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ManuelM

Moses

  • »ManuelM« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 27. Mai 2021, 19:55

Hydraulik Antrieb Dehler

Moin
zusammen,





ich bin neu
hier im Forum auf der Suche nach Antworten :) Ich bin ein Jungsegler und habe
grade meine erste eigene Segelyacht, eine Dehler 92 von 1975, das Boot wurde 25
Jahre nicht genutzt und stand in einer Halle, daher ist alles noch Original und
in einem guten Zustand.





Wo ich
direkt zu meiner Frage komme, ich habe einen Faryman Diesel verbaut, 450
Betriebsstunden mit einem Hydraulikantrieb, der Motor sitzt unter der Spüle,
wahrscheinlich wegen der doch recht großen Hydraulikpumpe. Ich finde weder im
Prospekt von 1975 noch im Internet etwas über Dehler mit Hydraulikantrieb und
Faryman Motor. Ist das eine Sonderanfertigung oder gab es mal so eine Serie?
Viele Grüße
Manuel

Squirrel

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2

Donnerstag, 27. Mai 2021, 20:41

Das kann gut eine Sonderlösung auf Kundenwunsch gewesen sein. Boote werden ja nicht soo industriell gefertigt, da findet man immer mal Abweichungen zum Serienstandard. Du solltest eher direkt nach Unterlagen zum Farymann suchen, nicht zu Unterlagen von Dehler.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

3

Donnerstag, 27. Mai 2021, 23:35

Das war Serie. Bis Ende 74 / Anfang 75.

Die ersten Boote, heute "HT" genannt, hatten den Farymann Motor unter der Spüle und die beiden Hydraulikschläuche über Stb nach achtern in den Motorraum.
Leider gab und gibt es so gut wie keine Möglichkeit, den Motor zu ersetzen, da speziell dieser ein spezielles Modell vom Raumkonzept her war.

Danach wanderte der Motor in den Motorraum unter dem Cockpit und aus Welle wurde Saildrive.
Zu dem Zeitpunkt in etwa kamen auch die Volvo Motoren hinzu und der Farymann fiel, glaube ich, ganz weg.
Habe da aber auch mal eine mit einem Farymann FK3 oder so gesehen, die mit Saildrive daher kam.

Interessant, den Käufer kennen zu lernen, die 92er stand auch auf meiner Liste...

Eigentlich ist das eine super Sache. Kein Saildrive, die Welle wird besser gelagert und man kommt klasse an den Motor ran, wenn wirklich mal was ist.

Vor sehr kurzer Zeit war noch eine weiße 92 in Niederlande mit abgeschältem U-Schiff im Angebot. Bei der habe ich zum ersten Mal auf den Bildern die Lösung gesehen, einen anderen Motor (Yanmar) in den Motorraum auf ein neu angefertigtes Fundament zu stellen, ABER (!) den Wellenantrieb bei zu behalten, was ich für die beste Lösung bei speziell diesen Booten halte (bin kein Freund von Saildrive).

Der echte Profi bei der Optima 92 ist Smarty.
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

4

Dienstag, 1. Juni 2021, 16:07

Ich weiß ja nicht wie viel Leistung dieses System hat, ABER man möge bedenken das der WIRKUNGSGRAD diese Hydraulikantriebes äußerst mies ist und jede Menge Leistung schluckt.
Wenn du also nominell 20 PS hast fühlt sich das vermutlich eher wie 12 PS an....UND alte Hydraulik hat nach meiner Erfahrung einen Hang das Öl überallhin zu verteilen ... nicht immer aber immer öfter.

5

Dienstag, 1. Juni 2021, 18:04

Er hat nicht wirklich die Wahl...
Ein Umbau ist extrem aufwändig, habe ich erst einmal gesehen, dieses Jahr.
Dabei wurde die Welle wohl irgendwie umgelegt.
Der Rumpf muss an entsprechender Stelle verstärkt werden, das ändert den Schwerpunktplan, immerhin kommt der Motor etwa 2m weiter nach achtern an eine Stelle, an der er gar nicht vorgesehen ist...

Selbst den Motor zu ersetzen könnte schwierig werden.
Habe ich noch nirgendwo gesehen.
Es wurde immer der alte Motor überholt.

Wie gesagt, das System hat auch Vorteile.
:O
Ich könnte mir eine einfache Lösung mit einem Elektroantrieb vorstellen, der über die Hydraulik an die Welle geht und daneben einen Diesel Generator für den Notfall.
Dann einen Verstellpropeller (DEN habe ich bei HT´s allerdings bereits ein paar Mal gesehen) ...
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6

Dienstag, 1. Juni 2021, 18:10

Na denn doch lieber 10 KW E-motor wo die Hydraulikeinheit ist und nen Genni anstelle des Motors und Batterien für 15-30 Min Fahrt. Echter Hybrid...Kostet vermutlich auch nicht viel mehr als 10-13k für den neuen Motor aber der Faryman tut es bestimmt nicht bis er über den Jordan geht...
(Nettes Wortspiel...) außer er ist in den letzten 25 Jahren unkonserviert festgerostet..

emotion

Kapitän

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7

Dienstag, 1. Juni 2021, 22:17

hatte letztes Jahr jemanden Kennengelernt der ein solches Hydrauliksystem gegen einen Fischer Panda Hybrid getauscht hat und sehr zufrieden war
Gooden Wind

Hendrik

8

Dienstag, 1. Juni 2021, 22:19

Damit hat er dann aber der bezahlten Bootswert verdoppelt oder?

emotion

Kapitän

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9

Dienstag, 1. Juni 2021, 22:24

Damit hat er dann aber der bezahlten Bootswert verdoppelt oder?


Bestimmt, aber geiles System, Hafenmanöver auf Akku, Strecke auf Gen, aber bei seinem Schiff saß der Motor im Vorschiff
Gooden Wind

Hendrik

10

Mittwoch, 2. Juni 2021, 07:00

Ich hatte so eine, die aber schon vom Vorbesitzer umgebaut wurde. Sie hatte dann die Wellenanlage behalten und es wurde ein Vetus 2.04 angebaut. Dazu wurde ein Motorfundament erstellt und die Niedergangstreppe wurde etwas nach vorn gezogen.
Der Vorteil war für mich, dass ich keinen Saildrive hatte sondern eine Wellenanlage.
Insgesamt war aber der Umbau nicht so schön vollendet worden. Im Bereich unter der Spüle habe ich später einen Kühlschrank eingebaut.
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

11

Mittwoch, 2. Juni 2021, 16:40

War die gerade vor ein paar Wochen wieder zum Verkauf?
Weißer Rumpf?
Stand in NL mit abgezogenem U-Schiff.
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ManuelM

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12

Freitag, 4. Juni 2021, 10:57

Meine steht aktuell nicht zum Verkauf, liegt auf Fehmarn und geht jetzt in die Schlei.

Ich hatte hier im Forum schon gelesen, dass es wohl Rostprobleme mit dem Motor gibt, bei mir bildet sich auch Rost am Zylinderkopf, das werde ich wohl zeitnah behandeln lassen müssen. Hat da jemand Erfahrung mit?

Auch würde ich gerne mal den Füllstund vom Hydraulik Öl prüfen, hierzu müsste es doch eigentlich einen Hydrauliköl Tank geben, weiß jemand wo der sitzt?
Viele Grüße von Fehmarn
ManuelM
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13

Freitag, 4. Juni 2021, 11:29

Das bisschen Rost....
:)
Wärest Du so nett und stellst noch ein paar Fotos ein?
Der Hydraulikantrieb am Motor und an der Welle interessiert mich brennend...
Vielen Dank schon mal!
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14

Freitag, 4. Juni 2021, 12:50

Von der Welle habe ich leider noch keine Fotos gemacht, bin aber am Montag wieder auf dem Boot, dann mache ich welche.

Du kannst auch gerne mal auf ein Flens vorbeikommen, ich freue mich über fachkundigen Besuch, aktuell noch Fehmarn, Dienstag geht es nach Missunde (Schlei)
:)
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15

Freitag, 4. Juni 2021, 17:30

Unter der Kappe ist vermute ich einen schraubbaren Ölmessstab.
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16

Freitag, 4. Juni 2021, 20:44

Hallo,
heutige Motoren sind um viele kg leichter, als damalige.
Das bischen modernen Motor unters Cockpit zu verschieben ist vom Trimm daher problemlos

17

Freitag, 4. Juni 2021, 23:59

Diese Hydraulikantriebe gab es übrig. auch bei der Bandholm 24, Amethyst 27 und beim Elvström 1/2to ...
"Beliebt" ware Hydrauliken von "Hydromarin", deines scheint aber eine andere Firma (vielleicht Sauer?) zu sein.

Squirrel

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18

Samstag, 5. Juni 2021, 10:09

Der Motor ist ein Farymann aus der 30er Serie - also S30, P30 oder R30 (je nach Hubraum und Leistung). Ersatzteile sind seit Jahren so gut wie nicht mehr zu bekommen - ich hab meinen dann auch vor 3 Jahren rausgeschmissen, irgendwann ist's halt mal rum.

Der Rost, den Du uns am Zylinderkopf zeigst, spielt keine große Rolle. Da kannst Du einfach etwas Farbe drüber machen und gut. Die wirklichen Rostprobleme, die dieser Motor bekommen kann, entstehen unter den Kühlmänteln der Zylinder: Die sind aus Messing genaues Hinsehen zeigt: bei Deinem Motor aus Kunststoff hergestellt und über den Zylinder geschoben. Sie liegen auf zwei Rippen auf, die am Zylinder angegossen sind, und sind mit großen O-Ringen aus Silikongummi gedichtet. Diese Rippen gammeln gerne mal weg, und dann ist eigentlich ein neuer Zylinder fällig, und wenn man den Motor schon so weit auseinander nimmt, eine Grundüberholung. Aber wie gesagt, die Teile sind rar - so ist das eher eine Option für Motorensammler als für Leute, die ihr Boot zum Segeln nutzen wollen.



Darüber hinaus ist der wassergekühlte Abgasmanifold ein Problemteil. Wenn der nicht gut vor Frost geschützt oder entwässert wird, droht er zu platzen. Das ist wohl leider schon vielen passiert - ich hatte auch so ein Exemplar, hab es aber Jahr um Jahr mit Haftmetall geflickt. Als Ersatzteil sehr nachgesucht und kaum zu bekommen. Als ich meinen Motor inseriert habe, haben Leute angerufen, die den extra wegen dieses Teils kaufen wollten.



Ein weiteres Teil, das marode geworden war, ist mir erst beim Ausbau entgegen gekommen: Um den Motor durch den Niedergang zu bekommen, musste ich die Zylinderköpfe abnehmen, weil er als V-Motor so breit baut. Die Zylinderkopfdichtung ist keine gemeinsame Packung für den ganzen Zylinderkopf, sondern Brennraum und zwei Kühlwasserübertritte sind separat gedichtet, der Brennraum mit einem großen Kupferring, die Kühlwasserübertritte mit je einem Silikon-O-Ring, der auf einem Messingröhrchen steckt, das ihn zentriert. Diese Messingröhrchen stecken unten im Zylinder und oben im Zylinderkopf. Beim Lösen der Zylinderköpfe sind 3 von vier einfach zerbröselt, da sie über die Jahre entzinkt und korrodiert waren.

Wenn Dein Motor 25 Jahre nicht genutzt worden ist denke ich aber, dass Du die Chance hast, dass bei Deinem Motor in dieser Hinsicht vieles noch in Ordnung ist.
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dingsbums

Kapitän

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19

Mittwoch, 9. Juni 2021, 12:49

Der Hydraulikantrieb war auch in der Shipman 28 verbaut. Prüfe auf jeden Fall die Hydraulikschläuche ob porös, wenn die platzen gibt es eine schöne Sauerei.

Gruß Andreas

20

Mittwoch, 9. Juni 2021, 14:10

Den vorgenannten Hinweis kann man nicht deutlich genug betonen, nicht nur, weil das Platzen einer Hydraulikleitung eine "Sauerei" gibt sondern, wenn Hydrauliköl die nackte Haut trifft, sehr gefährlich ist, wenn Hydrauliköl unter Druck auf die ungeschützte Haut trifft und diese penetriert. Das Öl kann sich in dem darunter liegenden Gewebe verteilen und das droht "unter zu gehen". Ein solcher Vorfall bedarf umgehender medizinischer Betreuung.
Kommt Gott sein Dank selten vor, ist aber sehr gefährlich, auch weil es unterschätzt wird in seiner Wirkung. .
Gruß

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