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1

Sonntag, 30. Juni 2019, 19:38

Umgang mit Windvorhersagen Windy

Hallo,

da ich derzeit versuche meine etwas übervorsichtige, bzw. gegen Lage extrem empfindliche, Frau davon zu überzeugen, dass segeln toll ist, liegt mir sehr daran mein Umgang mit Windvorhersagen zu optimieren. In den letzten Wochen bin ich damit ein paar mal auf die Nase gefallen. Ich wollte mich daher gern mal austauschen wie Ihr so mit den Vorhersagen umgeht. Ich benutze Windy wegen der diversen verschiedenen Vorhersagemadelle, dabei vorrangig ECMWF oder Arome. Mein "Revier" sind die Rügenschen Gewässer.

Nach meiner Erfahrung geht der tatsächliche Wind eher in die Richtung der Vorhergesagten Böen. Als Wieder-Einsteiger habe ich das Gefühl habe, dass der Wind deutlich böiger ist als ich es (30 Jahre her) in Erinnerung habe. Wind 15 knt in Böen bis 30 knt find ich schon einigermaße schwierig zu handhaben (Reff und so). Davon ab meine ich, die Grundwindstärke liegt meist näher an den Angaben für die Böen.

Also, derzeit ist meine Faustformel > Grundwindstärke so die Mitte zw. vorhergesagt Wind und Böen (eher in bisschen mehr) und Böen ähnlich wie vorhergesagt. Also Bsp. Vorhersage (wie jetzt gerade) Wind 16 knt, Böen 33 > tatsächlich 25 knt, Böen bis 33.

Wie haltet Ihr das so?

2

Sonntag, 30. Juni 2019, 20:10

Ich muss Dir da Recht geben. Letzten Sonntag war auch ein lockerer Törn von Wismar nach Grossenbrode geplant. Am Ende war dann das Gross eingepackt und wir sind mit der Genua 3 allein gut ausgekommen. Sowas ist natürlich nichts Besonderes, aber die Tendenz, dass es dann so kommt wie bei den Boen vorausgesagt habe ich auch schon festgestellt. Das war auch an Himmelfahrt so, als wir um Langeland herum gesegelt sind. Vorhersage waren 15kn und dann wurde es doch 22-25 durchgängig - wie in den Böen vorhergesagt.
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

Meeresfee

Salzbuckel

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3

Sonntag, 30. Juni 2019, 20:11

Windfinder pro und dmi.dk. Bei windfinder den bezahlten pro, damit Superforecast geht. Sehr gute Genauigkeit. Bei Wiedersprüchen sage ich, westliche Ostsee und südl. Ostsee eher windfinder, in DK eher dmi.dk. C.

Spi40

Salzbuckel

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4

Sonntag, 30. Juni 2019, 20:22

Ich kenne zwar auch Windy, aber die Grundaussage ist bei mir der DWD. Die sagen zwar auch nicht die Wahrheit, aber drüber geht es fast nie. Eher konservativ ausgelegt und in Realität ofte ne Windstärke weniger. Ansonsten richte ich mich nach den Grib Daten von QTVLM, sind ähnlich Windfinder, Windy. Verschiedene Wettermodelle verwirren einem noch mehr und nutze ich nie. Wozu?
Habe gerade ne Woche rund Själland gesegelt, strategisch lag QTVLM richtig.
Heute z.B. hat man ab 16 Uhr den Starkwind in den Grib Daten gesehen und oh Wunder wie per Schalter waren die 5-6 Bft da.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

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Sonntag, 30. Juni 2019, 20:24

Bei Windy schaue ich mir die Vorhersagen der verschiedenen Modelle an.
Wenn die sich ähneln scheint die Lage gut vorhersagbar zu sein und passt.
Wenn stark unterschiedlich divergieren die Modelle -> nimm das schlimmste an.
LM27 - nicht schnell aber komfortabel

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6

Sonntag, 30. Juni 2019, 20:25

Wie hast Du denn den tatsächlichen Wind gemessen? Hast Du ein Anemometer auf dem Mast? Dann zeigt das wohl - abhängig von der Masthöhe - mehr als den Wert in 10 m Höhe an, auf den sich der Wetterbericht bezieht.
Ansonsten kann ich Deine Beobachtung schon nachvollziehen. Mit den angesagten Böen sollte man rechnen. Meiner Meinung nach wird aber eine große Abweichung von Mittelwind und Böen bei Schauerwetter angesagt, was ja auch nachvollziehbar ist. Ich erinnere mich aber auch an Vorhersagen wie "Mittelwind 13 kn, Böen 14 kn". Das sind dann herrliche Bedingungen.
Bei dmi.dk/fcoo.dk (mein Favorit) wird der Wind ja in m/s angegeben, und unsere Faustregel für die Umrechnung in Knoten ist, anstelle des eigentlich korrekten Wertes von ~2 den Wert 3 zu nehmen. Dann ist man aber eher auf der sicheren Seite.

Gruß
Robert

Isjtar

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7

Sonntag, 30. Juni 2019, 20:30

Ich komme mit den ganz gewöhnlichen Windvorhersagen von Wetteronline gut zurecht. Die Tendenz eher mal eine Windstärke zu viel vorhersagen als zu wenig, ist unkritisch. Richtungswechsel sind zeitlich sehr präzise!

Klaus13

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8

Sonntag, 30. Juni 2019, 20:30

Moin, es gibt Programme, die alle bekannten Vorhersagemodelle grafisch nebeneinanderstellen. Bei instabilen Wetterlagen ist da wirklich alles dabei. Der eine sagt 5 Bft, der andere 2-3 Bft. Das zeigt, wie schwierig das Thema ist, wenn wir nicht gerade das stabile 4 Wochen Azorenhoch haben.
Deiner Frau nutzt das jetzt nichts und um ihre Angst zu nehmen wären andere Wege nötig, aber das war nicht Deine Frage. :O
Gruss Klaus
who fails to plan plans to fail

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Brynja

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Sonntag, 30. Juni 2019, 20:38

Am besten für den Bordfrieden ist es, keine Windanzeige zu haben. Macht nur nervös, man schielt auf Spitzenwerte und verallgemeinert sie.
Wenn man tatsächlich mal einen Zehnminutendurchschnitt misst wird man sich wundern. Kommt der professionellen Prognose dann plötzlich recht nah.
Gruß, Frank


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Sonntag, 30. Juni 2019, 21:43

Teste mal Predict Wind - in der Grundversion (die ausreichend ist) kostenfrei und zeigt 4 Modelle gleichzeitig an. ECMWF ist das genaueste Modell, aber es hängt bei den Wetterdiensten ja dann davon ab, was die Meteorologen aus den Modellen machen. Vorhersagen rund um Rügen können aber auch mal komplett daneben liegen, da Kap- und Düseneffekte sowie See-Land-Thermik wohl schwer zu berechnen sind. Wichtiger als die Windverhältnisse sind für deine Frau aber wohl eher die Seegangsverhältnisse. 2Bft mit alter Dünung sind ziemlich nervig, aber im Strelasund kann man auch bei viel Wind noch sehr bequem segeln.

LG
Kuddel
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
ist der Stille Ozean den ganzen Tag still?“
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Sonntag, 30. Juni 2019, 22:10

Frauen und Wind und Angst und wie krieg ich Sie zum segeln? Dauerthema. Der Wetterbericht soll beruhigen, sieh Schatz, alles wird gut....Das Grundproblem ist ein Anderes. Wenn der vermeintlich allwissende Kapitän bei Wind, Böen, Schauern nicht Ruhe ausstrahlt, selbst schwimmt und nicht sicher bei der Sache ist, dann überträgt sich das auf frau. Therapie ist, selbst sicher zu werden. Wetter ist, das ändert kein Wetterdienst, und wie es ist, nimmst Du es. Reff rechtzeitig, fahr vorauschauend, hab nen Plan, dann von mir aus auch einen guten Wetterbericht. Aber der allein wirds nicht richten. Carsten

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12

Sonntag, 30. Juni 2019, 22:27

ich nutze windy genau so wie oben beschrieben alle drei modelle anschauen und das schlimmst annehmen, bei mir am ijsselmeer hat windy bis jetzt gut gepasst.

13

Sonntag, 30. Juni 2019, 23:07

......... Meiner Meinung nach wird aber eine große Abweichung von Mittelwind und Böen bei Schauerwetter angesagt, was ja auch nachvollziehbar ist. Ich erinnere mich aber auch an Vorhersagen wie "Mittelwind 13 kn, Böen 14 kn". Das sind dann herrliche Bedingungen........


Das war/ist so aus der Erinnerung auch meine Erfahrung. Aber das hilft mir kaum bei dem Versuch der Vorhersage. Letztendlich sind das die Bedingungen die ich suche. Halbwegs stabile Verhältnisse. Bei 10 knt mit großem Reff unterwegs sein weil die Böen bis 20 knt gehen (ja, bei 20 knt Wind brauch ich großes Reff damit meine Frau sich noch halbwegs wohl fühlt) ist doch einigermaßen nervig. Wenn du spaßenshalber mal bei Windy unter Stralsund guckst geht das fast durchgängig so > Böen immer ca. das doppelte vom Grundwind. Und das ist tatsächlich eher die Regel (bei der Vorhersage). Ich versuch halt rauszubekommen, obs zwischen Vorhersage und wies dann kommt sowas wie einen halbwegs zuverlässig anwendbaren Korrekturfaktor gibt. Und wie jeder weiß, brauchs für halbwegs brauchbare Verallgemeinerung massig "Daten". Daher dieser Beitrag^^.

Frauen und Wind und Angst und wie krieg ich Sie zum segeln? Dauerthema. Der Wetterbericht soll beruhigen, sieh Schatz, alles wird gut....Das Grundproblem ist ein Anderes. Wenn der vermeintlich allwissende Kapitän bei Wind, Böen, Schauern nicht Ruhe ausstrahlt, selbst schwimmt und nicht sicher bei der Sache ist, dann überträgt sich das auf frau. Therapie ist, selbst sicher zu werden. Wetter ist, das ändert kein Wetterdienst, und wie es ist, nimmst Du es. Reff rechtzeitig, fahr vorauschauend, hab nen Plan, dann von mir aus auch einen guten Wetterbericht. Aber der allein wirds nicht richten. Carsten


Stopp, stopp, stopp; Du weißt nichts über mich, meine Frau und irgendwelche Grundprobleme in unserem Leben, also klemm dir den sch......, auch wenn deine Meinung mannigfaltige Erfahrung vermuten lässt > geht an meinem Anliegen und dem Thema dieses Beitrages meilenweit vorbei, sorry, aber ich kann diesen lebensweisheitssch..... nich mehr hören, bitte bleibt beim Thema > Windvorhersagen

starkiter

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14

Sonntag, 30. Juni 2019, 23:31

Mein lieber Freund, Carsten hat dir sachlich geantwortet und direine Idee mit auf den Weg gegeben. Wenn dir seine Antwort nicht passt bleib bitte einem sachlichen Ton. Sonst bekommst du hier weniger Hilfe oder keine.
Gruß Holger

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15

Sonntag, 30. Juni 2019, 23:40

zwischen Vorhersage und wies dann kommt sowas wie einen halbwegs zuverlässig anwendbaren Korrekturfaktor gibt


Den gibt es nicht, sonst würde er in die Vorhersagemodelle mit einfließen. Die einzig brauchbare Korrektur ist Erfahrung und ein bisschen eigene Interpretation der verfügbaren Daten. Revierkenntnisse helfen da ungemein wie ich vor ein paar Tagen zwischen Assens und Middelfahrt erleben durfte. Angesagt 4 - Böen 5 aus W, tatsächlich eher 5-7 aus NW und an einigen Ecken sogar NO. Lokale Geografie + Wolken macht manchmal komische Sachen, auf die man sich aber vorbereiten kann.

Du solltest möglichst viele Daten checken (ungefiltert via Windy, Predict Wind oder Windfinder und interpretiert über DWD, DMI.dk etc.), die Gegebenheiten der letzten Tage und die Prognose für die nächsten Tage anschauen, schicken Kurs raus suchen und Dir dann genau die Karten anschauen (Hochufer, Wassertiefen, Kaps, Landabdeckung etc.).

LG
Kuddel

p.s. Die Aussage von Carsten kann ich nur unterstreichen, obwohl ich Deinen Einwand auch verstehen kann!
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
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starkiter

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16

Montag, 1. Juli 2019, 00:04

Schade und ch wollte dir eigentlich eine PM schicken aber du hast mich ja auf die Ignor Liste gesetzt. ?(
Ich wollt dir nur denRatschlag geben wenn dir eine Aussage eines Mitglied nicht passt schicke ihm eine Pm ist der besssere Still.
Viel Glück mit deiner Frau. iIch lasse meine immer bei der Planung die Oberhand so ist die gefällte Entscheidung leicht zu akzeptieren.

17

Montag, 1. Juli 2019, 00:30

"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

Wettervorhersagen sind Prognosen und können nicht wahr oder unwahr sein. Sie können mehr oder weniger zutreffen. Jedes Vorhersagemodell hat seine Stärken und Schwächen, daher gibt es auch nicht nur ein Modell. Ausführliches hier. Wenn es Korrekturfaktoren oder Faustformeln für die Vorhersage gäbe, die die Realität besser abbilden, könnte sich fragen, warum diese nicht von den Meteorologen angewendet werden.

Der TO segelt, wie wir meistens alle, in der Nachbarschaft vom Festland und Inseln und beide können bewirken, dass die Modelrechnungen erhebliche Abweichungen von unseren Beobachtungen aufweisen. Hinzu kommt, dass die Vorhersagen nicht jede Minute neu gerechnet werden, bzw. veröffentlicht werden. Die Vorhersage mit der man lossegelt, kann man schon ein paar Stunden alt sein und in der Zwischenzeit kann sich einiges in der Atmosphäre verändern.

Die Beobachtung vom TO, dass die Stärke des Mitelwindes sich der Stärke der Böen nähert, kann ich nicht teilen. Ich orientiere mich an den Dänen und Norwegern und im Zweifel wird mit gerefften Segeln abgelegt. Wenn's sich als richtig herausstellt, bin ich der Held. Und wenn nicht, argumentiere ich, dass das Ausreffen einfacher ist, als auf dem Wasser zu reffen. :)
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

Der Beitrag von »janni« (Montag, 1. Juli 2019, 07:27) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: Doppelpost (Montag, 1. Juli 2019, 07:30).

19

Montag, 1. Juli 2019, 07:27

Das war/ist so aus der Erinnerung auch meine Erfahrung. Aber das hilft mir kaum bei dem Versuch der Vorhersage. Letztendlich sind das die Bedingungen die ich suche. Halbwegs stabile Verhältnisse. Bei 10 knt mit großem Reff unterwegs sein weil die Böen bis 20 knt gehen (ja, bei 20 knt Wind brauch ich großes Reff damit meine Frau sich noch halbwegs wohl fühlt) ist doch einigermaßen nervig. Wenn du spaßenshalber mal bei Windy unter Stralsund guckst geht das fast durchgängig so > Böen immer ca. das doppelte vom Grundwind. Und das ist tatsächlich eher die Regel (bei der Vorhersage). Ich versuch halt rauszubekommen, obs zwischen Vorhersage und wies dann kommt sowas wie einen halbwegs zuverlässig anwendbaren Korrekturfaktor gibt. Und wie jeder weiß, brauchs für halbwegs brauchbare Verallgemeinerung massig "Daten". Daher dieser Beitrag^^.
Grundregel No. 1) - mit der Zeit hat der Segler den richtigen Wind
20 Knoten gegenan sind übel - da laufen wir im Reff 2 und flach gezogenen Segeln. Die scheinbare Wind ist dann bei 25 - 27 Knoten, da hört die Gemütlichkeit mit reichlich Arbeit und viel werkeln am Traveller auf. Böen gehen dann auch mal bis 23 Knoten und mehr.

Ganz andere Geschichte ist 20 Knoten raumschots. Da können wir zum Teil noch mit Vollzeug fahren (oder Reff1) und laufen permanent Rumpfgeschwindigkeit. Feinstes Segelchen - da kann man süchtig nach werden.

Quintessenz: Plan Deine Routen nach dem Wind....
Zitat von »Meeresfee«

Frauen und Wind und Angst und wie krieg ich Sie zum segeln? Dauerthema. Der Wetterbericht soll beruhigen, sieh Schatz, alles wird gut....Das Grundproblem ist ein Anderes. Wenn der vermeintlich allwissende Kapitän bei Wind, Böen, Schauern nicht Ruhe ausstrahlt, selbst schwimmt und nicht sicher bei der Sache ist, dann überträgt sich das auf frau. Therapie ist, selbst sicher zu werden. Wetter ist, das ändert kein Wetterdienst, und wie es ist, nimmst Du es. Reff rechtzeitig, fahr vorauschauend, hab nen Plan, dann von mir aus auch einen guten Wetterbericht. Aber der allein wirds nicht richten. Carsten
Wir haben gestern upwind Böen bis 28 Knoten abbekommen und das Reff 2 wollte nicht so stehen wie gewollt - da hatten wir ein wenig "Zustand". Das macht die Skipperin nicht froh!
Jan
Stopp, stopp, stopp; Du weißt nichts über mich, meine Frau und irgendwelche Grundprobleme in unserem Leben, also klemm dir den sch......, auch wenn deine Meinung mannigfaltige Erfahrung vermuten lässt > geht an meinem Anliegen und dem Thema dieses Beitrages meilenweit vorbei, sorry, aber ich kann diesen lebensweisheitssch..... nich mehr hören, bitte bleibt beim Thema > Windvorhersagen
?(

20

Montag, 1. Juli 2019, 08:02

öJa, Frauen brauchen die Souveränität des Skippers. Andersrum auch, sollten die Rollen gedreht sein. Ich würde mich nicht all zu sehr auf eine Vorhersage verlassen um Entscheidungen wie Reff, Segelgröße usw. zu treffen. Wenn Dein Gefühl sagt reffen, dann tu es. Auf dem Boot gilt Westenpflicht. Klare Ansagen, sich einheitlich ausdrücken. Fallenstopper beschriften und unterschiedliche Farben der Fallen und Schoten. Das gibt Deiner Frau auch die Möglichkeit, sollte sie aktiv sein, sich ihre Eselsbrücken zu merken. Ab- und Anlegen IMMER vorbereiten und absprechen. Muss ja nicht lang sein. Aber ihr soll klar werden, bei Wind aus Ost fahren wir so in die Box, kommt er aus West andersrum. Wenn Du hier nicht konsequent bist, verspielst Du Vertrauen. Aber das wird schon! Zur Not schick sie in die Kombüse ;-)

Was die Wettervorhersagen anbelangt, habe ich mir mal die Tabellen mit den ganzen Modellen von Predict Wind über eine ganze Saison gegeben. Bewertet was hat im Nachhinein am besten gepasst und wo waren ständig Ausreißer. Windfinder hatte ich ebenfalls im Rennen. Damp, Rostock und Brest. Im Mittel empfand ich Windfinder für die Ostsee am treffendsten. Aber die Ausreißer nach oben / unten sowie Atlantik wurden im PWG am besten vorhergesagt. ECMWF auf Predict Wind war relativ gut in der Vorhersage der Böen für alle Spots.

Ich hab gut 100 Tage alle 1-3 Tage in mein Büchlein geschrieben. Denke, wenn man meist in einem Gebiet segelt sollte man sich die Mühe mal machen. Schwierig ist, die Messstationen mit historischen Wetterdaten in feiner Granularität werden immer weniger.

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