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  • »rchmiele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 99

Wohnort: Königswinter

Bootstyp: Dehler Sprinta 70

Heimathafen: Segelclub Haltern am See

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1

Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:10

Vom Blitz getroffen


pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 521

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer

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2

Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:25

Wow, was für ein Video!!! Was für ein Glück, dass keiner an Bord war und offensichtlich trotz Blitzeinschlags kein Rumpfschäden -Boot schwimmt noch unverändert.

Danke fürs Teilen!
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

tritonator

Proviantmeister

Beiträge: 403

Schiffsname: Heleni

Bootstyp: Raptor26/Twister800

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3

Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:58

Spektakulär! Würde mich mal interessieren, ob man unter Deck bei solch einem Blitzeinschlag ohne persönlichen Schaden davon kommt?
Wirkt die Hülle des Rumpfes ähnlich ableitend wie beim Auto? Ist ja meist ein anderer Werkstoff.

4

Mittwoch, 10. Juli 2019, 12:03

Eine entscheidende Frage dürfte wohl sein, ob das Rigg die Spannung durch eine metallische Verbindung zum Kiel oder auf anderweitige Weise ins Wasser ableiten kann oder ob dieser Weg - wie bei unserem Boot - im GfK endet.
Dann geht der Einschlag sicher nicht ohne Demolagen vonstatten.
Ansonsten ist auf dem Video ja nur erkennbar, dass das Rigg noch steht und das Boot noch schwimmt - über mögliche auch schwerwiegende Folgeschäden sagt das ja noch nichts aus.

Gruß
Andreas

Olaf_P32

Seebär

Beiträge: 1 042

Wohnort: Steinhagen

Schiffsname: Irrwisch

Bootstyp: 15m² Jollenkreuzer

Heimathafen: Mardorf

Rufzeichen: Hallo

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5

Mittwoch, 10. Juli 2019, 12:05

Bei einem Stahlschiff ist man unter Deck sicher. Das ist genau wie beim Auto. Bei anderen Materialien dürfte man unter Deck doch einige Probleme haben.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

6

Mittwoch, 10. Juli 2019, 12:22

Ich habe letzte Woche diesbzgl recherchiert.
Das gefährliche kann sein, wenn der Körper in Nähe der Energieableitung ist. Da entstehen im ersten Moment Felder die ziemlich fies sein können aufgrund der immens hohen Stromkraft. Die weitere Gefahr ist die Brandgefahr während der zweiten Phase des Blitzes. Da herrschen dann zwar "nur noch" ca 200A. Dies aber so lange, dass sie einen Brand auslösen können. (Fachterminologisch salopp formuliert von mir, sorry).
Und halt Undichtigkeiten die an Stellen des Blitzaustritts entstehen können. Geschmolzenes GFK/Verbindungsstellen Kiel, Seeventile, bzw Metallteile generell im Rumpf)

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 521

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer

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7

Mittwoch, 10. Juli 2019, 13:18

@Quallenschubser:

Aber genau das ist für mich das Entscheidende: Wenn es auf offener See eintritt und das Boot schwimmt noch, ist das entscheidend. Selbst wenn die Elektronik verschmort ist, ist der Überlebensraum dann generell noch vorhanden. Insofern hat das Video schon etwas Beruhigendes für mich, dass es zumindest Blitzeinschlagkonstellationen gibt, die nicht mit Sinken enden. Und ich vermute aus dem Video heraus, dass es sich um ein GfK-Boot handelt.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


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janpiet

Seebär

Beiträge: 1 271

Bootstyp: SK 2, Code 8

Heimathafen: Zeeland/NL

Im Marktplatz: 2

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8

Mittwoch, 10. Juli 2019, 13:54

Wow, was für ein Video!!! Was für ein Glück, dass keiner an Bord war und offensichtlich trotz Blitzeinschlags kein Rumpfschäden -Boot schwimmt noch unverändert.

Danke fürs Teilen!

Ich habe auf FB gelesen, dass das Boot kurz nach dem Video gesunken ist. Der Triducer-Borddurchlass ist wohl durchgeschmort.

Keine Ahnung, ob das stimmt.

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 521

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer

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9

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:04

Wenn das stimmt: Triducer mit Kabel angeschlossen = Blitableiter ins Wasser? Da stellt sich die Frage ob ein Triducer aus Messing/Bronze gehalten hätte? (Ich meine vor Jahren mal gelesen zu haben, dass es den Triducer sowohl als Kunststoff, als auch als Messing- oder Bronze-Ausführung gibt.)
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

10

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:09

Ich glaub das ist alles hypothetisch. So ein Blitz hat einfach eine Mordskraft.
Neulich habe ich überlegt ob es Sinn macht folgende Konstruktion für den Hafen am LP zu bauen:
Eine Metallplatte die am Grund liegt, daran ein fettes Kabel in den Mast gezogen mit Stab dran, der über den Mast ragt.
Quatsch oder praktikabel?

cmingus

Offizier

Beiträge: 160

Bootstyp: Nadine 24

Heimathafen: Kiel

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11

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:11

Ich habe letzte Woche diesbzgl recherchiert.
Das gefährliche kann sein, wenn der Körper in Nähe der Energieableitung ist. Da entstehen im ersten Moment Felder die ziemlich fies sein können aufgrund der immens hohen Stromkraft.
Wie weit muss man denn entfernt sein? Auf einem normalen Segelboot ist man ja immer in der Nähe eines Wants oder Stags.

Spi40

Salzbuckel

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Bootstyp: Kielschwertkreuzer Mahagoni auf Eiche

Heimathafen: Bootswerft Freest

Rufzeichen: DG4103

MMSI: 211591600

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12

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:16

Ich glaub das ist alles hypothetisch. So ein Blitz hat einfach eine Mordskraft.
Neulich habe ich überlegt ob es Sinn macht folgende Konstruktion für den Hafen am LP zu bauen:
Eine Metallplatte die am Grund liegt, daran ein fettes Kabel in den Mast gezogen mit Stab dran, der über den Mast ragt.
Quatsch oder praktikabel?


Ich empfehle Dir dieses Buch zu lesen.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

13

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:19

Cmingus: Keine Ahnung. Habe ich letzte Woche gelesen als ein ärgeres Gewitter aufzog und ich in meiner kleinen Kajüte war. Jeweils nur ein paar cm vom Mastfuss und vom Kiel entfernt hat die Lektüre aber gereicht, dass mir mulmig wurde und ich eine Stunde mit Blitzschutz-Lektüre verbracht habe.... ;-).
Auf obige Lösung bin ich gestossen weil ich es auch nur halbtoll fand, dass wenn ich Mastfuss mit den Kielbolzen verbinden würde, die Metallleitung auch nur 40cm von meinem Kopf/Koje entfernt wäre.
Aber was so ein Blitz dann wirklich macht ist wohl die Frage.
Ggf wäre es eine Option anstelle eines hochzuziehenden Stabes (Wind..... ) die Wanten an einen dicken Metalldraht zu klemmen der zu einer im Wasser/am LP-Grund liegenden Platte reicht? Im web fand sich 1m2 als gute Fläche.
Kann auch Humbug sein. Aber als es draussen donnerte und blitzte klang es recht überzeugend.... ;-)

Spi40: danke für den tipp! Werde ich lesen!!!
Was mir bei den quellen zum klassischen blitzschutz für grosse boote im web gedanken gemacht hat, war dass ich im kleinen boot so nah an den metallteilen bin. Daher die idee mit der spitze die man in den mast führt und wegleitet. Aber ganz überzeugt war ich auch nicht den blitz damit wirklich für diesen weg überreden zu können.... ;-)

14

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:31

Insofern hat das Video schon etwas Beruhigendes für mich, dass es zumindest Blitzeinschlagkonstellationen gibt, die nicht mit Sinken enden.


Beruhigt bin ich aber von dieser "Blitzeinschlagkonstellation" nicht gerade. :verstecken:

Bei uns im Hafen hatte vor Jahren ein GfK Segelboot nach einem Blitzeinschlag ein riesen Loch in der Bordwand. :zus(5):
Erst wird man gebraten und dann den Fischen zum Nachtisch serviert..
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

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Heimathafen: Zeuthen

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15

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:43

Im Palstek gabs mal einen Artikel dazu. Fazit, selbst wenn das Boot noch schwimmt, ist mit Delaminierungen im Rumpf zu rechnen, dann von außen sichtbar durch Strommarken am Rumpf. Die elektrische Anlage ist komplett hinüber, das stehende Gut muss auch getauscht werden. Die hatten auf dem untersuchten Boot auch eine fett dimensionierte Verbindung vom Mastfuß zum Metallkiel, darüber dürfte wohl das meiste an elektr. Leistung weggangen sein.
Gruß, Jörg!

nikod

Offizier

Beiträge: 143

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Bootstyp: Friendship 28

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16

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:47

Denke grade über eine neue Badeleiter nach. Vermutlich wäre es wenig Aufwand, diese mit dem Achterstag zu verbinden. Aber scheinbar braucht's ja unter Wasser eine größere Metallfläche zum Überleiten des Stroms. (Aus dem Bauch raus würde ich vermuten: Im Süßwasser noch größer als im Salzwasser?) Dann würde natürlich die Badeleiter im Wasser gar nichts bringen.
Schifflos. Noch.Nicht mehr schifflos. imkreistanz

Beiträge: 997

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Heimathafen: Zeuthen

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17

Mittwoch, 10. Juli 2019, 14:49

Ich denke eher, das Achterstag ist gar nicht in der Lage den Blitz zum größten Teil abzuleiten. Ich befürchte, das würde schlicht durchbrennen.
Gruß, Jörg!

18

Mittwoch, 10. Juli 2019, 15:04

Jetzt mal ein etwas neurotischer Gedanke:
Wenn man das Boot im Hafen mit der verführerischsten Erdung ist... erhöht das nicht die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags?

Beiträge: 997

Wohnort: Zeuthen

Schiffsname: Celia

Bootstyp: Hunter 23

Heimathafen: Zeuthen

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19

Mittwoch, 10. Juli 2019, 15:08

Nee, wo der Blitz einschlägt, weiß nur der Blitz allein. Deswegen liegt der Jollenkreuzer neben dem Metalldickschiff nicht sicherer.
Gruß, Jörg!

BL

Offizier

Beiträge: 251

Schiffsname: ...ach was?!

Bootstyp: Dehler34/Optima106

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Rufzeichen: DF5853

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20

Mittwoch, 10. Juli 2019, 15:28

Der Blitz wird -weil nunmal die höchste leitende Stelle- sicher immer in den Mast einschlagen. Dann sucht er sich einen Weg zum anderen Pol, das ist die Erde, in dem Fall das Wasser. Wenn der Strom also vom Mast aus in Stahl oder Alu eintritt, wird das diesen weiter ins Wasser ableiten. Bei GFK würde das das GFK machen. Das aber hat elektrisch einen sehr sehr viel größeren Widerstand. Deshalb fällt über diesem Widerstand Spannung ab. Bei 1000A und einem Widerstand von vlt. 1Megaohm, ensteht eine Spannung von 1Milliarde Volt und damit eine Leistung von einem Gigawatt. Das ist eine Kernkraftwerksleistung.
Da dies aber binnen Mikrosekunden -wenn überhaupt- stattfindet, ist die Energie als Produkt aus Leistung und Zeit im Vergleich zur Leistung nur gering. Bei 100µS sind das dann 100WS oder 0,27kWh.
Das Problem ist aber die Leistung von einem Gigawatt, die auf dieses Stückchen GFK zwischen Mast und Wasser einwirkt. Dass es dann den Lot- und/oder Loggeber erwischt, ist logisch. Zu dem führt eine Kupferleitung. Die sucht sich der Blitz als erstes und dann rauschen soundsoviel 100A in diesen Geber. Der kann dann nur zusammenschmelzen.

In der Lehre hat man uns mal Bilder von Häusern mit nicht geerdeten Antennen gezeigt. Da gab's noch terestrisches (West)Fernsehen, UKW und entsprechend große Anlagen auf den Dächern. Da ist der Blitz über die Antene in das Stromnetz des Hauses. Dem hat's die Wände regelrecht aufgesprengt. Die konten das Ding komplett abreißen.

Ohne dieses Buch gelesen zu haben - man sollte bei Gewitter möglichst große dicke Kupferlitzen um Mast und Wanten wickeln und diese außenbords ins Wasser hängen lassen. Diese leiten dann einen (hoffentlich hinreichend großen) Teil des Stromes ab.

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