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Windstärken

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41

Dienstag, 23. Februar 2021, 08:59

Die Vereine haben alle möglichen demografischen Herausforderungen, aber nicht, dass ihnen die Kinder abhanden kommen (jedenfalls nicht die wesentlichen Vereine hier in HH- für die ganze Republik kann ich nicht sprechen). <...> Segeln im Verein ist auch der Eintritt in eine Community und auch dort ist Singlehand durchaus gefragt, hat aber in einem wesentlich niedrigeren Stellenwert als in diesem Forum <...> Ein Jugendkutter kann solange 20er Jahre sein wie er will - wenn eine kritische Masse an Jugendlichen wie in den 60er/70er/80/90er Jahren die Dinger einfach nur ATG findet
Jupp, heißt in der Konsequenz aber auch, dass es ein Verein auf die kritische Masse bringen muss. Wenn die da ist, dann läuft das gut, wenn die wegbricht (Wegzug, Beruf,...) , dann kann für ein paar Jahre auch mal Durststrecke angesagt sein.
Das Schöne am Opti ist, dass die Kleinen damit auch zu zweit (ok, letztendlich geht es auch zu dritt, dann wird es eng) ihren "geschützten Platz" auf dem Wasser haben. Das wird auf einem Foiler etwas schwieriger. Andererseits - für die, die es mögen, scheinen die WASZPs prima zu sein - für die einen ein früher Einstieg ins ganz schnelle Segeln, für die anderen mal eine nette Abwechslung zum konventionellen Jugendboot. Auch da gibt es durchaus Leute, die gerne "nur" als Schotte fahren.

42

Dienstag, 23. Februar 2021, 11:07

Mein Sohn ist letztes Jahr bei Patrick Böhmer in Grönwohld eine Waszp i.R. des 29er Trainings gesegelt. Schöne Bootsklasse , erheblich einfacher zu fahren als eine Foil-Motte durch einfahrbare Anhänge sowie zum Lernen tiefer anbringbare Wings mit Auftriebshilfen. Manöver durchzufoilen aber nicht so einfach, Halse eher wie Powerhalse beim Surfen.
Endlich mal ne neue innovative Einhand-Bootsklasse



Ich bin einfach nur grün vor Neid auf Deinen Sohn (weil Du ihm das ermöglichst) und auf Dich (weil Dein Sohn sich so für Segeln interessiert) :good2:

Unser Verein kämpft schon darum, die viel robusteren Laser der Jugendlichen in funktionsfähigem Zustand zu halten und alles was kippeliger/schneller ist, macht auf unserem Teich keinen Sinn (immerhin wäre er tief und sauber genug für einen Foiler :) ). So ein Revier wie Grönwohld haben die wenigsten Vereine zur Verfügung.

43

Dienstag, 23. Februar 2021, 13:47

Zitat

Die Zukunft des Optimisten bei einem idealen Besatzungsgewicht von 70-100 kg? (Webseite: "Ideal combined weight of range of crew: 140-200 lbs").

Die Angabe ist auf einer US-amerikanischen Seite, dazu in der USA-typischen Pluralform und sollte damit zwischen umgerechnet 63 und 90 kg liegen. Ist vielleicht eine Kleinigkeit.

Während bei uns in Deutschland zumindest das Segeln lernen in Vereinen mit angegliederten Fördervereinen (?) eine sehr große Rolle zu spielen scheint, viel größer als ich das je dachte, ist es bei unseren Nachbarn ebenso üblich einen Surfkurs wie einen Segelkurs zu buchen. Meistens machen Leute das im Urlaub und mieten die Ausrüstung erstmal, sofern sie nicht im Kurspreis inbegriffen ist. Ein Wasp-Kurs kostet für Kinder ab 50, für Erwachsene ab 65 € pro Tag. Natürlich kann man davon auch was anderes kaufen, aber zu sagen, dass sich dort das Großkapital unter Ausschluss der Öffentlichkeit trifft ... naja ... da ist an einem Black Friday bei Mediamarkt aber mehr lockeres Geld versammelt.
Was Segelschulen betrifft, ist es bekannt, dass z.B. Hobie (Toulouse) sehr "rührig bei der Betreuung" und bei Rabatten ist, im Gegenzug aber eine Exclusivstellung erwartet. Wenn man mit der Wasp ein ähnlich nachhaltges Markting hinlegt, wird das schon werden denke ich. Zu dem relativ günstigen Preis der Volks-Moth, soviel wie ein Clio in Basisversion, weniger als Weta oder Dart 18, kommen preiswerte Foil-Teile die, wenn mal was bricht, nicht derart viel kosten wie z.B. bei den folienden Cats. Trotzdem bin ich neugierig wie schnell sich das wohl entwickeln wird.

Es gibt ja eine Theorie der "Sichbreitmachung" nomadischer Produkte. Vor 30 Jahren hätte niemand gedacht, dass wir mal mit Telefonen rumlaufen, die teils mehr kosten als ein einfacher Gebrauchtwagen mit frischem Tüv. Groß und schwer sind die neuen Moths jedenfalls nicht.

Beiträge: 1 745

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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44

Dienstag, 23. Februar 2021, 14:05

Gut auf den Punkt gebracht, Qualli.
Vor allem, weil Du einen ich glaube oft übersehenen oder unterschätzten Punkt einbringst:
Kinder und Jugendliche sind nicht alle gleich.
Die Aussage "die Jugendlichen / Kinder wollen xyz" ist meistens schon falsch.

Sie mögen vielleicht mehr als Erwachsene einem gewissen Gruppenzwang / -Denken unterliegen.
Aber trotzdem haben sie oft unterschiedliche Neigungen.

Ich habe mehrfach von unseren Optitrainern gehört, dass einzelne Kinder zwar gut mit ihrem Opti segeln können,
aber zum Beispiel im Fortgeschrittenenkurs überhaupt nicht auf Regattatraining reagieren.
Die sitzen im Boot, geniessen in Ruhe und lassen die anderen vorbeifahren.

Ich finde das ja toll, weil diese Kinder schon so in sich ruhen und gefestigt sind,
die machen nicht einfach das, was die anderen machen oder was von ihnen erwartet wird.

Eine/einer träumt davon, der nächste W. Erdmann zu werden.
Jemand anders will in die Position von Burling oder Spithill.
So etwas kann sich früh bemerkbar machen.

Und ich finde auch, dass ein grosser, kompletter Verein das gerne alles abbilden kann.
Auch Olympiaanwärter segeln vielleicht mal mit Papas Traditionssegler auf Törn.
Und auch das stille Mädel aus der Europe landet womöglich irgendwann auf dem Deck eines Dickschiffs in der Vereinsregatta.
Und findet das dann vielleicht auch gut.

Holger

45

Dienstag, 23. Februar 2021, 16:39

Und auch das stille Mädel aus der Europe landet womöglich irgendwann auf dem Deck eines Dickschiffs in der Vereinsregatta.
Und findet das dann vielleicht auch gut.

Die Vorlage war nicht abgesprochen, ehrlich!
Aber so ist es. Erst Jugendeuropameisterin auf der Europe, nun Skipperin einer J/70 Crew.
Dahinter steckte kein Masterplan, sondern es ist ein permanenter Balanceakt, Neigungen und Talente zu fördern.
Das Gute übrigens ist, dass auch gern zurückgegeben wird. Der größte Teil unserer Trainer*innen ist oder war auf vereinseigenen Booten auf der Bahn unterwegs.
Die bekommt man nicht aus dem Haushalt finanziert, sondern durch Sponsoren oder noch besser: Mäzene.
Und die muss man überzeugen. Das ist mit Ego-Shootern nicht ganz so einfach. Gerade Firmen ist an Teambuilding gelegen, das zählt auch im Studium und anschließend im Beruf.
Die andere Seite des Jugendsegeln ist diese hier: KLICK . Die haben genauso viel Spaß, nur anders.
Übrigens: es geht sogar beides. Die Kaderleute sagen: erfolgreiche Regattierer lernen so früh wie möglich. Ab ## Jahren aufwärts hätte man den Anschluss verpasst.
Stimmt so nicht ganz. Vielleicht reicht es nicht für die drei Stufen auf dem Treppchen der olympischen Klassen. Aber ansonsten ist es nie zu spät.

Gruß
Andreas

46

Dienstag, 23. Februar 2021, 17:25

Stimmt so nicht ganz. Vielleicht reicht es nicht für die drei Stufen auf dem Treppchen der olympischen Klassen. Aber ansonsten ist es nie zu spät.
Da muss man aber zwischen bei Kindern und Jugendlichen zwischen Vorbereitung auf den Leistungssport und Breitensport unterscheiden. Können kleine Vereine das mehrgleisig Fahren. Eher nicht. Ist aber in anderen Sportarten nicht anders. Der SV Pusemuckel kann ggf. eine Sporttalent entdecken aber eher nicht über einen gewissen Punkt fördern. Dann steht Vereinswechsel an, wenn es der Jugendliche und Eltern wollen, hin zu Vereinen die Leistungskader und entsprechen Qulifizierte Trainer haben. An der Küste mag das einfache sein, weil eben in jeder großen Stadt ein Verein mit Leistungskader im Segeln ist. In ganz Bayern fallen mir vileleicht 4 oder 5 Vereine ein.

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