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  • »Newbie Westküste EU« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 3. April 2021, 18:26

Gasversorgung NL bis Portugal

Ein nettes hallo in die Runde
ich werde ab Mai von Holland nach Portugal mein Schiff überführen. Nun habe ich vom Vorbesitzer zwei graue Gasflaschen mit je 2,4kg gas an Bord. In Deutschland konnte ich die immer nachfüllen lassen.

NUN DIE FRAGE
wisst ihr wie das in Belgien / FRankreich Spanien aussoieht? In den Marinas/Häfen?
Kann man da die Gasflaschen tauschen /auffüllen lassen oder macht es Sinn umzurüsten?
Wenn dann auf welches System?
lg uwe
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2

Samstag, 3. April 2021, 18:54

Ich habe nur Erfahrung mit den blauen blauen Camping Gaz Flaschen sprechen. Die bekommst du auf der Stecke überall und je weiter du nach Süden kommst, desto billiger werden die - in Nordeuropa sind die sauteuer. Solange du in Europa bleibst ist die Versorgung damit i.d.R. kein Problem.

Halte ich persönlich für wesentlich einfacher als das Nachfüllen, vor allem bei so kleinen Flaschen. Bei großen Nachfüllflaschen dürfte das anders aussehen.

zooom

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3

Samstag, 3. April 2021, 19:00

Die Frage ist, wie lange soll der Törn denn dauern, daß Du das Flaschenfüllen in Erwägung ziehst? Holland - Porto oder auch Lagos sollte doch witterungsabhängig in max. 2 Wochen erledigt sein?
Gruß Thomas


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4

Samstag, 3. April 2021, 19:58

hmm holland lagos 2 wochen..wie soll das gehen? Nur wenn du ohne Rast durchsegelst und Nordwind hast evtl...das sind 1400 SM
nun ja ich habe mutig letztes jahr eine Yacht gekauft, bin vorher nur Binnen Jolle gesegelt. Da ich nun meinen Wohnsitz nach portugal verlagert habe muss das Schiff halt da hin :)..Letztes Jahr schon Westholland besegelt
Also wie mein Name sagt NEWBIE :)
Törnplan Mitte Mai los sehgeln bis ich ankomme..Belgien runter Normandie Guernsey Bretagne La Rochelle dann rüber nach Santander oder Gijon und dann La Coruna rum..Zielhafen Figueira da Foz...da wohne ich :)

also eher sicherer langsamer Törn als Einhandsegler
hmm campingas ok dann müsste ich die Anschlüsse nochmal umbauen danke
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Newbie Westküste EU« (3. April 2021, 20:49)


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5

Samstag, 3. April 2021, 20:49

Hallo Newbie, da hast Du Dir eine schöne, aber auch schwierige Tour vorgenommen!

Ich bin die Strecke von Holland bis Vigo zweimal an der Küste entlang gesegelt; alles hat gut und schön klappt, aber es gibt weniger Häfen als man denkt, d.h. die Strecke dazwischen kann manchmal dauern, außerdem sind Strömungen und Tide zu beachten. Aber machbar! Den Reeds Almanach studieren und die Hafenbücher von Imray, die sind ihr Geld wert!

Zur Deiner konkreten Frage kann ich auch nur sagen, dass ich immer die blauen Campinggasflaschen verwende und davon immer eine volle als Reserve dabeihabe. Im Gegensatz zu Finnland und Norwegen, wo es eigentlich nur die grauen Gasflaschen gibt, ist die Versorgung mit Gas in F, Sp und P problemlos (für die blauen).

Handbreit, Skokiaan

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6

Samstag, 3. April 2021, 21:12

vorm kanal habe ich respekt da werde ich wohl teils auch von einem erfahrenen segler begleitet.. Biskaya solte im Sommer machbar sein Strömung und Tiden halt stresig im Kanal

hab nen guten neuen starken 27 PS Motor im Schiff --- der sollte gegebenenfalls mithelfen :)

ich bin eher der max 4 bft segler..vonm daher evtl tatsächlich längere perioden in häfen abwettern...mal schauen...ich denke ich werde eine Flut von Erfahrungen sammeln aber nu bin ich in rente und es war immer mein Lebenstraum..Boot Meer segeln, nu wirds umgesetzt
den Reeds schon erworben..Herausforderung für meine Englisch Kenntnisse bin sprachlich in F und PT sehr fit...
Zeitfenster halt drei Monate..müsste hinhauen :)
Gas bau ich dann mal um

Danke
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7

Samstag, 3. April 2021, 21:44

Lass dir für Nordspanien ruhig Zeit. Ist traumhaft da wenn auch etwas regnerisch. Ich bin damals viel zu schnell da durch.
Die Strömungen bei den Kanalinseln sind schon nicht ohne. Da solltest du genau auf die Tide achten.

Das eigentliche Problem in der Gegend ist, dass dein Tidenfenster auf Westkurs immer ca. eine Stunde kürzer ist, weil du der vom Atlantik anlaufenden Tide entgegen fährst.

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8

Samstag, 3. April 2021, 21:54

theoretisch sind mir diese Tiden/Strömungsprobleme bekannt, werde es praktisch erleben müssen, da muss ich durch, Ich freu mich auch auf die Küste der Bretagne, soll schön sein...Nordspanien sowieso..ich liebe diese Gegend
Portugal Küste ab Porto ja ehr langweilig und nervig,dafür meist Rückendwind..zumindest nach Süden :)
Na ab Mitte Mai will ich in Breskens starten Zeitfenster halt der ganze Sommer..das wird schon..anschliessend werde ich eine Menge Segelerfahrung gesammelt haben...anders halt als auf dem Rursee in der Eifel..dort fünf Jahe gesegelt :)) Blöde Winde keine Strömung....
AIS Sender Empfängher an Bord....So weiss zumindest jeder in der Gegend wo ich Probs bekomme ---lach--wird schon gut gehen
,
30 Jahre altes Schiff Eigenbau....Friendship 33 Basis....Gas wird jetzt umgebaut
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zooom

Salzbuckel

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Samstag, 3. April 2021, 21:59

Da hab ich wohl das Wort Überführungstörn zu wörtlich genommen, so gesehen, haste natürlich Recht. Ob Du für die CG Flaschen was umbauen mußt, kommt darauf an, was Du jetzt für einen Regler an Bord hast, das ist das einzige Kriterium, ob die NL Flaschen andere Regleranschlüsse hat, kann ich Dir nicht sagen. mach mal ein Foto davon.
Gruß Thomas


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Samstag, 3. April 2021, 22:22

bin kommende woche also ab 12.4. am schiff...Ausbau.. Seeventile checken Bilgepumpe AIS einbauen etc. mach dann foto
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Cocoroca

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Samstag, 3. April 2021, 23:35

Handwerkerflasche befüllbar

Moin Uwe,
da hast Du eine wirklich schöne Tour vor. Aber hier geht es ja um die Gasversorgung. Wichtig zu wissen wäre wieviel Gas Du an Bord verbrauchst. Wir kochen viel, backen jeden Morgen unsere Brötchen auf und wärmen auch das Abwaschwasser auf, wenn die Maschine mal kaum lief. Im Schnitt kommen wir neun Tage mit einem Kilo Gas aus.
Wenn wir nun zwei 11 kg Flaschen mitnehmen haben wir für reichlich mehr als ein halbes Jahr Gas an Bord. Das Problem ist üblicherweise die Größe der Gasbox. Ich habe hier neben den grauen 5kg Flaschen noch eine 3kg Handwerkerflasche in Gebrauch. Diese https://www.hausundwerkstatt24.de/Set-Le…ch-Propan-Butan läßt sich zulässig aus einer großen Gasflasche befüllen.
Den Flaschenvorrat habe ich dann sicher an anderer Stelle an Bord gestaut.
Nun zu den Ländern: NL und B habe ich keine Erfahrungen, weil hier unser Vorrat an deutschen grauen Gasflaschen immer ausreichte. In F lassen sich die grauen Flaschen nicht tauschen oder befüllen. Aber die französischen Flaschen haben den gleichen Gewindeanschluß wie die deutschen grauen. (Nicht alle, aber viele.) Die Gasflaschen bekommt man im Supermarkt (Carrefour, Le Clerc, u.ä.), zahlt etwas Pfand und kann diese dort auch leicht zurückgeben.
Wir habe uns also auf dem Hinweg zur Bretagne in St. Malo eine 11 kg Flasche bei LeClerc besorgt, hieraus 3 - 4 mal unsere Handwerkerflasche befüllt und dann die leere Flasche auf dem Rückweg in Boulogne wieder abgegeben. ( Pfand zurück)
In Spanien ist ein anderes System gängig, und zwar ein Steckanschluß wie auch bei den dänischen Gasflaschen. In La Coruna ließ sich aber auch unser deutsche Gasflasche wieder auffüllen. Mit https://www.ebay.de/itm/SRG-Clip-On-Adap…4.m46890.l49286 Adapter läßt sich die spanische Flasche mit dem deutschen Regler verwenden.

Je nach Fahrtgebiet kann man auch überlegen auf das landestypische System mit Flasche und Regler umzustellen. (Habe jetzt noch ein US- amerikanisches im Keller...) Für unsere diesjährige Norwegentour nehmen wir wieder neben den beiden 5kg Flaschen eine graue 11kg und die Handwerkerflasche mit. Das reicht bis der Winter kommt.
Gute Fahrt, Gruß, Jochen
Lieber vorm Wind segeln als hinterm Ofen hocken. ;)

NewbiePT

Smutje

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Montag, 5. April 2021, 08:13

Guten Morgen danke für die ausführliche Antwort. Gute tipps. Ich glaube ich habe letztes Jahr 3-4 kg verbraucht. Bin ja meist allein... Max zu zweit. Die kl Gasflaschen sind natürlich praktisch, Vorbesitzer hat sie im Vorschiff installiert, beim Ankerkasten. Schiff bleibt im Süden mit mir, von daher werde ich dann umrüsten, in Portugal kenne ich nur die 11kg Flaschen mit Klick System
Oder eben Campinggas.. 11kg Flasche in der Gasbox zu gross, von daher ist dieses Umfüllset eine Alternative. 11kg kosten 23 Euro in Portugal, allerdings unterschiedliche Köpfe bei unterschiedlichen Anbietern Frage ob da der Adapter hilfreich ist
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zooom

Salzbuckel

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Montag, 5. April 2021, 11:13

Im Grunde gehört die Veröffentlichung der Seite für das Selbstumfüllset strafrechtlich belangt. Die angefügte Anleitung kann nur als Aufforderung zur Fremd- und Selbstgefährdung verstanden werden.
Die Befüllung von sog. Handwerkerflaschen erfordert im gewerblichen Bereich einen Sachkundenachweis. Wobei der Gasbedarf eines Spenglerbetriebes kaum mit dem auf einem Sportboot zu vergleichen ist.
Wenn Jemand so was macht, dann bitte unter Einhaltung von Mindestkenntnis, da wird nämlich nicht Wasser von einem Behälter in den anderen gefüllt, sondern Flüssiggas.
Wer mal genau auf seine Gasflasche schaut, findet da eine Einstempelung mit dem Begriff "TARA", das ist das Leergewicht der Flasche, außerdem eine Stempelung, die das Füllgewicht benennt.
Was könnten wir mit etwas Nachdenken daraus folgern: Beides steht da, damit man weiß, was die Flasche leer wiegt und wieviel man hineinfüllen darf, ergo braucht man eine Waage um eine Flüssiggasflasche zu befüllen. Und warum braucht man die? Weil man mit flüssigem Gas nicht kochen kann, aber wunderbar seinen Gasregler und die angeschlossenen Gerätschaften zerstören.
Das Füllgewicht gibt an, wann die Flasche zu 80% gefüllt ist, damit man Gas in Gasform (der Gasphase) entnehmen kann.
Jeder Füllbetrieb füllt Gasflaschen auf der Waage. Klingt zwar lustig, ist aber so.
Also gleich den üppigen Stauraum in der Backskiste nicht nur mit dem Umfüllset sondern auch einer Küchenwaage nutzen. Und dann eine möglichst große Gasflasche (einigermaßen ordnungsgemäß) mitnehmen, damit man unterwegs die lieblichen (und ebenfalls ordnungsgemäß untergebrachten) Kleinflaschen damit befüllen kann, spart locker € 20.- auf jedem 2-Wochentörn.

Aber Jeder setzt seine Prioritäten halt anders.
Gruß Thomas


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zooom« (5. April 2021, 12:01)


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Montag, 5. April 2021, 17:32

Der letztgenannte Aspekt von @Zoom: ist sehr berechtigt: An Sicherheit zu sparen ist fahrlässig! Und dazu gehört der Gasbereich ganz bestimmt.

Wir hatten die Gasdiskussion schon einmal in einem anderen Trööt, da ging es auch um die "teuren" blauen Campinggasflaschen. Aber mal im Ernst: Wenn man die jährliche Kosten einer Yacht nimmt (ohne Wertverlust), dann spielen die Gasflaschen nur eine ganz geringe Rolle. Und wir kommen pro Monat an Bord mit einer blauen 2,75 kg-Flasche aus, das haut wirklich nicht rein.

Handbreit, Skokiaan

15

Montag, 5. April 2021, 18:43

Nehmen wir an, der Kollege hat längst alle Sachkundeprüfungen - zumindest für jedes Land die, die er braucht. Schon kann er mit dem Tipp was anfangen.

Nehmen wir an, er hat sie nicht. Frankreich liegt am Zentralsten. Eine Pfandflasche von dort wird fast so lange halten wie meine, zuhause. Mit den 11 kg koche ich jetzt etwa seit vorletzten Februar und habe noch mehr als ein Pfützchen drin. Allerdings ist das Gas nur zum Kochen, kein Backofen, kein Heißwasser, außer Kaffee. In einem Jahr hat man doch die ib. Halbinsel umrundet.
Wenn das nicht reicht, dann bringt man halt aus jedem Land ne Pfandflasche mit.

Wäre es vielleicht machbar, die Gnadenbekundungen, man müsste im Grunde strafrechtlich usw. vielleicht dahingehend ausweiten, dass man mit etwas weniger Schaum vorm Mund hinweist: In diesen und jenen Ländern ist das ohne Schein nicht erlaubt. Bzw. Vorsicht, da kann auch was schief gehen. Der technische Teil ist ja durchaus interessant. Der Rest erfüllt sicher auch einen Zweck.

zooom

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Dienstag, 6. April 2021, 14:42

@Moderboot:
Da Du offenbar mich mit dem Schaum vor dem Mund meinst:
Wer Produkte anbietet und beschreibt, hat eine Verantwortung, vielleicht sogar mehr als das, im Zweifel könnte er zur Rechenschaft gezogen werden.
Vertreibe ich also ein Gasumfüllset und sage in der Produktbeschreibung nichts über die richtige Handhabung und die Gefahren aus, könnte es im Schadenfalle teuer werden.
Andere Menschen in Gefahr zu bringen ist nix, was man mal so eben abtun kann.
2 mögliche Szenarien:
1) Dein Stegnachbar, der Sparfuchs füllt am Liegeplatz seine Gasflasche um, herzlichen Glückwunsch, wenn er das mit der Anleitung aus der Produktbeschreibung macht.
2) du bist auf Langfahrt und willst auf See umfüllen, geht mit Waage qua Seegang nicht, ohne Waage ist es gefährlich, kurz eine ideale Lösung, gelle?
Gruß Thomas


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17

Mittwoch, 7. April 2021, 11:19

Wenn ich mich richtig erinnere, besteht der Unterschied zwischen grau und blau nicht nur bei den Anschlüssen, dafür gibt es Adapter, sondern in der Gasfüllung. Die grauen haben Propan, das auch bei niedriegen Temperaturen gasförmig bleibt. Die blauen haben Buthan, das bei niedriegen Temperaturen unter Umständen, wenn bei Gasentnahme sich die Temperatur noch weiter senkt, nicht mehr gasförmig werden. Daher sind die grauen nur im Norden anzutreffen. Verbessert mich, wenn mich meine Erinnerung täuscht.
------------------------------------------------

Gruß

Günter

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18

Mittwoch, 7. April 2021, 11:25

Wenn ich mich richtig erinnere, besteht der Unterschied zwischen grau und blau nicht nur bei den Anschlüssen, dafür gibt es Adapter, sondern in der Gasfüllung. Die grauen haben Propan, das auch bei niedriegen Temperaturen gasförmig bleibt. Die blauen haben Buthan, das bei niedriegen Temperaturen unter Umständen, wenn bei Gasentnahme sich die Temperatur noch weiter senkt, nicht mehr gasförmig werden. Daher sind die grauen nur im Norden anzutreffen. Verbessert mich, wenn mich meine Erinnerung täuscht.


Es ist richtig, dass Butan bei Temperaturen unter ca. 0°C nicht mehr gasförmig ist, während das bei Propan erst bei weit kälteren Temperaturen zum Problem wird.
Und es ist auch richtig, dass das in der Praxis bereits bei höheren Umgebungstemperaturen zum Problem wird, da sich die Flasche bei Gasentnahme durch die Verdunstungskälte weiter abkühlt.
Es ist aber nicht richtig, dass man den Inhalt an der Farbe der Flasche "ablesen" kann. Es gibt Propangasflaschen in allen möglichen Farben (grau, gelb, blau, ja sogar transparente aus Kunststoff)
Und es ist auch nicht richtig, dass es im "Süden" kein Propan gibt. In Italien ist es z.B. noch heute weit verbreitet, dass in Wohnhäusern mit Propan aus Flaschen geheizt und gekocht wird. Frankreich dito.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Löhni« (7. April 2021, 12:37)


19

Donnerstag, 8. April 2021, 11:48

Vertreibe ich also ein Gasumfüllset und sage in der Produktbeschreibung nichts über die richtige Handhabung und die Gefahren aus, könnte es im Schadenfalle teuer werden.

100%ig d´accord! Auf Honda-Mopeds gabs mal einen Aufkleber, auf dem in mehreren europäischen und asiatischen Sprachen stand, es sei unbedingt nötig, sich vor der ersten Fahrt mit der Bedienung und den Straßengesetzen vertraut zu machen. Sowas sollte man als Minimalversion auch dort dazulegen. Den Helm kann man dann weglassen.

Auch in anderen Fällen finde ich es etwas entspannter für die Atmosphäre, wenn man das heutige Warnhinweis-Deutsch (Vierteilung, danach Enthauptung + Privatinsolvenz + Haftstrafe) etwas nüchterner betrachtet. Um es nochmal zu wiederholen, finde ich den technischen Aspekt in allen Fällen wichtig und interessant. Fällt mir z.B. spontan der gelb-weiße Übergangsbereich zwischen Bb und Stb bei nachträglich LED-befunzelten Zweifarbenlaternen ein - schöner Mist, wenn deswegen was passieren würde. Gibt ne ganze Liste. Als in den 70ern die große Grillwelle startete wurde immer wieder drauf hingewiesen, schlechtbrennende Feuer nicht mit einem Reservekanister zu neuem Leben zu erwecken, man warnte vor schlecht sitzenden Bienenwachskerzen an ausgetrockneten Weihnachtsbäumen neben Kunstfasergardinen, ... uns erzählte der Biolehrer, was mit unserem Körper passiert, wenn wir nach dem ersten Erbrechen bzw. nach Verlust von Muttersprache und Gleichgewicht weitertinken ... usw usw. Ging ganz ohne Prohibition. Etwas Hintergrundwissen, etwas Vernunft - schon wird alles gut. Ich halte nicht viel von der preussischen Staatsidee: Gehorche gefälligst, den ich weiß besser, was gut für Dich ist! Als Kind habe ich mir mal ein Kletterseil gewünscht (was ich nicht bekam), damit ich vorsichtiger beim Klettern im benachbarten Steinbruch bin. Hört sich widersinnig an, hat aber funktioniert. Das gleiche mit einem Fahrradhelm. Bis jetzt fahre ich so, als hätte ich keine Versicherung, keinen Gurt, keine Schwimmweste und keinen Helm, keinen Empfang nicht zu vergessen, fast schon so als wäre ich alleine für mein Handeln verantwortlich - heute unvorstellbar (?!)

zooom

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20

Donnerstag, 8. April 2021, 12:34

Dich möchte ich hören, wenn Du durch so was zu Schaden gebracht wirst.
Ob Du im Steinbruch kletterst, ohne Helm Mopped oder Fahrrad fährst, Kette rauchst oder Dich zu Tode trinkst, kann Anderen sonstwo vorbei gehen. Wenn Du aber Deinen Grill mit Spiritus beschleunigst und dabei Dein Kind oder Nachbarn verletzt, sieht das Ganze schon anders aus.
Es ist immer deutlich zu unterscheiden, ob man selbst mit sich umgeht, als gäbe es kein Morgen mehr, oder ob man das durch sein Handeln Anderen zumutet. Letzteres ist entweder dumm oder verantwortungslos oder Beides.
Gruß Thomas


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