Sie sind nicht angemeldet.

Boote kaufen

BTC-Forum

Windstärken

Windstärkentabelle

Segelzahni

Leichtmatrose

  • »Segelzahni« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

Wohnort: Bocholt

Bootstyp: Bavaria 34

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 19:55

alle Jahre wieder - Einwintern der Segelyacht - im Wasser oder an Land - Seeventile

Moin,

Vorab ja, ich habe die meisten vorherigen Berichte schon gelesen. Dennoch frage ich mich, ob es für den Rumpf einen Unterschied macht, ob die Yacht an Land steht oder im Wasser bleibt. Ein Fachmann für Rumpfpolituren, Antifouling etc. empfahl mir das Boot im Winter rauszuholen, damit es durchtrocknet. Ein Segler dagegen sagte, daß die Yacht mit stehendem Mast auf einem Bock an Land durch den Wind ständig in Bewegung ist und der Rumpf auf den Auflagen reibt und im Wasser eben nicht. Was wäre also besser?
Beim Einwintern der Seeventile sehe ich nur 2 Seeventile, in welche ich, wenn die Yacht im Wasser bleibt, keine Frostschutzlösung reinbekomme. Zum einen das Ansaugventil für den äüßeren Motorkühlkreis, zu anderen das Ansaugventil von Seewasser in die Bordtoilette. Das Ansaugventil für den äußeren Motorkühlkreis liegt bei meiner Bavaria so tief, daß es eher unwahrscheinlich ist, daß es bis dort zufriert. Allerdings läge das Ansaugventil von Seewasser in die Bordtoilette schon in einem Bereich der zufrieren könnte. Wie könnte ich also, wenn die Yacht im Winter im Wasser bliebe, das Ansaugventil von Seewasser in die Bordtoilette vor Frost schützen?
Ich bin für gute Tipps sehr dankbar und nun sehr gespannt, welche Meinung ihr dazu habt.
Gruß
Thomas
Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt

Sunshine Moody

Salzbuckel

Beiträge: 1 942

Bootstyp: Moody

Heimathafen: Ijsselmeer

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 20:04

am Seewasserkreislauf habe ich eine extra Leitung für Froschschutz ...

((mal ganz doof gefragt : bei meiner Toilette kommt nach dem Ventil ein Filter (könne man hier nicht das Kundstoffglasteil durch etwas anders zum Frostschutz einfüllen ersetzen?) und dann kommt bei mir die PUMPE deren Enden ich mit Schnellverschlüssen leicht lösen kann - hier vielleicht mit einem Ersatzschlauch Frostschutzmittel einfüllen ? )

Klaus13

Coque au vin Meister

Beiträge: 13 845

Wohnort: Seestermühe

Schiffsname: Maris

Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: 25436 Neuendeich, Pinnau SVP

Rufzeichen: DD3305

MMSI: 211674410

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 20:08

Wie könnte ich also, wenn die Yacht im Winter im Wasser bliebe, das Ansaugventil von Seewasser in die Bordtoilette vor Frost schützen?

Thomas

Moin,

Du schließt das Seewasserventil der Ansaugseite und trennst den Schlauch an der Toilette. Dann füllst Du dort mit Hilfe eines Trichters Frostschutz ein. Dann öffnest du das Seewasserventil kurz und siehst zu, wie das Frostschutzmittel nach außenbords verschwindet. Wenn Du dann unsicher bist, wiederholst Du das noch einmal. Der Trick ist, im richtigen Moment das Seewasserventil zu schließen. Dann befindet sich dort und im Schlauch nur noch Frostschutz.
Der Tipp beruht darauf, dass Deine Toilette über der Wasserlinie steht, was i.d.R. der Fall sein sollte.
Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Maris-Blog

4

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 20:33

Ansonsten kann man den Schlauch vorübergehend mit einer doppelseitigen Schlauchtülle und einem weiteren Schlauchstück verlängern. Perfektionisten flanschen dann noch einen Trichter ans obere Ende.
Viele Grüße, Peter
La mer a bercé mon cœur pour la vie!

sd-skipper

Proviantmeister

Beiträge: 355

Wohnort: Münsterland (NRW)

Schiffsname: Seute Deern

Bootstyp: Friendship 28 MK II

Heimathafen: Warns, Friesland (NL)

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 21:18

Zur eigentlichen Frage: Wenn das Boot mit stehendem Mast auf dem Bock steht ist das sehr ungünstig. Zumindest bei GFK und Holz Booten. Ich habe mal bei 10 Bft. die Boote auf den Böcken beobachtet. Da ist richtig Bewegung drin. Das Rigg leidet auch dementsprechend. Das Austrocknen des Rumpfes wurde auch von meinen Gutachter empfohlen. Zumindest bei Booten über 20 Jahren. Keine Ahnung ob das wirklich so kritisch zu sehen ist. Für mich ist eben auch das Deck wichtig. Es kann überall Wasser stehen und gefrieren. Das Holz leidet. Und die Winterplane auflegen dauert auch ewig und dann schamfilt sie den ganzen Winter. Ich gehe deshalb gerne raus, Mast legen und ab in die Halle. Da ist es auch unter Deck trockener weil die Temparaturschwankungen nicht so groß sind. Aber mit einem kleinerem (9m) Boot wie meinem ist das auch noch recht einfach. Ich kann dann auf jeden Fall gut schlafen wenn es stürmt oder schneit. Ein Bekannter hat eine Compromis 36, der geht auch nur alle 2 Jahre raus. Das Boot sieht immer noch top aus obwohl es schon 24 Jahre alt ist. Es liegt wie immer im Ermessen des Skippers!! Dir ein gutes Winterlager und viele Grüsse!!

GER-387

Proviantmeister

Beiträge: 301

Wohnort: Bad Oldesloe

Schiffsname: Alles auf Horst

Bootstyp: Elan 350

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: DB3475

MMSI: 211609750

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 18:38

Jeder GfK Rumpf bekommt irgendwann Osmose. Dazu gibt es reichlich Untersuchungen ursprünglich für Schwimmbecken. Dabei ist neben den verwendeten Materialien, Temperaturen, Salzgehalt usw. die Zeit und der Druck des Wasserkontaktes ein Parameter. Daher wird man bei Wasserdauerliegern früher mit Osmose rechnen müssen. Ob du das bei deinem Schiff erlebst, kann man nicht sagen. Es gibt m.W. keine festen Werte dazu aber eine enorme Schwankungsbreite.

Es tut den GfK Booten schon gut durchzutrocknen, fachmännisches Lagern vorausgesetzt.

Gesendet von meinem Nokia 8.3 5G mit Tapatalk

Dieselgenua

Kapitän

Beiträge: 528

Wohnort: Ruhrgebiet

Bootstyp: Pegaz 28

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19:08

Ich habe mal bei 10 Bft. die Boote auf den Böcken beobachtet. Da ist richtig Bewegung drin. Das Rigg leidet auch dementsprechend.


Das Rigg eines Segelbootes leidet bei Wind?

:rofl2:
Das Leben ist schön, ein Segelboot macht es schöner :segeln:

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 8 520

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 20:33

Das Rigg eines Segelbootes leidet bei Wind?

Streiche Wind und schreibe Sturm, dann durchaus. Wenn das Segelboot nämlich auf einem Bock steht und dem Winddruck bei 10 Bft und mehr nicht nachgeben kann. Die Belastungen durch dieses Fixiertsein sind immens und sicher um ein Vielfaches höher, als bei einem schwimmenden Boot, das sich im Winddruck neigen und bewegen kann.

Ich habe das mal im Winter bei einem sehr heftigen Sturm hier in NL - genauer: in der Buitenmarina vor Stavoren - bei einigen an Land im Bock stehenden Schiffen beobachtet. Es war sehr eindrucksvoll zu erleben. Nicht nur die Last- und Kraftübertragungen Rigg-Rumpf, sondern auch die Wirkungen der DIN-A4 Blatt großen Stützteller auf die entsprechenden Stellen in den Rümpfen. Ich weiß noch, dass ich die Hand an die Rümpfe gelegt hatte und die Dynamiken und Bewegungen deutlich zu spüren waren.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 8 520

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 20:42

Und dann noch ein Wort zum Austrocknen der Rümpfe. Dieses Argument taucht immer wieder auf, und ich will es auch gar nicht in Zweifel ziehen. Aber belastbare Untersuchungen dazu habe ich zumindest noch nicht gefunden. Mir begegnen dazu immer nur Meinungen, aber keine Untersuchungs- oder gar Forschungsergebnisse. Wenn also jemand mal einen Link anbieten könnte, der zu belastbaren Fakten in Form von Untersuchungsergebnissen führt, wäre ich sehr dankbar.

Nicht falsch verstehen, ich meine das seriös, mit echtem Interesse, nicht hinterhältig.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK

GER-387

Proviantmeister

Beiträge: 301

Wohnort: Bad Oldesloe

Schiffsname: Alles auf Horst

Bootstyp: Elan 350

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: DB3475

MMSI: 211609750

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 21:29

Ich will den Tread nicht kapern, schick mir doch eine PN mit deiner email Adresse.

VG
Thomas

Jens S.

Kapitän

Beiträge: 532

Wohnort: Bremen

Bootstyp: Marieholm 26

Heimathafen: Bremen

Im Marktplatz: 2

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 21:31

Moin Thomas,

mach doch nen neuen Thread auf, dann haben andere (z.B. ich) auch etwas davon. :D
Viele Grüße
Jens

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 8 520

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

  • Nachricht senden

12

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 21:40

Das Thema mit der Austrocknung passt doch eigentlich durchaus hier rein. Es behandelt immerhin einen Teil der vom TE gestellten Fragen. Ich schicke dir gern meine Mailadresse, denke aber, dass da noch viele andere in diesem Forum interessiert sind.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK

Bavaria 56 V

Labsklaus

Beiträge: 4 249

Wohnort: Bremen

Schiffsname: Vela + Sonni

Bootstyp: Bavaria 40 Vision + Catalac 8M

Heimathafen: Bremen

Rufzeichen: DH 3577

  • Nachricht senden

13

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 21:48

Jeder GfK Rumpf bekommt irgendwann Osmose. Dazu gibt es reichlich Untersuchungen ursprünglich für Schwimmbecken. Dabei ist neben den verwendeten Materialien, Temperaturen, Salzgehalt usw. die Zeit und der Druck des Wasserkontaktes ein Parameter. Daher wird man bei Wasserdauerliegern früher mit Osmose rechnen müssen. Ob du das bei deinem Schiff erlebst, kann man nicht sagen. Es gibt m.W. keine festen Werte dazu aber eine enorme Schwankungsbreite.

Ja, aber wann? und wie lange trockenen

Es tut den GfK Booten schon gut durchzutrocknen, fachmännisches Lagern vorausgesetzt.

Ich will den Tread nicht kapern, schick mir doch eine PN mit deiner email Adresse.




reichlich Untersuchungen: Na dann mal Butter bei die Fische

Gruß Klaus
Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

foxausrhens

Salzbuckel

Beiträge: 1 988

Wohnort: Koblenz

Schiffsname: Fuchur

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Jachthaven de Pyramide Warns

  • Nachricht senden

14

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 22:08

An dem trocknen des Laminat muss was dran sein Wrede gibt auf Osmose Instandsetzungen nur Garantie wenn das Schiff im Winter an Land steht, ich denke die werden da sicherlich ihre Erfahrungen gemacht haben.

GER-387

Proviantmeister

Beiträge: 301

Wohnort: Bad Oldesloe

Schiffsname: Alles auf Horst

Bootstyp: Elan 350

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: DB3475

MMSI: 211609750

  • Nachricht senden

15

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 22:10

Ich habe keine Vervielfältigungsrechte, daher kann ich die Artikel hier nicht anhängen.
Es gibt 2 Arbeiten, die sehr interessant sind. Vielleicht findest Du sie per Suchmaschine:
1) Prof Scharping, Bootswirtschaft 2/2007
2) Sachverständigenbüro Weise, Bremen

VG

Gesendet von meinem Nokia 8.3 5G mit Tapatalk

foxausrhens

Salzbuckel

Beiträge: 1 988

Wohnort: Koblenz

Schiffsname: Fuchur

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Jachthaven de Pyramide Warns

  • Nachricht senden

16

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 22:38

:gooost: danke

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 801   Hits gestern: 2 722   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 6 984 295   Hits pro Tag: 2 478,31 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 4 764   Klicks gestern: 18 018   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 52 273 512   Klicks pro Tag: 18 548,75 

Kontrollzentrum