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Floppy

Leichtmatrose

  • »Floppy« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 31. August 2020, 18:13

Neuer Antrieb Elektro, Diesel oder Hybrid?

Hallo Leute,
wer meine Geschichte verfolgt kennt meine Motorprobleme.

Mein Bukh hat schon wieder ein massives Wasser-Öl-Problem. Die Wellen dichtungen an der Wasserpumpe sind undicht und ich habe massiv Kühlwasser im Motoröl nach 5 Stunden 1,5l.
Es wird also zeit sich nach einem neuen Antrieb um zu sehen.
Ich habe einen 3kWh Lithium Akku geschenkt bekommen, also liegt die Idee auf der Hand einen Emotor einzubauen.
Lithiumionen Akku ist natürlich ein nicht ungefährliches System, weshalb ich über die Anschaffung von LiFePo- oder AGM-Akkus nachdenke.
Alternativ könnte man auch versuchen einen guten Diesel zu finden und den ggf. zu marinisieren.
Die Neuanschaffung eines marinisierten Motor (Vetus o. ä.) ist auch möglich, jedoch noch deutlich teurer.
Ich befürchte es ist preislich kein Unterschied ob Eantrieb oder Diesel, daher tendiere ich zum Eantrieb.
Mich würde eure Meinung zu dem Thema interessieren.

Wie viel Leistung sollte der Motor haben?
Wie viel Reichweite sollte der Akku haben?
Welches Akku-System würdet Ihr bevorzugen?
Viele Grüße
Philipp

2

Montag, 31. August 2020, 18:23

Moin Moin

Wenn du selbst etwas schrauben kannst, bekommst du für ca. 2000€ einen Kleinen Dieselmotor (z.b. Kubota) mariniesiert.
Bei einer Hybrid Lösung gibt es mehrere Ansätze, da brauchst du im Normalfall einen Dieselmotor und einen E Motor.
Zu einem reinen E Antrib kann ich dir nichts sagen.

Wichtig wäre zu wissen, welche Reichweite du haben möchtest bei einem E Antrieb.
ihr Dr. Bob :D

Katty262

Offizier

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3

Montag, 31. August 2020, 18:42

Von Hurley zu Hurley Segler, überhole den bukh oder besorg dir einen guten gebrauchten Bukh und verkauf Deinen jetzigen, das wird am preiswertesten.
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

4

Montag, 31. August 2020, 18:45

Moinsen

Zur Leistung, ich habe mal irgendwo die folgende Faustregel gelesen: pro 250 kg Boot, 1 PS.

Das wäre dann pro Tonne ca 4 - 5 PS oder in KW ca 3 - 3,7

Bei einer Hurley 27 mit ca. 3178kg ergibt das 12,7 PS oder 9,3 kW

Grüsse Lausagne

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lausagne« (31. August 2020, 19:40)


5

Montag, 31. August 2020, 18:58

Bei einer Hurley 27 mit ca. 3178kg ergibt das 12,7 PS oder 93 kW

:kopfkratz: Hmmm, ziemlich grob umgerechnet. :D

6

Montag, 31. August 2020, 19:03

Wir wollen ja nicht ins detail gehen :rolleyes: :D

Floppy

Leichtmatrose

  • »Floppy« ist der Autor dieses Themas

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7

Montag, 31. August 2020, 19:29

Hallo Leute,
das ist ja toll, so schnell Antworten zu bekommen.
Die Angaben von 5PS pro Tonne hört man immer wieder. Es gibt von Fischer Pander eine schöne Veröffentlichung dazu wo das sehr gut beschrieben und relativiert wird.
https://www.fischerpanda.de/leistungsbed…aengeryacht.htm
Die 5 PS/t sind wohl der Leistungscharateristik von Diesel Motoren geschuldet.
Elektromotoren haben eine Nennleistung und können kurzfristig um das 2-3 fache Überlastet werden, wodurch schnelles Aufstoppen mit einem kleinerem Motor möglich ist.
Mein Bukh hat 10PS, die Leistungs Kurven entsprechen in etwa diesem 3kW Motor: https://www.goldenmotor.com/
Der Bukh benötigt zum Beschleunigen aus dem Standgas zu Vollgas im Lehrlauf etwa 30sec. - gefühlt 1-2 Minuten. Damit konnte ich sicher von Berlin nach Travemünde fahren und hatte auch in den Schleusen keine Probleme. Die Dynamik des E-Motors wäre aufgrund der geringeren Massen deutlich rasanter.

Als Maschinenbauer habe ich natürlich große Freude an so einem Stück Ingenieuskunst wie dem Bukh, weshalb mir die Entscheidung sehr schwerfällt. Den alten Bukh zu überholen ist eine echte Aufgabe, das geht nur wenn man ihn komplett zerlegt und neu aufbaut. Die Ersatzteile bei Bukh sind viel zu edel, als dass man sie benutzen könnte, die sind mehr was fürs Museum. Man müsste andere Quellen finden.

So einen Kubota zu marinieren :) hatte ich mir auch schon angesehen. Außerdem weiß ich nicht wie gut der aus gewuchtet ist. Der Bukh ist fest verschraubt, es gibt keine elastischen Motorlager und auch keine elastische Wellenkupplung. Ich befürchte, dass der Motorraum und das Fundament in der Hurley dann etwas knapp werden könnten. Der Umbau des Bukhgetriebes an den Kubota wird ggf. recht aufwändig.
Ihr seht also mein Dilema, der Maschinenbauer und Historiker in mir sagt: den Bukh restaurieren - Der Ingenieur und Mechatroniker sagt umrüsten auf E-Antrieb.

Ich freue mich auf weitere Beiträge
Philipp

Floppy

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8

Montag, 31. August 2020, 19:31

Bei einer Hurley 27 mit ca. 3178kg ergibt das 12,7 PS oder 93 kW

:kopfkratz: Hmmm, ziemlich grob umgerechnet. :D
NA, ja da ist wohl ein Komma verschwunden oder?

Kokopelli

Kap Hornier

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9

Montag, 31. August 2020, 19:34

Hast du schon mal hier geguckt?
Gruß, Klaus

10

Montag, 31. August 2020, 19:41

Bei einer Hurley 27 mit ca. 3178kg ergibt das 12,7 PS oder 93 kW

:kopfkratz: Hmmm, ziemlich grob umgerechnet. :D
NA, ja da ist wohl ein Komma verschwunden oder?

Hui ja, recht hast du, habs korrigiert :O

Grautvornix

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11

Montag, 31. August 2020, 19:54

Eine ordentliche Hybridlösung wird wohl ziemlich kosten und Platz-Intensiv.
Wenn das Revier hauptsächlich offene Küstengewässer sind würde ich von einem reinen E-Motor abraten.
Wenn man dann doch mal länger den Motor braucht wäre mir persönlich unwohl nur die Batterien zu haben.

Im Netz finden sich doch Ersatzmotoren in allen Preisklassen. Ein überholter BUKH wäre ja „Erstausrüster-Qualität“
"Da hilft nur eins. Hoffen dass die Diesel anspringen, dann dreimalwahnsinnige und durch. Raus ausm Trichter. Und dann ab nach Hause. Wenns klappt, gibts ne halbe Flasche Bier für jeden."

12

Montag, 31. August 2020, 19:57

einen Kubota zu marinieren :) hatte ich mir auch schon angesehen. Außerdem weiß ich nicht wie gut der aus gewuchtet ist. Der Bukh ist fest verschraubt, es gibt keine elastischen Motorlager und auch keine elastische Wellenkupplung. Ich befürchte, dass der Motorraum und das Fundament in der Hurley dann etwas knapp werden könnten.


Da der Kubota nur rund die hälfte wiegen würde hat er weniger Massenträgheit, also von daher hast du schon recht.
Allerdings kann ich dir sagen das die perfekt ausgewuchtet sind
Einfach so hingestellt bleibt der stur stehen und hat keine Neigung zum weglaufen oder ähnliches, selbst der Dreizylinder.
Liegt auch an der Vorkammer, dadurch hat er eine recht weiche Verbrennung.

13

Montag, 31. August 2020, 20:18

Vor ein paar Jahren habe ich eine 1 Zylinder Farymann durch einen selbst Mariniesirten Kubota ersetzt.
Motorfüße kannst du anpassen, genau so wie die Wellenkuplung.
Es war ein ganz anderes Verhalten von 6 PS auf 18 PS.
ihr Dr. Bob :D

HeikeS.

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14

Montag, 31. August 2020, 20:55

Die Frage ist doch wie wichtig und bedeutsam dir der Motor ist. Wenn du den meinst definitiv als redundantes Antriebssystem zu brauchen, dann nimm nen Diesel, wir hätten auch nen Bukh DV10 auf dem alten Boot, da würde ich wenn etwas moderneres nehmen. Wenn für dich auch Hafenmanöver unter Segeln bei widrigen Bedingungen ok sind, und Du den Motor in Ausnahmefällen oder bei totaler Flaute zum nächsten Hafen brauchst, dann denk über Elektro nach.

Lerigau

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15

Montag, 31. August 2020, 21:30

Die 5 PS/t sind wohl der Leistungscharateristik von Diesel Motoren geschuldet.

Naja, ich habe 20PS bei ca. 5,5 Tonnen (übrigens ein sehr guter und zuverlässiger DV-20ME)

VG
Holger
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Floppy

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16

Montag, 31. August 2020, 21:39

Hallo Leute,
das sind ja genau die Antworten die ich gesucht habe.
Den Kubota marinisieren ist also nicht so schwierig.

Den Beitrag zum Bukh DH10 L habe ich heute auch mit großer Faszination verschlungen. Der DV10L ist mit dem DV10Me aber kaum zu vergleichen.
Die parallel Hybridlösung habe ich bereits durch konstruiert, das würde tatsächlich recht gut in den Motorraum passen. Das weniger schöne ist dass ich trotz allen Anstrengungen noch immer die ganzen Dieselnebenaggregate benötige.
Ich habe mir auch mal die Leistungskurgenve meines Bootes angesehen. Ich habe die Formel Fw=1/2 cw*A*v² als Grundformel eingesetzt, dabei sind erstaunlich geringe Leistungen herausgekommen, daher befürchte ich ich habe einen grundlegenden Fehler in meiner Rechnung. Deutlich wird auch, dass durch das drosseln der Geschwindigkeit die Reichweite extrem steigt.
Viele Grüße
Philipp

Katty262

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17

Montag, 31. August 2020, 21:51

Floppy, ich hab den selben Motor (nur funktionstüchtig) und habe selber überlegt ob ich den gegen was neuerem Austauschen sollte. Ich habe den teilzerlegt um den zustand zu beurteilen und dabei gemerkt, das es so ein stück Maschienenbau kein zweites mal gibt. Leicht zu warten, leicht instand zu setzen (auch wenn die ET bisweilen sehr teuer sind. Deine Hurley 27 ist jetzt kein Regatta wunder von daher wirst du mit Sicherheit auch einige Stunden Motoren (hängt natürlich vom fahrt Gebiet ab).

Etwas anderes ist es natürlich, wenn es darum geht “ich will ein projekt” realisieren (e-antrieb).
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

janpiet

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18

Montag, 31. August 2020, 22:08

@Floppy: Da hier ja naturgemäß hauptsächlich Dieselmotorbetreiber unterwegs sind, nochmal ein paar Gedanken von einem Elektromotorbetreiber ;)

Ich weiß nicht, wie schwer Deine Hurley ist. Meine etwa gleich lange Code 8 habe ich mit einem 4 KW E-Motor und 5 KWh LiFePo4 ausgestattet. Das Boot mit 1500 Kg ist damit hoffnungslos übermotorisiert. Das habe ich aber absichtlich gemacht, da mein Revier die Nordsee ist. Topspeed sind 7,2 Knoten (1 h). Bei 1 KW fährt das Boot rund 4,5 Knoten. Die Batterie hält dann 5 Stunden. Ich käme im Leben nicht auf die Idee länger als 5 h am Stück zu motoren, aber das Nutzungsverhalten ist bei Booten nun mal sehr unterschiedlich. Ich finde die Ruhe beim Motoren fantastisch und genieße es, das keine Wartung mehr anfällt und nicht mehr mit stinkenden Flüssigkeiten hantiert werden muss. Für mich die perfekte Lösung, allerdings erkauft durch sehr hohe Anschaffungskosten und eine reduzierte Reichweite. Das muss man sich überlegen. Klar könnte ich die Reichweite mit einem billigen Hondagenerator noch erhöhen, aber ich wüßte nicht, wofür das gut sein sollte. Hybridlösung fände ich daher eher abwegig, insbesondere da die Batterie mit nem Schnellladef innerhalb von 2h nahezu voll geladen ist. Könnte man also unterwegs ggf. sogar einplanen, zB bei Kanalfahrten.

19

Dienstag, 1. September 2020, 10:34

mal eine Frage:
Heisst mie 1KW 4.5Kn, dass man mit einem kleinen Honda2000W-Generator endlos 5Kn fahren könnte?

janpiet

Seebär

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Heimathafen: Zeeland/NL

Im Marktplatz: 1

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20

Dienstag, 1. September 2020, 10:44

mal eine Frage:
Heisst mie 1KW 4.5Kn, dass man mit einem kleinen Honda2000W-Generator endlos 5Kn fahren könnte?


Ja, genau. Der Schnelllader von Torqeedo hat den Vorteil, dass man die Ladeleistung stufenlos einstellen kann, damit man nicht überall die Hafensicherung auslöst ;)

Maximal zieht das Ding rund 2500 W, aber man kann es beispielsiweise auf 1500 W runterregeln und diese per Honda 2000W Generator dauerhaft zur Verfügung stellen. Wenn man nun mit 1.200 Watt fährt, sollte das dauerhaft (also solange man Sprit hat) möglicht sein. Für Kanalfahrten sicherlich eine echte Option. Bei Seegang wollte ich jetzt keinen Generator im Cockpit stehen haben ;)

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