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41

Donnerstag, 8. April 2021, 11:06

Hier steht auch was dazu mit der Beteiligung der Frachtbesitzer
https://www.transglobalexpress.de/news/456/

Andreas29

Salzbuckel

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42

Donnerstag, 8. April 2021, 11:37

Moin,

ist aber mit Abstrichen tatsächlich so.

Schaut mal unter den Begriffen Haverie-Grosse und unter Haverei im Netz nach. Muss man hier jetzt nicht alles aufführen...


Hi,

richtig. Manches ist in der Frachtschifffahrt halt anders geregelt als bei der KFZ-Haftpflicht :rolleyes:
Das ist weder ein Aprilscherz noch Narretei auch wenn es schwer in die Vorstellungswelt mancher Forenteilnehmer passt.

Jedenfalls scheint ja die Eemslift Hendrika zusammen mit den restlichen verbliebenden Schiffen und Ladung nun gesichert und in Richtung Schutz unterwegs zu sein.
Das andere, abgeworfene Arbeitsboot wird vielleicht auch noch gesichert, dann wird alles einen halbwegs glimpflichen Ausgang finden. An der Küste jedenfalls dürften einige Aufatmen, waren die 350t Schweröl ja immer noch eine gewisse Bedrohung.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
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jugocaptan

Gott der Flaute und Quoten-Ösi

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43

Donnerstag, 8. April 2021, 11:46

Versicherungstechnisch bei der Bahn nicht anders.
Habe mir einen Baum aus Holz (zum Rigg passend machen lassen und wurde per Bahnfracht versandt,war bei Lieferung Brennholz. Die Entschädigung war ganauso. Kg Holz kostet = Schadenhöhe.
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

SINE CURA

Admiral

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44

Donnerstag, 8. April 2021, 11:59

Kein Frachtführer übernimmt pauschal die Kosten für eine Wert-Erstattung. Darum sollte immer auch eine Transportversicherung abgeschlossen werden. Einige Paketdienste bieten diese Versicherung pauschal mit an, die Versicherungssumme ist aber selten wirklich in Höhe der Frachtwerts.

Also bei Wertsachen, und die Yacht sehe ich als solches, ist man gut beraten, eine gute Transportversicherung abzuschließen. Dafür gibt es extra Schifffahrtsagenten, die sowas dann gleich mit abwickeln können. Achja, die Versicherung sollte im Heimatland des Versicherungsnehmers abgeschlossen werden.

Gruß, christian
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45

Donnerstag, 8. April 2021, 12:47

Moin,

vielleicht nochmal zum Verständnis, ohne ins Detail zu gehen.

Haverie = Seeunfall
Haverei = Vermögensrechtliche Abwicklung einer Haverie

Beispiel: Auf dem Dampfer ist an Deck eine Segelyacht und im Laderaum ein Tesla (alles andere denken wir uns mal weg). Der Alte opfert die Segelyacht, damit sein Kahn nicht sinkt und der Tesla nicht untergeht. Also ist der Yachtbesitzer gearscht und der Teslafahrer freut sich?
Nee, eben nicht. Wegen des Opferns der Decksladung wurden Schiff und sonstige Ladung gerettet. Also wird der Wert der Yacht (= Schaden) von allen anderen (Verlader, Schiffeigner) ausgeglichen, bzw. durch deren Versicherungen. Verlader und Reeder sind sozusagen eine Gefahrengemeinschaft und haften gemeinschaftlich für den Schaden, z. B. auch für Schleppkosten etc.
Das gibt's wohl schon seit dem Mittelalter oder noch länger. Versteht nur die gemeine Landratte nicht ohne Erklärung.

Wer's genauer wissen will, steht alles in der Wikipedia und diversen Seiten der Versicherer und sonstiger Beteiligter. Tante G. hilft.
Gruß Jürgen

RainerF

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46

Donnerstag, 8. April 2021, 12:50

Bei den hier gemachten Einwürfen geht es um die Harvarie Grosse, wenn man Frachtführer wäre könnte man an diversen Kosten beteiligt werden.
Als Privatmann ist man das jedoch in der Regel nicht denn man überlässt dies einer Firma/Reeder etc.
Nein, weil ein Container mit meinem Eigentum dort an Bord steht bin ich nicht auch automatisch an einer Haftung beteiligt die durch ein Schiff bei einem Unfall entstehen können.

Es gibt der Aussage nach ja darum das man Anteilig für den Verlust des Schiffs oder durch Verursachte Schäden zu zahlen hat,....genau das halte ich immer noch für Käse, alles andere nehme ich erstmal als eine Meinung zur Kenntnis und Vorbehalt meines Unglaubens.. :)
Dafür Haftet erstmal der Reeder/Eigner/Käpitän im Rahmen der jeweiligen Verantwortlichkeit. "Edit: Oder eine eventuell abgeschlossene Versicherung"

Zitat:Ich hatte mal einen Container Hilfsgüter nach Ostafrika verschiffen lassen. Da war es nicht nur so, dass ich eine extra Versicherung abschließen musste, wenn der Container überhaupt versichert sein sollte. Sondern auch, dass ich anteilig auch bei Schadfällen mit dem ganzen Schiff herangezogen würde. Bei einem Totalverlust wäre also nicht nur die Sendung verloren, sondern auch noch der Anteil fürs Schiff zu zahlen gewesen...

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Unsere schöne: http://la-guapa-sy.de/

JürgenG

Super Moderator

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47

Donnerstag, 8. April 2021, 12:51

Haverie = Seeunfall
Haverei = Vermögensrechtliche Abwicklung einer Haverie

@Quintero: Wenn schon, dann bitte richtig:

Havarie = Seeunfall, hier
Haverei = Abwicklung, hier

Grüße Jürgen

pf

SF-Schiffsbarde

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48

Donnerstag, 8. April 2021, 13:12

@Quintero:

Ich glaub Dir, dass das so ist, es hat aber keine juristische Logik. Und es passt auch sonst nicht in unser Rechtssystem, dem solche Mithaftungen fremd sind sondern die Haftung auf den verlagert, der Geld verdienen will und eine Leistung anbietet. Das ist hier derjenige, der das Schiff betreibt. Logisch wäre eher, dass derjenige, dessen Gut zur Rettung über Bord geworfen wird, dann von seiner Versicherung (oder der des Schiffsführers) Ersatz bekommt. Denn wenn ein Reihenhaus brennt, zahlten die Löschkosten auch nicht alle Anrainer mit dem Argument, wäre nicht gelöscht worden, wären die anderen Häuser auch verbrannt :verstecken:

Das aber nur als kleine Bemerkung, die nicht anzweifeln soll, was Du schreibst, davon hab ich keine Ahnung, aber insbesondere Begründungen mit Bezug aufs Mittelalter in Zweifel stellt, weil sich doch von der Rechtsentwicklung seitdem eine Menge getan hat :mosking:


Edit: Das bitte nicht als Kritik an Dir @Quintero: sehen! Ich will nur mein Erstaunen über die von Dir beschriebene Verfahrensweise ausdrücken. Hat mit Dir nichts zu tun! Zweifelt auch nichts von Dir an!
Sailing is Boundless freedom.

Peter


www.sy-boundless.net

49

Donnerstag, 8. April 2021, 13:19

Der kleine Schlepper, der den Kran weggerissen hat, schwimmt und wird ebenfalls geborgen.


Gruß Andreas

50

Donnerstag, 8. April 2021, 13:20

Hallo nochmal,

ich habe mir das nicht ausgedacht und muss das Verfahren nicht verteidigen. Das hat auch mit Meinung nichts zu tun, sondern mit Fakten.
Das mit dem Mittelalter nehme ich zurück. Es gibt die Sache schon seit der Antike.

Guckstu hier (irgendwo geklaut):
Die Große (gemeinschaftliche) Haverei (verkehrssprachlich auch Havarie-grosse, engl. general average, franz. averie grosse oder averie commune, skandinav. haveri, holl. Avarij, ital. u. portug. avaria) regelt im Grundsatz die Verteilung von außergewöhnlichen Kosten zwischen Schiff und Ladung, die durch eine Rettung aus gemeinsamer Gefahr anfallen. Diese Kosten entstehen entweder direkt durch Aufwendungen (z.B. Schlepplohn) oder anlässlich bewusst mit Rettungsmaßnahmen durch die Schiffsführung herbeigeführter oder geduldeter Schäden am Schiff und/oder seiner Ladung (z.B. Seewurf von Decksladung). Der Havarie-grosse liegt der in seinen Grundzügen bis in die Antike zurück reichende Rechtsgedanke der Gefahrengemeinschaft zugrunde, bei der außergewöhnliche Aufwendungen und Opfer zur Abwendung einer allen Beteiligten einer Seereise drohenden Gefahr auch von allen gemeinsam getragen werden müssen und nicht nur vom zufällig unmittelbar Betroffenen allein.

Ich denke, der kleine Artikel macht es ziemlich deutlich, worum es geht.
Gruß Jürgen

51

Donnerstag, 8. April 2021, 13:37

Haben wir eigentlich schon geklärt, was das für ein schickes Segelboot ist?

52

Donnerstag, 8. April 2021, 13:55

...ich tippe auf Dehler.
Gruß Jürgen

SINE CURA

Admiral

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53

Donnerstag, 8. April 2021, 13:55

In der Schifffahrt gibt es sehr viele, für Außenstehende ungewöhnliche Rechtsregelungen. Das fängt ja schon im Kleinen mit der Verschuldungshaftung vs. Gefährdungshaftung an.
Wir betreiben einen Traditionssegler und firmieren als Partenreederei. Eine Rechtsform, die es schon seit dem Römischen Reich gibt und heute undenkbar und somit nicht mehr eintragbar ist (wir haben Bestandsschutz). Die Rechtsform ist mit den heute üblichen Rechtsformen und ggf. deren Abwicklung nicht mehr kompatible. Besonders der Umstand, das diese Rechtform an genau ein Schiff gebunden ist. Das führt bei Verlust des Schiffs zu einer Rechtsunsicherheit gegenüber Gläubigern. Auch ein Grund, warum diese Rechtsform aufgehoben wurde.

Gruß, christian
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Andreas29

Salzbuckel

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54

Donnerstag, 8. April 2021, 14:10

Hi,

wie schon geschrieben sind einige Regelungen in der Seefahrt nicht mit den Regelungen um KFZ-Haftpflicht oder brennendem Reihenhaus vergleichbar. Wir sollten es dabei hier belassen. Andernfalls steht es Interessierten frei einen neuen Trööt zu eröffnen. Statt allerdings auf Mutmaßungen und Glaube zu setzen empfehle ich die Konsultation eines Dienstleisters der sich in der Materie wirklich auskennt.

Grüße

Andreas
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So passiert das!

55

Donnerstag, 8. April 2021, 16:04

Hiermal die derzeitige Postion des Frachters. Es scheint eine geglückte Rettung zu werden.
»SDAV« hat folgende Datei angehängt:
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Andreas29

Salzbuckel

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56

Freitag, 9. April 2021, 09:37

An der Pier

Hi,

nun ist sie an der Pier.
Ist also offenbar relativ glücklich ausgegangen.

Grüße
Andreas
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57

Freitag, 9. April 2021, 09:43

Das war jetzt der einfachere Teil. Nun beginnt wie in Suez die komplizierte, langwierige und teure Verteilung der Verantwortungen und Kosten vor Gericht :)

58

Freitag, 9. April 2021, 10:34

Moin,

ich denke hier ist es einfacher, denn es hatte keine/kaum Auswirkungen auf andere, im Gegensatz zum Suez.
Rettung von Menschenleben ist Ehrensache und wird in der Regel nicht in Rechnung gestellt.
Das Einschleppen des Schiffes muss sicher bezahlt werden. Das Boot, dass über die Kante gefallen ist wurde doch auch geborgen. Also ist hier der Schaden auch eher überschaubar. Kommt der kaputte Kran und evtl. Schäden im Laderaum, weil da einiges verrutscht ist.
Bezieht sich alles auf ein Schiff und nicht wie im Suez auf hunderte Schiffe, wobei ich nicht glaube, dass solche Wartezeiten entschädigt werden müssen. Dann könnte eine Reederei, bzw. deren Versicherung gleich zu machen.
Gruß Jürgen

Bavaria 56 V

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59

Freitag, 9. April 2021, 17:12

Haben wir eigentlich schon geklärt, was das für ein schickes Segelboot ist?

...ich tippe auf Dehler.


Nie , im leben sowas hält nur ne Bavaria aus :mosking:

Gruß Klaus
Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

Sail67

Seebär

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Wohnort: Köln

Schiffsname: Quint

Bootstyp: Compromis 888

Heimathafen: Compagnieshaven Enkhuizen

Rufzeichen: DC2779

MMSI: 211190540

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60

Freitag, 9. April 2021, 18:22

Hiermit könnt Ihr besser raten:
»Sail67« hat folgende Datei angehängt:
  • havarie.jpg (112,61 kB - 62 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. April 2021, 16:21)

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