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Windstärken

Windstärkentabelle

1

Montag, 6. April 2020, 08:59

Rollen der See

Hallo Mitsegler,

ich suche nach einer Erklärung für den Beschreibung "das Rollen der See" (ab Windstärke 9) beginnt. Was ist damit genau gemeint? In der Literatur und im Netz finde ich keine Hinweise. Bezieht sich das Rollen auf die Orbitalbewegung der Wasserteilchen? Oder hat es mit der Welle zu tun? Ist die Auswirkung der See auf einen Bootskörper gemeint? Wer kann mich einmal aufklären - vielen Dank!

Grüße vom Wannsee-Mauersegler

2

Montag, 6. April 2020, 09:07

Der Ausdruck beschreibt das Geräusch der brechenden Wellen. Ab einer bestimmten Windstärke und Wellenhöhe hört sich die See an als würde etwas über den Boden rollen.

Gruß Ralf

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3

Montag, 6. April 2020, 17:34

Rollen auf See

1) Beim Überschlagen der hohen Wellenkämme entsteht eine Rolle - wo z.B. die Surfer durch deren Tunnel flitzen.
Wie Ralf es beschieben hat, ensteht das aber erst bei bestimmten Wellenhöhen, wenn nicht der Kamm in Streifen gefegt wird,
sondern sich aufbaut und noch vorne überrollt.

Es handelt sich wohl um Sturz- bzw. Schwalbrecher : https://de.wikipedia.org/wiki/Wellenbrechen

https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserwell…hung_durch_Wind


2) Ist bei höherer achterlicher See, das Rollen des Bootes. Wenn die See von achtern anrollt, kann auch das boot rollen :kotz:

;)

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4

Montag, 6. April 2020, 17:58

Der Ausdruck beschreibt das Geräusch der brechenden Wellen. Ab einer bestimmten Windstärke und Wellenhöhe hört sich die See an als würde etwas über den Boden rollen.

Gruß Ralf


Unterschreibe ich so. Ab Windstärke 11 wird dann das "Rollen" zum "Getöse", also klarer Bezug zum Geräusch und nicht zur Wellenform.

Donnergrollen ist auch per Definition ein dumpfes dröhnendes, rollendes, Geräusch.

Hat nix mit rollendem Boot zu tun oder brechenden Wellen oder Wassermolekülen die Purzelbäume schlagen :-)
/Marco

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5

Montag, 6. April 2020, 18:06

........ "das Rollen der See"..........


Ich glaube nicht, dass es sich hier um einen Terminus handelt. Vielleicht die Aussage eines poetischen Autors der sich mal so richtig maritim ausdrücken wollte, eine sprachliche Volte.
Schiffe rollen, die See grollt.
Las´ mich gern belehren.

Erinnert mich an :
Sie: Öffnet die Laden und sagt: Es graut der Morgen.
Er: Antwortet spöttisch: Es graut dem Morgen

Gruß Franz
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6

Montag, 6. April 2020, 18:07

Es geht ja um das Rollen DER See, nicht das Rollen AUF See - auch nicht um DIE Rollen auf See.

Gemeint ist wohl der Krach, der beim Brechen der Wellen entsteht. Selber gehört habe ich das aber noch nicht.

Siehe z.B. auch hier und dann "rollen" suchen

Grüße
ruhrpottsegler

7

Montag, 6. April 2020, 18:25

Wahrscheinlich stammt das aus dem Englischen ("rolling waves", "rolling sea") und meint dann eher eine gleichmäßige, sanftere Bewegung (analog "rolling hills" = sanfte Hügellandschaft)

8

Montag, 6. April 2020, 18:49

Wahrscheinlich stammt das aus dem Englischen ("rolling waves", "rolling sea") und meint dann eher eine gleichmäßige, sanftere Bewegung (analog "rolling hills" = sanfte Hügellandschaft)
Genau so habe ich den Begriff bislang auch verstanden. Manchmal wird in der Literatur auch von größer werdenden Rollern gesprochen oder besser geschrieben, die dann von hinten auf das Schiff zu laufen oder eben rollen.
Do ut des!

Yachtcoach

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9

Montag, 6. April 2020, 19:00

Der Ausdruck beschreibt das Geräusch der brechenden Wellen. Ab einer bestimmten Windstärke und Wellenhöhe hört sich die See an als würde etwas über den Boden rollen.

Gruß Ralf

Unterschreibe ich so. Ab Windstärke 11 wird dann das "Rollen" zum "Getöse", also klarer Bezug zum Geräusch und nicht zur Wellenform.
Donnergrollen ist auch per Definition ein dumpfes dröhnendes, rollendes, Geräusch.
Hat nix mit rollendem Boot zu tun oder brechenden Wellen oder Wassermolekülen die Purzelbäume schlagen :-)



Du hast die Links aber schon gelesen ?
Abgesehen davon, dass man in der älteren maritimen Literatur durchaus : "Die Wogen rollten heran" oder "Die rollende See mit ihrem Grollen und das Heulen des Sturmes machte eine Unterhaltung an Deck unmöglich etc..." kennt.
Die aber mit "sanft" nichts zu tun haben. Das wäre "die wogende See" ...
Nicht alles marinierte kann man 1 : 1 aus dem Englischen herleiten ?

;)

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10

Montag, 6. April 2020, 19:12

Das englische "rolling" oder auch "rolling home" bezieht sich auf das Rollen des Bootes. Angenehm für den einen, Seekrankheit-fördernd für den anderen. Das hat aber rein gar nichts mit dem "Rollen der See" zu tun.

Grüße
ruhrpottsegler

11

Montag, 6. April 2020, 20:10

"Rolling home" in den Seemannslieder bezieht sich sicher auf das Rollen des Schiffes, denn die Liedtexte stammen entweder aus der Zeit der Großsegler (Rahsegler) oder wollen daran zurückerinnern.
Allerdings, wenn Status Quo "Rolling Home" singt, ist wohl einfach nur "nach Hause fahren" gemeint.

Gruß Ralf

13

Dienstag, 7. April 2020, 15:17

Vielen Dank für eure Antworten, Hinweise und Leseempfehlungen! Das hat mir echt weitergeholfen.

14

Freitag, 15. Mai 2020, 23:01

Rollen der See aus persönlichen Beobachtungen

Nun ich war schon öfter beruflich bedingt auf See in Windstärken +9 Bft, vielleicht erinnert sich der eine oder andre an Kyrill auch da war ich auf See. Nun zum meinen persönlichen Beobachtung. Wenn die See so um die 9 -10 Bft hat brechen die Wellen nicht nur gelegentlich hier und da sondern auf weiten Längen, dabei bilden sich vorher lange durchgehende Kämme. Das kann man sehr gut beobachten, weil das Wellenbild so markant ist.
Bei Kyrill hatten wir hauhohe Wellen und gewaltigen Brecher, so habe ich die See noch nie gesehen und anschliessend auch nicht wieder so erlebt, sie war vom Schaum vollständig weiss.
Bei viel Wind segelt auch ein Bund Stroh :D

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