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Kandrzyn

Kapitän

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101

Freitag, 25. Juni 2021, 14:11

Ja das glaube ich, sonst könnte der Zollbeamte jeden in der Fussgängerzone anhalten und nach dem MWST Nachweis für das IPhone oder die Rolex fragen - ohne Grund!
Sorry das ist Äpfle mit Birnen. Jeder Schiffsführer oder Eigner ist verpflichtet eine Boot das von Ausßerhalb der EU in die EU einläuft,zu klarieren,, ggf, zu verzollen und zu versteuern. Das ist eine Bringschuld des Eigners, keine Holschuld des Zolls.. Da es bis in die 1990er Volksport war, das man Boote in Nicht EU Länder gekauft hat, aber dann vergessen hat nach eigner Überführung nachzuversteuern, gibt es nun diese Lage. Bedanken könnt Ihr euch bei all den all kriminellen Erst-Eigner die das gemacht haben, Findet euch damit ab


...... und den Letzten beißen dann die Hunde .
Dafür hat der Erste das zollfreie Geschäft gemacht.
Das würde auf jeden Fall bedeuten : Kein Boot kaufen , ohne den MwSt Nachweis vom Verkäufer . Kein Zettelchen , sondern nachprüfbare Unterlagen .
Ich wurde auch regelmäßig an Ems oder Oder von den freundlichen Zöllnern "heimgesucht". Inzwischen ist nix mehr los , die Barke sieht nicht mehr nach "Wertgegenstand" aus .
Also , trimmt eure zollfreien Boote auf uralte Barke kurz vor dem Untergang, dann habt ihr Ruhe auf Ewich.
Es grüßt
Der Janek





:segeln:

Jan04

Proviantmeister

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102

Samstag, 26. Juni 2021, 09:51

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann gilt ein Eintrag im Schiffsregister als Nachweis für die bezahlte Mehrwertsteuer.

Gilt das für jedes Schiffahrtsregister? Ich habe von meinem Vorbesitzer noch den "Schiffsbrief" (heisst das so?) aus dem
dänischen Schiffartsregister. Auch online kann man einsehen, das mein Schiff dort registriert war.

Ist das im Zusammenhang mit meinem Kaufvertrag als Nachweis anzuerkennen?
Gruß Jan -------- :pirat:

RainerF

Seebär

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103

Samstag, 26. Juni 2021, 18:59

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann gilt ein Eintrag im Schiffsregister als Nachweis für die bezahlte Mehrwertsteuer.

Gilt das für jedes Schiffahrtsregister? Ich habe von meinem Vorbesitzer noch den "Schiffsbrief" (heisst das so?) aus dem
dänischen Schiffartsregister. Auch online kann man einsehen, das mein Schiff dort registriert war.

Ist das im Zusammenhang mit meinem Kaufvertrag als Nachweis anzuerkennen?


Die Schiffregister sind soweit Deutschland weit alle rechtlich gleich gestellt, jedes mit seiner Zuständigkeit. Frage doch einfach mal nach hier.
Ja, die sind auch öffentlich soweit mir bekannt und da kann jeder Auskunft erhalten ob Online, weiß ich nicht.
Ein Eintrag im Schiffsregister ist rechtlich in ungefähr gleichzusetzen mit einem Grundbucheintrag.

Schiffbrief hört sich für mich eher wie Messbrief an, vielleicht heißt das aber auch in Dänemark ein wenig anders. Oder aber Du hast dein Boot vielleicht nicht ausgeflaggt beim dortigen Register... vielleicht muss man das aber auch gar nicht.
Meins kam von einem Deutschen Besitzer, deswegen hat mich dieser Punkt nicht interessiert.....
Unsere schöne: http://la-guapa-sy.de/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RainerF« (27. Juni 2021, 03:04)


104

Sonntag, 27. Juni 2021, 16:32

Ente 23 beschreibt ja weiter oben einen Fall, in dem das offenbar nicht sichergestellt ist.
Ein deutscher Kunde kauft auf einer NL-Werft ein neues Boot und entrichtet keine MwSt. in NL und offenbar auch nicht in D.
Der Nacheigner legt bei einer Kontrolle offenbar treuherzig eine Originalrechnung seines Vorbesitzers vor, aus der explizit hervorgeht, dass keine MwSt. entrichtet worden ist - und wird natürlich zur Kasse gebeten.

Ich weiß es wirklich nicht: kann man als Privatier bei einem gewerblichen Kauf im EU-Ausland sich dort die MwSt. abziehen lassen und die Entrichtung im Heimatland anschließend "vergessen", ohne dass es einen halbwegs wirksamen Kontrollmechanismus dazu gibt?

Gruß
Andreas

Ente 23 beschreibt ja weiter oben einen Fall, in dem das offenbar nicht sichergestellt ist.
Ein deutscher Kunde kauft auf einer NL-Werft ein neues Boot und entrichtet keine MwSt. in NL und offenbar auch nicht in D.
Der Nacheigner legt bei einer Kontrolle offenbar treuherzig eine Originalrechnung seines Vorbesitzers vor, aus der explizit hervorgeht, dass keine MwSt. entrichtet worden ist - und wird natürlich zur Kasse gebeten.



Ich weiß es wirklich nicht: kann man als Privatier bei einem gewerblichen Kauf im EU-Ausland sich dort die MwSt. abziehen lassen und die Entrichtung im Heimatland anschließend "vergessen", ohne dass es einen halbwegs wirksamen Kontrollmechanismus dazu gibt?

Gruß
Andreas

Vor 30ig Jahren ja, h, eute nicht mehr da EU!

Dochdoch, auch heute noch. Beim Kauf von Neuware im EU-Ausland, z.B. Österreich, entfällt die USt, nach der Einfuhr in Deutschland muss man die USt anmelden und auch selbst berechnen. Da muss man aktiv tätig werden und darf nicht warten bis das FA dahinterkommt. Auf diese Weise habe ich beim Kauf meines Autos einiges gespart, weil der Nettopreis in Ö deutlich niedriger ist.

105

Montag, 20. September 2021, 10:24

Hallo,

habe mich jetzt durch mehrere Seiten zum Thema durchgearbeitet. Das es Kontrollen gibt ist dabei hinreichend klar geworden. "Leider" konnte aber in fast allen geschilderten Fällen der Nachweis erbracht werden.
Ich würde gerne wissen was passiert, wenn dass nicht möglich ist, z. B. weil man nur eine Rechnung vom Voreigner ohne MWSt hat. Dazu habe ich so gut wie nichts gefunden.
Gibt es hier auch Fälle, in denen Jemand die MWSt dann nachentrichten musste oder Fälle, wo man ohne den Nachweis zu haben nicht zahlen musste? Meine jetzt ganz normale Eigner/Privatpersonen wohnhaft in der EU und nicht Boote, die über irgendeine Firma auf den BVI oder so registriert sind.

Hanser

Salzbuckel

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Wohnort: am Bodensee

Bootstyp: Sunbeam 28.1

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106

Montag, 20. September 2021, 11:22

Hab dir mal einen - wie ich finde ganz interessanten Link - zum Thema rausgesucht: Klick

Volker

107

Montag, 20. September 2021, 11:57

Moin Volker,

"ganz interessant" ist gut :) .
Der Text ist umfassend, verständlich und wenn er sachlich zutrifft, woran ich nicht zweifle, dürfte das Thema hier wohl weitgehend (endlich) erledigt sein.

Gruß
Andreas

108

Montag, 20. September 2021, 12:16

1994, 1995, 1996 in jedem Hafen in den Niederlanden

Zoll verkleidet als Segler und Urlauber
:-) Rainer

109

Montag, 20. September 2021, 17:41

Hab dir mal einen - wie ich finde ganz interessanten Link - zum Thema rausgesucht: Klick

Volker

Danke!
Diesen Text habe ich mir bei meinen Recherchen natürlich auch schon zu Gemüte geführt.
Mich würde aber interessieren, ob wirklich schon mal jemand die MWSt nachzahlen musste weil er es nicht nachweisen konnte oder ob jemand mit einem Boot ohne MWSt-Nachweis mit einem INF3 bei der Kontrolle durchkam. Dazu findet man leider praktisch nichts. In den Fällen, die ich bislang gefunden habe, gab es ja scheinbar immer einen MWSt-Nachweis und somit sowieso kein Problem, ausser in so Sonderfällen wie das Boot über Firma in einem Steuerparadies.

foxausrhens

Salzbuckel

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Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Jachthaven de Pyramide Warns

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110

Montag, 20. September 2021, 18:37

Sobald ein INF3 vorgewiesen wird gilt das Boot als Gemeinschaftsware und somit auch MWST mäßig abgewickelt, heißt bei Vorlage ist die Kontrolle zu Ende, das ist ja auch der Sinn und Zweck eines INF3 .

Beiträge: 936

Schiffsname: Neline

Bootstyp: Breehorn 37

Heimathafen: Jemgum

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111

Dienstag, 28. September 2021, 20:57

Moin miteinander.

So, nun möchte ich ein INF3 vom Zoll abzeichnen lassen. Dazu muss das Formulsr aber erst einmal ausgefüllt sein. Weiß jemand, was in die entsprechenden Felder einzufüllen ist?
2. Empfänger im Zeitpunkt der Ausfuhr (ich führe ja das Boot mit mir selber darauf aus. Das müsste dann ich selber sein.)
3. Bestimmungsland im Zeitpunkt der Ausfuhr (wenn kein bestimmtes Land geplant, vermutlich könnte man aber auch ein beliebiges Land außerhalb der EU angeben?)
4. Anzahl, Art, Nummern, ... der Packstücke (reichen hier Bootstyp, Baunummer etc. oder muss die Ausrüstung des Bootes ebenfalls aufgeführt werden?)
7. Stat. Wert (ist das der Zeitwert oder der Ursprungswert des Bootes?)
9. Tarifstelke des GZT (Warengruppennummer, beim seegängigen Segelboot die 8903 91 10)
10. Zusätzliche Angaben ... a) Ausfuhrpapier (muss man da beim Boot etwas eintragen?)

Hoffentlich kann jemand helfen, der Zoll darf offenbar selber nicht beratend tätig werden.

Danke und Grüße,
ruhrpottsegler

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ruhrpottsegler« (28. September 2021, 21:16)


Beiträge: 936

Schiffsname: Neline

Bootstyp: Breehorn 37

Heimathafen: Jemgum

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112

Donnerstag, 30. September 2021, 20:51

Nur zur Info für alle, die sich zum Thema MwSt-Nachweis schlau machen wollen. Ich habe heute mit meinem zuständigen Hauptzollamt gesprochen. Es gilt mittlerweile, dass bei Booten, die älter als 10 Jahre sind und sich in der EU befinden, angenommen wird, dass die MwSt bezahlt ist. Ansonsten muss der Zoll das Gegenteil beweisen. Es wird dringend empfohlen den eigenen Kaufvertrag als Eigentumsnachweis mitzuführen, alternativ den Internationalen Bootsschein. Idealerweise kann über die Bootsplakette das Alter des Bootes (>10 Jahre) nachgewiesen werden. Das ist für den Zoll ausreichend. Die oft zitierte 1984-Regelung gilt explizit nicht mehr.

Für jüngere Boote sollte die Werftrechnung mit MwSt-Ausweis vorhanden sein.

INF3 wird nur benötigt, wenn die EU verlassen wird, bzw. vielmehr bei der Rückkehr. Beantragung aber vor Ausfuhr. Das INF3 wird bei Booten > 10 Jahre bei Vorführung und Vorzeigen des Kaufvertrages (auch von Privat, ohne MwSt-Nachweis) ausgestellt.

Grüße
ruhrpottsegler

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