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421

Samstag, 18. Januar 2020, 14:46

Und in GB, wo der berühmte RYA gemacht wird braucht es gar keinen Befähigungsnachweis. Dänemark, Schweden dito

Gruß Odysseus

Käpt'n Flint

Steuermann

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422

Samstag, 18. Januar 2020, 16:19

Der Schein ist halt die Mindestvoraussetzung für gewerblich, ähnlich P-Schein bei Taxifahrern. Das heisst nicht, dass der Inhaber am Ende ein guter Fahrer/Skipper ist und auf so einen Schein als Nachweis von können zu setzen halte ich für grundfalsch.
Es gibt sicher genug Beispiele für Inhaber von SKS/SSS/SHS und sicher auch Yachtmaster, die aus Gründen der Persönlichkeit keine guten Skipper machen, da helfen auch keine höheren Anforderungen, nicht mal, wenn sie qualifiziert (als Wachführer) sind, wie beim SSS ohne SKS vorweg.
Man denke mal an all die Skipper, die vom Steuer die Deckscrew (teilweise sogar Partnerin) anschnauzen, wenn ein Manöver schief ging, statt ruhig zu bleiben und sich selbst die Schuld für mangelnde Einweisung, schlechtes Erklären usw. zu geben...

Zitat


Also was spricht z.B. dagegen, gewisse aussagekräftigere Eingangsvorraussetzungen zu stellen, wie z.B. beim SKS 1000 SM, davon mindestens 200 in Gezeitenrevieren und 100 als Nachtfahrt? Und das Ganze vor der Ausbildung...


Das hätte ich für den SSS gehabt, wobei ich nicht ganz sicher bin, dass die Gezeitenmeilen auch alle qualifiziert gewesen wären :D
Mein Revier ist die Ostsee und ab und an Elbe. Die Meilen sagen da meines Erachtens wenig drüber aus, was man wirklich kann.

Ich fand die Prüfungen für den SSS angemessen, den ich nur als Trägermaterial für den Tradi-Eintrag brauchte, um als Steuermann/Nautiker fahren zu können. Ein Schiff vertraut man so jemandem dann noch lange nicht an, auch wenn man laut Gesetz schon darf, da muss man erstmal die nötige Erfahrung sammeln und halt auch menschlich dafür geeignet sein. Wenn das der Eigner/Veranstalter nicht prüft, kann es halt in die Hose gehen, da hilft keine noch so harte Prüfung.

Spi bin ich bisher noch immer nicht gefahren, auch wenn ich jetzt mehr Yachterfahrung habe. Wäre da in ner Prüfung aber ehrlich gewesen und hätte gesagt, dass ich mich da vor Einsatz eines neuen Segeltyps informiert hätte und sonst einfach das Segel opfern würde.
Mein Problem war eher, dass ich für die Woche Prüfungstörn zum ersten Mal auf nem Kurzkieler gefahren bin ;)
Err is human - Arr is pirate!

SINE CURA

Bootsmann

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423

Samstag, 18. Januar 2020, 16:19

Schein - Aspiranten betrügen sich selber .

Volle Zustimmung
Ups, hab keine...

Grisu100

Offizier

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424

Samstag, 18. Januar 2020, 19:10

Und in GB, wo der berühmte RYA gemacht wird braucht es gar keinen Befähigungsnachweis. Dänemark, Schweden dito

Reden wir über das gewerbliche Skippern, dann braucht man dort sehr wohl einen Befähigungsnachweis. Selbst der Yachtmaster reicht nicht aus, sondern ist nur die Eingangsvoraussetzung um eine gewerbliches "endorsement" in GB zu bekommen.

Die deutschen Scheine oberhalb SBS See sind erstmal gewerbliche Befähigungen und in zweiter Linie Qulifikationsnachweis. Das erstere ist der Grund warum die Scheine staatlich anerkannt sind, nicht das zweitere Der Privatmann darf mit SBS See weltweit deutschbeflaggte Yachten skippern (Strenge genommen im Ausland sogar ohne SBS See), ob er das kann liegt in seiner eigenen Verantwortung, es ist nicht Aufgabe des deutschen Staates vorzuschreiben was ein Skipper zu können hat, solange er nicht Dritte gefährdet.
Beim gewerblichen Schein soll genau diese Gefährdung Dritter verringert werden (der zahlenden Gäste an Bord), aber da wir in Deutchland Gewerbefreiheit haben darf bei der Prüfung nur das Notwendige und nicht das Wünschenwerte verlangt werden. Ein Verschärfung der Prüfung kann nur aufgrund Fakten erfolgen. Wenn also die zahlenden Gäste der SKS, SSS und SHS Halter in Zukunft reienweise ertrinken, kann man das diskutieren. Wollen die Segler und Ihre Verbände die Qulifikationsanforderungen der Scheine erhöhen müssen sie eben die gewerblichen und die Verbandscheine trennen, wie das in Ländern wie den USA schon immer der Fall war.

Macht der Erwerb der Schein Sinn, wenn man nicht gerwerblich Tätig sein will, streng genommen nein. Was aber massiv Sinn macht, ist die Ausbildung für die Scheine zu machen, weil sie eben für den Skipper wichtiges Wissen und Fertigkeiten erhalten. Der Weg ist das Ziel. Oft mach es aber noch mehr Sinn spezielle Ausbildung ohne Schein zu mache, weil sie den Skipper weiterbrigen oder induvidulle Schwachpunkte angehen, wie Yachtgrundkurs für den Anfänger, Hafentraining, Skippertraining, Schlechtwettersegeln. Motorenkunde, usw.
Was ich halt in der Vergangeheit erlebt habe, das sich viele Segler viel zu sehr auf die Scheine fokussieren (auch weil man angeblich den SKS für das Chartern braucht), anstatt mal innezuhalten und auch die ein oder andere Ausbildung nebenbei zu machen und natürlich auch Erfahrung zu ersegeln.

jensstark

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425

Montag, 20. Januar 2020, 14:49

Was ich halt in der Vergangeheit erlebt habe, das sich viele Segler viel zu sehr auf die Scheine fokussieren (auch weil man angeblich den SKS für das Chartern braucht), anstatt mal innezuhalten und auch die ein oder andere Ausbildung nebenbei zu machen und natürlich auch Erfahrung zu ersegeln.

Die Charterlüge wird aber immer noch eifrig verbreitet...

Für mich hörte das Interesse an Scheinen mit dem SKS und dem eigenen Boot größtenteils auf - aber weiterbildende, themenspezifische Kurse wurden noch interessanter, auch ohne Schein. Die RYA-Sachen wären noch spannend, zugegeben.

M.Jako

Matrose

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426

Montag, 20. Januar 2020, 22:52

Die Charterlüge wird aber immer noch eifrig verbreitet...



Das man einen SKS zum Chartern braucht oder was genau ist gemeint?

frank_x

Salzbuckel

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427

Montag, 20. Januar 2020, 23:34

Die Charterlüge wird aber immer noch eifrig verbreitet...


Das man einen SKS zum Chartern braucht oder was genau ist gemeint?


Also brauchen tut man den nicht unbedingt. Ich habe auch schon ein Schiff mit dem SBF-See bekommen und frage auch nicht weiter, welche Scheine denn so vorhanden sind, wenn - im Extremfall - ein Jörg Riechers unsere Pogo chartern möchte. Zum Glück trauen sich die meisten Leute nicht, das Gerät zu fahren, obwohl sich der Dampfer eigentlich einfacher fahren lässt, als eine vergleichbar große Bavaria/Dehler/X - wenn man denn die etwas andere Bedienung drauf hat ...

Wenn man nun aber keine tausende Offshore-Meilen vorweisen kann, dann ... muss sich ja die Charterfirma etwas ausdenken als "Kompetenznachweis" und da ist der SKS oder SSS ja nicht schlecht. Zumindest das Ein- und Ausparken sowie Segeleinstellen und MOB Manöver wurde schon mal erfolgreich durchgeführt. Andere Dinge innerhalb der Prüfung ( Radar etc. ) sehe ich als eher zweitranigig ...

jensstark

Salzbuckel

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428

Montag, 20. Januar 2020, 23:52

Die Charterlüge wird aber immer noch eifrig verbreitet...


Das man einen SKS zum Chartern braucht oder was genau ist gemeint?


Ein Mythos, der von vielen Schulen immer noch eifrig verbreitet wird.
Die Vercharterer wollen Pflichtscheine - und meist irgendwie einen Beleg, daß man in der Lage ist, das Boot nicht kaputtzufahren.

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