Sie sind nicht angemeldet.

Boote kaufen

BTC-Forum

Windstärken

Windstärkentabelle

Beiträge: 981

Bootstyp: Moody

Heimathafen: Ijsselmeer

  • Nachricht senden

21

Dienstag, 6. April 2021, 15:16

Statt Ölbindetücher kann man auch ein dickes Bündel alte Zeitungen verwenden, die saugen das Öl langsam aber sicher auf.



-- sind WINDEN keine gute und bessere Alternative .. ??

spliss

Hafensänger

Beiträge: 1 781

Wohnort: Berlin

Bootstyp: Charterfahrzeug

Rufzeichen: DD3489

  • Nachricht senden

22

Dienstag, 6. April 2021, 15:42

Kurbelgehäuseentlüftung: An Stelle Hand statt Einfülldeckel reicht auch Daumen auf der Peilstaböffnung. Du kannst ja mal kurz "am Pfahl ziehen."

Sauerei aufnehmen geht übrigens mit Katzenstreu super.
bG! spliss
Holt groß das Dicht !

Beiträge: 89

Wohnort: Heusenstamm

Bootstyp: Motorsegler Mascot 28

Heimathafen: Lübeck

Rufzeichen: DJ 3590

MMSI: 211 813 560

  • Nachricht senden

23

Dienstag, 6. April 2021, 17:46

wie es bei Nanni/Kubota aussieht, weiss ich nicht, aber bei Mercedes Maschinen ist es seit über 40 Jahren so, dass das Peilstabrohr bis ganz nach unten geführt ist. Stichwort: Absaugung.


Wir haben seit einem Jahr auch den Nanni 3.21 und da gibt es eine separate fest montierte Pumpe zum Ölabsaugen. Meines Wissens gibt es daher beim Ölpeilstab gar keine Führungsrohr.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Peilstab nicht ganz eingesteckt war, da dies bei uns eine "Fummelei" ist, da man das Loch zum einstecken nicht sehen kann und mit der 2. Hand fühlen muss, wo der Peilstab reinkommt. Ich liege dann immer quasi auf dem Motor und habe in der linken Hand den Peilstab und versuche mit der rechten Hand ihn an Ort und Stelle zu bringen ....Ich drücke die Daumen, dass es nur dieses Problem war.
Beste Grüße
Dieter

24

Dienstag, 6. April 2021, 18:24

Kubota Peilstab hat kein Führungsrohr was in die Ölwanne ragt.
Max Markierung am Peilstab ist exakt Oberkante Ölwanne.

Ich tippe auch auf falsch eingesetzen Peilstab.
Einfach testen ...

AndersHamburg

Salzbuckel

  • »AndersHamburg« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 575

Bootstyp: Haber 800

Heimathafen: Hamburg

  • Nachricht senden

25

Mittwoch, 7. April 2021, 16:40

Moin!

Nochmal Danke für Eure Antworten.
Ich was heute beim Boot und habe so einiges gemacht. Das Öl habe ich letztlich mit viel alten Zeitungen aufgenommen. Aufösen hat wegen der Enge des Zugangs nicht geklappt. Zu Windeln in kleinen Mengen habe ich keinen Zugriff, da es in meiner Nähe derzeit kein Baby gibt.
Ölbindetücher habe ich besorgt. Der Händler meinte, die könne man mehrfach verwenden (auswringen). Das hat aber nicht geklappt. Ein Tuch liegt noch in der Bilge, um die letzten Reste aufzunehmen. Komisch fand ich, dass das Öl in der Bilge relativ schmutzig war, obwohl es doch erst etwa zwei Stunden im Motor war.

Ich habe etwa 2l Öl nachgefüllt.
Die Maschine habe ich ca. 15. Min bei 2500 Umdrehungen laufen lassen. An der Öleinfüllöffnung war mit der Hand kein Druck fühlbar. Der Peilstab blieb da, wo er hingehört. Es scheint also erstmal alles OK.

Fragen an die Fachleute:
Ist das rot eingekringelte Teil auf dem Foto das besagte Ventil um den Kurbelkasten zu entlüften? Ist der mit Pfeil markierte Schlauch die Verbindung zum Ansaugtrakt?

Mir ist noch ein Gedanke zur Ursache der ganzen Misere gekommen. Vergangenen Mittwoch habe ich ja nochmal etwas Öl nachgefüllt, da ich annahm, der neue Ölfilter habe sich nun gefüllt. Da das frische Öl an Peilstab schlecht zu sehen ist, könnte es sein, dass ich zuviel nachgefüllt habe. Kann die Überfüllung bei warmen Motor den Peilstab rausgedrückt haben?

Den Impeller habe ich noch nicht angesehen. War mir einfach zu kalt.
»AndersHamburg« hat folgende Datei angehängt:
  • Draufsicht.jpg (615,74 kB - 50 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. April 2021, 16:42)
Gewendet wird erst, wenn die Möwen am Strand auffliegen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »AndersHamburg« (7. April 2021, 16:58)


space*cadet

Salzbuckel

Beiträge: 2 445

Wohnort: Pinneberg

Schiffsname: Lekker

Bootstyp: Dehler 35 SV

Heimathafen: Fahrensodde

Rufzeichen: DA2049

MMSI: 211683610

  • Nachricht senden

26

Mittwoch, 7. April 2021, 17:06

Ist das rot eingekringelte Teil auf dem Foto das besagte Ventil um den Kurbelkasten zu entlüften?
Ja. :)
Yachttechnikseminare - Saisonende doch nicht: Motorseminar auf blauwasser.de :)

27

Mittwoch, 7. April 2021, 22:38

Kann die Überfüllung bei warmen Motor den Peilstab rausgedrückt haben?
Nein, es sei denn, der Peilstab ist aus Balsaholz. :D Zu viel Öl kann bewirken, dass das Öl schaumig wird, mit der Folge, dass Schäden wegen mangelnder Schmierung entstehen.
Beobachte deine Maschine für ein, zwei Wochen, wenn sie unter Last läuft. Wenn kein Öl austritt oder sonst wie verschwindet, die Angelegenheit abhaken und vergessen.
So Long, and Thanks for All the Fish.

28

Donnerstag, 8. April 2021, 08:27

Wenn die Kurbelwelle durch das Öl platscht entstehen Druckwellen.
Wenn die Bohrung des Peilstabs oder das Führungsröhrchen komplett im Öl sind (zB bei Lage) kann das den Peilstab rausdrücken.
Bei ganz viel Öl sind auch die Simmerringe der Kurbelwelle gefährdet.

NC35

Kapitän

Beiträge: 604

Wohnort: Jütland

Schiffsname: Aeolus

Bootstyp: Nauticat 35

Heimathafen: Lübeck

  • Nachricht senden

29

Donnerstag, 8. April 2021, 08:31

Wenn die Kurbelwelle durch das Öl platscht entstehen Druckwellen.
Wenn die Bohrung des Peilstabs oder das Führungsröhrchen komplett im Öl sind (zB bei Lage) kann das den Peilstab rausdrücken.
Bei ganz viel Öl sind auch die Simmerringe der Kurbelwelle gefährdet.
Beschreibe das Szenario mal bitte detailierter, unter Berücksichtigung einer intakten Kurbelgehäuseentlüftung.
Viele Grüsse

Dieter

30

Donnerstag, 8. April 2021, 08:48

Wenn du am Tauchen bist und eine Handgranate neben dir hochgeht (im Wasser) = Tot durch Druckwelle
Soweit klar ...

Peilstab mit der entsprechenden Bohrung/Röhrchen ist oben geschlossen.
Wenn die untere Öffnung im Öl liegt und Druckwellen durch das Öl gehen entsteht Überdruck im Rohr und treibt den Peilstab raus.
Bei geschraubten Peilstäben natürlich nicht.

Oder Kopf unter Wasser und daneben mit der flachen Hand raufklatschen.
Kannst genausogut direkt aufs Ohr hauen.
(vom Trommelfell aus betrachtet)

NC35

Kapitän

Beiträge: 604

Wohnort: Jütland

Schiffsname: Aeolus

Bootstyp: Nauticat 35

Heimathafen: Lübeck

  • Nachricht senden

31

Donnerstag, 8. April 2021, 09:17

Jetzt hab ich's auch verstanden!
Viele Grüsse

Dieter

AndersHamburg

Salzbuckel

  • »AndersHamburg« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 575

Bootstyp: Haber 800

Heimathafen: Hamburg

  • Nachricht senden

32

Freitag, 9. April 2021, 20:02

Weiterer Bericht:

Gestern wurde der Impeller kontrolliert. Es war tatsächlich bereits ein Flügel abgebrochen. Der wurde mit viel Gefummel vor dem Wärmetauscher gefunden und entfernt.
Das Trockenlaufproblem habe ich öfter, da der Ansaugstutzen beim harten Segeln austaucht und so Luft ins System gelangt. Ich habe darüber nachgedacht, ein Rückschlagvertil direkt zwischen Ansaugstutzen und Wasserfilter zu setzen. Allerdings habe ich Bedenken, dass angesaugter Dreck (z.B. Seegras) das Ventil verstopft und ich dann noch viel größere Probleme habe als jetzt. Was denken die Fachleute?

Weitere Frage:
Ich habe mit der fest verbauten Ölwechselpumpe etwas Öl abgesaugt, um dann auf ca. 3/4 zwischen Min und Max am Peilstab zu kommen.
Das Öl war tiefschwarz - OK, der Dreck setzt sich unten in der Ölwanne ab und wird beim Ölwechsel nie ganz abgesaugt.
Frage: Ist es sinnvoll beim Ölwechsel im Herbst nach dem Abpumpen erstmal etwas "Spülöl" einzufüllen und mit dem Dreck wieder rauszupumpen?
Gewendet wird erst, wenn die Möwen am Strand auffliegen ;)

space*cadet

Salzbuckel

Beiträge: 2 445

Wohnort: Pinneberg

Schiffsname: Lekker

Bootstyp: Dehler 35 SV

Heimathafen: Fahrensodde

Rufzeichen: DA2049

MMSI: 211683610

  • Nachricht senden

33

Freitag, 9. April 2021, 20:53

Das Öl war tiefschwarz
Das ist beim Diesel normal und liegt am Ruß, der vom Öl in Schwebe gehalten wird.

OK, der Dreck setzt sich unten in der Ölwanne ab und wird beim Ölwechsel nie ganz abgesaugt.
Nein, eher nicht. Das ist beim Eimer Spülwasser so, und da sammelt sich der Sand unten an. Beim Motor fallen (normalerweise 8o ) keine groben Körner an. Das Öl hält das Meiste in der Schwebe, und der Rest landet im Filter.

Frage: Ist es sinnvoll beim Ölwechsel im Herbst nach dem Abpumpen erstmal etwas "Spülöl" einzufüllen und mit dem Dreck wieder rauszupumpen?
Nein, das ist einfach Ölverschwendung. Klares Öl ist beim Diesel kein sinnvolles Handlungsziel.

Man kann auch "halbe" Ölwechsel machen und nur einen Teil des Öls auswechseln, ebenso den Filter zu einem anderen Zeitpunkt wechseln. Die Probleme unserer Motoren liegen in erster Linie im Tank (Dieselpest) und dann bei allen, was mit Seewasser zu tun hat. Das Schmierölsystem sit eher unkritisch.

Gruß
Robert
Yachttechnikseminare - Saisonende doch nicht: Motorseminar auf blauwasser.de :)

spliss

Hafensänger

Beiträge: 1 781

Wohnort: Berlin

Bootstyp: Charterfahrzeug

Rufzeichen: DD3489

  • Nachricht senden

34

Freitag, 9. April 2021, 20:59

Neues Öl wird ruckzuck wieder schwarz, Spülen kann eingespart werden. Einfach die Wechselintervalle einhalten. Der Ölhersteller hat vorgesehen, daß Asche im Öl landet.
Vor dem Wechsel mal Hebel auf den Tisch...

Die abgefallenen Ohren vom Impeller rauszufummeln ist eine challenge (vor allem unterwegs). Als Nichteigner bin ich froh, Boote zu bekommen, bei denen vorbeugende Instandhaltung kein Fremdwort ist.
Geilste Nummer war mal ein unpassendes E-Teil. Seit dem kontrolliere ich auch das.
Gute Fahrt,
spliss
Holt groß das Dicht !

35

Samstag, 10. April 2021, 17:50

Die tiefschwarze Färbung ist ein sicheres Zeichen, dass die Maschine regelmäßig untertourig gefahren wird, was allerdings bei vielen Motoren der Fall ist und eine Auslegungssache ist. Heutige Motorenöle können damit gut umgehen. Alte Anleitungen aus der Zeit der EInbereichsöle sahen noch vor, die Maschine im Winter auf MEK (Anti-Korrosionschutzöl) "umzuölen", das ist aber heute wirklich unsinnig ist, solange die Ölwechselintervalle eingehalten werden (idR einmal jährlich oder 100 Stunden)
Gruß

axi

Proviantmeister

Beiträge: 252

Wohnort: Berlin

Schiffsname: Krümel

Bootstyp: Duetta 86LS

Heimathafen: Berlin Unterhavel

Rufzeichen: DC2140

MMSI: 211423070

  • Nachricht senden

36

Montag, 12. April 2021, 13:22

Nein, das ist einfach Ölverschwendung. Klares Öl ist beim Diesel kein sinnvolles Handlungsziel.

Man kann auch "halbe" Ölwechsel machen und nur einen Teil des Öls auswechseln, ebenso den Filter zu einem anderen Zeitpunkt wechseln. Die Probleme unserer Motoren liegen in erster Linie im Tank (Dieselpest) und dann bei allen, was mit Seewasser zu tun hat. Das Schmierölsystem sit eher unkritisch.

:gooost:
Danke für diese klare Ansage. Pragmatismus in allen Lebensbereichen macht das Leben erträglicher.
Handbreit Werner

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 24   Hits gestern: 0   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 6 464 089   Hits pro Tag: 2 461,94 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 135   Klicks gestern: 0   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 48 971 110   Klicks pro Tag: 18 651,32 

Kontrollzentrum