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Windstärken

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21

Montag, 14. September 2020, 10:06

Natürlich ist das alles besser, aber als alternative Betriebsmittel wird ein alternativ denkender Mensch Diesel und Petroleum kaum durchgehen lassen - eher noch einen Herd, der mit 200 wiedraufladbaren Taschenlampenbatterien kocht oder eben was Nachwachsendes.

Spiritus finde ich praktisch, weil Spiritusvergaser drucklos laufen und entsprechend geringe technische Anforderungen stellen. Sparsam sind sie auch, lediglich für Nudelesser nicht so das Gelbe vom Ei, weil sie wenig Leistung bringen. Viele Segler sehen zwar garnicht so aus, als müssten sie wie ein Tour-de-France-Fahrer kübelweise Kohlenhydrate essen, um den nächsten Tag zu überstehen, aber man sieht sie allentalben auf den Tellern.

22

Montag, 14. September 2020, 15:00

Eine Alternative ist die Auswahl von zwei oder mehr Möglichkeiten.... mehr steht nicht hinter diesem Begriff.
Gruß

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23

Montag, 14. September 2020, 15:51


Spiritus finde ich praktisch, weil Spiritusvergaser drucklos laufen und entsprechend geringe technische Anforderungen stellen. Sparsam sind sie auch, lediglich für Nudelesser nicht so das Gelbe vom Ei, weil sie wenig Leistung bringen...


Leider sind die guten Spiritusvergaser von HPV nicht für den Betrieb in Booten/Fahrzeugen zugelassen. Ich weiß auch warum, die Dinger produzieren manchmal gewaltige Stichflammen, unkritisch wenn ein Topf drauf steht, aber während des vorheizens recht kritisch.
Kennst Du da Spiritusverdampfer mit Zulassung?
Gruß, Jörg!

24

Montag, 14. September 2020, 16:20

@moderboot und @ohlson88:
Ich wäre zwar auch gerne ein Baum-Umarmer, aber das sieht echt scheiße aus, wenn das Teil im Seegang hin- und herschwingt und ich da dran hänge.
Aber im Ernst, wir wollen in wenigen Jahren gerne eine Atlantikrunde machen, mit einem kleinen Boot, ohne Diesel-Generator, dafür mit mehr Solar, vllt. Windgenerator, so dass wir schon auf unseren ökologischen Fußabdruck achten. Wir bereiten unser Boot (und uns) peu-a-peu darauf vor.
Aber wenn ich auf so einer Tour in warmen Gefilden vollständig ohne Gas auskommen kann, wäre mir das lieb, weil ich nicht den Stress mit dem Befüllen der Flaschen und Bruch-Sorgen an Leitungen und Schläuchen habe. So eine Gasexplosion mitten auf dem Ozean kann einem ja auch ziemlich den Tag versauen.
Insofern bin ich da bei Ohlson38 mit dem Begriff "Alternative" als einfach nur "andere" Wahlmöglichkeit.

Spiritus hat mir einen zu hohen Dampfdruck und bildet mir auch zu leicht ein Ex-fähiges Gas-Luft-Gemisch.
Diesel: Da habe ich die Kocher von Wallas gesehen, die sind ja hübsch anzusehen, aber ich habe nicht vor, mir einen Rumpfdurchlass für den Abgansschlauch bohren zu lassen.
Petroleum klingt interessant, liest sich aber, als sei das tricky. Wie tricky?

Handbreit
Norbert
"To infinity and beyond" (Buzz Lightyear)

25

Dienstag, 15. September 2020, 07:46

Erstmal voarab: es geht immer um Brennstoff UND in welchem Gerät er benutzt wird. Jeder Brennstoff ist gefährlich weil er eine höhere Energiedichte als seine Umgebung aufweist. Das gilt auch für Strom, ich habe mich lange mit brennenden Solarpaneelen befasst....

Die von @Kartoffelbrei genannten Kocher sind an Bord unbrauchbar. Sie lecken Spiritus aus der immer offenen Belûftung und müssen entleert gestaut werden. Der Kocher ist das Problem!

Petroleum ist in Booten über Jahrzehnte in Betrieb, viele Ozeanpassagen und Weltumseglungen wurden damit gemacht, siehe Erdmann. Die Kocher nach dem Primusprinzip sind selbst zu warten, sie sind dicht/lecken keinen Brennstoff, der Brennstoff hat einen Flammpunkt >60Grad und ist damit bei Raumtemperatur schlecht zu zünden. Gestartet wird mit einen kleinen Menge Spiritus.
Kann man da was falsch machen?klar! Aber das gilt für jeden Brennstoff (siehe Textbeginn)
Kann man Brände von Spiritus löschen? Ja, geht easy, Wasser drauf
Kann man einen blakend brennenden Petroleumkocher in den Griff bekommen? Easy! Regler zudrehen, Deckel drauf, danach den Deckel sauber machen...
Gruß

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26

Dienstag, 15. September 2020, 09:21

Obwohl der Hr. Erdmann mit einem Petroleumkocher mehrmals um den Globus gesegelt ist, ich möchte nicht mit einem Petroleumkocher in der Kajüte kochen. Ich hab früher als Jugendlicher bei etlichen Campingtouren einen Petroleumkocher dabei gehabt und kann mich sehr gut an ständig verstopfte Düsen und die verrußten Töpfe erinnern.
Ich hab einen HPV Mamba in der Schiebepantry in einer kleinen Edelstahlwanne zu stehen. Ideal ist das nicht, deswegen suche ich immer noch eine taugliche Alternative.
Gruß, Jörg!

27

Mittwoch, 16. September 2020, 07:56

Früher ist nicht heute: das Petroleum ist heute dearomatisiert und damit praktisch geruchfrei. Auch Russ an den Töpfen ist kein Problem. Und heil sollte der Kocher schon sein, dann funktioniert er auch richtig.
Es gab diese Kocher auch mit Spiritusbetrieb, leider aber heute nicht mehr.
Lass dir doch mal einen gut funktionierenden Optimus zeigen. Du musst ihn ja nicht nutzen.
Gruß

28

Mittwoch, 16. September 2020, 10:26

die Dinger produzieren manchmal gewaltige Stichflammen, unkritisch wenn ein Topf drauf steht, aber während des vorheizens recht kritisch.
Kennst Du da Spiritusverdampfer mit Zulassung?

Leider nein. Meiner ist von Enders und wird nicht mehr gebaut
• Fiele das Bestandsschutz?
• Braucht ein tragbares Gerät überhaupt eine Zulassung?

Die jetzigen aus China haben CE (= China Export), sind vom Prinzip her, sogar vom Wirkungsgrad her gleich und haben im Grunde garnichts.

Die Stichflammen entstehen, wenn gegen Ende der Vorheizzeit zu viel Spiritus in das Tropfpfännchen nachgelaufen ist, mehr als dort verbrannt wurde und der Brenner darüber zündet. Die kleine Flammfront, die dort entsteht wird dann orrdentlich nachbefeuert. Viel Energie ist da trotzdem nicht hinter, nichts weiter als eine klitzekleine Verpuffung - kein Vergleich mit einem undichten Juwel, der mehr Napalmgranate ist. Auch kein Vergleich mit einem Enders Benzin-Baby, der in der Startphase mal gehustet hat. Danach ist die Kajütdecke schwarz. Trotzdem lässt sich die kleine Verpufffung beim Spiritusvergaser mit geschickter Bedienung völlig vermeiden.

Als pratisch denkkender Mensch frage ich mich erst, was bzw. ob was passieren kann und weniger, wer mir wo und wovon eine Hauttransplantation bezahlt, weil ich ja zulassungstechnisch alles richtig gemacht habe. Das Risiko mit einem Spiritusvergaser halte ich für gering, weil er drucklos läuft und weil er so wenig windfest ist, dass er beim Abstürzen sogar ausginge. Selbst ausgelaufener Spiritus der sich entzündet macht nur halb soviel Schaden wie Petroleum oder Benzin.
Ein anderer Aspekt, den Du´genannt hattest, dass alte Düsenstöcke der Druckkocher irgendwann von innen ordentlich vergrintet sind und man vor, nach und während jedem Kochen mit Düsenputzen beschäftigt ist. Darin ist ein Spiritusvergaser anspruchslos. Man pustet vom Tank aus mit dem Mund von Zeit zu Zeit mal die Düse frei und das reicht. Zu der einfachen Apparatur kommt der sparsame Verbrauch. Ein bis zwei Flaschen reichen dicke für drei Wochen Urlaub mit täglichem Kaffee und Kochen. Entsprechend vorteilhaft die Brennstofflagerung.

Neu sind die anderen Drucksprühgeräte, ob Benzin, Petroleum oder Diesel, herrlich. Sie funktionieren, als ob sie nichts anderes können. Kommen sie in die Jahre, kriegen sie ihre Macken, werden von Zeit zu Zeit zerlegt, gereinigt, werden zu einer eigenen Baustelle, ob man an Bord doch genug davon hat.

29

Samstag, 19. September 2020, 23:25

Nein, letzteres ist unnötig.

Erstens hat jeder petroleumkocher eine eingebaute Mechanik um die Düse zu reinigen. Das dauert weniger als 1 Sekunde (einmal den Regler auf Stellung „clean“ und zurück drehen).
Petroleum ist im Gegensatz zu Spiritus und Benzin bei Raumtemperatur nicht entzündlich (Flammpunkt >60 Grad!).

Wenn ein Petroleumbrenner über die Jahre wirklich die genannten Probleme macht muss er gewartet werden, in dem sein „Innenleben“ ganz oder teilweise getauscht wird oder er wird komplett ersetzt. Das kann man alles selbst machen, was ein weiterer Vorteil ist, vorausgesetzt man hat keinen Kocher von der Fa. Enders (keine Ersatzteile mehr dafür erhältlich).

Der Vorteil dieser Kocher liegt in der viel besseren Energieabgabe, die über Gas und vor allem Spiritus liegt. Wenn man ernsthaft an Bord kochen will sind die Kocher unschlagbar.
Gruß

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