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1

Freitag, 7. Februar 2020, 19:17

Ein Jahr Segeln - viele Fragen

Hallo Leute,

sorry, aber ich war unentschlossen in welchen Teil des Forums ich posten sollte.
Entschuldigung falls es eurer Meinung wo anders besser gewesen wäre.

Jetzt zu meinem Belangen.
Ich bin neu hier im Forum, und das vor allem weil ich aktuell viele Fragezeichen bei meiner Zukunftsplanung habe.
Ein wenig Hilfe habe ich mir hier im Forum erhofft. :)

Vorneweg, ich bin kein Neuling im Thema Segeln, jedoch habe ich noch nie ein eigenes Boot besessen, noch bin ich schon mal länger als 3 Wochen auf einem Boot unterwegs gewesen.
Aber man muss ja irgendwie anfangen. :D



Mein Plan wäre es von Europa in die Karibik zu segeln, und dann da einige Zeit zu bleiben.
Jetzt kommen grundsätzlich schon mal sehr viele Fragen auf.

Ein Boot für ein halbes Jahr zu mieten ist schon mal fast ein Ding der Unmöglichkeit nach meinen Recherchen.
Deshalb die Idee ein Boot in Europa zu kaufen und dann eventuell in der Karibik zu verkaufen.
Habt ihr da schon Erfahrungen?

Eine weitere Frage wäre das Thema steuern, wenn ich das Boot nur in Europa kaufe, jedoch hier nicht segeln will, wie funktioniert das dann mit Steuern?

Eine anders Thema wäre noch, ich habe zwar einige Mitsegler, doch werden diese nicht für die volle Zeit mit an Board bleiben und so würde ich gerne Koje vermieten.
Ist das so einfach Möglich? Als Schein habe ich nur den SKS, aber in der Karibik benötigt man ja eigentlich nur den SBF-See. Jedoch bin ich mir nicht sicher ob das dann so einfach aus Rechtlicher Sicht funktioniert.


Geld um ein Boot zu kaufen ist vorhanden, jedoch will ich natürlich kein großes Verlustgeschäft machen, was verständlich sein sollte.
Also Boot hätte ich eine ca. 8-10 Jahre alte 50-54er Jeanneau mit ca 8 Kojen eingeplant. Wobei dann max 6 Personen am Schiff wären.
Das ganze würde ich für so ca. Ende dieses Jahr planen.




Hoffentlich habe ich nicht zu verwirrend geschrieben und ihr versteht in etwa was ich vor habe.
Ansonsten Fragt mich einfach, ich bin auch konstruktiver Kritik gegenüber sehr offen.

Danke schon mal fürs lesen und schönes Wochenende! :)

2

Freitag, 7. Februar 2020, 19:43

Liebe Paula,

das klingt nach einem tollen Plan und nach vielen Punkten, die Du noch zu klären hast. Ein paar Antworten bzgl. des Vermietens von Kojen kann ich hoffentlich geben:
1) Welche Flagge soll das Schiff führen? Diese Frage solltest Du zuerst klären, weil sich viele andere Dinge davon ableiten.
2) Wenn Du unter deutscher Flagge gewerblich Fahrten anbieten willst, dann muss das Boot nach den Vorschriften der BG Verkehr (war See-BG) ausgerüstet und abgenommen sein.
3) Ebenfalls muss bei gewerblichen Fahrten unter deutscher Flagge die Besatzung gewisse Anforderungen erfüllen. Je nach Fahrtgebiet und Fahrtdauer brauchst Du SSS oder SHS und ggf. einen Co-Skipper ebenfalls mit diesen Scheinen.
4) Außer der Haftpflichtversicherung für Dein Schiff benötigst Du beim Vermieten von Kojen eine gewerbliche Skipperhaftpflichtversicherung, die Dein Fahrtgebiet etc. voll abdeckt. Ggf. benötigst Du weitere Versicherungen aber da bin ich kein Experte.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Planen und beim Segeln!

Viele Grüße,

Florian
:segeln:

3

Freitag, 7. Februar 2020, 19:59

Okay, danke FlummiSegler für diesen Hinweis.
Dann muss ich vermutlich das zuerst einmal nachlesen.
Aber Deutsche Flagge macht dann vermutlich nicht so viel Sinn ?(

4

Samstag, 8. Februar 2020, 11:06

noch eine Dumme frage, gibts irgendwo einen Thread zum Thema Boot anmelden/ummelden ?
Ich hab jetzt im Internet allgemein gesucht aber irgendwie nichts aussagekräftiges gefunden.

SaskiaK

Offizier

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5

Samstag, 8. Februar 2020, 11:51

noch eine Dumme frage, gibts irgendwo einen Thread zum Thema Boot anmelden/ummelden ?
Ich hab jetzt im Internet allgemein gesucht aber irgendwie nichts aussagekräftiges gefunden.
Ich glaube, da müsstest du die Frage etwas präzisieren. Was genau möchtest du denn wissen?
Robulla - die schönste 34 Fuß Yacht unter deren Sprayhood man Tomaten züchten kann!

Xavier

Offizier

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6

Samstag, 8. Februar 2020, 14:44

Also Ende Jahr in die Karibik segeln, dort bis Ende Saison bleiben und bevor die Hurrikan-Zeit beginnt, das Boot verkaufen? Das stelle ich mir nicht so einfach vor. Und was, wenn es mit dem Verkauf nicht klappt? selber zurück nach Europa segeln?

ugies

Salzbuckel

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7

Samstag, 8. Februar 2020, 15:51

Also Ende Jahr in die Karibik segeln, dort bis Ende Saison bleiben und bevor die Hurrikan-Zeit beginnt, das Boot verkaufen? Das stelle ich mir nicht so einfach vor. Und was, wenn es mit dem Verkauf nicht klappt? selber zurück nach Europa segeln?


Deshalb wird andersherum ein Schuh daraus.
In der Karibik sehr günstig kaufen. Die Saison dort zubringen. Das Boot nach Europa segeln. Das Boot in Europa verkaufen.
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PN oder E-Mail an ugies.
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Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

space*cadet

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8

Samstag, 8. Februar 2020, 15:58

In der Karibik sehr günstig kaufen. Die Saison dort zubringen. Das Boot nach Europa segeln. Das Boot in Europa verkaufen.

Vermutlich könnte man in der Richtung davon leben... :ueberlegen:
Gruß
Robert

ugies

Salzbuckel

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9

Samstag, 8. Februar 2020, 16:20

Vermutlich könnte man in der Richtung davon leben...


Davon leben, das denke ich nicht. Aber es ist sicher sehr viel einfacher trotz beschränktem Budgets dort ein gutes Boot zu erwerben. Und wir sind uns ja einig, dass eben dieses Boot, auf dieser Seite des Atlantiks angekommen, im Preis eher gestiegen denn gesunken ist.

Die Tour ist halt nicht die Barfußroute, wenn man von West nach Ost segelt.

Und um den Spaßvögeln zuvor zu kommen: Ja, ich weiß auch, dass man anders herum durchaus auf der Barfußroute unterwegs sein kann. Dauert aber länger. Und der Weg durch den Suez ist auch so eine Sache.
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10

Samstag, 8. Februar 2020, 18:07

Hi Paula,

nach deutschem Recht ist zwar in diesem Falle nur der SBF See (etappenbedingt vllt. auch der Binnen) erforderlich, den Du für den Erwerb des SKS ja besitzen musst, falls aber ein Versicherungsfall oder Strafverfahren eintreten sollte, kann es geschehen, dass die Sachkundigkeit des Skippers / der Skipperin in Frage gestellt wird. Damit kann man sogar auf der Barfussroute auf sehr dünnes Eis gelangen. Üblich ist m.W. für das gewerbliche Skippern eher der SSS.
Ansonsten teile ich Uwes (ugies) Meinung, dass eher die Tour andersherum überlegenswert ist. Mit 50+ ft. ist der Markt aber aber eher im Med als an der Ostsee angesiedelt.

Gruß von
Norbert
"To infinity and beyond" (Buzz Lightyear)

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Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Sioned

Bootstyp: Amel Maramu 46

Heimathafen: Hamburg

Rufzeichen: DFRL2

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11

Samstag, 8. Februar 2020, 18:29

Kann man sicher so machen und haben auch schon genug Leute so gemacht.

Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass dir eine steile Lernkurve bevorsteht, wenn du diesen Zeitplan durchziehen möchtest.
Der Knackpunkt ist hier zum einen die Tatsache, dass du noch nie ein Boot hattest.

Du wirst feststellen, dass es eine Sache ist, für 3 Wochen mal etwas zu chartern und bei Problemen die Basis anzurufen, aber eine ganz andere ein eigenes Schiff für ein Jahr Langfahrt auszurüsten und unterwegs in Schuss zu halten. Neben einer gewissen handwerklichen Begabung gehört auch intensives Befassen mit der Materie dazu, um überhaupt qualifizierte Entscheidungen treffen zu können. Und 50-54 Fuß sind zum Einstieg ja schon eine Ansage.

Zum anderen könnte dich der Umstand, dass du offenbar Kojencharter betreiben willst, irgendwann in den Allerwertesten beißen. Auf die Vorschriften für Schiffe unter deutscher Flagge wurde ja schon eingegangen. Andere Flaggenstaaten mögen andere Vorschriften haben, die du in Erfahrung bringen müsstest.
Zusätzlich sind natürlich auch die Bestimmungen des Gastlandes einzuhalten. Manche Länder sind da sehr empfindlich wenn, jemand daherkommt und ohne entsprechende Lizenzen versucht Geld zu verdienen und dem jeweiligen Staat davon nichts abgibt.

Kann man freilich alles ignorieren (und viele machen das auch), aber es reicht ein unzufriedener Mitsegler, der dir ans Bein pinkeln will, um dich in erhebliche Probleme zu bringen.

Du scheinst ja finanziell recht gut aufgestellt zu sein, wenn du in dieser Bootsgröße denkst. Dann würde ich wenn irgendmöglich auf alles verzichten, das nach Kojencharter riecht.

Mein Vorschlag:

Kauf dir ein Schiff im Mittelmeer (spart dir die Anfahrt von Nord- und Ostsee und das Angebot in der Bootsklasse ist dort größer) Anfang des Jahres, rüste es dort aus und segle eine zeitlang damit um es kennenzulernen und zu optimieren. Dann kannst du im November rüber in die Karibik - oder auch ein Jahr später. Die läuft so schnell nicht weg.
Michael
SY Sioned

12

Samstag, 8. Februar 2020, 18:30

Lieber Norbert,

Paula sprach davon, dass sie Kojen vermieten möchte. Das ist dann gewerblich und da benötigt sie mindestens einen SSS-Skipper. Auf hoher See und bei langen Strecken sogar einen bzw. zwei SHS-Skipper.

Viel Spaß beim Segeln wünscht

Florian
:segeln:

Beiträge: 20

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Heimathafen: Oldersum

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13

Freitag, 14. Februar 2020, 23:24

Alles in Allem bin ich mir nicht sicher, ob sich der Tröt-Initiator mit seiner Idee (50-52'-Schiff, entgeltliche Kojencharter) einen Gefallen tut. Ein Schiff dieser Größenordnung ist ein hochkomplexes, wartungsintensives System und erfordert sehr hohe laufende Kosten und benötigt, wenn der Eigner nicht sehr versiert ist (und das kann man mit einigen Wochen Charter/anno kaum sein) bei laufendem Charterbetrieb eigentlich einen hauptamtlichen Bootsmann. Zusätzlich sind die sehr unübersichtlichen rechtlichen, steuerlichen und versicherungstechnischen Fragen zu bedenken. Wenn Paula das Schiff eine bis zwei Nummern kleiner (40-45') wählt spart sie vermutlich eine satte sechstellige Summe, hat ein Schiff, auf dem man komfortabel unentgeltlich Freunde mitnehmen kann, und damit fallen all die rechtlichen Probleme weg. Gleichzeitig ist das eine Größenordnung, die man so halbwegs selbst noch in den Griff bekommen kann. Und nach der Karibikzeit segelt man es halt via Azoren wieder zurück. Von einem Schiffskauf in der Karibik möchte ich eher abraten. Zwar gibts dort genug Boote von Eignern, die ihre Träume aufgeben mussten, aber mit dem Import nach Europa tun sich neue Baustellen auf. Einfuhr-Umsatzsteuer, nur Boote, die nach CE-Norm zertifiziert sind, können überhaupt in die EU eingeführt werden, ggfs. Einzelabnahme mit sehr hohen Kosten, und, und, und....

Grisu100

Offizier

Beiträge: 271

Wohnort: Portsmouth, Virginia

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14

Samstag, 15. Februar 2020, 01:09

nach deutschem Recht ist zwar in diesem Falle nur der SBF See (etappenbedingt vllt. auch der Binnen) erforderlich, den Du für den Erwerb des SKS ja besitzen musst, falls aber ein Versicherungsfall oder Strafverfahren eintreten sollte, kann es geschehen, dass die Sachkundigkeit des Skippers / der Skipperin in Frage gestellt wird. Damit kann man sogar auf der Barfussroute auf sehr dünnes Eis gelangen. Üblich ist m.W. für das gewerbliche Skippern eher der SSS.

Wenn man privat segelt interessiert überhaupt kein Schein (außerhalb deutscher Hoheitsgewässer braucht man nicht mal einen SBF See, außer der Gaststaat hat andere Regelungen) und ein Sachkundiger überprüft IMHO im Unfallfall die Erfahrung und Sachkunde des Skippers und das darausfolgende Verhalten in diesem speziellen Notfall, nicht die Scheine. Alles andere bitte mal mit Gerichtsurteilen belegen.
Für gewerbliche Nutzung der Barfussroute benötigt der Skipper und der Co-Skipper ab 15m Bootslänge den SHS, SSS reicht nicht! Bei unter 15m Skipper SHS, Co-Skipper SSS, Siehe Anlage 4 der SeeSpbootV. Mit SKS müsste man in der Karinik innerhalb der Küstengewässer der Inseln bleiben, dann wäre das möglich. Ob damit Inselhopping möglich wäre, ja wenn die Inseln eben nicht weiter als 24nm voneinander entfernt sind und man den direkten Weg nimmt.

Das Boot muss für die gewerbliche Nutzung zugelassen sein. Das ist deutlich mehr Papier und Überprüfungen des Schiffs als für die private Nutzung u. a. ein Funksicherheitszeugnis, Schiffsicherheitszeugnis usw.
Eine gewerbliche Nutzung mit Flagge eines anderen Staates, Viel Glück dabei. Man braucht die gewerbliche Zulassung des Bootes diese Staates und eine entsprechendes Patent oder Führerschein als Ausländer. Eigentlich sind die Anforderung an die deutsche gewerbliche Nutzung des Bootes und des Skippers IMHO bereits sehr niedrig. Zumindest wenn ich das mit USA oder UK vergleiche.

15

Samstag, 15. Februar 2020, 09:03

Es sicherlich auch ein gewisser Graubereich. Ab wann wird aus einem gelegentlichen mitnehmen von Gästen gegen Kostenumlage ein Kojencharter, sprich gewerbliches Angebot?

16

Samstag, 15. Februar 2020, 09:12

Dreamyachtcharter.de bietet Charterschiffe für bis zu 12 Monaten an.
Wenn ich mir die Fürs und Widers so überlege, wäre das wahrscheinlich eine streßfreie Lösung, ohne den Hazzle des später wieder verkaufen Müssens/Wollens. Das ist nämlich genau der Grund, warum in der Karibik so viele günstige Boote angeboten werden, geplatzte Träume kosten Geld.
Und ob man, trotz üppiger 50-54ft die ganze Zeit mit fremden Menschen sein möchte, ist auch ein Punkt, den man vorher klären bzw. erleben muß.
Gruß Thomas
Der Mensch lebt nicht vom Boot allein.


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