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Jens S.

Kapitän

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1

Sonntag, 5. September 2021, 22:22

Fragen zum Kondenswasser-Ablauf in der Abgasleitung von Diesel-Heizungen

Moin,

ich habe mich die Tage ein wenig mit Diesel-Heizungen für Boote beschäftigt, und bin dabei über folgendes gestolpert:
Bei Planar, Wallas und auch Safire wird empfohlen bzw, vorgebenen, die Abgasleitung am tiefsten Punkt mit einem mehrere Millimeter großen Loch zu versehen, um Kondenswasser ablaufen zu lassen.

Ich frage ich mich nun, ob man damit nicht zwangsläufig Abgase im Boot oder zumindest in der Backskiste haben wird? ?(
Viele Grüße
Jens

zooom

Salzbuckel

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2

Sonntag, 5. September 2021, 22:36

Das schreiben alle Hersteller so vor, sofern die Abgasleitung nicht fallend verlegt werden kann.
Mir ist noch nie aufgefallen, daß durch diese Bohrung Abgase entweichen, allerdings ist das bei einem Fahrzeugeinbau wegen der außen unter dem Fahrzeug liegenden Abgasleitung auch unkritisch. Es gibt verschiedene Lösungen für das Problem, u.a. eine kleine Kupferleitung, die am tiefsten Punkt montiert wird. Auch Ableitungen in das Abwassersystem oder in den nassen Auspuff gibt es.
Bei den Temperaturen, mit denen wir unserem Hobby vorzugsweise nachgehen, ist Kondenswasserbildung allerdings kein echtes Problem, anders, als wenn man sich dauernd in hohen nördlichen / südlichen Breiten aufhält oder gar die Nord-West Passage plant.
Gruß Thomas


Die besten Kapitäne sterben an Land

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3

Montag, 6. September 2021, 00:24

Moin Jens!
Wenn Du kein Rauchgas und auch kein Kondenswasser in der Backskiste haben willst, nehme ein Kupferrohr, löte es an der zu recht vorgeschriebenen Bohrung an, biege daraus ein U- Rohr für ca 50 mm Wassersäule und leite es in die Bilge oder eine wegnehmbare Plastikflasche. Der Rauchgasüberdruck übersteigt idR. 40 mm WS nicht.
Ich würde auf die Bohrung bzw. auf das U- Rohr keinesfalls verzichten, schon deshalb, dass kein saures Kondenswasser und ggf. auch kein eindringendes Seewasser in das Gerät zurückläuft und schlechte Verbrennung bzw. Ausfälle geschweige denn Korrosion verursacht. Bei dem von mir vor 30 Jahren eingebauten Geräts deutscher Herstellung war das U- Rohr in stainless steel im Lieferumfang und ausdrücklich in der Betriebsvorschrift aufgeführt.
Handbreit…! f.

reinglas

Seebär

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4

Montag, 6. September 2021, 09:32

Hallo,
wann entsteht denn Kondenswasser ? Wenn erwärmte, feuchte Luft an kalten Wandungen vorbeistreicht. Das ist in Wohnungen, und in Auspuffanlagen und an Innenscheiben von Autos der Fall u.a. Eine längere Betriebszeit der Heizung (>halbe Stunde) bewirkt, dass das Kondenswasser durch die heiße/warme Abwärmeluft wider verdunstet. Im Winter kann es aber zu Kondenswasserbildung kommen, weil die Wandung der Abgasleitung relativ kalt bleibt (s. #2).
Wenn das Abgas ohne Strömungwiederstand abgeleitet wird, sich also vor der kleinen Entwässerungsbohrung (d=3mm) kein Staudruck bilden kann - dann kann sich dort eine Injektorwirkung ausbilden. Umluft wird angesaugt.
Das kannst du mit einer kleinen Flamme (Streichholz oder Feuerzeug) testen.
Sollten dort Abgase entweichen, dann kannst du diese Stelle mit Messing- oder Alufolie umwickeln und die Bohrung somit schließen und nur gelegentlich öffenen.
Die kleine Bohrung kann die Lebensdauer der Abgasführung verlängern. Das hängt aber von den Einsatzbedingungen ab.

Reinhard
Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
Nur meine Erwartungen vermögen das.

5

Montag, 6. September 2021, 13:06

Für unsere Aeroheat (ein tschechisches Gerät, Fa Brano) gab es einen Kondensatablauf in Form eines Rohrstücks, das am tiefsten Punkt in die Abgasleitung eingebaut wird. Darin befindet sich das "kleine Loch" würde Anlauf, an dem befindet sich eine kurze Wendel aus Kupferrohr. Das reicht völlig, es riecht auch nicht nach Abgas.
Gruß

cr838

Kapitän

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6

Montag, 6. September 2021, 19:48

Moin,

ist bei meiner Eberspächer ebenfalls der Fall: am VA-Winkel direkt am Abgasauslaß des Heizgerätes ist ein Rohr angeschlossen, welches in einem Vollkreis mit ca.5 cm Durchmesser gebogen ist. Kondensat kann so austreten, versperrt aber dem Abgas den Weg in die Achterpiek. Die Konstruktion hat allerdings den Nachteil, daß sie sich durch Verbrennungsrückstände dicht setzen kann. Das sollte man regelmäßig mittels eines Drahtes überprüfen.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

Jens S.

Kapitän

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7

Montag, 6. September 2021, 20:43

Moin,

Danke für Eure Rückmeldungen - so wie ich das verstehe ist also auf Booten der Einbau der Kondensatfalle sinnvoll.

Was mich aktuell noch etwas verwirrt: Bei Wallas (und auch Safire) sind ja die Leitungen für Verbrennungsluft und Abgas oft als zwei konzentrische Rohre ausgeführt. Laut Anleitung ist dort keine Kondensatfalle vorgesehen, sondern es sollen wohl beide Rohre mit der Bohrung am tiefsten Punkt versehen werden - zumindest verstehe ich die Anleitung so.

Kann das jemand bestätigen?
Viele Grüße
Jens

8

Montag, 6. September 2021, 22:18

Nun, bei meiner Heizung habe ich darauf verzichtet. Das Abgasrohr verläuft allerdings parallel zum Ausgang, es kann sich kein Wasser in größerem Umfang sammeln. Bislang seit 13 Jahren keine Probleme mit der Heizung vom Typ Webasto. Der Verkäufer hatte mir damals gesagt, das ein Kondensatablauf auch nicht wirklich notwendig sei, das das Kondensat im heißen Auspuff umgehend verdampft. Ein Loch im Auspuff, der in das Schiff entwässert, das würde ich keinesfalls haben wollen. Dann hast du auch die Abgase im Schiff.

9

Dienstag, 7. September 2021, 09:14

Moin,

hatte auf dem vorigem Boot eine Webasto und nun eine Planar Heizung verbaut.
Bei beiden die kleinen Bohrungen in die Abgasleitung gebohrt und nie Probleme mit Abgasen in der Backskiste.
Gruß Reneko

wer rächtschreibfähler findet, darf sie behalten :-)

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10

Dienstag, 7. September 2021, 09:16

Ich betreibe seit mehreren Jahren 2 Dieselheizungen, eine im Boot, eine als Werkstattheizung. Ich hab noch nie auch nur ein Tröpfchen Kondenswasser gesehen. Beide Heizungen laufen auch mehrere Stunden bei kleinster Last. Bevor ich ein Loch in eine Abgasleitung bohren würde, würde ich lieber die Leitung isolieren und so dafür sorgen, daß der Taupunkt ausserhalb des Bootes liegt.
Gruß, Jörg!

11

Dienstag, 7. September 2021, 11:21

O.k. Die Abgasleitung ist bei mir auch gedämmt. @Kartoffelbrei: Du meinst sicherlich Taupunkt außerhalb der Abgasleitung nicht des Bootes.

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12

Dienstag, 7. September 2021, 13:41

Sicher. Allerdings endet die Abgasleitung bei mir außerhalb des Bootes. :D
Gruß, Jörg!

Jens S.

Kapitän

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13

Dienstag, 7. September 2021, 21:56

Moin,

es bleibt verwirrend... :S

Wenn das Thema bei mir tatsächlich aktuell wird, frage ich nochmal konkret beim Hersteller nach, und stelle die Antwort hier ein. Die kommende Wintersaison komme ich noch mit Heizlüftern klar. :D
Viele Grüße
Jens

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14

Mittwoch, 8. September 2021, 08:58

Na die Frage kannst Du Dir sparen. Was soll er Dir antworten, was nicht in der Bedienungsanleitung steht?
Entweder die Heizung so hoch verbauen, daß die Abgasleitung leicht fallend nach außen geführt werden kann, oder isolieren.
Gruß, Jörg!

cr838

Kapitän

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15

Dienstag, 14. September 2021, 19:42

... Ein Loch im Auspuff, der in das Schiff entwässert, das würde ich keinesfalls haben wollen. Dann hast du auch die Abgase im Schiff.


Moin,

deshalb hat Eberspächer dort auch ein um 360° gebogenes Cu-Rohr vorgesehen. Durch das darin stehende Kondenswasser wird der Austritt von Abgas verhindert.

Ist auf dem Bild rechts neben dem Verbrennungsluftschalldämpfer ansatzweise zu erkennen.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

Jens S.

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16

Dienstag, 14. September 2021, 22:07

Na die Frage kannst Du Dir sparen. Was soll er Dir antworten, was nicht in der Bedienungsanleitung steht?


Moin,

naja - z.B. könnte der Hersteller (in dem Fall Wallas) antworten, ob das Loch in der kombinierten Zuluft/Abgasleitung in beide Leitungen oder nur durch in die äußere gemacht werden soll. Geht aus der Anleitung nicht eindeutig hervor.

Ich bin generell auch der Typ, der lieber zweimal zu viel als einmal zu wenig nachfragt. :O
Viele Grüße
Jens

jensstark

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17

Mittwoch, 15. September 2021, 10:52

Da gibt es als funktionierendes Fertigteil das hier.

cr838

Kapitän

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18

Mittwoch, 15. September 2021, 11:56

Moin,

fast genauso ist es bei mir.

Allerdings finde ich die Biegung um 1080° maßlos übertrieben und auch problematisch. Es sammeln sich immer Verbrennungsrückstände im Rohr an, so daß es regelmäßig mittels dünnem Draht gereinigt werden muß. Das ist bei 360° schon nicht einfach, hier wird es so ziemlich unmöglich sein.
Mast- und Schotbruch,

Jürgen

jensstark

Salzbuckel

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19

Donnerstag, 16. September 2021, 13:50

so daß es regelmäßig mittels dünnem Draht gereinigt werden muß.

Pfeifenraucher kennen dieses Problem.

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