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141

Sonntag, 17. Oktober 2021, 02:28

r BSH hat es aber ganz klar geschrieben wo der Messpunkt ist.
Die sind zwar nur für die Berufsschifffahrt zuständig wie Sie mitgeteilt haben, aber ich denke das der Staat beim Messpunkt der Leistung nicht zwischen Beruf und Freizeit unterscheidet.
Doch das genau denke ich, Die Rechtsgrundlage für Berufsschiffahrt und Sportbootschiffahrt ist komplett verschieden.

Nene

Offizier

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Heimathafen: Rab

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142

Sonntag, 17. Oktober 2021, 03:01

Na dann bin ich mal froh gebüffelt zu haben.
Wär mit unseren 410PS etwas in Erklärungsnot wenn der Beamte mal nachfragen würde.
Gruß
Bernhard
----------------
Geht nicht gibt's nicht
Zwei Worte die jede Tür öffnen: drücken ziehen

143

Sonntag, 17. Oktober 2021, 08:01

In der alten Sportbootführerschein-Verordnung See von 2003 stand ja auch noch "größte nicht überschreitbare Nutzleistung an der Propellerwelle 3,68 Kilowatt oder weniger", das war eindeutig. In der neueren SpFV ist die Propellerwellen-Definition nicht mehr ausdrücklich erwähnt. Dazu kann man sich zweierlei überlegen: Entweder die Nutzleistung ist vom Gesetzgeber dennoch so gemeint wie in der alten SpFV See, oder aber er hat die Definition bewusst fortgelassen, was nun die Kurbelwellen-Definition von DSV und BSH ermöglicht.

Genaueres wird wohl nur noch das zuständige Ministerium sagen können.
Viele Grüße, Peter
La mer a bercé mon cœur pour la vie!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Pütting« (17. Oktober 2021, 08:18)


Squirrel

nuts about boats

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144

Sonntag, 17. Oktober 2021, 11:06

Dazu kann man sich zweierlei überlegen: Entweder die Nutzleistung ist vom Gesetzgeber dennoch so gemeint wie in der alten SpFV See, oder aber er hat die Definition bewusst fortgelassen, was nun die Kurbelwellen-Definition von DSV und BSH ermöglicht.


Normalerweise dient eine solche Verschiebung der Definition weg vom Gesetz hin zu den Normen der internationalen Standardisierung, um im Hinblick auf EU-Vorgaben oder WTO-Abkommen die Bedingungen für den Markteintritt zu vereinheitlichen. Bildlich ausgedrückt: Ein Motor von Sole (Spanien) oder Yamaha (Japan), der von den Herstellern auf 15 PS konstruiert und vermessen worden ist, soll auch bei uns als 15 PS verkauft werden können und nicht wegen irgendeiner anders angewandten Messmethode mit 15,2 PS Wettbewerbsnachteile haben. Worum es sicher nicht geht, ist, nach der Öffnung der Führerscheinfreiheit von 5 auf 15 PS dem DSV doch noch ein paar Prüfungsgebühren zu retten, so nach dem Motto "Ätsch, zu früh gerfreut!".
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

145

Sonntag, 17. Oktober 2021, 12:32

@Squirrel dürfte richtig liegen.

Die "Propellerleistung", die früher bei den ABs relevant war, macht eigentlich nur Sinn bei einem "geschlossenen Antriebssystem". Wenn Motor, Getriebe, Welle beliebig kombiniert werden können - und das ist bei Einbaumotoren jedenfalls aus Sicht der Motorenbauer der Fall -, dann möchte man nicht für alle Varianten einen Zulassungsprozess durchführen müssen. Und als Besitzer schon gar keine Einzelzulassung.

Unabhängig von dem Problem des "Ortes" der Leistungsmessung: Durch die Heraufsetzung der PS-Grenze auf 15 PS sollte die Frage nach einer führerscheinrelevanten Drosselung - jedenfalls für Segler - eigentlich nur geringe praktische Bedeutung haben: Wer neu mit einer seegängigen Yacht einsteigt, hat häufig vorher gechartert und bringt den Schein oft von dort mit. Wer klein angefangen hat, hat den Schein häufig schon (z.B. im Verein) im Vorübergehen gemacht.

146

Sonntag, 17. Oktober 2021, 14:59

Ein Motor von Sole (Spanien) oder Yamaha (Japan), der von den Herstellern auf 15 PS konstruiert und vermessen worden ist, soll auch bei uns als 15 PS verkauft werden können und nicht wegen irgendeiner anders angewandten Messmethode mit 15,2 PS Wettbewerbsnachteile haben. Worum es sicher nicht geht, ist, nach der Öffnung der Führerscheinfreiheit von 5 auf 15 PS dem DSV doch noch ein paar Prüfungsgebühren zu retten, so nach dem Motto "Ätsch, zu früh gefreut!"

Genau so wird es sein. Ich vermute überdies, dass Fälle wie der des TE sehr selten sind. Bei den meisten Motorisierungen mit Innenbordern wird sich die Frage ohnehin nicht stellen. Und Leute, die lieber ihren Motor aufwändig bis knapp unter die PS-Grenze kastrieren und dazu Gutachten erstellen lassen, statt die Prüfung zum Sportbootführerschein abzulegen, dürften ebenfalls selten sein.
Viele Grüße, Peter
La mer a bercé mon cœur pour la vie!

147

Montag, 18. Oktober 2021, 02:31

Normalerweise dient eine solche Verschiebung der Definition weg vom Gesetz hin zu den Normen der internationalen Standardisierung, um im Hinblick auf EU-Vorgaben oder WTO-Abkommen die Bedingungen für den Markteintritt zu vereinheitlichen. Bildlich ausgedrückt: Ein Motor von Sole (Spanien) oder Yamaha (Japan), der von den Herstellern auf 15 PS konstruiert und vermessen worden ist, soll auch bei uns als 15 PS verkauft werden können und nicht wegen irgendeiner anders angewandten Messmethode mit 15,2 PS Wettbewerbsnachteile haben. Worum es sicher nicht geht, ist, nach der Öffnung der Führerscheinfreiheit von 5 auf 15 PS dem DSV doch noch ein paar Prüfungsgebühren zu retten, so nach dem Motto "Ätsch, zu früh gerfreut!".

Na ja, bei der letzten Änderung zur Sportbootverordnung wollte man ja einen neuen SBF See Segeln einführen, irgenjemand hat den Schwachsinn dann doch verhindert. Es würde aber mal Sinn mache mal die Sprotbootführerscheine auf EU Ebene zu vereinheitlichen. In den Niederlande ist es die Geschwindigkeit, in anderen Ländern die Größe des Bootes oder die Wasserverdrängung. Die Niederländischen Bestimmungen mit 20 km/h höchstgeschwindigkeit oder 15m halte ich für gut und machen IMHO echt sinn.Das mit einer willkürlichen PS Grenze ist auf See völlig sinnbefreit.

Damit haben dann auch die Bootsherstelle, die für die ganze EU liefern einheitliche Vorgaben und das hilft.
Genau so wird es sein. Ich vermute überdies, dass Fälle wie der des TE sehr selten sind. Bei den meisten Motorisierungen mit Innenbordern wird sich die Frage ohnehin nicht stellen. Und Leute, die lieber ihren Motor aufwändig bis knapp unter die PS-Grenze kastrieren und dazu Gutachten erstellen lassen, statt die Prüfung zum Sportbootführerschein abzulegen, dürften ebenfalls selten sein.
Die Fälle sind noch selten weil viele den SBF See noch unter der alten Regelung gemacht haben, da er defakto für Seesegeln auch bei kleinen Hilfmotoren ein muss war wurde er in den Segelvereinen mitgemacht. Seit 2017 kann man defakto alles bis ca. 30 Fuss ohne SBF Segeln. damit haben nun die ersten das Problem wenn sie nach ein paar Jahren ein größeres Boot haben wollen. Das Problme wird sich deshalb in den nächsten Jahren verstärken.

148

Montag, 18. Oktober 2021, 04:34

Seit 2017 kann man defakto alles bis ca. 30 Fuss ohne SBF Segeln. damit haben nun die ersten das Problem wenn sie nach ein paar Jahren ein größeres Boot haben wollen. Das Problme wird sich deshalb in den nächsten Jahren verstärken

Wenn Du damit die Auswirkung der 15-PS-Regelung meinst, so sehe ich bei einer vorgesehenen Vergrößerung eher Vorteile als Probleme. Da diese Leute bis dahin dank der 15-PS-Grenze schon etwas größere Boote bewegt haben, als das mit den 5 PS in der Regel der Fall war, bringen sie wahrscheinlich auch bereits mehr Erfahrung mit. Es kann also sein, dass Ihnen der SBF deshalb leichter fällt, denn der Schritt ist nicht mehr so groß.
Viele Grüße, Peter
La mer a bercé mon cœur pour la vie!

ronja-express

Salzbuckel

Beiträge: 2 027

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Heimathafen: Kiel

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149

Gestern, 23:58


Ich finde eine gewisse Mindestqualifikation nicht unangebracht.

Wir sind gerade in Süd-Dk unterwegs und wir sehen hier gerade jeden Tag diverse Beispiele dafür,

wie gering diese Einstiegsqualifikation ist.
Qulifikation ungleich Schein. Und was siehst du in Süd Dänemark. Bringen sich da die Leute mit den Segelbooten reihenweise um? Gibt es Massenunfälle? Oder machen Leute eben Fehler, was zum Segeln halt dazugehört, der Anfänger mehr als andere. In DEU haben aber einige die Tendenz Anfängern zeigen zu wollen wo der Hammer hängt.

Segeln lern man durch Segeln. Seemannschaft durch aktive Seemannschaft, beides in der ersten Phase durch Anleitung durch gute Ausbilder. Nicht durch aus Auswendiglernen von Prüfungsfragen und Navigationsaufgaben mit dem veralteten Medium Papier. Woran es in DEU mangelt sind IMHO gute Ausbilder (die brauchen komischerweise keinen Schein wie in anderen Länder (USA,UK)) und nicht mehr und strengere Scheine.


Grisu, muss es immer gleich Lebensgefahr sein, bevor man sich drum kümmert? :D

Aber gut:
Vor wenigen Tagen liegen wir in einem Hafen mit langer Pier zum Längseitsgehen.
Die Pier ist mindestens 70m lang und längseits liegt man mit der Nase im Wind.
In der Mitte liegt ein Boot (nicht wir) und ein Boot mit typischer Männercrew-auf-Herbsttörn kommt rein.

Rate mal, welches Boot das alleine liegende Boot mit über 20m Platz vor und hinter sich volle Granate beim Anlegen anrempelt?
Danach herrscht allgemeine Zufriedenheot an Bord, Bierdosen werden im Cockpit verteilt.

Ich bin sicher, wenn es dein heissgeliebtes Boot wäre, würdest du nur locker mit den Schultern zucken.
Aber ich und andere fänden das schon ganz schön ärgerlich.
Auch ganz ohne Lebensgefahr.

Beispiel 2: Ich tausche mich mit einem Charterbootskipper (sorry) über Tagesziele aus.
Der ist mit Frau und Kind unterwegs und wir laufen gerade flott aus.
Weil alle möglichen Wetterberichte in Kürze Regen und auch bald Starkwind ansagen.

Der Skipper mit Frau und Kind an Bord will gleich auslaufen und querbeet nach Westen.
Über freies Wasser.
Er ist ganz erstaunt, als ich ihm von den Wetterberichten erzähle.

Was beide Fälle eint:
Offenbar sind die Leute gar nicht so interessiert an Qualifikation.
Der zweite Fall ist übrigens klassisches Führerscheinwissen (Törnvorbereitung).

Jetzt weiß ich ja schon, welches Argument gleich kommt:
Aber die haben ja den SBF, sonst dürften die ja gar nicht los.
Richtig!

Aber es ist ja nicht der Fehler des SBF wenn die Leute kein echtes Interesse am Hobby haben.
Wir lasten es ja auch nicht dem Autoführerscheinwesen an wenn Autofahrer nicht wissen,
daß man 1,5m Mindestabstand von Radfahrern halten muss beim Überholen innerorts.
Da sagen wir: Watt fürn Depp. :D

Segeln lernt man durch Segeln.
Aber so etwas wie Seeverkehrsrecht lernt man eben für einen Schein.
In meiner Realität lernt kaum jemand einfach mal so die Ausweichregeln ohne einen Schein zu machen.
Das passiert nur ganz selten.

Das weiß auch jeder, der schon mal die (führerscheinlosen) Angler auf der Förde erlebt hat.
Die wissen nix von Fahrwassern und der SeeSchStrO.

Holger

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