Sie sind nicht angemeldet.

Boote kaufen

BTC-Forum

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Paulest

Admiral

Beiträge: 982

Wohnort: Kiel

Schiffsname: Foca

Bootstyp: Jeanneau Attalia 32

Heimathafen: Kiel

  • Nachricht senden

221

Mittwoch, 7. April 2021, 20:58

Ich weiss nicht ob das erfolgreich sein kann, ich denke aber nicht. Die Vereine haben auch den Grund das viele Hände nichts kosten. Ich würde mich auch mal über die Vorschriften informieren, bei den Tradis gibt es schliesslich Vorschriften die zu beachten sind. Schon die Liegekosten haben viele der Tradis von der Kieler Woche vertrieben seit es keine kostenlosen Liegeplätze für sie mehr gibt.

222

Mittwoch, 7. April 2021, 21:55

Ich weiss nicht ob das erfolgreich sein kann, ich denke aber nicht.
Die frage ist tatsächlich nicht ob sondern nur das wie.

https://grayhoundventures.com

https://www.providence1903.com

https://yukon-tours.com.au


Unabhängig ob Traditionsschiff oder nicht gibt es auch überall auf der Welt zahlreiche mittelgroße Schiffe die mit Touristen eine kurze Runde drehen. Was mich zwar eher nicht interessiert aber vom Aufwand und den kosten her vergleichbar ist sind auch die zahlreichen Angelfahrten diverser Kutter und KFK. Die hier suchen sogar gerade einen Kapitän: https://angel-seetouristik.de/88/ueber-uns/unser-team

Es scheint also tatsächlich nicht allzu schwer die Schiffe voll zu bekommen. Schon eher problematisch ist die rechtliche Lage und so wie sich die Lage in Deutschland darstellt verstehe ich auch die Skepsis hier im Forum. Für alles was da nicht als Sportschiff oder tatsächlich als Traditionsschiff betrieben wird braucht man unter deutscher Flagge eine nautische Ausbildung und je nach große braucht man auch gleich einen Maschinisten dazu.

Großbritannien bietet da mit dem Master 200GT und dem comercial endorsement eine stufenweise Ausbildung die international anerkannt ist. Rechtlich gesehen sehe ich keinen unterschied zwischen einer ähnlich großen Segel oder Motoryacht, gemeinhin als Luxusyacht bezeichnet und einem kommerziell betriebenen Traditionssegler. In einem ähnlichen rechtlichen Bereich agieren auch die Gulets in Griechenland und der Türkei.

Am einfachsten dürfte es tatsächlich sein das Schiff in Deutschland als Sportboot zuzulassen und dann mit maximal 10 "Gästen" denen man den Segelsport näher bringt unterwegs zu sein. Dafür könnte sogar der SBF See ausreichen. Yachtmaster noch dazu und fertig ist das Seerechtliche internationale hellgrau. Von der Scheinbare einfacher aber von der Steuerfrage schwieriger wäre eine Zulassung in GB oder einer Britischen Insel. Die Britten dürfen glaube ich sagar mit 12+Crew unterwegs sein.

223

Mittwoch, 7. April 2021, 22:21

Auf YouTube sehe ich, dass es zwar ein Bedarf da ist, aber kein Channel diesen Bedarf stillt. <...> Ich würde einen Channel der ein Traditionsschiff zum Thema hat ansehen. Ihr auch?
Es gibt so viele interessante Channels - und ich arbeite in Vollzeit und lebe in Familie. Also klare Antwort: Nein, jedenfalls keinesfalls regelmäßig. Die meisten Vids sind mir auch zu langatmig, auch "Tally Ho" lese ich nur und sehe es mir nicht an. Wenn's fertig ist, vielleicht, von mir aus auch gerne als abendfüllender Familienfilm.
Firmen Incentives als Tagesveranstaltung
Machen schon viele, wo möchtest du dich da marketingtechnisch positionieren? (Mitlaufen geht natürlich immer, ist aber hinsichtlich des Erfolgs auch nicht sicher.) Wie viele Leute sollen auf so ein Schiff? Für "Teambuilding" muss man auf die Größe achten, Übernachten in der Doppelkoje ist da meist doch nicht angesagt.
Fair Transport, als Vorbild dienen die Grayhound und die Nordlys. Ein bis zwei Reisen im Jahr, eventuell Pullover und Whiskey aus Irland
Kann man machen, wird nicht besonders viel Geld einfahren, aber Spaß machen. Mit ein paar zahlenden Gästen Seetrainings anbieten, könnte als Paket funktionieren.
Tagesgäste bei den Hafenveranstaltungen wie Kieler Woche oder Hamburger Hafengeburtstag Allgemein Tagesgäste an Wochenenden sowie Schnuppersegeln
Geht beides, bedingt für normale WoEnd-Termine einen guten Liegeplatz. Die Konkurrenz bei den Veranstaltungen ist allerdings auch groß. Die Leute, die ich kenne, die KW etc. als Klassikercrew mitfahren, sind dann allerdings auch sehr gestresst. Da liegt der Schwerpunkt dann auch nicht beim Segeln, sondern beim Catering, Klo putzen, Handtücher ins Bad legen , Falls ihr ein Beherbergungsgewerbe als Lebensmittelpunkt plant, könnte das an Land stressfreier sein, da muss wahrscheinlich nicht so viel repariert werden. Es gibt aber auch reine Hotelschiffe, die sind dann auch größer, kann man auch machen (z.B. https://www.klabauterbett.de/)
Ich sehe auch, dass das System in Deutschland jetzt nicht unbedingt dazu beträgt Nachwuchs in die Szene zu holen und in Holland funktioniert das ganze relativ gut.
NL, DK, teilweise auch GB (Narrow Boats!) haben da ganz andere Traditionen als D, wo sich die Käufer der Wohnungen am Museumshafen in der HH Hafencity darüber beschweren, dass im Museumshafen bei der Arbeit an den Schiffen auch mal Lärm gemacht wird. - Allerdings werden teilweise auch in der Szene Nachfolger für die Boote gesucht, manche werden beim fky angeboten, andere eher regional oder bei den Maklern. .
Eventuell liegt es daran, dass Schiffe größer als 24 Meter schwierig zu betreiben sind
Es gibt ja auch kaum schöne Boote in der Größe in D. Auch da sind die NL oder DK besser dran, mit den ganzen alten kleinen Berufsschiffen. Die man hier in den 1960ern, 70ern abgewrackt hat,. Natürlich kann man solche Boote im Ausland kaufen, aber eine NL-Tjalk (dauerhaft) an der Ostsee hat irgendwie was von Renaissanceschloss in Eisenhüttenstadt.

224

Donnerstag, 8. April 2021, 07:52

Am einfachsten dürfte es tatsächlich sein das Schiff in Deutschland als Sportboot zuzulassen und dann mit maximal 10 "Gästen" denen man den Segelsport näher bringt unterwegs zu sein. Dafür könnte sogar der SBF See ausreichen. Yachtmaster noch dazu und fertig ist das Seerechtliche internationale hellgrau. Von der Scheinbare einfacher aber von der Steuerfrage schwieriger wäre eine Zulassung in GB oder einer Britischen Insel. Die Britten dürfen glaube ich sagar mit 12+Crew unterwegs sein.


Wenn du unter deutscher Flagge als Skipper jemanden auf deinem Boot gegen Gebühr mitnimmst, braucht dein Boot eine Abnahme der BG Verkehr und du mindestens den SKS. Kein Yachtmaster, sondern einen deutschen Schein.
Nachzulesen hier: https://www.deutsche-flagge.de/de/flagge…#gewerbsmaessig

Korrektur: Der SBF See reicht dir, wenn du dich nicht weiter als 300m vom Ufer entfernst UND eine Einzelfallgenehmigung hast UND dein Boot nicht mehr als 15m lang ist: https://www.gesetze-im-internet.de/seespbootv/anlage_4.html
Robulla - die schönste 34 Fuß Yacht unter deren Sprayhood man Tomaten züchten kann deren Sprayhood Leben rettet!

sam

Proviantmeister

Beiträge: 246

Wohnort: Kiel

Bootstyp: Bianca 27

Heimathafen: Kiel

  • Nachricht senden

225

Donnerstag, 8. April 2021, 09:07

Wenn Du das wirklich ernst meinst fahre einfach mal diesen Sommer als Matrose auf der braunen Flotte in Holland mit, die suchen immer Leute (vorausgesetzt C. erlaubt es). Da bekommst Du einen guten Eindruck was es heißt mit alten Schiffen und Gästen Geld zu verdienen. Und eine profesionellere und größere Flotte wirst du wahrscheinlich nicht finden.

P.S.: Die Zeit kannst Du dann auch direkt auf dein niederländisches Patent anrechnen lassen und den Winter auf Terschelling in der Seefahrtschule verbringen... ;-)

226

Donnerstag, 8. April 2021, 09:43

Dass viele dieser Kähne (wie Du mal ja gar nicht unzutreffend schriebst) recht unprofessionell von Vereinen betrieben werden
... betrifft meiner Beobachtung nach vor allem die Einnahmeseite. In den Museumshäfen sind häufig viele (Ex-)Profis ehrenamtlich aktiv, alte Werftler, Seeleute etc., andere Handwerker, die schon ziemlich gut wissen, wie man die Reparaturen angeht. Als "kleiner Bastler" traue ich mir zwar viel zu, aber keinesfalls deren Geschwindigkeit bei der Arbeit.
Ich hatte das etwas verkürzt formuliert und bitte das nicht falsch zu verstehen. "Unprofessionell" sollte hier nur umschreiben, dass es eben so betrieben wird, wie ein Verein oder eine Eignergemeinschaft das in der Regel kann und möchte. Zum großen Glück sind dort sehr viele Leute aus handwerklichen Berufen dabei, ehemalige Seeleute und andere Menschen, die generell keine Scheu vor körperlicher Arbeit haben. Die halten den Kahn am laufen! Aber für diese Menschen ist das aus guten Grunde eben die Lust am alten Schiff, und nicht der Versuch, daraus eine Profession zu machen. Nur so war das gemeint. Ich habe vor diesen Leuten, von denen ich ja etliche auch persönlich kenne, große Hochachtung. Aber jeder Versuch einer Professionalisierung solcher Strukturen führt unweigerlich zum Rückzug dieser Schiffsfreunde, die aber für den Erhalt der alten Schiffe das Rückgrat sind. :)

PS: Na klar, die Einnahmeseite wird häufig am wenigsten professionell "betrieben". Was auch daran liegt, dass schon mal eine geplante Ausfahrt ausfällt, weil die Reparatur mal wieder länger dauert. So ein Verein ist kein Schichtbetrieb. ;) Und es kommen die mit der Zulassung als Traditionsschiff verbundenen einnahmeseitigen Restriktionen hinzu (nicht-gewerblicher Betrieb, Mitnahme von Passagieren unter dem Aspekt der Vermittung historischer Schiffstechnik und traditioneller Seemannschaft). Geld verdienen heißt auf den meisten Traditionsschiffen eigentlich immer einen Zuschuss zur Unterhaltung "erwirtschaften".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nordnordost68« (8. April 2021, 10:28)


227

Donnerstag, 8. April 2021, 12:44

.... alles gut, ich hatte das "unprofessionell" auch nicht despektierlich verstanden. Worauf ich hinauswollte: Viele von denen machen es nicht nur gerne und mit der fachlichen Erfahrung "am Gegenstand", sondern auch mit der professionellen Logistik und der Erfahrung eben nicht nur im Schleifen, Spleißen und Drehen, sondern auch in der Arbeitsorganisation: Der ex-Werftler wird die Aufgaben und die Leute ganz anders organisieren, als der Selbstbastler, nutzt vielleicht noch alte Kontakte etc. - und dennoch krebsen auch diese Boote vor sich hin. Die wirklich professionelle Szene ist in D recht klein. Und, richig:
Aber jeder Versuch einer Professionalisierung solcher Strukturen führt unweigerlich zum Rückzug dieser Schiffsfreunde, die aber für den Erhalt der alten Schiffe das Rückgrat sind.
+1
fahre einfach mal diesen Sommer als Matrose auf der braunen Flotte in Holland mit
Ja, sehr sinnvoll.

Kokopelli

Kap Hornier

Beiträge: 11 906

Schiffsname: Ich bin Mitsegler

Bootstyp: Keins

  • Nachricht senden

228

Donnerstag, 8. April 2021, 19:50

Wenn du, @Olsalt: Deinen Unterhalt mit Gästefahrten bestreiten möchtest, dann solltest du dieses Buch mal lesen. Dann überlege, ob du dich darin verwirklichen willst. Das war früher, vor dreißig Jahren mal eine sportliche Sache, bei der alle Gäste mit anpackten, Dienste übernahmen etc. Seit langem schon ist von Charterskippern zu hören, dass eine völlig andere Klientel soche Törns bucht: solche die den Luxus des Club Mediterranee verinnerlicht haben. Anspruchsdenken und Starallüren bestimmen den Alltag leider. Mir würde das jede Freude an der Skipperei nehmen.
Gruß, Klaus

229

Donnerstag, 8. April 2021, 20:14

Wenn du, @Olsalt: Deinen Unterhalt mit Gästefahrten bestreiten möchtest, dann solltest du dieses Buch mal lesen. Dann überlege, ob du dich darin verwirklichen willst. Das war früher, vor dreißig Jahren mal eine sportliche Sache, bei der alle Gäste mit anpackten, Dienste übernahmen etc. Seit langem schon ist von Charterskippern zu hören, dass eine völlig andere Klientel soche Törns bucht: solche die den Luxus des Club Mediterranee verinnerlicht haben. Anspruchsdenken und Starallüren bestimmen den Alltag leider. Mir würde das jede Freude an der Skipperei nehmen.

Ob man das so pauschal sagen kann? Ich glaube den Kundenkreis kann man über die Ansprache in der Werbebroschüre, den Preis, das Fahrgebiet, was an Leistungen inkludiert ist ... steuern.
Erdmann war in der Karibik unterwegs, hatte hohe Wochenpreise (was nicht heißt, dass diese unangemessen sind) und spricht damit einen solventen Kundenkreis an. Wenn zusätzlich noch viele Leistungen versprochen sind (Snacks für unterwegs, wir kochen für euch, ..., kümmern uns um alles, ihr habt einen entspannten Urlaub) darf man sich halt nicht wundern, wenn Gäste mit Anspruchshaltung und Kreuzfahrtmentalität kommen und nicht die Gäste für die Segeln im Vordergrund steht.
Ich denke das lässt sich durchaus auch anders organisieren.

Gruß Ralf

230

Donnerstag, 8. April 2021, 20:43

Ob man das so pauschal sagen kann? Ich glaube den Kundenkreis kann man über die Ansprache in der Werbebroschüre, den Preis, das Fahrgebiet, was an Leistungen inkludiert ist ... steuern.<...> Ich denke das lässt sich durchaus auch anders organisieren.
Anders geht immer - was aber nicht heißt, dass es besser ist: Bei Firmenevents hat man andere Chaot*innen als auf dem Luxussegeltrip, KW-Tagesgäste ticken wieder anders, als Jugendgruppen. Und nicht alles geht mit jedem Boot.
So allmählich scheint sich ja die Idee von "wir möchten einen Klassiker haben, auf dem wir wohnen uns segeln und vielleicht mal jemanden mitnehmen und ansonsten YT-Clips drehen" in die Richtung zu wandeln "wir möchten mit irgendeinem Boot auf dem Wasser mit Leuten drauf und evtl. Fracht Geld verdienen". Daher: Noch mal zurück auf Null, Vielleicht können ja auch Segeltraining und Whiskeyimport auf der (relativ) günstigen 45' Bav, die eher mehr Lebensraum bietet, als der 60' Klassiker mit 15' Überhängen, eher ein Lebensmodell bieten. Traditionshäfen wären dann zwar wohl passé, aber der Rest erscheint überschaubar.
Wenn's die Leute nach Corona weiter so auf das Wasser und auf eigene Boote zieht, könnte das für zumindest einige Jahre gut funktionieren .

231

Freitag, 9. April 2021, 10:39

Danke für die vielen Ideen und Hinweise auf der letzten Seite. Ich habe in den letzten Tagen viel nachgedacht, auch aufgrund der Inputs in den Treads und jene die per PM kamen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, ich möchte mein Leben nicht von YouTube abhängig machen. Nach wie vor möchte ich aber mein Wissen in Form der Tutorials weitergeben und auch wenn ich mir ein Schiff kaufe werde ich das Filmisch festhalten. Ich filme gerne und ich habe prinzipiell ja auch mal Kommunikaitonswissenschaften studiert, warum also nicht. Aber Projekte dessen Erfolg ausschließlich vom Erfolg des Channels abhängen wie ein Bootsbauprojekt oder auch die klassische Yacht rücken damit in den Hintergrund.
Kein Yachtmaster, sondern einen deutschen Schein.
Danke für den Link und deinen Beitrag. Ich habe da Schien und Zulassung verwechselt. Mit dem österreichischen Schein darf man ja nicht mal kommerziell ausbilden. Mit dem deutschen Schein schon. Daher weht der Wind.

Bist du dir sicher was die deutsche Flagge und einem Skipper mit Master 200GT betrifft? Letzteres ist ja ein international gültiges Patent und kein Segelschein im eigentlichen Sinn. Ich bin mir nicht sicher, aber müsste man den dann nicht umschreiben können?

Umgekehrt sind ja deutsche Kapitäne auch für Panama unterwegs.
Deinen Unterhalt mit Gästefahrten bestreiten möchtest, dann solltest du dieses Buch mal lesen.
Da musste ich jetzt schmunzeln. Es scheint ja doch einen Bedarf zu geben, zwar nicht für Skipper, aber dann doch für Segelbuchautoren. So fern liegt der Schluss nicht, dass auch segelnde Filmemacher gefragt sind.

Erdmanns Erfahrungen sind aber kaum auf mein Projekt übertragbar. Ich habe einfach etwas anderes vor.
"wir möchten einen Klassiker haben, auf dem wir wohnen uns segeln und vielleicht mal jemanden mitnehmen und ansonsten YT-Clips drehen" in die Richtung zu wandeln "wir möchten mit irgendeinem Boot auf dem Wasser mit Leuten drauf und evtl. Fracht Geld verdienen"
YouTube ist nach wie vor die Idee wo ich am meisten hoffe, das sie aufgeht. Dementsprechend setze ich da auch die meisten Gedanken dahinter. Die anderen Ideen sind eben genau das, Ideen. Es gibt Traditionssegler die erfolgreich betrieben werden. Einiges müsste ich lernen, anderes bringe ich mit.

Ich sehe mich definitiv nicht als Charter Skipper. Das bin ich nicht. Ich bringe Menschen gerne tagsüber das segeln bei oder erzähle Gästen was übers Schiff und über die Natur und auch Barbaras Kuchen und Kaffee sind weltbekannt. Aber ich bin kein Gastwirt und ich möchte auch kein B&B betreiben. Am Ende ist unter Deck meine Wohnung. Ich habe auch schon von Minikreuzfahrten gelesen wo man mit dem Schiff von Ort zu Ort fährt und dann im Hotel übernachtet.

Etappenweise einige Trainees mitzunehmen, beispielsweise wenn man Fracht fährt oder beim Tall Ship Race mitmacht kann ich mir schon vorstellen. Vorselektion dann über den Schlafplatz, wer so gerne mitsegelt, dass er im forecastle schläft, den nehme ich gerne mit.

232

Freitag, 9. April 2021, 11:57

Also, unter Deutscher Flagge gilt folgendes:
- wenn du kommerziell fahren möchtest, muss das Boot den vorher verlinkten Auflagen eines gewerblich genutzten Sportboots entsprechend ausgestattet sein (und das wird kontrolliert!)
- wenn du diese Auflagen auf einem alten Boot nicht erfüllen kannst/möchtest, dann besteht die Möglichkeit es als Traditionssegler zuzulassen. ABER: wie die Menschen von der Deutschen Flagge selber schreiben "nicht jedes alte Boot ist ein Traditionssegler". Zudem dürfen Traditionssegler nicht kommerziell (mit Gewinnabsicht!) betrieben werden. Dazu bitte das hier aufmerksam lesen: https://www.deutsche-flagge.de/de/flagge…aditionsschiffe

Ich bin mir sehr sehr sicher, dass die Österreicher irgendwo etwas vergleichbares haben.

Ich habe keine Ahnung, was einen Skipper mit Master200GT betrifft. Aber auch da hilft die Deutsche Flagge weiter: https://www.deutsche-flagge.de/de/befaeh…ennungsvermerke
Robulla - die schönste 34 Fuß Yacht unter deren Sprayhood man Tomaten züchten kann deren Sprayhood Leben rettet!

233

Freitag, 9. April 2021, 13:59

Ich bin mir sehr sehr sicher, dass die Österreicher irgendwo etwas vergleichbares haben.
Dann wird für mich die deutsche Flagge aber sehr unattraktiv. Allerdings hat das angepeilte Schiff eine kommerzielle holländische Zulassung von 2019. Eine Zulassung als Traditionsschiff kommt eher nicht in Frage. Ich hatte da mal vor einem Jahr mit einem spezialisierten Steuerberater gesprochen und der meinte es wäre da schwierig das Schiff im Zweifel wieder aus dem Verein raus zu bekommen oder zu verkaufen.

In Österreich gibt es weder eine Zulassung noch einen Schein der für das betreiben eines kommerziellen Schiffes, auch unter 20 Meter geeignet wäre. Das gilt im übrigen auch für die Ausbildung und rein rechtlich betrachtet sind demnach auch bezahlte Ausbildungsfahren für den FB2 mit dem FB2 auch nicht legal. Aber was kümmert eine ausländische Behörde das österreichische Recht und wer kann das kontrollieren.

Mir ist wichtig zu betonen, ich würde ein Schiff natürlich entsprechend ausrüsten und von entsprechenden Stellen begutachten lassen. Ich studiere jetzt aber sicher nicht Nautik und werde auch noch Schiffsmechaniker um die deutschen Bemannungsvorschriften einzuhalten. Da geht meiner Meinung nach die deutsche Gründlichkeit etwas zu weit. Es geht auch anders was man in den Niederlanden, in Dänemark und in Großbritannien sieht.

234

Freitag, 9. April 2021, 17:25

- wenn du diese Auflagen auf einem alten Boot nicht erfüllen kannst/möchtest, dann besteht die Möglichkeit es als Traditionssegler zuzulassen. ABER: wie die Menschen von der Deutschen Flagge selber schreiben "nicht jedes alte Boot ist ein Traditionssegler". Zudem dürfen Traditionssegler nicht kommerziell (mit Gewinnabsicht!) betrieben werden. Dazu bitte das hier aufmerksam lesen: https://www.deutsche-flagge.de/de/flagge…aditionsschiffe

Das Problem mit Traditionschiffen ist, das sie ja nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprechen, anonsten könnte man eine normale gewerbliche Zulassung machen. Daher gibt es überhaupt das Konstrukt Traditionsschiff.
Dann wird für mich die deutsche Flagge aber sehr unattraktiv. Allerdings hat das angepeilte Schiff eine kommerzielle holländische Zulassung von 2019. Eine Zulassung als Traditionsschiff kommt eher nicht in Frage. Ich hatte da mal vor einem Jahr mit einem spezialisierten Steuerberater gesprochen und der meinte es wäre da schwierig das Schiff im Zweifel wieder aus dem Verein raus zu bekommen oder zu verkaufen.
Mir fällt fast kein Land ein, bei dem die gewerblcihe Nutzung einfacher ist als in Deutschland. Ja die gewerbliche Zulassung und Prüfung ist ein bischen Papierkram. Der SKS als gewerblicher Skipperschein ist in 2 Wochen gemacht. In manchen Ländern wie Österreich gibt es das gar nicht oder man braucht als Skipper ein nautische Patent wie in USA. Auch das gewerbliche Endorsment in UK über einen Schein der RYA ist ein langer Weg, Erfahrungsssefahrtszeit, medizinische Untersuchung. Das alles gibt es in DEU nicht.

Kokopelli

Kap Hornier

Beiträge: 11 906

Schiffsname: Ich bin Mitsegler

Bootstyp: Keins

  • Nachricht senden

235

Freitag, 9. April 2021, 18:38

Der SKS als gewerblicher Skipperschein ist in 2 Wochen gemacht.
Der ist tatsächlich in zwei Wochen gemacht, aber er reicht nicht für gewerbliche Fahrt. Ich hab mich mal auf eine entsprechende Anzeige beworben und wurde abgelehnt. Der SSS ist Mindestvoraussetzung. Den kann man dann sicher in drei Wochen machen, wenn man ranklotzt.
Gruß, Klaus

236

Freitag, 9. April 2021, 20:40

Daher gibt es überhaupt das Konstrukt Traditionsschiff.
Ich dachte da geht es eher um die Bemannungsvorschriften. Mit dem Traditionsschifferschein darf man Dinge die man sonst nur mit dem Kapitänspatent darf. Was aber durchaus problematisch ist weil der Schein ja keine Ausbildung im herkömmlichen Sinne ist, sondern von einer Kommission zuerkannt wird. Weiters darf dann mit dem Schein wiederum nur ein nicht kommerzielles Traditionsschiff geskippert werden.

Holland hat immerhin eine tatsächliche Ausbildung, aber da muss mann dann auch eine zeit lang die Schulbank drücken.

Der Master 200 GT ist für mich der beste Kompromiss. Erstens kann ich die Meilen auf dem eigenen Schiff abspulen, das Medical ist vernünftig und man darf danach tatsächlich Schiffe bis 200 GT führen. Englisch ist zum Glück für mich kein Hindernisgrund.


Fun Fakt, obwohl Österreich keinen kommerziellen Schein anbietet braucht man ein Medical um den FB2 machen zu dürfen.

237

Freitag, 9. April 2021, 20:55

Mit dem Traditionsschifferschein darf man Dinge die man sonst nur mit dem Kapitänspatent darf. Was aber durchaus problematisch ist weil der Schein ja keine Ausbildung im herkömmlichen Sinne ist, sondern von einer Kommission zuerkannt wird.

Ja das ist so. Allerdings bekommt man den Traditionsschiffereintrag auch nicht per Fingerzeig, es sind entsprechende Erfahrungsnachweise vorzulegen.

Gruß Ralf

238

Freitag, 9. April 2021, 21:38

Traditionsschiffereintrag auch nicht per Fingerzeig
Das habe ich auch nicht behauptet aber danke für die Aufklärung. Meiner Meinung nach fehlt aber im deutschen Scheinwesen ein "zweiter Bildungsweg" zum Kapitänspatent. Auf der einen Seite hat man die Segel- und Motorbootscheine und dann gibt es noch das Nautikstudium. Garniert ist das noch mit Ausnahmen für Fischer und Traditionsschiffer und wahrscheinlich noch ein paar weitere. Aber kein Mensch studiert Nautik weil er sich eine 25 Meter Yacht gekauft hat. Oder übersehe ich da etwas?

239

Freitag, 9. April 2021, 22:03

Wenn Du bloß wüsstest was Du eigentlich willst ;(

Gruß Odysseus

240

Freitag, 9. April 2021, 22:18

h dachte da geht es eher um die Bemannungsvorschriften. Mit dem Traditionsschifferschein darf man Dinge die man sonst nur mit dem Kapitänspatent darf. Was aber durchaus problematisch ist weil der Schein ja keine Ausbildung im herkömmlichen Sinne ist, sondern von einer Kommission zuerkannt wird. Weiters darf dann mit dem Schein wiederum nur ein nicht kommerzielles Traditionsschiff geskippert werden.

Traditionsschiffe sind per defintion nicht kommerzielle. Es geht schlicht darum das sie die SOLAS Vorschriften nicht erfüllen. Der Zusatzeeintrag zum Führen von Traditionschiffen ist genauso amtlich anerkannt wie die anderen Scheine. Der beliehen Verband ist nur ein anderer. Die Ausbildung ist aber deutlich Umgangreichrer als die anderen Scheine und der SSS oder SHS, ist die Eintstiegsvoraussetzung anschließend dann Ausbildung und Erfahrungseefahrtszeit.

Zitat

ber kein Mensch studiert Nautik weil er sich eine 25 Meter Yacht gekauft hat. Oder übersehe ich da etwas?

Ja. deine 150m deutsch beflaggte Yacht darst du mit SBF See privat bewegen. Selbst gewerblich wäre das mit SKS oder höher möglich. Das Boot muss nur Sportbootcharakter haben, also Queen Elizabeht geht schlicht nicht für den gewerblichen Betrieb als Sportboot.

Aus der Sportbootverordnung für den gewerblichen Betrieb.

Zitat

Wasserfahrzeuge
mit oder ohne Maschinenantrieb, die für Sport- und Erholungszwecke
gebaut worden sind und ausschließlich für Sport- oder Erholungszwecke
oder für die Ausbildung zum Führen von Sportbooten verwendet werden und
die für nicht mehr als zwölf Personen zuzüglich Fahrzeugführer und
Besatzung zugelassen sind,



Was aber durchaus problematisch ist weil der Schein ja keine Ausbildung im herkömmlichen Sinne ist, sondern von einer Kommission zuerkannt wird. Weiters darf dann mit dem Schein wiederum nur ein nicht kommerzielles Traditionsschiff geskippert werden.
Warum, der SKS wird auch nur von einer Kommission vergeben und gilt gewerblcih weltweit in Küstengewässer bis 12nm (Wenn das Boot deutsch beflaggt ist).
Der Master 200 GT ist für mich der beste Kompromiss. Erstens kann ich die Meilen auf dem eigenen Schiff abspulen, das Medical ist vernünftig und man darf danach tatsächlich Schiffe bis 200 GT führen. Englisch ist zum Glück für mich kein Hindernisgrund.
Du darfst dann danach UK beflaggte Schiffe bis 200 GT führen.

Eingangsvoraussetzung:
+Yachmaster Offshore
+GMDSS ROC oder GOC
+STCW Basic Safty Traininng Module (1 Woche Vollzeit)
+ 6 Monate Erfahrungseefahrt
+Medizinische Untersuchung

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 2 026   Hits gestern: 2 829   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 6 475 409   Hits pro Tag: 2 462,64 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 13 189   Klicks gestern: 20 332   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 49 049 734   Klicks pro Tag: 18 653,96 

Kontrollzentrum