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Meeresfee

Salzbuckel

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Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Traditionssegler 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

Im Marktplatz: 1

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61

Dienstag, 6. April 2021, 12:45

Klaus, alles richtig.
Aber wenn man jetzt was Eigenes will wird man nicht erst drei Saisons chartern und mitsegeln.
So ist der Mensch nicht. Und unerfahren macht man Fehler und lässt sich blenden.
1991. Wir hatten ein wenig gespart und ich konnte unsere erste Jaguar 21 für 25 tsd. Mark verkaufen. Ein Boot mit Stehhöhe und so, das war der Traum. Unser Liegeplatz im Meldorfer Hafen war tief genug für ein Kielschiff auch bei Niedrigwasser. Zur Wahl standen letztlich Dehler 28 und GibSea 262. Wir nahmen die Gib Sea, mehr Platz, mehr Stehhöhe, mehr Schiff für weniger Geld.
Es war falsch. Die Gib Sea entpuppte sich als rank und bockig, zu breit, zu hoch, zu wenig Ballast unten drunter. 1994 verkaufte ich sie wieder mit Verlust. Lehrgeld. Das nächste Boot, da hörte ich auf Vater und Andere, wurde eine X. Das passte dann. C.

Kokopelli

Kap Hornier

Beiträge: 11 882

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62

Dienstag, 6. April 2021, 13:14

Es war falsch. Die Gib Sea entpuppte sich als rank und bockig, zu breit, zu hoch, zu wenig Ballast unten drunter.

Ja, da hast du recht, Carsten. Aber ich bezweifele doch sehr, dass jeder Eigner diese Mängel offen darlegt und seine Fehlentscheidung/Unerfahrenheit zugibt. Und für manche ist das gar kein Mangel. Deshalb sind solche Empfehlungen schwierig, wenn man den Fragesteller und seine Wünsche nicht einschätzen kann.
Gruß, Klaus

sailwö

Moses

  • »sailwö« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

Wohnort: Kassel

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63

Dienstag, 6. April 2021, 14:37

Eine Riesen Menge an Tips, DANKE !

Zuerst war ich mir unsicher, ob ich es wagen sollte hier zu schreiben, und ich hatte eher keine oder nur wenig hilfreiche Antworten befürchtet.

Das Gegenteil ist passiert: ich möchte mich GANZ herzlich für die freundliche Aufnahme und die RIESEN Menge an hilfreichen Tips bedanken!!!

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass daraus jetzt 4 Seiten werden würden. Und ich habe aus jedem einzelnen Beitrag was gelernt bzw. neue Sichtweisen kennengelernt.


Ihr habt mich darin bestärkt doch diese Saison vermehrt mit zu segeln (ohne SKS wird das Chartern wohl nicht möglich sein), mehr Boote live an zu schauen und zu überlegen was mir bzw. uns spaß macht. Übrigens hat meine Frau zwar - um mir einen gefallen zu tun - den BFA gemacht, aber entscheiden was für ein Boot es letztendlich werden soll, werde ich wohl hauptsächlich alleine (und jeder der verheiratet ist weiß, wie viel die Aussage hier jetzt bedeutet...)

Zeitlich gesehen, ist die Entscheidung erst nächstes Jahr den Kauf zu tätigen dann auch die richtige Entscheidung. So kann ich den Markt besser beobachten. Ich muss nur jetzt noch das doofe Gefühl loswerden, ein jetzt angebotenes Boot nicht zu kaufen und zu warten in der Hoffnung nächsten Winter ein ähnliches oder besseres zu bekommen. Für den Kauf werde ich mir dann einen neutralen Gutachter (ob professionell oder nicht wird sich dann zeigen) dazu holen um die Investition (naja, Kostenfaktor) ab zu sichern. Beim Stil im inneren des Boots bin ich tatsächlich sehr entspannt, ich mag sowohl moderne als auch klassische Innenausstattungen, auch Teak.

Nach dem Durchlesen der Beiträge würde ich jetzt (wenn ich gezwungen wäre sofort zu kaufen) in Richtung Dehler 29 oder noch mehr Hanse 320 tendieren. Aber das ändert sich bestimmt noch einmal wenn ich eure Vorschläge alle genauer angeschaut habe. Den Liegeplatz für nächstes Jahr werde ich in Boltenhagen dann schon mal ansprechen.

Ich habe versucht als Dankeschön alle Beiträge mit einer Bewertung zu versehen, klappt leider nicht immer, daher hier noch einmal: danke für eure Mühe. Sollten wir uns mal Live treffen, gebe ich ein Bier oder Alkoholfreies Getränk aus.

Peter

64

Dienstag, 6. April 2021, 15:07

Ich muss nur jetzt noch das doofe Gefühl loswerden, ein jetzt angebotenes Boot nicht zu kaufen und zu warten in der Hoffnung nächsten Winter ein ähnliches oder besseres zu bekommen.
Es gibt manche Boote, die WILL man einfach haben. Dann kann es nur so etwas sein. (Bei unserem ersten Kajütboot war es so, es sollte ein Waarschip Quartertonner sein und wurde es auch.) Dann gibt es aber auch den Ansatz, "ich will einfach mit einem vernünftigen Untersatz los". Da gibt es für normalen Einsatz dann mehr als nur einen Typ. Falls ihr körperlich nicht besondere Eigenschaften habt (> 195, Rollifahrer oder sonst irgendwas), dann werden ganz viele Boote, auch günstigere, in das Beuteschema passen. Mittlerweile fallen mir spontan je Geldbetrag sicherlich ein Dutzend (sehr) verschiedene Typen ein, die mir viel Spaß bringen würden, sicherlich jeweils mit etwas anderem Schwerpunkt, aber alle gut, um auf das Wasser zu kommen. Für euch: Bei paarunddreißig Fuß und Ostsee kann man sicherlich an eine Hanse mit S-Fock denken oder aber, gerade als Anfänger, an eine deutlich günstigere, gut zurechtgemachte Ballad (mit G3 und Groß beim Einhand-Nachmittagssegeln gut zu bewegen), die sicherlich weniger Komfort hat, aber sehr gutmütig (und dabei durchaus nicht unflott) ist, jedenfalls wenn man nicht gerade bei Starkwind Spi fährt. Die fahrt ihr ein paar Saisons, dann wisst ihr, was es im nächsten Schritt werden soll. Aber letztendlich tun sich alle großen weißen Boote nicht besonders viel, um beim Nachmittagssegeln auf der Ostsee ein paar nette Stunden zu verbringen.
Nachtrag: "Besondere Angebote" sind dann eher von der persönlichen Lage der Verkäufer abhängig - da müssen Boote aus familiären Gründen schnell weg, da die Erben nicht lange vor Ort sind oder bevor die neuen Liegeplatzkosten anfallen oder man zieht um oder... Sonst gilt: Boote sind eher da günstig, wo die Liegeplätze teuer sind (und wo man beides unabhängig bekommt, binnen sind die LPs oft an die Boote gekoppelt).

grauwal

Salzbuckel

Beiträge: 2 159

Schiffsname: lebhaft

Bootstyp: Aquanaut 1000

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65

Dienstag, 6. April 2021, 15:34

.........

Ich habe versucht als Dankeschön .............


Das ist wirklich nicht nötig, Peter.
Nichts begeistert den Skipper so sehr, wie eigen Sicht der Dinge missionarisch unter´s Volk zu bringen :)

Bei mir ist das Steckenpferd die Ergonomie, eine verlorene Kunst. Stundenlang könnte ich predigen :)

Achte mal darauf....
- wie man bei Krängung den Niedergang rauf und runter kommt - weit in den Salon ragende "bequeme" Treppen sind bei Schräglage Kappes
- sitzen mehrere Leute gemütlich zusammen im Salon, stoßen auf dem schicken Rundsofa die Knie aneinander.
- sitzt man in der geräumig breiten Plicht beim am-Wind-Kurs ohne sich mit den Füßen abstützen zu können schmerzt das Sitzfleisch und die Muskeln des Oberschenkel müssen ständig gegenan arbeiten. Klappbare Bügel für die Füße sind eine (Not)lösung
- beim steilen Steven und zurückgezogenem Bugkorb bedarf es beim Anlegen Bug voraus beherzter Sprünge
- ein bei Krängung schräger Boden hinter dem Ruderrad geht gewaltig auf die Bandscheiben. Klappbare Rampen sind eine (Not)lösung
- kardanische Herde, die nicht frei schwingen (min 30°) lassen Gekochtes überschwappen
- tiefer Schrankraum, der nur im Liegen zu befüllen ist, macht die Entnahme des Inhalts bei bockendem Schiff zu Strapaze
- tiefe Backskisten, deren Boden nur mit Leiter zu erreichen ist, nutzt man ungern.
- .....
Die Liste ist lang.
Die Liste der untauglichen und übertrieben vorhandenen Technik ist noch länger. Nicht alles was blinkt und glänzt ist brauchbar, aber das ist eine andere Geschichte.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

jensstark

Salzbuckel

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Bootstyp: Dehler Optima 98GS

Heimathafen: Nestleweg 8, Kappeln

Rufzeichen: DB8094 / (DB9MOI)

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66

Dienstag, 6. April 2021, 15:49

Kaufe nicht zu klein. :)
Meiner Frau und mir geht's auf 32 Fuß sehr gut, andere leben mit 28 Fuß.
Wir duschen im Hafen, ansonsten haben wir alles, was man so braucht.

Wenn Du aber ein Boot im unteren Größenbereich kaufst, wird es schon schwierig, einige Zeit unter Deck das Ende des Regensturms auszusitzen...

Zum Budget:
Das ist nur ein Teil der Miete!
Investitionen in Polster, Segel, Zubehör und so weiter sind ein ordentlicher Batzen, auch wenn man sie nicht immer und nicht sofort braucht. Dazu Kosten für Winterlager, Liegeplatz, Reparaturen, Kartenmaterial, Rettungswesten (Prüfung!) und Signalmittel.
Wir haben auch angefangen und uns zuerst in kleinen Booten umgesehen. Für jemand meiner Körpergröße hat die Albin Vega den Komfort einer Ferkelbox... Dann gab's im Forum eine Optima 98GS, gebaut in den frühen 1980ern, aber auch nach Gutachter in gepflegtem Zustand. Die mögen wir auch heute noch, aber es gibt preiswertere Leidenschaften als ein Boot. :)

Liegeplatz spielt in zwei Situationen eine große Rolle:
a) Nicht-EU. Muss wahrscheinlich nachverzollt werden.
b) Binnen. Gibt's eine brauchbare Verbindung zur Ostsee? Ansonsten kostet Landtransport gutes Geld.
Okay, Mittelmeer heißt eventuell UV-Schäden. England heißt laut Aussage Vieler "Verbastelt".
Aber es gibt genügend Leute, die kein Problem damit hätten, auf dem Wasserweg ein Boot von A nach B mit zu überführen. Auch hier im Forum - und das sind oft Leute mit SEHR viel Erfahrung.

Was man machen kann: Bootskaufseminar. Hat Robert Eichler im Programm, wenn gerade nicht Covid ist. Eigentlich wollten wir vorher auch kein Boot, jetzt haben wir eines...

67

Dienstag, 6. April 2021, 16:08

Noch zwei kleine Hinweise:

- Man kann auch ohne SKS hervorragend Chartern. In Deutschland wirst du aber vermutlich um den Funkschein nicht herum kommen. Wirste aber als Eigner auch brauchen, also mal dieses Jahr machen, geht flott.
- Ein Gutachter verlangt ca. 100€ pro Meter Boot. Also für ein 10m Boot ca. 1.000€. Die sind jetzt auf 65k€ nicht das, was den Braten fett macht. Ganz im Gegenteil, wenn man's Niederländisch macht (Preis und Vertrag vor Gutachten aushandeln, im Vertrag vereinbaren wie mit durch das Gutachten aufgedeckten Problemen verfahren wird), hat man die Kosten des Gutachters schnell mal wieder drin. Siehe dazu auch https://www.stegfunk.de/ein-boot-kaufen-…d-by-4beaufort/
Robulla - die schönste 34 Fuß Yacht unter deren Sprayhood man Tomaten züchten kann deren Sprayhood Leben rettet!

space*cadet

Salzbuckel

Beiträge: 2 441

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Bootstyp: Dehler 35 SV

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68

Dienstag, 6. April 2021, 16:13

Es gibt manche Boote, die WILL man einfach haben. Dann kann es nur so etwas sein.
So schön das sicher ist, taktisch ist das wohl eher unglücklich...

Nachtrag: "Besondere Angebote" sind dann eher von der persönlichen Lage der Verkäufer abhängig
Um die besonders günstigen Angebote wahrnehmen zu können braucht man
- verschärfte Sachkenntnis,
- gute Informationen zur Marktlage und
- Entschlossenheit (also auch das Wissen, was man denn nun so will).

Als Einsteiger sollte man sich das wohl besser aus dem Kopf schlagen.
Yachttechnikseminare - Saisonende :)

sdw

Salzbuckel

Beiträge: 3 051

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69

Dienstag, 6. April 2021, 16:34

Hallo Peter,
ich möchte nicht auf die Berichte meiner Vorgänger eingehen, sondern schreiben nur aus meinen eigenen Erfahrungen. Als erstes kommt es darauf an, wieviel Du für das Boot ausgeben möchtest und dann wie alt das Boot ist.
Ich hatte schon einige Boote gehabt unterschiedliche Größe. Wir haben klein angefangen auch ohne viel Komfort. Nach einer Weile haben wir uns entschieden, doch mal die 10 m anzupeilen. Wir sind hauptsächlich nur zu zweit unterwegs und da ist diese Größe für uns ideal. Wir haben in der Gebrauchtbootbörse gesucht und dann in die Charterbrache gewechselt. Angeschaut haben wir uns Hanse und Bavaria. Beide Boote waren 5 Jahre alt und für 5 Jahre waren doch die einen oder anderen Mängel. Hier ist allerdings ein Vorteil, wir hatten ein Jahr Gebrauchtbootgarantie. Entschieden haben wir uns für die Bavaria 30. Einen ganzen Tag haben wir das Boot "durchsucht" und dann entschieden, wir gehen mit den Mängeln in die Verhandlung.
Die Verhandlungen brachte, dass alle vorhanden Mängel von der Firma behoben wurden. Hier mal ein paar: ein nagel neuer Polstersatz, die Abdeckung von Herd, neue Türklinken und ein neuer Wasserhahn im Bad. Später stellte sich noch heraus, dass die Wasserpumpe defekt war und gewechselt werden musste, was auch noch erledigt wurde. Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass wir noch ein ganzes Stück Arbeit und Geld in das Boot gesteckt haben. Das Unterwasserschiff neu gemacht, neue Segel, neuen Plotter, LED Beleuchtung, neue Batterien, neues Flexiteek und noch so einiges anderes. Das hast Du aber bei anderen Booten auch. Jetzt können wir sagen, das Boot ist jetzt so nach unseren Vorstellungen. Wobei, das eine oder andere wird noch erneuert oder kommt noch dazu. Wenn Du spezielle Fragen hast melde Dich mal. Ich kann da einiges erzählen.
sdw :Laie_22:




Auf`m Boot :segeln: ist wie zu Hause auf`m Sofa (Entspannung) :segeln:

70

Dienstag, 6. April 2021, 18:41

maxi kam ins Gespräch......na, da muss ich doch.....

aber zuerst: Das Mädel muss sich wohl fühlen. Leider kommen dann oft Wohnzimmer dabei rum, wo man auf See gerne durch die Gegend fliegt.
er wurden schon viele wichtige Sachen hinsichtlich seetauglicher Einrichtung gesagt. Ich finde, dass muss von beiden verstanden sein. Dann bekommen beide ein Auge dafür und man findet was passendes

Aber Frau: Uns war eine separate Toilette wichtig. Zwischen Salon und Vorpiek war ein Ausschluss Kriterium.
Leider fällt dann die Maxi 84 hinten runter. Aber das Teil mit Kuchenbude hat bei unseren "Männersegel touren" immer satt Platz für alle gehabt. Also 1,5 Sterne bekommt man damit hin.
Eine Dufour 29 fiel bei der selben Crew mit Pauken und Trompeten durch.
Maxi 909 wurde schon erwähnt. Dann darf die Maxi 999 nicht fehlen. Die macht nicht nur segeltechnisch Spass, wobei man beim Kiel aufpassen sollte Gerne den 1,70m, der 1,45m läuft nicht die Höhe. Wir haben jedoch eine 999 im Bestand, die am 1,45m 10cm Blei dranbekommen hat. Seit 3 Jahren weiteifern nun eine mit 1,70 gegen die 1,55m.....keine merkbaren Unterschiede mehr!

Eine Maxi 33 oder Maxi 34 war allerdings schon vor Corona schwer zu kriegen. Steuerrad, aber klasse Boote und passen recht gut ins Budget .

Maxi 95: Ein Schiff....nicht nur für die Ostsee. Man trifft überall um den Globus auf diese Boote. Sie ist ein sicheres Boot, segelt gutmütig, ist etwas untertakelt und vermittelt durch das Mittelcockpit ein Sicherheitsgefühl. =verzeiht auch Fehler!
Die separate Achterkabine muss man mögen. Ich liebe sie!
Der Bootsboden besteht in großen Teilen direkt aus dem Rumpf = schräge Bodenstellen.

das waren meine 5ct.

Handbreit

suseLippesee

Proviantmeister

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Wohnort: Bielefeld

Schiffsname: Merlin

Bootstyp: Hanse 320

Heimathafen: Schlutup Lübeck

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Im Marktplatz: 1

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71

Dienstag, 6. April 2021, 19:02

Hallo Peter,
bei der Hanse 320 denke auch an die 325. Ist der gleiche Rumpf, nur eine andere Ausbaustufe. Stauraum im Boot und draußen ist weniger. Auch die 315 ist fast identisch. Die neueren 315 haben dann Doppelsteuer. (Durchgang ist bequemer).
Handbreit Werner

Trödler

Offizier

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Bootstyp: HR 29

Heimathafen: Rostock

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72

Dienstag, 6. April 2021, 21:06

Typische gute Ostseeboote. Allrounder, Scheuerleiste, gut bewohnbar:
Dehler 31/32/34; Winner 9.50; Comfortina 32; HR 31; Najad 320; Nordborg 32, Maxi 909. Alle gebraucht erhältlich, unterschiedlich teuer, unterschiedlich in anmutung und Auslegung, aber alle geeignet. C.
Stimmt. Sämtlich Boote, die mir auch Freude machen würden. Die Bavarias und die Hanse, die Du ins Auge fasst, bin ich schon häufiger in Charter gesegelt. Bei den Bavarias (Bavariafans bitte nicht weiterlesen ;-)) ging es mir jedes Mal so, dass ich froh war, sie wieder zurückgeben zu können und nicht Eigner war. Da nervt mich die Plicht mit Tisch, Steuerrad mit Riesenplatikgedöns oben drauf schon tierisch. Der Tisch ist auf See immer im Weg und das ganze sieht aus als hätte der Skipper in seiner Jugend nicht genügend Matchboxautos gekriegt und muss jetzt Kapitän spielen. Die Hanse war da schon erträglicher. Ich hatte sogar mal ne Hanse 315, die hatte sogar Pinnensteuerung und war richtig handig. Von den Booten aus Deiner Liste, würde meine Wahl klar auf die Dehler 29 fallen.

Du wirst bei den Antworten, die Du bekommst, schon festgestellt haben, dass die Bedürfnisse beim Segeln sehr unterschiedlich ausfallen können. Auch Bavarias werden von sympathischen und kompetenten Segelkameraden/-innen gesegelt und die kommen damit auch überall hin, wo sie wollen. Was das von mir vorher Behauptete doch stark relativiert. Du musst halt rausbekommen, was Dir taugt (wie schon ausführlich erläutert, gelingt das nicht immer beim ersten Bootskauf). Segeln ist irgendwie halt auch ein bisschen Vielosophie und hat auch viel mit der eigenen Lebensart zu tun. Und: Wie auch schon erwähnt: Mann passt sich auch dem Schiff und seinen Macken an (wenn es denn im Gesamten passt) oder ist tierisch genervt von einem Boot, das einen anderen glücklich machen würde.

Grüße
Karl
Die besten Seemänner stehen an Land.

73

Dienstag, 6. April 2021, 21:32

Nein, ein Anfänger braucht etwas Anfänger freundliches. Massenware ist es oft nicht. Die Massenboote sind ganz gut bewohnbar im Hafen, auf Seekojen kann 99% der Kunden eh verzichten. Aber diese Boote sind nicht kind to her crew.
Sie stuckern und bocken in der Welle wegen Steven zu steil, sie brechen leicht aus (Heck zu breit), sie treiben beim Anlegen. Sie haben oft keine Scheuerleiste mehr. Es ist einige Jahre her. Wir liefen nach einer recht windigen Überfahrt mit unserer damaligen X 312 in Gedser ein und legten da quer zum Wind, es waren um 6 aus NW, an; das Boot trieb kaum, es war nicht allzu schwer. Wir hatten trotz der Welle im Fehmarnbelt eine kommode Überfahrt und einen Schnitt von gut 7.5 kn geschafft. - Kurz danach legte dicht neben uns eine moderne Bavaria 34 aus Grömitz an. Das Manöver geriet zum Staatsakt und beschäftigte mehrere Männer am Steg, so sehr vertrieb diese Bav. Wir zogen sie letztlich in die Box. Der Skipper zitterte, seine Kinder bleich, die Frau den Tränen nahe, das Boot über und über voll Kotze. Sie hatten bei halbem Wind von Grömitz eine Leidenstour hinter sich, gekrönt von diesem Anleger.
Woher soll ein Anfänger das wissen? Er landet ggf. bei Massenware und erlebt dann sowas. Muss nicht sein.
Das muss nicht unbedingt an der Bavaria gelegen haben. Falsch gerefft, zuviel / zuwenig Segelfläche für den Wind, ausgeleierte Segel für zu viel Krängung, Wellen nicht oder nicht weit genug ausgesteuert, Kiddies und Frau nicht beschäftigt, Fahrt beim Anleger zu früh aus dem Schiff genommen - alles Punkte, die nichts mit der Bavaria zu tun haben müssen....
Jan

Beiträge: 1 797

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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74

Dienstag, 6. April 2021, 21:38


...

Peter, frage dich als erstes, was du brauchst, nicht, was du schön fändest.
........................


Woher soll der Peter das wissen?
Er hat noch nie stundenlang mit einer Flaute gekämpft. Wird er das überhaupt wollen?
Er ist noch nie von einer schweren Schauerbö überrascht worden.
Er hat noch nie auf engstem Raum bei Starkwind Segel geborgen oder gesetzt.
Er ist .......
Will er konsequent die Ziele unter Segel erreichen oder wirft er unter 3kn den Motor an?
Wird er tiefe Befriedigung nach einer Kreuz bei Reffbrise empfinden?
Legt seine Liebste Wert auf Bäder in der Sonne?
Stehen gesellige Abende mit Freunden auf der Liste?
....
Gruß Franz


Das ist ein Missverständnis, Franz.
Du meinst spezielle Eigenschaften, ich meine grundsätzliches.
Stand hinter dem von dir zitierten Teil, z.B. wie viele Kojen, Stehhöhe usw.
Lastenheft haben wir das mal genannt.

Der Hintergrund meiner Anregung:
Wenn jemand nur zwei gute Kojen und halbwegs Stehhöhe braucht, sind 32' nicht nötig.

Hier im Forum finden ja manche, je grösser desto besser.
Ich kenne mehrere Quereinsteiger, die schon lange auf unter 28' glücklich sind.

Ein Paar bei uns im Verein fing mit einer Folie Douce an.
Dann kam die Bavaria 33.
Brauchten sie eigentlich nicht, aber konnten sie sich leisten und ist ja auch komfortabler.

Nur für wenige Jahre, jetzt segeln sie gar nicht mehr.
Ist ja alles so aufwändig, teuer, zeitraubend...

Ich finde die Liste von Meeresfee gut.
Ich ergänze noch Bonita 767, Maxi Fenix, Maxi Magic, Albin Cumulus.
Wenn die Kompaktklasse reicht.

Holger

krusefix

Salzbuckel

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75

Dienstag, 6. April 2021, 21:38

Das muss nicht unbedingt an der Bavaria gelegen haben


eben,
Bavaria-bashing ist in diesem Thread echt unangebracht, denn es gibt genügend Eigner, die mit ihren Bavarias tolle Seestücke geschafft haben. Ich hatte nach deren Berichten nicht den Eindruck, dass sie dabei gelitten haben.

Krusefix
das Buch zum Törn (von NL zur Ostsee)

76

Mittwoch, 7. April 2021, 07:40

Das muss nicht unbedingt an der Bavaria gelegen haben


eben,
Bavaria-bashing ist in diesem Thread echt unangebracht, denn es gibt genügend Eigner, die mit ihren Bavarias tolle Seestücke geschafft haben. Ich hatte nach deren Berichten nicht den Eindruck, dass sie dabei gelitten haben.

Krusefix


:danke:

Ein prominentes Beispiel ist die JAMBO (Bavaria 34 Holiday) . Das Boot hat den Martin gut über die Atlantikrunde gebracht. Guido Dwersteg mit seinerCARPE DIEM (Bavaria 32 Holiday) ist ein weiterer Protagonist, der Blauwassertouren auf seiner Bavaria durchgeführt hat.

Die Boote können gut segeln - wenn sie gut gesegelt werden.
Der Ruf ist durch so mache Charterkatastrophe etwas lädiert. Bei uns im Verein liegen Bavarias, die sehr aktiv und zur Zufriedenheit der Eigner gesegelt werden - ebenso wie Xen, Comfortinas, Luffes und J´s.
Jan

Meeresfee

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77

Mittwoch, 7. April 2021, 09:15

Jedem das Seine. Mir sind die Kompromisse Richtung HafenFEWO zu groß.
Die rümpfe sind mir zu hoch, zu windanfällig. Bei Bavaria gefallen mir Cockpitt und Groschotführung gar nicht. Bei Hanse viel zu viele glatte Flächen an Deck, zu schmale Laufdecks,- und immer ist das Unterwant im Wege. Das haben die neueren BAV auch als Problem. Die Sun Os und Oceanis bringen ähnliche Features, da fehlt dann oft noch jede Scheuerleiste.
Wohlgemerkt: das ist Kritik am Konzept, nicht an der Qualität, die mitlerweile und das seit Jahren ein gutes Niveau bei allen in der Grosserie erreicht hat. (Hanse sollte bei der Kielausrichtung sorgfältiger sein, da läuft mal was ausm Ruder)
C.
.

grauwal

Salzbuckel

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78

Mittwoch, 7. April 2021, 09:44

............
Du meinst spezielle Eigenschaften, ich meine grundsätzliches.
........
Brauchten sie eigentlich nicht, aber konnten sie sich leisten und ist ja auch komfortabler.

........

Ich finde die Liste von Meeresfee gut.
..........


Da stimme ich Dir zu. In erster Linie haben wir unsere Sangria (mit der waren wir u.a. in England) nicht gegen die Rush wegen des Mehr an Raum getauscht, sondern weil jeder Meter mehr deutlich besseres Seeverhalten ergibt. Obendrein ist etwas mehr Raum bei längerer Verweilzeit (4M/a) auch nicht schlecht. Für eine Nutzung am Wochenende und im Urlaub hätten wir es nicht gemacht, wären höchstens auf ´was schnelleres umgestiegen.

Nicht nur die Liste von Meeresfee sondern auch die Begründung (#77) passt. Um solche Punkte zu generieren braucht es viel Erfahrung. Schon um sie einzuordnen braucht der TS noch einige Zeit.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

79

Mittwoch, 7. April 2021, 09:45

Bei Bavaria gefallen mir Cockpitt und Groschotführung gar nicht. <...> Wohlgemerkt: das ist Kritik am Konzept, nicht an der Qualität, die mitlerweile und das seit Jahren ein gutes Niveau bei allen in der Grosserie erreicht hat..
Manches für den Segelspaß kann man auch mit etwas Geld und etwas mehr Arbeit beheben. Und wenn man dann noch in ordentliche Segel investiert, laufen sie ja wirklich halbwegs. Aber das ist dann eben nicht mehr Neukauf eines Serienboootes.

Meeresfee

Salzbuckel

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80

Mittwoch, 7. April 2021, 09:57

zu rwe: Jein. Die Scheuerleiste ist nachrüstbar. Bessere Blöcke und Fallen-geschenkt, kein Problem. Das mit den Wanten aussen am Rumpf, dem quer zur Laufrichtung sperrenden Unterwant, den schmalen Decks, die glatten Flächen, das RiesenTischTrumm im Cockpitt, die enge und eingeklemmte Sitzposition des Rudergängers, die gefühllose Seilzugsteuerung, die viel zu achterliche Winschenposition der Vorsegelwinsch, das sind leider schon festgelegte Features. Dem einen gefällt es oder ihn stört es nicht, der andere will es nicht und kann daher derartige Boote sofort ausschliessen. Und wer noch Anfänger ist sollte zumindest mit der Nase auf die Konzeptunterschiede gestossen werden.

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