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biancasegler

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1

Donnerstag, 19. März 2015, 00:17

Abgaskrümmer selbst gebaut

Moin allerseits,

das was ich hier beschreibe, geht sicherlich nicht bei jedem Motor, aber vielleicht hilft es auch anderen, Geld zu sparen. Voraussetzung ist ein Flanschanschluss mit geeignetem Gewinde (in diesem Fall hat der Flansch ein "klassisches" Innengewinde von 1 1/2 Zoll).

Wie ich dort schon schrieb, ist bei meinem Yanmar 2QM20 der Abgaskrümmer durchgerostet. Nachdem der Preis des Ersatzteils mir den (erwarteten) Herzkasper verpasst hat und nach ermutigenden Gesprächen mit Forumskollegen am Februar-Stammtisch, habe ich mich daran gemacht, aus Wasserleitungsfittingen mir sowas selbst zu bauen.

Hier erst mal die Fotos:
index.php?page=Attachment&attachmentID=184617
Links ist der Original-Flansch mit 1 1/2" Gewinde, dann 45° Winkel, Verbindungsmuffe, T-Stück, Verlängerung, ganz rechts kommt noch ein 45° Winkel und daran wird der Abgasschlauch befestigt.
Das T-Stück beherbergt die Kühlwassereinspritzung über einen 90° Edelstahlbogen mit 3/8" Außengewinde


index.php?page=Attachment&attachmentID=184618 index.php?page=Attachment&attachmentID=184619
Blicke in das Innenleben des T-Stücks

index.php?page=Attachment&attachmentID=184620
Ansicht von hinten (Schlauchseite)
"Die See, dachte er, glich der Mathematik in der Hinsicht, dass sie ebenso rein und unbestechlich war. Sie wurde von eigenen Gesetzen regiert, welche die Menschen vielleicht begreifen, aber nie beherrschen würden." (Aus: Die lange Heimkehr von Philip Caputo)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »biancasegler« (19. März 2015, 10:26) aus folgendem Grund: Voraussetzung hinzugefügt


biancasegler

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Donnerstag, 19. März 2015, 00:35

Die verzinkten Teile habe ich einfach beim Eisenwaren-Händler meines Vertrauens (ich liebe Lüdemann ...) besorgt. Da gibt's inzwischen leider nicht mehr so viel Auswahl wie noch vor ein paar Jahren, sodass ich insgesamt mehr Teile benötigt habe als erwartet (z.B. gibt es keine 45° Winkel mit Außengewinde auf beiden Seiten mehr).

Für die Kühlwassereinspritzung brauchte ich dünneres Material, und es sollte ein 90° Bogen in einem bestimmten Durchmesser und einer gewissen Länge sein. Das habe ich dann ziemlich schnell im Internet gefunden: HGT-Technik. Weiter nach oben geht es über ein Reduzierstück 3/4" auf 3/8 Zoll ebenfalls aus Edelstahl vom selben Versender. Dieses wird von oben auf den Bogen geschraubt und dabei gleichzeitig in den großen verzinkten Reduziernippel gedreht, in dem Edelstahl-Reduzierstück bleibt dabei ein Teil des Gewindes ungenutzt, in den ich dann von oben den (hier Messing-) Schlauchanschluss gedreht habe.

Leider hatte ich für den Anschluss des Kühlwasserschlauchs einen falschen Durchmesser bestellt, sodass ich jetzt erst mal schnell den Anschluss per Messingnippel hergestellt habe. Das lässt sich ja zum Glück einfach tauschen, sollte der Materialmix Probleme bereiten.

Die Höhe des Bogens innerhalb des T-Stücks lässt sich einfach steuern, indem man den verzinkten 1 1/2" auf 3/4" Reduziernippel entsprechend tief reindreht. Damit der in jedem Fall fest sitzt, habe ich ihn mit Hanf umwickelt vor dem Eindrehen. Alle Verbindungen werden mit Hylomar abgedichtet.

Die Übergänge innen will ich noch mit Auspuff-Reparaturpaste angleichen. Das sollte die Temperaturen aushalten, aber ich weiß natürlich nicht, ob es auf die Dauer hält. Aber wenn sich das Zeugs ablöst, ist es kein Problem, weil es ja nach hinten raus kann und auf dem Weg nichts verstopfen kann.

Die ganze Konstruktion wiegt kaum mehr als der Originalkrümmer aus Grauguss.

Zur Sicherheit will ich dann noch zwei Streben befestigen, einmal seitlich und einmal nach unten, um die Vibrationen abzufangen. Da gibt es noch am Schwungradgehäuse zwei unbenutzte Schraublöcher von 10 mm Durchmesser. Ich werde dann Fotos nach dem Einbau machen und hier auch noch reinstellen.

Preisvergleich:
Original-Ersatzteil 476 EUR
Meine Ersatzlösung insgesamt inkl. Hylomar usw. 75 EUR

Bin gespannt, wie sich das Teil bewährt. Jedenfalls lassen sich alle für meinen Motor erforderlichen Teile einfach beschaffen, und ein Nachbau ist jetzt schnell gemacht. Selbst wenn das Teil nach 5 Jahren durchgerostet sein sollte, ist es kostenmäßig immer noch ein großer Gewinn. Durch die geplante Verstrebung dürfte es mechanisch gar keine Probleme geben. Das Einzige, was ich nicht einschätzen kann (weil ich früher den Krümmer nie angefasst habe): wie heiß wird es im oberen Teil? Und könnte das ein Problem werden? Ich glaube aber eher nicht. Die Praxis wird es zeigen...
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »biancasegler« (19. März 2015, 11:36) aus folgendem Grund: noch mehr Details


3

Donnerstag, 19. März 2015, 00:56

Wenn alles passt und funktioniert, mein Glückwunsch. Sieht nach handwerklichem Geschick mit Improvisationskunst aus..viel Erfolg .
Ich würde vielleicht den Edelstahlbogen weiter nach unten versetzen, damit dieser sich weiter vom T-Stück im Bereich des Bogens entfernt..
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

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4

Donnerstag, 19. März 2015, 08:37

Moin,

Klasse gemacht.

Wie wird sich der Hanf aber später mit den Temperaturen verhalten? Nicht dass er verbrennt und es undicht wird. Persönlich hätte ich dort Teflonband genommen.
Dies ist aber nur meine persönliche Meinung

Jörg

biancasegler

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Donnerstag, 19. März 2015, 10:52

Moin,
Wie wird sich der Hanf aber später mit den Temperaturen verhalten? Nicht dass er verbrennt und es undicht wird.

Moin Jörg,

danke für den Hinweis. Ich habe Hanf ganz intuitiv genommen, weil ich es für eine solche Verbindung einfach stabiler finde als Teflonband.

Im Haustechnik-Forum habe ich gerade eine Diskussion um die Temperaturbeständigkeit von Hanf (bis zu 650°) gefunden, das scheint meine Ansicht zu bestätigen. Time will tell ...

Schönen Tag noch - Martin
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Donnerstag, 19. März 2015, 11:29

Wenn alles passt und funktioniert, mein Glückwunsch. Sieht nach handwerklichem Geschick mit Improvisationskunst aus..viel Erfolg .
Ich würde vielleicht den Edelstahlbogen weiter nach unten versetzen, damit dieser sich weiter vom T-Stück im Bereich des Bogens entfernt..

Hallo Andreas,

ich werde berichten, wie sich der Eigenbau in der Praxis verhält.

Zwischen Bogen und T-Stück ist überall mind. 5 mm Abstand - das sollte locker reichen. Kann man auf den Fotos nicht so gut erkennen.

Viele Grüße - Martin
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7

Donnerstag, 19. März 2015, 11:34

Wie wird sich der Hanf aber später mit den Temperaturen verhalten?


Das sollte problemlos funktionieren. Den Abgaskrümmer kann man bei laufender Maschine gefahrlos anfassen ( zumindest ist das bei Yanmar 1GM10 und VP 2002 so). Ein Heizungsvorlauf hat schon mal 90 Grad Celsius - wird auch mit Hanf gemacht.

Gruß

Thomas

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Donnerstag, 19. März 2015, 11:41

Nur ist der Edelstahlbogen in einem sonst eiserne Konstruktion eine schlechte Wal.
Es wird , vorallem in Salzwasser, bestimmt zu schwerer galvanischer Korrosion am Stahl kommen.
Ich würde das Edelstahl teil ersetzen dur einen aus Normalstahl , oder den Bogen ganz weg lassen.( das Waasser wird sowieso weggeblasen vom Verbrennungsgas.
Übrigens finde ich auch den Abstand vom Flansch bis zur Wassereinführung recht gross. Da wird der erste Teil sehr heiss werden.( siehe Bild)
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  • Krümmer.jpg (46,4 kB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 23. Mai 2020, 10:01)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Yellow Boat« (19. März 2015, 11:58)


biancasegler

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Donnerstag, 19. März 2015, 11:59

Nur ist der Edelstahlbogen in einem sonst eiserne Konstruktion eine schlechte Wal.
Es wird , vorallem in Salzwasser, bestimmt zu schwerer galvanischer Korrosion am Stahl kommen.
Ich würde das Edelstahl teil ersetzen dur einen aus Normalstahl , oder den Bogen ganz weg lassen.( das Waasser wird sowieso weggeblasen vom Verbrennungsgas.

Problematik ist mir klar, aber es gibt nichts Geeignetes außer dem Edelstahlbogen. Ich will ohnehin alle Teile abschnittsweise von innen noch mit Zinkspray einsprühen, um gerade die Gewinde noch etwas gegen Korrosion zu schützen. Wenn das haften bleibt, legt sich sowieso relativ schnell eine Rußschicht drauf, die gegen mechanische Belastung durch Wasserfluss im Abgas auch wieder schützen könnte. Mir ist klar, dass ich hier ein Experiment betreibe.

Zitat

Übrigens finde ich auch den Abstand vom Flansch bis zur Wassereinführung recht gross. Da wird der erste Teil sehr heiss werden.
Weiss aber nicht wie das beim Original aussieht.

Beim Original ist der Kühlwassereinlauf ganz oben noch im 45°-Winkel. Ich komme aber nicht höher, weil es den Winkel nicht mit 2x Außengewinde gibt, wodurch das T-Stück eben erst später kommt. Und ich will durch den Bogen unbedingt einen Wasserschlag verhindern.
Der Motor hat eine Einkreiskühlung, dadurch sollte bei offenem Thermostaten gleich schon Wasser mit dem Abgas vorn ankommen (sieht mir jedenfalls so aus).

Viele Grüße - Martin
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Donnerstag, 19. März 2015, 14:16

Hallo, Der Hanf wird halten aber keine 650°C. Wir löten teilweise Weich im eingehanftem Zustand, da wird dann kurzfristig eine Temperatur von 360-400°C erreicht.
Teflon würde ich nicht nehmen, da es mechanisch nicht so schön klemmt und der Motor ja auch vibriert.

Zink und Salzwasser ist da eher ein Problem denke ich aber fürs erste schon nicht schlecht, das wird ein paar Jahre halten.

Die Verzinkten Teile gibt es auch alle in VA zwar nicht beim Baumarkt aber dafür im INET sind meist nicht teurer als die Zink Teile im Baumarkt.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. :O :D :D

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Donnerstag, 19. März 2015, 14:51

Leider ist normales V4A nicht seewasserbeständig , vorallem bei erhöhten Temperaturen .
Dazu brächte man sogenanntes Duplex Edelstahl oder ähnliches.
Das ist zwar teurer ( etwa 50% ) nur nicht einfach zu bekommen.

Es könnte durchaus sein dat Edelstahl sogar schneller an vor allem Lochfraas zu leiden hat als Normalstahl.
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biancasegler

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Donnerstag, 19. März 2015, 15:30

Leider ist normales V4A nicht seewasserbeständig , vorallem bei erhöhten Temperaturen .
...
Es könnte durchaus sein dat Edelstahl sogar schneller an vor allem Lochfraas zu leiden hat als Normalstahl.
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Das sehe ich genauso, daher ist der eigentliche Krümmer auch aus normalem, verzinktem Material. Die Belastungen sind gerade beim Auspuff ja auch sehr vielfältig: Salzwasser (bei meinem Edelstahlbogen hauptsächlich von innen), Säuren (insb. wohl Schwefelsäure) im Abgas, und große thermische Belastung (wobei ich überhaupt nicht weiß, wie heiß das Ding tatsächlich wird, aber das werde ich in den nächsten Wochen auf jeden Fall sehr aufmerksam beobachten).

Ich bin wirklich gespannt, ob diese Konstruktion 4-5 Jahre hält. Wenn ja, würde ich das Experiment als sehr gelungen bezeichnen.

Leider weiß ich nicht, wie alt der vorherige Krümmer war. Ich habe das Boot seit 11 Jahren, und in dieser Zeit wurde er nicht gewechselt.
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13

Donnerstag, 19. März 2015, 16:56

Säuren im Abgas gibt es heutzutage kaum noch bei den modernen Schwefelarmen Diesel .
Ausserdem ist Edelstahl recht gut beständig gegen verdünnter Schwefelsäure weil das ein sogenannter oxidativer Säure ist im gegensatz zu z.B. Salzsäure.

Die grösste Gefar geht in diesem Fal aus von den Chloridionen im Meerwasserr die vorallem bei normalen Edelstahl ernste Korrosion verursachen bei den im Krümmer Herrschenden Tempraturen.
Bei nur Süsswasser wäre ein Edelstahlkrümmer kein Problem ( weswegen es die auch im Handel gibt) aber bei Meerwasser schlecht.
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14

Donnerstag, 19. März 2015, 17:15

Nie wieder … meine Erfahrung,
hatte an meinem alten Volvo, genau solche Rohre.
Die Gewinde brechen nach einer Zeit . Die Rohrstücke sind am Gewinde ^ in Kerbe ca. nur 1mm oder weniger Stark,
bei teilweise Bruch/ Riss durch Vibration des Motors -
treten Abgase aus, und sammeln sich unbemerkt im Boot - brechen Sie dann ganz - ist alles voll ....
mfG. :S

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Riehler« (19. März 2015, 17:29)


Der Beitrag von »Riehler« (Donnerstag, 19. März 2015, 17:28) wurde vom Autor selbst gelöscht (Donnerstag, 19. März 2015, 17:32).

Gernegroß

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16

Donnerstag, 19. März 2015, 23:10

und große thermische Belastung (wobei ich überhaupt nicht weiß, wie heiß das Ding tatsächlich wird,

Vor der Wassereinspritzung wird es da sehr Warm. Die "dünnen" Verschraubungen werden vielleicht dunkelrot Glühen. ;( Also ich würde mir mehr Gedanken um die Hanfdichtungen machen als um Korrosionsprobleme.
Legastheniker sind auch nur Menschen (mit Rechtschreibproblemen)


Zitat Helmut Schmidt:"Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chance, denn gegen den Terrorismus
steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus
steht der Wille des gesamten Volkes.
Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten"

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17

Freitag, 20. März 2015, 09:13

Wenn man die Fittings weit genug zusammen dreht braucht man Theoretisch garn keinen Hanf (Metallisch dichtend dank des Konischen Gewindes).

Da der Flansch ja noch original ist denke Ich wird das nicht das Problem werden mit dem Gewinde.

Wenn das Rohr dunkel rot glüht must du mal die Einstellung der Ventile prüfen.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. :O :D :D

Yellow Boat

Salzbuckel

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18

Freitag, 20. März 2015, 10:19


Wenn das Rohr dunkel rot glüht must du mal die Einstellung der Ventile prüfen.
Abgastemperaturen von bis zu 800 Grad sind bei diesel (ohne Kompressor!) durchaus normal.
Und da Stahl bereits bei 600 Grad anfängt Rot zu werden kann sowas durchaus stimmen.Siehe Bild.
Das man sowas normalerweise nicht bei Pkw Motoren sieht kommt durch die Kühlung von Fahrwind. Die gibts aber bei Schiffe bekanntlich nicht.
Das eingespritzte Wasser wird nur etwa 50 grad da die Wärme zu etwa 95% vom Verdampfenden Wasser absorbiert wird. Die Verdampfungswärme von Wasser ist um 500 Mal höher als die Spezifische Wärme.
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Louise70

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Freitag, 20. März 2015, 10:55

Hallo Martin,
über die Abgastemperatur würde ich mir keine Gedanken machen. Direkt hinter der Rübe ist ja der wassergekühlte Abgassammler montiert - schon dort werden die Abgase deutlich heruntergekühlt. Ich hatte mir mal den Spaß gemacht und an meinem BHKW die Abgastemperatur direkt hinter dem KK zu messen - simpel deshalb, weil es im BHKW keine Seewassereinspritzung gibt und ich auch wissen wollte, wie groß noch der nachgeschaltete Abgaskühler werden mußte etc.. Kurzum, es waren etwa 300°C maximal - nach einer Stunde Dauerlast. (Motor OM616). Hinter dem Abgas-Kühler sind es noch etwa 120°C - muß so sein, um über die Dampfgrenze von Wasser zu kommen (beim BHKW).

Ein ähnliches Ergebnis kam bei Messungen an meinem Kubota D722 heraus. Direkt hinter dem KombiKühler am Flansch beträgt die Aussentemperatur des VA-Rohrs keine 250° - bei Vollast! Und direkt hinter der Seewassereinspritzung kann man das Rohr fast anfassen .. Also, keep "cool"... :D :D
Gruß Niels
Segelt so lange Ihr könnt!

Olaf

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20

Freitag, 20. März 2015, 11:53

Als mein Vater noch lebte habe wir mal so ein Abgasknie für einen B170 nachgebaut. Zwei ineinander laufende Rohre, das innere kürzer und ein Stutzen für die Kühlwasserseinspritzung. Mit Feinschliff war das Teil mit dickwandigen VA-Rohrresten aus der Schrottbacke in 3 Stunden zusammengebraten. Das Teil funktioniert Heute (25 Jahre danach) immer noch, trotz Salzwaser und Flansch aus Grauguss. Großartig kalvanische Korrosion konnten der jetzige Eigner und ich als wir neulich die Kopfpackung gewechselt haben weder an dem Knie noch an den Kühlkanälen im Block erkennen. Durchgeglüht ist das auch nix, obwohl der jetzige Eigner schon mehrfachen Kühlwasserausfall wg. Dreck und Plastik hatte. Aber wir sind ja auch nur Laien.

Für das Knie wollte Volvo schon damals über 800,-- DM haben.....
Viele Grüße,
Olaf

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