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JürgenG

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21

Mittwoch, 8. Juli 2020, 10:50

Was wird bei einer Wartung gemacht und kann ich das auch selber machen?

Viele Fragen klären sich durch einfache Suchen bei Google: https://www.google.com/search?q=rettungs…iw=1680&bih=936

Grüße Jürgen

jensstark

Salzbuckel

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22

Mittwoch, 8. Juli 2020, 11:11

Was wird bei einer Wartung gemacht und kann ich das auch selber machen?

Teile der Prozedur sollte man bei seinen Westen eh' beherrschen. Wenn sie mal auslöst oder ausgelöst wird, muß sie ja neu gepackt werden, braucht eine neue Gasflasche und meist eine neue, gerätespezifische Salztablette.

Manche Hersteller in fernen Ländern bieten für ihre Westen sogar Anleitungen zur Selbstwartung.
Ich habe mal eine angehängt.
»jensstark« hat folgende Datei angehängt:

23

Mittwoch, 8. Juli 2020, 13:43

Warum denn nur Wartungen bei der eigenen Weste? Ist doch kein Hexenwerk, Wartungskits gibt es doch im Fachkandel.
Haftet denn der Mechaniker der Wartungswerkstatt auch persönlich für seine Arbeit?

jensstark

Salzbuckel

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24

Mittwoch, 8. Juli 2020, 13:51

Haftet denn der Mechaniker der Wartungswerkstatt auch persönlich für seine Arbeit?

Der vom Hersteller zugelassene (!) Mechaniker hat gute Karten, wenn etwas schiefgeht, er aber bei der Wartung seine Checkliste korrekt abgearbeitet hat.
(EDIT: Und ggf. Dichtungen/Verschleißteile des Herstellers ordnungsgemäß getascht hat. Im Handel finden sich Salzpatronen und Gaszylinder, nicht viel mehr.)

Aber ein guter Punkt. Onkel Waldemar "prüft" die Weste von Neffe Paul. Der kentert, die Wasserschutzpolizei findet ihn tot; die Rettungsweste hat versagt.
Das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung würde ich an Waldis Stelle ungerne auf mich zukommen sehen.

25

Mittwoch, 8. Juli 2020, 14:11

Welche Dichtungen und Verschleißteile sind gemeint?
Wenn es die geben würde wären sie bestimmt im Wartungskit enthalten, denn damit lässt sich doch leicht Geld verdienen. :D

jensstark

Salzbuckel

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26

Mittwoch, 8. Juli 2020, 14:18

Welche Dichtungen und Verschleißteile sind gemeint?
Wenn es die geben würde wären sie bestimmt im Wartungskit enthalten, denn damit lässt sich doch leicht Geld verdienen.


Hängt vom Hersteller ab.

Aber um mal einen Namen zu bringen -so macht es Secumar:

Zitat

Zerlegen der Rettungsweste in die einzelnen Bestandteile (Automatik, Schwimmkörper, etc.)
16 Stunden Dichtigkeitstest des Schwimmkörpers
Wasseraktivierung der Automatik und Funktionskontrolle mittels Prüfplättchen und Tablette
Manuelle Aktivierung der Handauslösefunktion und Funktionskontrolle mittels Prüfplättchen
Funktionsprüfung Überdruckventil bei SOLAS-Rettungswesten
Funktionsprüfung Mundventil
Kontrolle der Verbindungsnähte, der Gurte und der Beschläge
Kontrolle der CO₂-Patronen
Erneuerung der Auslösetablette
Erneuern der Dichtungen
Montage der Rettungsweste, dabei Verschraubungen mittels elektronischer Drehmomentüberwachung
Erneuerung der Serviceplakette und der Verpackung.
Endkontrolle und Dokumentation gemäß dem SECUMAR QM-System (DIN EN ISO 9001).


Man sieht: Das scheitert schon daran, daß Du beispielsweise nicht einmal die korrekten Drehmomente für die Schrauben kennst...

emotion

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27

Mittwoch, 8. Juli 2020, 15:33

Welche Dichtungen und Verschleißteile sind gemeint?
Wenn es die geben würde wären sie bestimmt im Wartungskit enthalten, denn damit lässt sich doch leicht Geld verdienen.


Hängt vom Hersteller ab.

Aber um mal einen Namen zu bringen -so macht es Secumar:

Zitat

Zerlegen der Rettungsweste in die einzelnen Bestandteile (Automatik, Schwimmkörper, etc.)
16 Stunden Dichtigkeitstest des Schwimmkörpers
Wasseraktivierung der Automatik und Funktionskontrolle mittels Prüfplättchen und Tablette
Manuelle Aktivierung der Handauslösefunktion und Funktionskontrolle mittels Prüfplättchen
Funktionsprüfung Überdruckventil bei SOLAS-Rettungswesten
Funktionsprüfung Mundventil
Kontrolle der Verbindungsnähte, der Gurte und der Beschläge
Kontrolle der CO₂-Patronen
Erneuerung der Auslösetablette
Erneuern der Dichtungen
Montage der Rettungsweste, dabei Verschraubungen mittels elektronischer Drehmomentüberwachung
Erneuerung der Serviceplakette und der Verpackung.
Endkontrolle und Dokumentation gemäß dem SECUMAR QM-System (DIN EN ISO 9001).


Man sieht: Das scheitert schon daran, daß Du beispielsweise nicht einmal die korrekten Drehmomente für die Schrauben kennst...

Sehr Interessant!
Mir war bisher nur folgendes Vorgehen bekannt (von einem großen deutschen Dienstleister)

1. Sichtprüfung auf Beschädigungen (Nähte, Schlauchkörper, Auslöseeinheit, etc..)
2. Aufblasen über Mundstück mit Druckluft > wichtig auch bei Selbstwartung nicht mit dem Mund aufblasen, da sonst Feuchtigkeit eingetragen wird
3. Druckkontrolle über 24h
4. Wiegen der Gaspatrone ggf. Austausch
5. Ersetzen der Auslösetablette
6. Ggf. Taus der Dichtungen
7 Packen gemäß Vorschrift

Zerlegen der Automatik und testen der Automatik ist mir nicht bekannt.
Gooden Wind

Hendrik

neulich

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28

Mittwoch, 8. Juli 2020, 16:45

...Fortsetzung .. Herstellerhaftung ...usw

Der Hersteller (bzw der Verkäufer der das Produkt in der EU in den Verkauf bringt) haftet auf Grundlage des Produkthaftungsgesetzes. Er muss ja auch bestätigen, dass er in der EU ausschließlich EU-Regelkonforme Produkte anbietet. Dh das Produkt erfüllt alle gängigen Gesetze, Vorschriften, Regeln. Dies bestätigt er zumindest mit der CE Kennzeichnung. Weiter Kennzeichen darf er hinzu fügen, wenn die gesetzlichen Grundlagen erfüllt sind.

2. Teil
Der Hersteller legt intern fest, welche Wartungsrichtlinien zu beachten sind und erfüllt diese bei einer von Ihm durchgeführten Wartung.
Dies muss er nicht veröffentlichen, aber im Schadensfall vorweisen können - ggf. incl. interner Qualitätskontrolle.
Der Hersteller haftet also für die ordungsgemäße Durchführung der Wartung.

Am Ende steht dann der 3. Teil: die vom Hersteller selbst festgelegte maximale Lebensdauer.

Was der Skipper / Nutzer nun selbst mit dem Produkt anstellt obliegt seiner Verantwortung.
Der Spaß beginnt ja schon bei der bestimmungsgemäßen Verwendung:
- trägt der Nutzer die Weste "falsch herum" - ohne Schrittgurt - usw...
Dann ist der Hersteller haftungstechnisch wieder außen vor.

Natürlich kann man seine Weste selbst packen/ warten. Dies wird beim Überlebenstraining ja auch empfohlen. Der Weltsegelverband schreibt die Übung zum Packen einer Rettungsweste als verbindlichen Lerninhalt für einem Sea-Survival-Training vor. Spätestens wenn eine Weste (sei es bei Regen) ausgelöst hat, sollte man sie selbst packen können. Und wenn ich mich passend informiere, kann ich auch die Wartung selbst machen. Schließlich ist es kein Hexenwerk.
Nur ist in diesem Fall der Hersteller "aus dem Schneider" - wie beim falschen Anlegen der Weste.

Nun gibt es aber auch Mitmenschen, die sich diese Wartung nicht zutrauen, keine Lust dazu haben, die Verantwortung am Ende für eine selbst gepackte Weste nicht tragen möchten, weil sie unsicher sind. Also - ab zum Hersteller-Wartunsgservice.

Es gibt hier keinen richtigen oder falschen Weg. Jeder entscheidet selbst und ist sich über die Konsequenzen möglichst bewußt.
Wenn man selbst packt, trägt man auch selbst die Verantwortung für eine selbst gepackte Weste. Gesetze / Regeln verbieten es nicht.


Im gewerblichen Bereich, ist die Haftungsfrage natürlich eine andere.


Bis neulich




29

Mittwoch, 8. Juli 2020, 20:07

Alles gut und schön - Gäste bei mir an Bord werden immer eine Weste mit gültiger Plakette bekommen. Das bin ich meinem Gewissen schuldig.
Aus dem Zusammentreffen von Vorbereitung und Gelegenheit entsteht das, was wir Glück nennen.
Anthony Robbins

noopd

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30

Donnerstag, 9. Juli 2020, 09:19

Wieviele Westen muss ich denn pro Person mitführen? Und warum ist ein Handauslöser bei einer Automatikweste vorgeschrieben?
Wenn ich nur vom Hersteller oder autorisierten Firma Westen tragen darf, was mache ich bei einer Auslösung der Weste bei einem mehrtägigen Törn?

Ich warte die in meinem Besitz befindlichen Westen jährlich.
Die Westen meiner festen Crew sind im zeitlichen Rahmen des Herstellers.
Die zeitlich Abgelaufen und gewarteten sind als Reserve vorhanden.
Für jede Weste befindet sich ein Wartungsset an Bord.
Das Warten/ Auslösung wird im Logbuch vermerkt.

Ich werde KEINE Rettungsinsel selber Warten, sondern Warten lassen!
(Wobei dies trotzdem tödlich enden kann) hier

Wobei das Auslösen der Rettungsweste mit dem Handauslöser auch durch Hängenbleiben am Relingsdraht beim Anlegen in einer Schleuse durchaus vorkommen kann. :rolleyes:
Memento mori

31

Donnerstag, 9. Juli 2020, 13:57

Wieviele Westen muss ich denn pro Person mitführen? Und warum ist ein Handauslöser bei einer Automatikweste vorgeschrieben?
Wenn ich nur vom Hersteller oder autorisierten Firma Westen tragen darf, was mache ich bei einer Auslösung der Weste bei einem mehrtägigen Törn?
Frage Nr. 1: Mindestens eine.
Frage Nr. 2: Falls die Automatik versagt, kann die Weste händisch ausgelöst werden.
Frage Nr. 3: Ich vermute, dass die Weste nicht unbedingt während eines mehrtägigen Törns gewartet werden soll. Falls ja, muss der Techniker an Bord kommen. Es könnte natürlich sein, dass nach dem Auslösen einer Weste diese einsatzbereit gemacht werden soll. Dazu bedarf es einer passenden und gefüllten CO2-Patronen und einer passenden Salztablette. Vor dem Ersetzen dieser Teile sollte die Weste getrocknet und nach Anleitung gepackt sein.
So Long, and Thanks for All the Fish.

noopd

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32

Donnerstag, 9. Juli 2020, 16:13

Leider habe ich den Ironieschalter nicht gesetzt.
Zu 1. Ich habe mehrere Törns über mehrere Tage gemacht. Wenn auf der Biskaya die Weste auslöst, muss ich dann den Service einfliegen lassen?
2. Warum sollte den eine vom Service gewartete Weste NICHT auslösen? Handbetrieb! Und zusätzlich kann jede Weste auch noch mit der Lunge aufgeblasen werden. Falls Mal doch die Patrone nicht funktioniert. Also 2 Sicherheitsmechanismen wenn es denn trotz der SO wichtigen original Wartung Murphy zugeschlagen hat.
3.Zu 3 hatte ich genug gesagt. Die Weste soll während eines Törns NICHT gewartet werden, sondern wieder in einen funktionstüchtigen Zustand versetzt werden. Nämlich dann, wenn sie ausgelöst wurde.

Zitat

Falls ja, muss der Techniker an Bord kommen.

Mitten auf der Biskya????
Wenn ich weder Zeit oder Lust habe die Automatikweste zu warten ist das eine Ansicht. Aber wenn ich mir das nicht zutraue würde ich nur noch mit einem Skipper den Steg verlassen.
Memento mori

jensstark

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33

Donnerstag, 9. Juli 2020, 16:39

Wenn ich nur vom Hersteller oder autorisierten Firma Westen tragen darf, was mache ich bei einer Auslösung der Weste bei einem mehrtägigen Törn?

Dann machst Du sie wieder einsatzfähig, wie schon beschrieben.
Das hat mit einer gründlichen Überprüfung (die man selber kann) oder gar der Wartung nach Herstellervorgaben (wenn Du das kannst, hast Du es schriftlich - und die Gerätschaften dazu) nichts zu tun.

Die dreifache Redundanz ist bei sicherheitsrelevanten Gerätschaften nichts ungewöhnliches. An den Westen hängt ggf. ein Menschenleben.
Das Space Shuttle hatte drei unabhängige Rechner. Nun sind wir langsamer und sicherer unterwegs, aber das Prinzip ist identisch.

Es ist übrigens schon mal jemand gestorben, der über Bord ging, auf dem Rettungsfahrzeug an Bord ging, seine Weste ablegte, um dann wieder über Bord zu gehen.
Auch dafür hat man eigentlich das Ventil zum Aufblasen mit Atemluft - wenn man die Weste ausgelöst hat und dann bei der Bergung die Luft abläßt.
(Ausgenommen hier die Bergung durch Helikopter - da zerschneidet zumindest die US Navy aus Sicherheitsgründen den Auftriebskörper, interessanterweise aus Sicherheitsgründen.)

34

Donnerstag, 9. Juli 2020, 16:44

Warum sollte den eine vom Service gewartete Weste NICHT auslösen?
Weil jede Technik, wirklich jede, versagen kann. Über drei Ecken habe ich gerüchteweise gehört, dass sogar in der Markenwerkstatt gewartete PKW nicht mehr fuhren.
So Long, and Thanks for All the Fish.

35

Sonntag, 9. August 2020, 07:59

Ich habe kürzlich einen Ausbildungstörn mitgemacht. Dort hat man bordeigene Westen und es wurde Wert drauf gelegt, auch nur diese zu verwenden. In der Sicherheitsunterweisung wurde auch auf das 2- jährige Wartungsintervall eingegangen.
Nun antworten der FSR in seiner Mail (siehe oben), dass gewerblich genutzte Westen lauf UVV jährlich gewartet werden müssen. Sind Westen, wie in meinem Fall beschrieben, nicht auch gewerblich genutzt und bewegt, sich daher der Anbieter meines Törns nicht auf dünnem Eis?

Gruss
Thomas

JürgenG

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36

Sonntag, 9. August 2020, 09:25

Nun antworten der FSR in seiner Mail (siehe oben), dass gewerblich genutzte Westen lauf UVV jährlich gewartet werden müssen.

Lies´ noch einmal genau nach. Das hat der FSR nicht geschrieben und findet sich auch nicht in den UVV. Die Westen müssen jährlich geprüft(!) werden. Prüfung ist keine Wartung. Die Wartung muss im Abstand von 2 Jahren erfolgen.

Grüße Jürgen

37

Sonntag, 9. August 2020, 11:47

Nun antworten der FSR in seiner Mail (siehe oben), dass gewerblich genutzte Westen lauf UVV jährlich gewartet werden müssen.

Lies´ noch einmal genau nach. Das hat der FSR nicht geschrieben und findet sich auch nicht in den UVV. Die Westen müssen jährlich geprüft(!) werden. Prüfung ist keine Wartung. Die Wartung muss im Abstand von 2 Jahren erfolgen.

Grüße Jürgen
Hallo Jürgen,
tatsächlich war ich da nicht präzise genug. Danke für den Hinweis.
Gruss
Thomas

38

Sonntag, 9. August 2020, 11:52

Das Thema ist ziemlich komplex. Die Lebensdauer einer Rettungsweste hängt doch stark von der Nutzungszeit und den Lagerungsbedingungen ab. Die Hersteller müssen sich natürlich auf die sichere Seite legen:

https://www.secumar.com/wp-content/uploa…westen_2010.pdf

Im Verein werden die Westen aus juristischen Gründen natürlich nach Vorgabe gewartet und entsprechend erneuert. In z.B. Finnland achten die Behörden auf die ständig getragene Weste. Bei einer Alkoholkontrolle des Rudergängers vor Hanko wurden wir auch entsprechend gelobt.

Eine vom Charterskipper nur drei Wochen im Jahr genutzte Markenweste kann wesentlich älter werden als 10 Jahre. Wenn die persönliche Weste nach 15 Jahren scharf (mit Süßwasser) ausgelöst drei Tage prall bleibt, dann werf ich die nicht weg. Der Hersteller lehnt eine Wartung bei diesem Alter sowieso ab. Bei Wartungskosten von ca. 40€ kann man sich auch mal eine neue Patrone kaufen.
Leider gibt es bei den Wartungsfirmen auch schwarze Schafe denen es nur ums Geschäft geht. Vor längerer Zeit haben wir im Verein mal eine Übung mit der Rettungsinsel durchgeführt. Das Ablaufdatum für Trinkwasser und Kekse war weit überschritten und bei der letzten Wartung nicht getauscht worden. Das Messer zum Kappen der Leinenverbindung zum Schiff war nicht festgebunden und lag dann am Boden des Schwimmbeckens unter dem Sprungturm. Die Fußschlaufe zum Einsteigen in die Insel vom Wasser aus ist gleich abgerissen. Merkt ja keiner! Wer bläst die Insel schon selbst mal auf.
Grüße von Kugelblitz

Oggy2000

Leichtmatrose

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39

Donnerstag, 18. Februar 2021, 21:29

Kenterkissen

Moin, ich hab mir ein gebrauchtes KSK Kenterkissen besorgt. Pille und Patrone müssen neu (waren nicht mehr da), die hab ich nun ersetzt. Der Auslöser ist genau der gleiche wie bei einer Weste sogar mit Zugschnur. Ist das eine manuelle Auslösung?. Ich hab den grünen Stift gezogen, gespannt, Pille rein und mal ohne Patrone an der Schnur gezogen. Da schnappt aber nichts. Beim Einschrauben der Patrone verschiebt sich noch was, aber das kann ich ja nicht testen.

Ist das so, ohne Patrone schnappt nichts bei Seilzug oder funktoniert das anders mit dem Seil?
Grüsse Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oggy2000« (18. Februar 2021, 22:27)


40

Freitag, 26. Februar 2021, 18:51

In der Yacht 4/2021 findet sich ein Artikel zur kurzen Lebensdauer von Rettungswesten, auch wenn sie regelmäßig gewartet werden. Lesenswert!
https://www.yacht.de/ratgeber/wissen/ret…en/a127448.html

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