal 2 inch zu tief haengt.

Wenn du aber auf offenem Wasser unterwegs bist, international - Einreise - Ausreise usw. und mit einer Flagge die offizielle Nationalitaet deines Bootes anzeigst, aehnlich wie due mit deinem Pass deine Nationalitaet anzeigst, dann kannst du erhebliche Schwierigkeiten bekommen wenn das nicht stimmt. Eben aehnlich wie mit deinem Pass.
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