Sie sind nicht angemeldet.

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

41

Sonntag, 2. Mai 2021, 20:56

Moin,

@Schleipaule: das seh' ich ja genauso. Ist man an Bord kann man eingreifen, wenn die Bodenbretter aufschwimmen. Geht man von Bord, muß alles dicht gedreht werden.

Aber: die Seeventile des Bord-WC's (wird hoffentlich nur auf See benutzt) sind bei mir an Bord bis auf die Zeit des Abpumpens generell zu.

Nach der Schnittzeichnung des Kugelhahns - vielen Dank dafür, jetzt weiß ich endlich, wie der funktioniert - bedeutet eine Leckage am Hebel nicht nur eine undichte Dichtung dort, sondern auch eine undichte Kugel. Und damit schließt das Ventil nicht mehr sicher. Wenn das nicht überholt werden kann, hilft nur der Austausch.

Westerly hat meinem Schiff seinerzeit Schieber (2 Waschbecken, Kühlwasser) und Ventile mit einem simplen Konus (WC) ohne irgenwelche weiteren Dichtungen spendiert. Insbesondere letztere erscheinen unkaputtbar zu sein.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

42

Sonntag, 2. Mai 2021, 22:21

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es vernünftig ist, Seeventile stets nur für den unbedingt notwendigen Zeitraum zu öffnen. Dadurch würde im Fall eines ungeklärten Wassereintritts auch die Lecksuche etwas einfacher. Denn was man sich vielleicht nur schwer vorstellen kann: Wenn bereits die Bodenbretter schwimmen, dürfte das größte Problem wohl oft darin bestehen, das Leck überhaupt zu lokalisieren.

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

43

Montag, 3. Mai 2021, 08:51

Moin,

das mit den Bodenbrettern war etwas ironisch gemeint :D ... zumal dann eine gewisse Hektik ausbrechen dürfte :erschrocken: .
Ich finde man sollte dem Problem des Themenstarters auch etwas Positives abgewinnen: er weiß definitiv, daß das Ventil nicht mehr dicht schließt. Ist ansonsten beim WC praktisch nicht zu prüfen.

Bei den Waschbecken füll' ich am Saisonbeginn bei geschlossenem Seeventil soviel Wasser 'rein, das der Boden gerade bedeckt ist. Wenn's nach einer Woche immer noch so ist, ist alles gut. Beim Kühlwassereinlaß geht das nur im Herbst an Land: Seewasserfilter öffnen, damit das restliche Wasser durch das Seeventil 'rausfließen kann. Dann Seeventil schließen. Den Seewasserfilter nach der Einwinterung - das ist ein anderes Thema - randvoll mit Wasser/Frostschutzgemisch füllen. Wenn's außen nicht leckt bzw. der Filter im Frühjahr noch voll ist, bin ich beruhigt.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

44

Montag, 3. Mai 2021, 18:48

Ich finde man sollte dem Problem des Themenstarters auch etwas Positives abgewinnen: er weiß definitiv, daß das Ventil nicht mehr dicht schließt. Ist ansonsten beim WC praktisch nicht zu prüfen.

Naja,...
Der Vollständigkeit halber hier noch ein frisches Bildchen von dem Hebel. Der wurde beim Einbau etwas abgeschliffen, weil er sonst mit dem Wassertank kollidierte. Deshalb das ramponierte Aussehen.
Ich werde mal vorsichtig den Hebel abnehmen und schauen, ob darunter eine Mutter sitzt.
Es leckt übrigens zurzeit nur noch bei offenem Ventil und kurz nach dem Dichtdrehen (Restwasser aus dem Totraum??)
Ich finde man sollte dem Problem des Themenstarters auch etwas Positives abgewinnen: er weiß definitiv, daß das Ventil nicht mehr dicht schließt. Ist ansonsten beim WC praktisch nicht zu prüfen.

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

45

Montag, 3. Mai 2021, 18:52

urks, das Bildchen will nicht - interer Server-Error...was tun?

Beiträge: 1 659

Bootstyp: Bavaria 37 Cruiser

Heimathafen: Hooksiel

  • Nachricht senden

46

Montag, 3. Mai 2021, 19:02

verkleinern das Bildchen
Handbreit
paulemeier1

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

47

Montag, 3. Mai 2021, 20:09

Moin,

stimmt - die angegebenen 3,15 MB (pro Anhang?) sind manchmal sehr hoch gegriffen.
Außerdem landen sie mal direkt als Bild :), mal dagegen nur als Verknüpfung :( im Beitrag. Wüßte zu gerne, woran das liegt.

Wenn's zurzeit bei geschlossenem Ventil nicht ständig leckt, ist das per sé schon mal gut. Denn dann wäre die Kugel und damit das Ventil dicht! Aus den Beiträgen hatte ich den Eindruck gewonnen, daß es ständig leckt. Ist das nicht der Fall, wäre dem Problem vielleicht mit einem Nachziehen der Mutter zu begegnen.
Viel Erfolg dabei!
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

48

Montag, 3. Mai 2021, 20:40

Bild zum Thread
»Schleipaule« hat folgende Datei angehängt:

49

Montag, 3. Mai 2021, 20:58

Bild zum Thread

Die Korrosion am Hebel deutet darauf hin, dass es da schon länger feucht ist, sprich: leckt. Das Gehäuse des Hahns ist verzinkt, das wird normalerweise bei Armaturen aus simplem Automatenmessing MS58 so gemacht, es wäre dann also die nicht seewasserfeste Baumarktqualität.

Die Undichtigkeiten könnten damit sogar eine Folge fortgeschrittener Entzinkung sein, das hatte ich 'mal. Ich würde nicht mehr lange herumeiern, sondern das Teil schleunigst auswechseln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pütting« (3. Mai 2021, 21:43) aus folgendem Grund: Fehler korrigiert


cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

50

Montag, 3. Mai 2021, 21:43

Moin,

tja, jetzt stellt sich auch mir die Frage, was vor 6 Jahren dort an Material eingebaut wurde.
Hast Du noch eine Rechnung oder besser: gibt es auf dem Ventil evtl. auch auf den anderen Kennzeichnungen zum Material?Wenn das tatsächlich Messing sein sollte, muß nicht nur besagtes Ventil 'raus, sondern alle - sofern die auch aus Messing sind.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

51

Dienstag, 4. Mai 2021, 00:28

Messing Ms58 verchromt - aus 2016

52

Dienstag, 4. Mai 2021, 07:20

Messing Ms58 verchromt - aus 2016

Es wird, wenn es außen so schön glänzt, vernickelt sein. Das ist das Problem: Außen sieht so ein Hahn chic aus, während er innen längst vergammelt ist. Das geht durch elektrolytische Korrosion, wenn man Pech hat, (Stromfluss am Liegeplatz, viel Eisen in der Nähe usw.) ziemlich schnell. Manche Werften empfehlen einen Austausch bereits nach fünf oder sieben Jahren. Hähne aus vernickeltem oder verzinktem MS58 (strenggenommen heißt die Legierung heute anders) sind gefährliche Billigteile! Hier kannst Du mehr dazu lesen. Ich wiederhole mich, aber es gibt keine vernünftige Alternative: Schmeiss' den Krempel so schnell wie möglich 'raus und lasse Dir etwas Vernünftiges aus Bronze bzw. Rotguss oder faserverstärktem Kunststoff einbauen!

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

53

Dienstag, 4. Mai 2021, 11:27

Moin,

die Problematik liegt darin. daß Messing nicht seewasserbeständig ist. Auf dem Bodensee würde das Ganze mangels Elektrolyt wohl funktionieren.
Es stellt sich jetzt die Frage, ob man damit noch bis zum Herbst warten darf oder die Teile sofort ersetzt werden müssen.

Dazu eine leider traurige Geschichte: ein Bekannter von mir hatte sich um 2010 eine gebrauchte LM Mermaid gekauft. 2017 ist das Schiff in der Nacht nach dem Kranen im Frühjahr am Liegeplatz ohne offensichtliche Ursache gesunken! Nach der Bergung stellt sich folgendes heraus: der Voreigner hatte - aus welchen Gründen aus immer - eine Abflußleitung an eine andere angeschlossen. Grundsätzlich wohl nicht zu beanstanden. Aber. das T-Stück, welches die Schläuche verband, war aus Messing und zu allem Überfluß unter dem Boden des Topfschranks der Pantry installiert. Dummerweise stand das betreffende Seeventil offen ...

Die Versicherung hat meinem 'Bekannten nur einen Bruchteil des Versicherungswertes erstattet; es reichte gerade noch für ein kleines Wohnmobil.
So blöd das jetzt auch ist: ich würde nach dieser Erfahrung die Teile sofort ersetzen und rate ebenfalls dringend zu den von @pütting genannten Materialien.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

Beiträge: 176

Schiffsname: Fix

Bootstyp: HR 37

Heimathafen: Ohne festen Liegeplatz. Winter 2019/20 Schlei

  • Nachricht senden

54

Dienstag, 4. Mai 2021, 11:44

Ergo, auskranen, neues Ventil und Ruhe.

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

55

Dienstag, 4. Mai 2021, 17:58

ok, klingt plausibel. Warum allerdings diese relativ renommierte Werft XY solche Teile ohne Rücksprache verbaut, verstehe ich nicht. Da ist doch Ärger vorprogrammiert...

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

56

Dienstag, 4. Mai 2021, 18:28

Moin,

das Betriebe derartiges Material einbauen, versteht hier wohl keiner.

Zumal die Problematik lange bekannt ist. Laut diesem sehr informativen Artikel http://coxeng.co.uk/metallurgy/brasses-and-bronzes/ mindestens seit 2010! Etwas weiter unten ist genau Deine Installation mit entsprechendem Kommentar abgebildet.

Die "relativ (wozu?) renommierte Werft XY" wäre für mich für ewig und 3 Tage gestorben. Ich stand zwar - vermutlich wegen der Blake-Ventile - noch nicht vor der Problematik des Austausches, aber so kompliziert ist es meines Erachtens nicht, daß man es nicht selbst erledigen kann. Dann weiß man wenigstens definitiv, was eingebaut wird.

Noch etwas: PBO erwähnt bei der oben genannten Analogie den Verdacht, daß es sich bei dem Borddurchbrüchen (bezeichnet man die als Flansch?) ebenfalls um Messing handelt. Prüf' das unbedingt, wenn Du dabei gehst.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

57

Dienstag, 4. Mai 2021, 18:52

Verstehe nicht warum die Werft nicht nachfragt was man für Material haben möchte? Bei einem nachträglichen Einbau oder Ersatz würde der Preis doch sowieso auf den Kunden zu kommen. Da ist sie nicht zu Einsparungen "gezwungen". Und so teuer sind Bronzeventile/Durchlässe auch nicht

Gruß Odysseus

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

58

Dienstag, 4. Mai 2021, 19:22

Moin,

anbei ein Artikel aus YM vom Juni 2011.
Dort wird von "... Five-year lifespan - or less!" gesprochen ...
Insofern wäre eine Anfrage der Werft an den Kunden unter Kenntnis des Reviers schon seltsam,
»cr838« hat folgende Datei angehängt:
  • Seacocks.pdf (734,13 kB - 9 mal heruntergeladen - zuletzt: 6. Mai 2021, 18:44)
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

59

Dienstag, 4. Mai 2021, 20:25

Sehe ich nicht so. Es wäre ja auch die Frage nach Bronze, Kunststoff oder so billig wie möglich gewesen.
Gruß Odysseus

cr838

Offizier

Beiträge: 234

Bootstyp: Westerly Fulmar

Heimathafen: Cuxhaven

  • Nachricht senden

60

Dienstag, 4. Mai 2021, 21:44

Moin,

oh, da habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. :O
Ich meinte damit, daß die Werft dem Kunden Messing in Kenntnis des Fahrtreviers anbieten würde. Selbstverständlich macht es Sinn, den Kunden über Vor- und Nachteile des Materials (Bronze, Edelstahl, usw.) eingehend zu beraten. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Schließlich ist nicht jeder nicht der Problematik bewandert.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 90   Hits gestern: 3 617   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 6 551 279   Hits pro Tag: 2 468,64 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 636   Klicks gestern: 21 303   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 49 548 016   Klicks pro Tag: 18 670,58 

Kontrollzentrum