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Montag, 5. April 2021, 18:21

Von den aufgeführten Booten entspricht die Dehler 29 am ehesten den Anforderungen Ostseeboot, gut von relativen Novizen und auch einhand zu handhaben, sehr gute Segel- und vor allem Kreuzeigenschaften, mit wenig Aufwand für den Nachmittagstörn oder Wochenendtörn in Fahrt zu setzen. Die anderen Boote wie die Bavarias, Hanse und Sun Odyssey sind doch eher Familienfahrtenboote bzw. Charterboote, optimiert nicht auf Segeleigenschaften, sondern auf umbauten Raum, Raumeindruck unter Deck.
Die Anforderung ,Steuerrad' möchte ich doch etwas hinterfragen. Gerade als Segelnovize bekommt man an der Pinne sehr viel schneller ein Gefühl dafür, was das Boot will bzw. braucht und auch was es kann. Auch ist das Boot mit Pinne einfacher in einer engen Marina in die Box zu zirkeln.

22

Montag, 5. April 2021, 18:29

Die Anforderung ,Steuerrad' möchte ich doch etwas hinterfragen. Gerade als Segelnovize bekommt man an der Pinne sehr viel schneller ein Gefühl dafür, was das Boot will bzw. braucht und auch was es kann. Auch ist das Boot mit Pinne einfacher in einer engen Marina in die Box zu zirkeln.

Kann ich nur unterstützen - allerdings nicht nur für Novizen. Ich hab jetzt knapp 50 Jahre im Kielwasser und stehe voll auf Pinne, selbst bei meinen 6 tons. Es ist einfach total unkompliziert.

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23

Montag, 5. April 2021, 18:40

Nicht nur mit 6t Verdrängung. Auch meine 11-12t verdrängende Fruit de Mer 37 (Stahlboot mit Schwert/Deriveur) ließ sich unter wirklich allen Wind und Seegangsverhältnissen jederzeit perfekt mit Pinne handhaben. Zudem ist ein Boot mit Pinne leichter mittels Pinnenpilot zum Selbststeuern zu bringen. Und tatsächlich ist man ja als Einhandsegler mehr sein eigener Vorschoter und damit fast ausschließlich unter Autopilot unterwegs.

Pütting

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Montag, 5. April 2021, 18:42

Nicht zu vergessen: Pinne hochklappen, und es ist ordentlich Platz in der Plicht. Will heißen: gemütlich zusammensitzen, ohne dass eine hässliche Steuersäule mit einem Riesenrad dran nutzlos in der Mitte herumsteht!

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Montag, 5. April 2021, 18:44

Von der Frage Pinne oder Steuerrad würde ich einen Bootskauf nicht mehr abhängig machen. Ich war früher auch auf dem Standpunkt Pinne-oder-gar-nicht, bis uns unser derzeitiges Schiff über den Weg lief, mein erstes mit Rad. Seitdem finde ich das Rad auf der Langstrecke eigentlich ganz nett. Man ist ja nicht immer im Regattamodus.
Andere Aspekte sind eindeutig wichtiger und beim derzeitigen Gebrauchtmarkt kann man sich das sowieso nicht aussuchen. Im schlimmsten Fall könnte man ja sogar die Pinne nachrüsten.
Eher würde ich beim Alter das Beuteschema erweitern. Bei einem 25 Jahre alten Eignerschiff ist u. U. schon viel ausgetauscht und erneuert worden, so dass ich das z.B. einem 10 Jahre alten Charterschiff beim gleichen Preis vielleicht sogar vorziehen würde. Kommt aber auf den Einzelfall an.

Kokopelli

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26

Montag, 5. April 2021, 18:48

Aus aktuellem Anlass möchte ich noch zu bedenken geben, dass Liegeplätze an der Ostsee derzeit Mangelware sind. Also rechtzeitig und flächendeckend darum kümmern!

Ich habe aktuell einige Kunden, die gerne kaufen würden, aber den Neuerwerb nicht geparkt bekommen würden ?(
Also nur in Betracht ziehen bei Vermerk in der Verkaufsanzeige: "Liegeplatz kann übernommen werden." Und das dann auch mit Verein/Hafenbetreiber überprüfen.
Gruß, Klaus

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27

Montag, 5. April 2021, 19:14

Ich möchte aber nochmal die von Peti aufgebrachte Frage, "wäre nicht ein kleineres Boot ala Internationales Folkeboot geeigneter" aufgreifen.
Zum einen, der Fragesteller ist relativer Novize und möchte etwas ostseetaugliches, gut segelndes und
einhandtaugliches. Er möchte auf jeden Fall einen Einbaudiesel, er möchte aber auch mal jemanden mitnehmen können und auch mal für 1-2Wochen unterwegs sein können.
Nehmen wir also als weitere Kriterien separate Toilette, ordentliche Kojen, ordentliche Pantry, Stehhöhe zumindest für nicht zu große Menschen, aber auch: Mittelklampen vorhanden oder nachrüstbar, Selbstwendefock, wenig Freibord, um einhand unkompliziert anlegen zu können.
Als Anfänger, der sein erstes Boot sucht, wird dies nicht sein letztes Boot sein, das er kauft. Und so erfreulich es ist, dass er sich offenbar in komfortablen finanziellen Verhältnissen befindet (Budget ca. 65TEUR), so macht es doch wenig Sinn, das Budget für ein vielleicht am Ende doch wenig geliebtes Boot zu verbraten, wenn man nach ein paar Jahren genauer weiß, was man will und braucht und was man mag.
Man findet z.B. auf blocket.se viele auch sehr gut erhaltene Boote zu bescheidenen Preisen.
Z.B. eine Albin Cumulus (z.Zt. werden 3 zu Preisen von 10-12TEUR angeboten.
https://www.blocket.se/annons/stockholm/…n_1978/94884230
Sowas segelt richtig gut, ist seetüchtig und auch sehr gut gebaut und man ist noch dicht genug am Wasser um die See zu fühlen und wenn man mit den Leinen in der Hand von Deck auf den Steg springt verstaucht man sich nicht, wie bei manchen hochbordigen Booten, die Knöchel.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Watt.Segler« (5. April 2021, 20:39)


Pütting

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28

Montag, 5. April 2021, 19:16

Ich habe leider kaum Bootserfahrung und kann die Segeleigenschaften der von mir zufällig ausgesuchten ca. 10m Boote nicht beurteilen.

Das ist auch das kleinere Problem. Vor allem nämlich wirst Du den Zustand eines gebrauchten Bootes nicht hinreichend beurteilen können. Es gibt einfach zuviel zwischen Kielsohle und Mastspitze, auf das geachtet werden muss und für das man einige Erfahrung, nicht selten auch spezielleres Fachwissen benötigt. Nichts davon lernt man in Führerscheinkursen. Deshalb der dringende Rat: Ganz gleich, für welches Boot Du Dich entscheidest, nimm Dir zur Besichtigung unbedingt einen wirklich sachkundigen Begleiter, vielleicht sogar einen gelernten Bootsbauer mit und dazu genügend Zeit! Es muss nicht zwingend ein Sachverständiger sein, der ein regelrechtes Wertgutachten schreibt, obwohl es Leute gibt, die das in der Preisklasse >50000 machen lassen würden. Der Vorteil wäre dann, dass man den Gutachter in Regress nehmen kann, wenn er irgendwelche Mängel übersehen hat. Wie gesagt, nötig ist das nicht. Aber einen Fachmann (oder natürlich eine Fachfrau) würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall hinzuziehen.

29

Montag, 5. April 2021, 19:33

Von den aufgeführten Booten entspricht die Dehler 29 am ehesten den Anforderungen Ostseeboot, gut von relativen Novizen und auch einhand zu handhaben, sehr gute Segel- und vor allem Kreuzeigenschaften, mit wenig Aufwand für den Nachmittagstörn oder Wochenendtörn in Fahrt zu setzen. Die anderen Boote wie die Bavarias, Hanse und Sun Odyssey sind doch eher Familienfahrtenboote bzw. Charterboote, optimiert nicht auf Segeleigenschaften, sondern auf umbauten Raum, Raumeindruck unter Deck.
Die Anforderung ,Steuerrad' möchte ich doch etwas hinterfragen. Gerade als Segelnovize bekommt man an der Pinne sehr viel schneller ein Gefühl dafür, was das Boot will bzw. braucht und auch was es kann. Auch ist das Boot mit Pinne einfacher in einer engen Marina in die Box zu zirkeln.
Die Dehler 29 ist ein feines und schnelles Boot - keine Frage. Eine klare Empfehlung. Die Pinne passt ausgezeichnet zum Boot und es ist regattatauglich - siehe CalaVentiNove.
Die Hanse 320 ist an der Kreuz sehr gut und macht eine ausgezeichnete Figur. Bei Leichtwind ist die Dehler gleichwertig, ab 12 Knoten sehe ich die Hanse vorn (bei vergleichbarer Segelgarderobe).
Die Radsteuerung der Bavaria ist mit der der Hanse 320 nicht zu vergleichen - auf der einen Seite eine eher indifferente Seilzugsteuerung gegenüber einer spielfreien Schubstangensteuerung, die mit guter Rückmeldung eine präzise Steuerung an der Windkante ermöglicht.

Nicht vergessen werden sollte der Blick auf die tatsächliche Länge / Breite des Bootes.
Die Dehler hat 8,75*3m
Die Hanse liegt bei 9,56*3,30
Die Bavaria 32 kann je nach Jahrgang zwischen 9,9*3,35m und 10,3m*3,35m aufweisen.

Der Abstand von 8,75 zu 10,30m macht einen großen Unterschied bei Segel- und Lebensqualität aus.

Jan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »janni« (5. April 2021, 19:57)


krusefix

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30

Montag, 5. April 2021, 19:47

Gibt es noch andere empohlene Möglichkeiten ein Boot zu kaufen (ich habe ja noch fast ein Jahr Zeit) außer die üblichen Portale?

ja gibt es:
Empfehlungen, Vereine, Entdeckungen beim Hafenbummel, ,,,

Wie wärs mal mit Charter vor dem Kauf, dann kommt schon mal ein Gefühl für Dinge wie Pinne/Rad, Stehhöhe oder nicht usw. auf, das erscheint mir schon wichtig.

und nimm auf jeden Fall jemanden mit Erfahrung mit, wenn ihr Boote besichtigt.

Krusefix
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pks

Salzbuckel

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31

Montag, 5. April 2021, 20:45

Als Anfänger, der sein erstes Boot sucht, wird dies nicht sein letztes Boot sein, das er kauft. Und so erfreulich es ist, dass er sich offenbar in komfortablen finanziellen Verhältnissen befindet (Budget ca. 65TEUR), so macht es doch wenig Sinn, das Budget für ein vielleicht am Ende doch wenig geliebtes Boot zu verbraten, wenn man nach ein paar Jahren genauer weiß, was man will und braucht und was man mag.

Dem kann ich mich nur anschliessen, beim 1. Boot fällt Leergeld an (schon richtig, ich meine nicht Lehrgeld)
Peter

nu geimpft, hoffentlich bald die Mehrzahl :O

HeikeS.

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Montag, 5. April 2021, 21:26

In Olpenitz dürften noch ein paar Liegeplätze verfügbar sein, vielleicht ein bisschen teurer

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33

Montag, 5. April 2021, 21:32

Das hat ein bisschen was von
"Ich habe da drei nette Damen kennengelernt, welche soll ich heiraten?" :D

Peter, frage dich als erstes, was du brauchst, nicht, was du schön fändest.
Wie viele Kojen, Stehhöhe, Klo, sportlich oder nicht usw.
Dann überlegst du, welche Boote die Bedingungen erfüllen.
Und die segelst du zur Probe.

Ihr könnt auch im Sommer (wenn erlaubt) am Wochenende durch die grösseren Häfen tingeln.
Wenn bei interessanten Booten jemand an Bord ist, sprecht die an.
Die meisten zeigen gerne ihr Boot.

Am Ende werdet ihr jedes Boot, das ihr kauft, gut finden.
Ich kenne auch erwachsene Segelanfänger, die ihrem ersten Boot (gegen jede Vernunft...) lange treu geblieben sind.
Weil man da auch oft hineinwächst.

Pinne oder Rad:
Wenn man Anfänger ist und das Segeln wirklich lernen will, nimmt man gerne Pinne.
Wenn man erfahrener Segler ist, kann man auch mit einem Rad segeln.

Als Anfänger segelt man ein Boot nicht mit Rad.
Sondern man fährt.
Im schlimmsten Fall wie ein Busfahrer.
Wenn dir das reicht (tut es bei vielen), dann nimm das Rad.

Bei manchen Booten spricht gegen das Rad die schlechtere Einhandtauglichkeit.
Weil man nicht so gut zwischen hinterem und vorderem Cockpit wechseln kann.

Holger

krusefix

Salzbuckel

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34

Montag, 5. April 2021, 21:33

In Olpenitz dürften noch ein paar Liegeplätze verfügbar sein, vielleicht ein bisschen teu

soviel schlimmer als einer der Liegeplätze in Kappeln ist das auch nicht.

Krusefix
wer Verantwortung von sich weist,
weist auch die Freiheit von sich.

Springflut

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35

Montag, 5. April 2021, 21:49

Wo kaufen oder suchen?
Holland, Schweden, auch in England kann man schon mal etwas passendes finden.
Wir hatten in Holland Glück bei
https://de.botentekoop.com/

auch
https://www.scanboat.com/da
ist ein gängiges Portal.

Überführungen von da aus sind auch machbar mit einem erfahrenen Mitsegler.
Gruß Sven

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36

Montag, 5. April 2021, 22:52

Moin,
ich empfehle eine maxi 77. Die ist zwar etwas kleiner, aber ideal für Anfänger, schnell, einhandtauglich, verzeiht Fehler, super für kleine crews, gibt es für 4 bis 10 k.
Gebaut an der Ostsee für die Ostsee.

Die maxi ist pflegeleicht, am besten eine mit Aussenborder, den kannst du hoch nehmen beim segeln. Gibt es auch mit Inborder.

Zum einhandsegeln unbedingt einen Pinnenpilot für Manöver

37

Montag, 5. April 2021, 23:28

Von der Frage Pinne oder Steuerrad würde ich einen Bootskauf nicht mehr abhängig machen.

+1, Die Duskussion wird hier nun schon ewige geführt.
Der TS hat mir ein bischen zu harte Kriterien. Auch Boote unter 10m sind Ostseetauglich. Warum die 15 Jahres Grenze? Warum die vier Marken?
Ein gut gepflegtes Eignerboot ist nach 30-40 Jahren deutlich in besseren Zustand als eine Charterboot, an dem in 10 Jahren nur das Notwendige gemacht wurde.

Bei drei seinen vorgeschlagenen Booten ist das entscheiden Kriterium der Wohnkomfort, bei der Dehler eher die Segeleigenschaften. Man muss sich dann schon entscheiden was man will,
Als wirklich harte Kriterien sieh ich:
-Einhandtauglich, also möglichst alles in die Pflicht geführt
-Einbaudiesel
-Segelfertig (Damit werden viele gbrauchte Charterboot rausfallen, da hier oft ein Investitiionsstau vorliegt)

Auch sollte dem TS bewußt sein, das der Markt für gute Einstiegsboote Ostsee defakto leergefegt ist. Es ggf. wirklich Sinn macht sich gegenwärtig ein billiges kleines Boot unter 10.000 Euro anzulegen und Segeln zu gehen und in 1 bis 2 Jahren dann nach dem gewünschten Fahrtenboot suchen.

38

Dienstag, 6. April 2021, 00:02

Es ist schon mal gut das der Kauf nicht dieses Jahr geplant ist.
Wie schon gesagt, die Idee mit dem Boot hatten Corona bedingt letztes Jahr sehr viele Leute. Der Markt ist leergefegt was gute Boote und was Liegeplätze betrifft.
Wenn es denn dann einigen aufgefallen ist das Boote auch Arbeit und Unterhaltungskosten verursachen, und man wieder in ferne Länder fliegen darf, beruhigt sich das ja evtl. bald wieder.
Und dann würde ich meinen Vorrednern zustimmen, das Alter eines Boots ist nicht so wichtig, der Zustand ist es, das ist etwas komplizierter als beim Gebrauchtwagenkauf.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

pf

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39

Dienstag, 6. April 2021, 07:07

Die Diskussionen Pinne oder Rad erübrigen sich immer mehr bei neuen Booten. Selbst wenn die mit Pinne lieferbar sind ist das Cockpitlayout immer mehr nicht an Pinne angepasst.. Obwohl ich selbst Pinne bevorzuge.
Bei meinem aktuellen Boot hatte ich keine Wahl, muss aber sagen: Es steuert sich unheimlich direkt. Genau wie mit Pinne. Eine kleinste Lenkbewegung führt sofort zur Reaktion.

Auch die Frage lieber Boot bis 15 Jahre oder doch lieber ein 30-40 Jahre altes Boote ist ohne rosarote Brille schon sehr einfach an den eigenen Vorlieben fürs Layout zu beantworten. Das können Welten sein in Rumpf, Innenraum, aber auch im Handling. Ich finde moderne Boote mit einer fast gleichen Breite von Mitte bis Heck deutlich einhandtauglicher, als größte Breite in der Mitte und dann stark einfallendes Heck. Da ist nicht einfach ohne groß zu werfen eine Leine im Hafen überzulegen, wenn man hinten an Pinne oder Rad ist und sich nur kurz zur Seite beugen will. Ja, das geht mit viel Übung auch alles bei alten Rissen, kein Thema, aber als Anfänger hat das Vorteile -und nicht nur als Anfänger.

Da hier keine Rennyacht gesucht wird ist also der vielfach geäußerte Hinweis zum Probebegehen und möglichst auch Probesegeln der zielführende. Und als Anfänger ist eine etwas stäbigere, Yacht, die nicht sofort sensibel reagiert, leichter zu handhaben.

Ich weiß ja nicht die Körpergröße des TO, aber die Dehler 29 habe ich als extrem flach in Erinnerung, als ich einmal drauf war. Ich hatte mit gut 1,8 m keine Stehhöhe, bei weitem nicht. Das käme für mich überhaupt nicht in Betracht. Die dürfte auch das geringste Gewicht haben und damit für Anfänger eher die meiste Aufmerksamkeit erfordern. Obwohl frankophil halte ich die Hanse aufgrund der Selbstwendefock für den Einstieg für den TO auch bei den geringen Anforderungsangaben für die sinnvollste Auswahl. So kann er sich in der in der ersten Gewöhnungs- und Lernphase auf andere Dinge konzentrieren und Abläufe einfache internalisieren. Und wenn er nicht mehr will ist die Umrüstung auf eine normale Fock ja völlig problemlos möglich, ohne aufwändige Zusatzinstallationen, die umgekehrt nötig sind.
Sailing is Boundless freedom.

Peter


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40

Dienstag, 6. April 2021, 07:19

Auch die Frage lieber Boot bis 15 Jahre oder doch lieber ein 30-40 Jahre altes Boote ist ohne rosarote Brille schon sehr einfach an den eigenen Vorlieben fürs Layout zu beantworten.
Ja, und dann liegen auch so rein raumästhetisch Welten zwischen den Klassikern und aktuellen Booten. Wenn dem TS ein modernes Boot vom Innenraum her gefällt wird er sich auf einem Klassiker kaum wohl fühlen (und umgekehrt).
Gruß
Robert
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