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horstj

Salzbuckel

Beiträge: 2 463

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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41

Montag, 8. März 2021, 22:33



Ich frag deshalb, weil ich ja den Kranfahrer nicht fünfmal hoch und runter fahren lassen kann, bis endlich mal die Position stimmt, der frisst mich sonst auf!


Doch. Die möglichst ziemlich genau maximal mögliche Stützlast an Trailer und Fahrzeug auszureizen ist mit das wichtigste, um einen ruhigen und sicheren Trailer zu bekommen. Vier fünfmal hoch-runter ist nicht selten und dazwischen müssen ja evlt. noch die Stützen umgebaut werden. Der Kranführer muss das natürlich vorher wissen, dass ihr den Trailer noch einstellen müsst. Dann weiß der schon was kommt - und was er dafür will. :D Alternativ kann man natürlich auch bei H-Boot-Kennern vorher Informationen einziehen.
Sicheres verzurren, zweimal nieder, zweimal schräg, wurde ja schon gesagt, Gurte verdrehen auch. Und wenn man ständig in den Rückspiegel schauen muss, um das Boot und die Gurte im Blick zu haben, ist es nicht sicher verzurrt. Auch die Sachen auf dem Boot vor allem Mast müssen so verzurrt sein. Einmal anhalten, um zu sehen ob sich etwas gesetzt hat, ist wichtig.
Reifendruck passend wählen. Bei leerem Trailer kann sein, dass man den Druck senken muss, damit er nicht springt oder schwänzelt. Ist zumindest bei den Einachsern, die ich meistens ziehe so.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

Beiträge: 13

Bootstyp: Frauscher H26

Heimathafen: Schierstein

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42

Montag, 8. März 2021, 22:46

Hallo Eisenfrosch,


solltest Du in Zukunft noch öffter das H-Boot trailern kann ich Dir nur die Überleger empfehlen.
Damit ist der Mast und auch Baum beim transport vernünftig gesichert.
Alternativ kann man diese auch für das Winterlager zu Planenabstützung benutzen. Anbei mal der link

https://www.harbeck.de/shop/ueberleger-h-boot-komplett?c=234

Ansonsten wurde hier schon alles wichtige erwähnt.
Gruß Dirk

reinglas

Seebär

Beiträge: 1 022

Wohnort: Waren (Müritz)

Schiffsname: demnächst: "THEA"

Bootstyp: Hai 590

Heimathafen: seit kurzem Klink

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43

Montag, 8. März 2021, 23:43

Hallo @Eisenfrosch:
da nicht ich aber meine Texte manchmal falsch oder gar nicht verstanden werden, habe ich eine Prinzip-Skizze gemacht. :)
- Den Abstand am Trailer zwischen den Achsen und Anhängekupplung messen. Ich habe 6 m angenommen und tatsächliches Gewicht des Bootes schätzen; dann kannst du die Gewichtsveränderung pro cm ermitteln. Dann muss der Kranfahrer vielleicht nur noch zwei mal anheben

- eine Stützwaage für 8 € (s.Link) unter die Kupplung stellen. Boot auf Trailer stellen.
https://www.ebay.de/itm/372005823538?mke…90&toolid=11000

Reinhard
»reinglas« hat folgende Datei angehängt:
Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
Nur meine Erwartungen vermögen das.

Beiträge: 1 855

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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44

Dienstag, 9. März 2021, 15:27

Habe gerade nachgemessen:
Von der Mitte der beiden Achsen (da geht bei uns ein eingeschweisstes Vierkantrohr quer) bis zur dicksten Stelle des Kiels sind es etwa 15cm.
Ich vermute, das H-Boot hat ganz ähnliche Proportionen.

Für die Mathematiker:
Früher galt als ungefähres Maß für den Schwerpunkt 45% der Wasserlinienlänge vom hinteren Ende der Wasserlinie nach vorne gemessen. :rolleyes:
Oder man schaut nach dem Durchgang für den Heißstropp und misst sich den senkrecht runter zum Kiel.

Vielleicht hatten wir da ja ganz viel Glück, aber beim allerersten Absetzen auf dem Trailer hat der Kranbediener kurz gepeilt,
hat das Boot abgestellt und da kommt es immer wieder hin.
Ein guter Profi hat ja Erfahrung mit so etwas.
Der Kiel hinterlässt auf dem Holz so einen schönen Abdruck und man kann das gut erkennen.

Ich glaube nicht, dass ich es wirklich merken würde wenn mal 20 Kg weniger oder mehr Stützlast da wären.
Ich fahre aber auch ziemlich defensiv, reize die 100er-Zulasssung also nie aus.
Und bei 80-90 Km/h läuft unsere Kiste sehr ruhig.

Ich sichere auch gerne den Kiel auf der Auflage seitwärts und nach vorne.
Ersteres, damit sich das Boot nicht in den Stützen um die Längsachse verdreht.
Letzteres, damit man beim starken Bremsen auch den Kiel etwas bremst.

Der Mast wird bei uns immer mit schräg verlaufendem Tauwerk daran gehindert, nach vorne zu rutschen.
Das Tauwerk verläuft beidseitig von den Salingbeschlägen zu den Püttingen.

Um den stinkenden Außenborder nicht im Wagen zu haben,
habe ich zwei von den Querträgern im Trailer neben dem Kiel aufgepolstert.
Da kommt der Motor jetzt auf der Backbordseite hin zum Trailern.
Auf der anderen Seite transportieren wir die Leiter.

Holger

  • »Eisenfrosch« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11

Wohnort: Quasi neben Berlin

Schiffsname: Tuulia

Bootstyp: H-Boot

Heimathafen: Berlin

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45

Sonntag, 14. März 2021, 10:24

Hallo Dirk, danke für den Tipp mit den Überliegern - ich wusste nicht dass es so etwas vorkonfektioniert gibt. Das könnte das Niederzurren des Mast schon erleichtern! Werde das ernsthaft in Erwägung ziehen. Danke Dir
Hallo Holger, Dir auch Danke zum Nachmessen und Deinen Überlegungen, das gibt eine gute erste Ausgangsbasis. Bei regelmäßigem Trailern mit eigenem Trailer würde ich mir dann sobald die Idealposition gefunden ist, auch eine Kielaufnahme bauen, so dass beim Einkranen nur dagegengeschwenkt werden muss. Ich habe ja einen Leihtrailer den ich noch vor Ort einstellen muss, da brauchts dann wohl doch die mehreren Versuche.
Hallo Reinhard, super Skizze, so ist das schnell verstanden. Sobald ich den Leihtrailer am Haken hab, kann ich danach die Position vorberechnen, bin gespannt ob es klappt. Werde mir wohl noch ein Stück Kreide mitnehmen, um die Schwerpunktposition auf dem Kielbrett zu markieren. Die Stützwaage ist eigentlich auch keine zu schlechte Idee, die Kosten sind ja überschaubar...

@ horstj, den Kranfahrer vorab zu informieren dass ich den Trailer noch einstellen muss liegt jetzt wo Du es erwähnt hast eigentlich auf der Hand, damit das Salär stimmt - hab ich aber auch nicht dran gedacht! :-)

Danke Euch allen, langsam denk ich dass ich genug Wissen beisammen hab und loslegen kann. ;) Liebe Grüße von Eisenfrosch Tobias
(Oha - gerade sehe ich, dass ich Smutje geworden bin - passt, ich hab heute Küchendienst :D und mache Familienklassiker: Spaghetti mit pasta asciutta, :P !)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eisenfrosch« (14. März 2021, 11:02)


Beiträge: 94

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Rufzeichen: DJ 3590

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46

Sonntag, 14. März 2021, 14:18

Hier noch aus aktuellen Anlass:

https://www.op-online.de/region/obertsha…i-90236063.html

der wichtige Hinweis: die Gurte _nicht_ an der Lichtleiste des Anhängers befestigen! Und sich vergewissern das sowohl AHK (wenn abnehmbar) als auch Kupplung des Anhängers richtig eingerastet sind.

Beste Grüße und gute Fahrt
Dieter

Landlubber

Kapitän

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47

Sonntag, 14. März 2021, 14:27

Man sollte wohl auch die passenden Gurte verwenden und nicht, wie auf dem Bild zu sehen, Luftschlangen.
... und ich lächelte, ...

48

Sonntag, 14. März 2021, 16:58

Ich fahre einen Vito 119 maximal auf und ausgelastet auch in der Extralangen Ausführung. Dahinter hängt meistens ein 2,6 Tonnen schwerer und 9,6 Meter langer Wohnwagen.

Probleme gab es noch nie, auch nicht bei unbeabsichten 120+ kmh. Meistens fahre ich ca. 92-96 kmh nach Tacho. Der Vito macht seinen Job, auf langen Etappen könnte er aber leiser, stärker und bequemer sein. Mich regt auch nach wie vor auf, dass der Vito zu Gunsten der V-Klasse kleingehalten wird. Nie dir halt ne V-Klasse, jaa, nur blöd, dass es die nicht mit den geteilten Türen gibt. Geteilte Türen sind enorm praktisch, weil du da bis nach achtern das Gebäck stapeln kannst und trotzdem noch die Türen aufmachen kannst. Vorteil ist definitiv, dass der Vito durch den langen Radstand ruhig und angenehm läuft und natürlich der Stauraum. Die länge ist aber auch der größte Schwachpunkt weil du fast mehr Platz zum rangieren brauchst als ein Sattelschlepper. Soo toll ist der Einschlag der Vorderräder auch nicht. Vorteil zu allen anderen Bussen ist der Heckantrieb.

Zum Fahren:
Lass dich nicht stressen und es dauert so lange wie es dauert.
Bleibe bis zur letzten Kurve konzentriert. Am Ende nochmal bewusst machen. 1000km easy going und dann nimmst du bei der Marina das Tor mit.
Aussteigen ist viel Billiger als irgendwo dagegen fahren.
Das Navi ist nicht dein Freund. Im Zweifel stehen bleiben und auf google maps checken ob das so stimmen kann.
Tempomat ist eine Pflichtausstattung.
Gerade Rückwärts kann man mit so einem Gespann auf erstaunlich wenig Raum rangieren. Immer aber auch auf die Stoßstange des Zugfahrzeugs achten. Insbesondere wie der Hebel der Stützradarretierung steht.
Shit happens, du wirst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Schäden haben. So was passiert auch wenn man noch so gut aufpasst.
Auf jeden Fall 1-2 Ersatzräder mitnehmen (Ein- oder Zweiachser) einen Wagenheber der das Gewicht stemmen kann und Unterlegebretter damit man die Höhe erreicht.
Achtung beim Vito! Du kommst vorwärts an Orte wo du rückwärts nicht mehr rauskommst.
Spiele dich auf der Autobahn damit möglichst auf der rechten Linie zu fahren. So bekommst du die Breite besser ins Gefühl.

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