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spliss

Hafensänger

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1 661

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19:16

Innenschale Nein. Thematisch: dann trennt uns wohl die Ansicht von "spannend."

Wenn ich auf einem alten legend racer neben dem Schlafsack auf eingebackenes technora rowing blicke, fühle ich mich sau-wohl. Auch ohne Tapete / Beflockungung.
Jeder tickt anders.
Du hast ein Boot. Ich hab keins.

Ich kaufe mir vielleicht eins.
Das sind hier wohl die primären Gründe konträrer Beiträge.
spliss
Holt groß das Dicht !

1 662

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19:57

Hab grade gesehen, dass es auf Fehmarn eine Django 9.80 zu chartern gibt. Hat wohl keiner hier gemacht und kann mal erzählen? Oder kennt jemand der jemanden kennt? Wenn alle zusammenlegen, würde ich mich Notfalls auch opfern :)
Gruß Jakob

Pogolino

Offizier

Beiträge: 165

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1 663

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 20:16

Wir waren bei Innenschalen ob oder ob nein.
Den Titel kenn ich. Ich weiss auch, wie holzig Salonas oder Dehler 34 von innen sind, oder X 40 oder oder andere spannende neue Boote auf dem Markt.
Die genannten Beispiele sind schon ganz schöne Anachronismen. Besonders X. Dehler 34 aber nicht minder. Spannend wäre nicht das erste Wort, dass mir bei der Beschreibung einfiele. Sie sind gute Boote, aber nicht spannend, weil in keiner Form modern.
"Wer Rollreffsegel trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren"
Karl Lagerfeld

1 664

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 20:51

Ich finde nur, Inschale ist kein Auschlusskriterium, denn das Ergebnis kann ganz hübsch sein. Sch...auf die paar Kilo extra.
Carsten, das Beinahe Ausschlusskritrium hatte ich eingebracht und der Grund hierfür war ein anderer: sie schafft tote Räume an die man nicht herankommt ohne sie aufzuschneiden.
Keine Kabel, für die die Werft nicht Kanäle vorgesehen hat, kein Zugang zu Beschlägen etc.
Sodann dürfte der Aufwand einer passgenauen Innenschale das Boot sicherlich auch noch teurer machen. Vollkommen unnötig, regelrecht kontraproduktiv.


Gruß
Andreas

Der Beitrag von »spliss« (Mittwoch, 4. Dezember 2019, 21:01) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: ist ot (Donnerstag, 5. Dezember 2019, 12:27).

Der Beitrag von »Kissenfender« (Mittwoch, 4. Dezember 2019, 21:53) wurde vom Autor selbst gelöscht (Donnerstag, 5. Dezember 2019, 18:21).

Bruk

Seebär

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Bootstyp: Marieholm 32E

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1 667

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 13:04

Innenschale Nein. Thematisch: dann trennt uns wohl die Ansicht von "spannend."

Du hast ein Boot. Ich hab keins.


Das sind hier wohl die primären Gründe konträrer Beiträge.
spliss



Da gebe ich Dir voll umfänglich recht! Als Mieter trägt man keinerlei Verantwortung, was das Boot selbst angeht. Man zahlt den Mietpreis und gibt das Boot später wieder ab.

Als Eigner trägt man die Verantwortung für alles am Boot. Besonders finanzielle Verantwortung. Und da gilt es, genau hinzusehen, damit nach dem Kauf kein monetäres Fiasko bezüglich der Folgekosten entsteht. Besonders unangenehm wird es, wenn man relativ schnell feststellt, dass man die falsche Wahl getroffen hat, weil man nicht auf die eigenen Interessen geachtet hat, sondern dem Mainstream gefolgt ist. Beispiel:

Noch zu DMarkzeiten musste eine (1) Schraube eines Decksbeschlages neu eingedichtet werden, da steter Wassereinbruch entstanden war. Der Eigner beauftragte die Werft. Das Boot hatte eine anlaminierte Innenschale und hatte großen Anteil an der Rumpfstabilität. Es musste eine gesamte Schrankeinheit heraus gesägt werden, um an die undichte Stelle zu gelangen. Später musste die Schale wieder exakt eingebracht und anlaminiert werden. Diese einzige Schraube kostete den Eigner damals 2000 DM! Bei mir am Boot dauert so etwas etwa 15 Minuten.

Was den Titel dieses Themas angeht:
Neue Boote, das geht klar. Aber was ist spannend? Ein Boot nur deshalb, weil es neu oder modern ist? Offenbar Ansichtssache, bzw. Zweckfrage. Persönlich finde ich die Arbeiten von Robbe & Berking sehr spannend (eigene Ansicht). Die hier vorgestellten Boote sind für mich uninteressant, weil ich keine entsprechende Barschaft mein Eigenen nenne, um mir einen solchen Racer als Zweitboot zu leisten. Und für meine Zwecke sind diese Boote völlig ungeeignet (zweckgebundene Ansicht). Klar, wer mit der neuen Dehler weite Reisen machen möchte, warum nicht? Für mich ist das eben nicht erstrebenswert.

1 668

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 13:22

Noch zu DMarkzeiten musste eine (1) Schraube eines Decksbeschlages neu eingedichtet werden, da steter Wassereinbruch entstanden war. Der Eigner beauftragte die Werft. Das Boot hatte eine anlaminierte Innenschale und hatte großen Anteil an der Rumpfstabilität. Es musste eine gesamte Schrankeinheit heraus gesägt werden, um an die undichte Stelle zu gelangen. Später musste die Schale wieder exakt eingebracht und anlaminiert werden. Diese einzige Schraube kostete den Eigner damals 2000 DM! Bei mir am Boot dauert so etwas etwa 15 Minuten.
Genauso im Freundeskreis erlebt. Das Leck war zunächst nicht mal lokalisierbar, nur der Wasseraustritt durch einen Deckenspot. Daher umgehe ich auf eigenem Boot Innenschalen weiträumig.

Gruß
Andreas

Beiträge: 77

Wohnort: Berlin

Bootstyp: Phobos 22

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1 669

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 13:31

Das Thema "Innenschale als Risikofaktor" kann ich nur unterstützen. Austausch oder Nachrüsten von Beschlägen sind quasi unmöglich. Undichtigkeiten (an Beschlägen, am Mastfuß, an Fenstern) können nur sehr aufwändig behoben werden, da man alles von außen machen oder die Innenschale öffnen muss. Gleiches bei Delamination des Sandwichaufbaus durch Alter, Belastung, mangelnde Fertigungsqualität. Bei einer erwarteten Lebensdauer von mindestens 40 Jahren fallen genau solche Arbeiten irgendwann an, spätestens bei einem Refit.

Habe mir auf der Boot & Fun die Bente 24 angeschaut, die hat keine Innenschale. Das ist jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber - Kosten hin oder her - wenn man offenen Topcoat mit Mattenstruktur nicht mag, dann soll man doch in Gottes Namen eine Wegerung (Stil Gelsenkirchener Barock) oder einen (demontierbaren!) Himmel (modern, hell) reinmachen!

Edit: Konkret war bei mir das Laufdeck weich geworden. Der Schaumkern hatte sich mehr oder minder in Brösel verwandelt. Zum Glück war an genau der Stelle keine Innenschale, sondern eine mit Kunstleder bezogene Pappe als Verkleidung montiert. Nach Demontage konnte ich den Schaum rauskrümeln, auf das intakte äußere Laminat einen neuen Schaumkern aufkleben und von unten mit Matte als Zugaufnahme und zur Anbindung an die Umgebung überlaminieren. Laufdeck war wieder trittfest, es hat dann noch mindestens 10 Jahre prima gehalten. Links und rechts vom Mastfuß war das gleiche Problem, aber wegen Innenschale war es eigentlich nicht zu beheben. Man hätte von außen das GfK öffnen müssen, was großflächigem Gelcoat-Neuaufbau oder eine Lackierung nach sich gezogen hätte, ganz abgesehen vom Problem, die strakenden Linien freihändig wieder zu rekonstruieren, außerdem waren außen Teakpanele aufgeklebt. Einen Austausch der sich nach 25 Jahren in Wohlgefallen auflösenden Curryklemmen schien mir ebenfalls sehr kompliziert und ohne Zersägen der Innenschale unmöglich. Letztlich hab ich die Ruine dann quasi verschenkt und bei dem neuen Schiff bete ich, dass die Qualität heute besser ist, so dass die Probleme erst auftreten, wenn ich altersbedingt ohnehin nicht mehr damit segeln kann.

Wartungsfreundlich geht jedenfalls anders.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kissenfender« (5. Dezember 2019, 13:42)


spliss

Hafensänger

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Bootstyp: Charterfahrzeug

Rufzeichen: DD3489

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1 670

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 17:03

Besagte Django ist übrigens Biquille und nur 1,60 tief. Macht einen Heidenspaß.
Die hat auch keine Innenschale. An Bente (mit Madame unterwegs) fand ich innen auch nix zu meckern.
Bei der SSC27 weiß ichs nicht mehr, die war imho Platz-/Licht-/Luft-mäßig nicht so der Brüller. Ist aber eine Segelmaschine!

@Bruk: keine Verantwortung? sehe ich nicht ganz so. Abgesehen davon, daß ich mit fremden Booten umgehe wie (evtl. mal) mit einem eigenen und auch bei der Versicherung nicht in die charts kommen möchte: es gibt an Charterfahrzeugen öfter mal Dinge, die nicht in Ordnung sind. Wenn das sicherheitsrelevante Sachen sind... u.s.w..

Schön ist ja, daß ich gelegentlich in Bootspflege / Reparatur bei einem Eigner eingebunden werde und dies und das (auch fremdes Elend) in der Halle zu sehen kriege und dazu lerne. Ich geh auch mal kranen/trailern für Kollegen, deren Frau gerade mit dem Haken-Auto unterwegs ist. :D Meine Binnenjolle XY hab ich vor zig Jahren abgeschafft und leihe mir gern eine, wenn der Wind mal paßt. 32 fuss binnen halte ich für uns für sinnarm und eigene 32fuss an der Küste bedeuten dann viel sinnlosen Motorsport. Alles nicht so simpel.
edit: (Bruk) wir haben mit so einem breiten weißen Boot in Bagenkop angelegt, wurden nett angenommen. Neben mir lag ein älterer Segelkollege mit einer fertigen Holz-Edelrestaurierung aus den 50igern. Wir haben uns lange / blendend unterhalten, jeder mit Interesse fürs andere Fahrzeug.
spliss
@Kissenfender: nur noch Termine klären...
Holt groß das Dicht !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »spliss« (5. Dezember 2019, 17:14)


ex-express

Seebär

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1 671

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 18:36

Also Innenschalen sind schon wirklich Teufelswerk. Millionenfach verbaut und überall leckt und gammelt es...ich werde meine umgehend rausreißen oder das Boot verkaufen.

Bruk

Seebär

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1 672

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 19:21

Besagte Django ist übrigens Biquille und nur 1,60 tief. Macht einen Heidenspaß.
Die hat auch keine Innenschale. An Bente (mit Madame unterwegs) fand ich innen auch nix zu meckern.
Bei der SSC27 weiß ichs nicht mehr, die war imho Platz-/Licht-/Luft-mäßig nicht so der Brüller. Ist aber eine Segelmaschine!

@Bruk: keine Verantwortung? sehe ich nicht ganz so. Abgesehen davon, daß ich mit fremden Booten umgehe wie (evtl. mal) mit einem eigenen und auch bei der Versicherung nicht in die charts kommen möchte: es gibt an Charterfahrzeugen öfter mal Dinge, die nicht in Ordnung sind. Wenn das sicherheitsrelevante Sachen sind... u.s.w..

Schön ist ja, daß ich gelegentlich in Bootspflege / Reparatur bei einem Eigner eingebunden werde und dies und das (auch fremdes Elend) in der Halle zu sehen kriege und dazu lerne. Ich geh auch mal kranen/trailern für Kollegen, deren Frau gerade mit dem Haken-Auto unterwegs ist. :D Meine Binnenjolle XY hab ich vor zig Jahren abgeschafft und leihe mir gern eine, wenn der Wind mal paßt. 32 fuss binnen halte ich für uns für sinnarm und eigene 32fuss an der Küste bedeuten dann viel sinnlosen Motorsport. Alles nicht so simpel.
edit: (Bruk) wir haben mit so einem breiten weißen Boot in Bagenkop angelegt, wurden nett angenommen. Neben mir lag ein älterer Segelkollege mit einer fertigen Holz-Edelrestaurierung aus den 50igern. Wir haben uns lange / blendend unterhalten, jeder mit Interesse fürs andere Fahrzeug.
spliss
@Kissenfender: nur noch Termine klären...


Absolut sympathisch! Wenn es Dich einmal in die Augustenborger Ecke verschlägt, ist für Bier und Single Malt gesorgt!

Ich wünsche Dir ein eigenes Boot! Das kann die Erfüllung sein!
Eine Frage noch: Warum bedeutet eine 32ft. Yacht sinnlosen Motorsport? Also unser Marieholmchen läuft wie geschnitten Brot! :zumwohl:

Adventliche Grüße
Klaus

spliss

Hafensänger

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1 673

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 20:29

@Bruk:
Dankesehr!

ich freu mich amtlich, Dich dann mal persönlich zu treffen. Wir schnattern schön einen und besprechen den modernen Bootsbau mal in Ruhe.
Wg. sinnlosem Motorsport: ich leg mir mein Boot in HGW, HRO oder auf Fehmarn hin und fahre von Berlin rauf und runter. Nicht gut...
Selbst beim Chartern machen wir Fahrgemeinschaften.

Das muß man alles bedenken.
bG! spliss
Holt groß das Dicht !

Meeresfee

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Bootstyp: Traditionssegler 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

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1 674

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 21:17

...sehr sympathisch, das mit dem Motorsport. Wäre ich hier nicht zuhause sondern müsdte immer 150 km fahren zum Boot, ich glaub, ich hätte keines. Aber kannste nicht in Berlin, wo Du ja gerne flott und sportlich fährst und Frau auch, Regatta segeln, da sind doch super aufgestellte Clubs, am Wannsee oder auf Müggelsee, J 80 oder so, und wenn die See ruft, charterst eben.

Bruk

Seebär

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Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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1 675

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 21:19

@Bruk:
Dankesehr!

ich freu mich amtlich, Dich dann mal persönlich zu treffen. Wir schnattern schön einen und besprechen den modernen Bootsbau mal in Ruhe.
Wg. sinnlosem Motorsport: ich leg mir mein Boot in HGW, HRO oder auf Fehmarn hin und fahre von Berlin rauf und runter. Nicht gut...
Selbst beim Chartern machen wir Fahrgemeinschaften.

Das muß man alles bedenken.
bG! spliss


Auf ein Treffen freue ich mich! Persönliche Gespräche mag ich viel mehr als diese virtuelle Variante. :Laie_22:
Noch eine schöne Adventzeit wünscht
Klaus

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