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21

Donnerstag, 7. November 2019, 13:37

Interessante Fortgang der Geschichte:
https://nord24.de/bremerhaven/marode-mus…g-wird-geprueft

Zitat

Marode Museumsflotte in Bremerhaven: Strafantrag wird geprüft
Die Strafanzeige wegen „gemeinschädlicher Sachbeschädigung“ gegen die aktuelle Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseums ... ist bei der Staatsanwaltschaft Bremen, Zweigstelle Bremerhaven, eingegangen. Das bestätigte am Mittwoch auf Nachfrage der NORDSEE-ZEITUNG Oberstaatsanwalt Oliver Constien. „Wir prüfen jetzt zunächst, ob es zureichend tatsächliche Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten ...


und

https://www.weser-kurier.de/bremen/breme…id,1873389.html

Zitat

... Das Schicksal der "Seute Deern" ist seit rund zwei Wochen besiegelt, aber auch die restlichen Museumsschiffe im Hafen in Bremerhaven bieten Anlass zur Sorge. Wie die "Nordsee-Zeitung" berichtet, hat eine Rechtsanwältin aus Hagen Strafanzeige gegen die Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseums gestellt. Der Vorwurf: gemeinschädliche Sachbeschädigung. ...
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

22

Donnerstag, 7. November 2019, 15:20

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man fast darüber lachen.

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23

Donnerstag, 7. November 2019, 15:22

Alte Schiffe: abwracken oder bezahlen!

Diese Geschichte ist nur eine unter vielen. Wenn nicht genügend Spender / Finanzierer vorhanden sind, um die Schiffe duaerhaft zu erhalten, sollte man sie rechtzeitig abwracken. Für die einzelenen Teile gibt es bestimmt Abnehmer (Privatleute und Museen).
Ich denke z.B. auch an die in Stralsund liegende Gorch Fock I , die Falls of Clyde in Hawaii (https://en.wikipedia.org/wiki/Falls_of_Clyde_(ship)), die Western Union in Florida (https://en.wikipedia.org/wiki/Western_Union_(schooner)) u.v.m.
Ein etwas gelungenere Ansatz ist der Verein des historischen Hafens in Galveston, wo die "Elissa" von einem rührseligen Verein gepflegt und gesegelt wird. Dort waren an dem Wochenende, an dem ich dort zu Besuch war, zahlreiche Freiwillige am Streichen, Putzen, Segelmanöver üben und Besucher-Führen.
Es gibt aber weltweit offenbar nicht soviele Segelschiffbegeisterte, wie die Pflege der noch schwimmenden Exemplare bräuchte. Wenn es um ein nationales Heiligtum geht, sollte aber die Regierung einspringen, wie bei der HMS Warrior, HMS Victory und der USS Constitution (die noch offiziell zur US-Marine gehört).
Laut Wikipedia hat die Sanierung der "Deutschland" ja (nur) " rund eine Million Euro " gekostet. Allerdings wird sie ja nicht mehr gesegelt. Wer hat das bezahlt?

P.S.
Ich lese gerade bei Wikipedia über die Gorch Fock I folgendes: " Die im Jahr 2015 erneuerte Schwimmfähigkeitsbescheinigung läuft im Jahr 2020 ab. "

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24

Donnerstag, 7. November 2019, 17:13

solche Schiffe wie die Seute Deern wurden nicht für die Ewigkeit gebaut. Die schnellen Frachtsegler hielten häufig nur wenige Reisen durch.
Gruß



Volker

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25

Donnerstag, 7. November 2019, 18:45

Fürwahr!

solche Schiffe wie die Seute Deern wurden nicht für die Ewigkeit gebaut. Die schnellen Frachtsegler hielten häufig nur wenige Reisen durch.


Sie lebten in der Tat nicht lange.

Ich habe Anfang des Jahres das Buch "FRAME-UP - The story of Essex, its shipyards and its people " von Dana Story (Library of Congress card no. 64-1497) gelesen und erfahren, unter welchen Bedingungen solche Schiffe in den USA gebaut wurden (die "Seute Deern" stammt ja aus USA) - meistens im Freien, mit einfachsten Werkzeugen und angelernten Arbeitskräften. Viele der Schiffe waren innerhalb von 10 Jahren verschlissen, sind gesunken oder ganz und gar verschollen. Nachdem der Holz-Frachtschiffbau sich nicht mehr lohnte, bauten sie dort noch bis in die 1930er Jahre allerdings auch feine Rennschoner, die als Fischereifahrzeuge galten, für die Superreichen. So die "Columbia" (1923) und die "Gertrude L. Thebaud" (1930), die mehrmals die berühmte kanadische "Bluenose" in Regatten schlug, 1937 einer Arktis-Expedition diente, im Krieg von der Küstenwache als Patrol Boat benutzt wurde, dann 1944 in der Karibik als Frachter fuhr, bis sie 1948 in Venezuela an einem Steinwall endete -- eine vielseitige Karriere in nur 18 Jahren. Über beide Schiffe gibt es in der englischsprachigen Wikipedia Artikel.
Das letzte in Essex gebaute Schiff, ein Schoner namens "Eugenia J.", wurde 1949 vom Stapel gelassen.

Jetzt etwas off-Topic, hier ein Video aus der Zeit, :

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26

Donnerstag, 7. November 2019, 18:56

Übrigens, wer Zeit und Interesse hat, sollte sich die Vorschau-Videos auf dieser Seite ansehen. Leider kosten diese in voller Auflösung etwas, wobei mir nicht klar ist, warum es "FREE or $4" kosten soll ;) .

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