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Paulest

Admiral

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141

Gestern, 12:11

Beim Yardstick kommt es sehr auf die Crew an. Der Yardstick für neue Boote ist oftmals auch weitaus zu niedrig. Genau weil viele Leute davon ausgehen das ein Boot mit niedrigem Yardstick schnell ist wird das von den Werften versucht so niedrig wie möglich zu bekommen. Das bleibt dann so wenn das Boot von erfahrenen Leuten in Regatten gesegelt wird, jedoch nicht wenn nur selten Regatten gefahren werden.

grauwal

Salzbuckel

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142

Gestern, 12:30

Die Yardstickzahl ist für @sailwö ein guter Anhaltspunkt für die Segelleistung. Die Regattaexperten kennen die Schwächen einer so groben, statistischen Formel.

Beispiel: Eine HR352 zog zügig vorbei, was beim Skipper einen Kabelbrand im Herzschrittmacher auslöste. Carsten klärte auf. In der Förde gibt es eine 352 die ohne Kompromisse alles getan hat was schnell macht, ausgeräumt, beste Segel, beste Ausrüstung, .... Sie hat nichts mehr mit einer Serienmäßigen HR 352 zu tun. Sie segelt bei YS-Regatten alles nieder. Das bestätigt jedoch die Regel, dass dieses Boot im Normalfall mit YS 107 eher etwas träge ist.

Anderes Beispiel: Wir verlassen gemeinsam mit selbem Ziel den Hafen mit einer Hanse 325 (YS 99). Bei anfänglichem Kreuzkurs fahren wir einen guten Vorsprung raus, bei anschließendem Halbwindkurs holt die Hanse auf um uns bei abschließendem Spikurs abzuhängen (dabei waren zwei Halbwüchsige, die es wissen wollten). Sie macht vor uns fest und ich gratuliere dem Skipper. Der winkt ab, ich solle mal die YS-Zahl vergleichen 99/104 ... und die 99 könne man auch nicht ernsthaft herausfahren. Die Boote werden von den Werften unrealistisch eingeordnet um dem ambitionierten Segler hohe Geschwindigkeit versprechen zu können.

Das alles ändert am guten Maßstab den der YS liefert nichts.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Katty262

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143

Gestern, 12:42

Eine Dehler 29 ist ein klasse Segelboot und fast schon ein Klassiker, aber allein vom Platzangebot rund 1,5 Klassen kleiner als eine Bav 31 oder Hanse 315-325.

Mit Regatten und Yardstick kenne ich mich nicht aus, weis nur das meine alte Hurley 22 einen Yardstick von 127 hatte die und damit eine Bleischwere Ente hätte sein müssen. In der Praxis lief sie auf gleichen Kursen und Bedingungen genau so schnell wie andere Boote der selben Größe. Ein neues Selden Rigg und eine neue Segelgaderobe haben das boot trotz 30cm kürzerem Mast richtig Flott gemacht. Bei 4 bft lag Rumpfgeschwindigkeit an und bei 5 bft ungerefft sogar knapp 1 knt. darüber.
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

Meeresfee

Salzbuckel

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144

Gestern, 12:46

Franz, das Genannte kann man mit der Hanse auch tun, leer machen, andere Fallen, Kevlarlaminate, Anker durch Fortress ersetzen und runter unter Deck, Selbtwendefock durch Genua ersetzen, Kiel shapen, Rumpf mit Vc Offshore rollen und polieren. Wenn ich das Boot besser kennen würde fiele mir noch mehr ein. Aber da geht immer was.
Erst kommt der Speed, der muss stimmen. Dannn kommen dazu die eingespielten Manöver und der Sinn für den richtigen Schlag, die gute Taktik.

grauwal

Salzbuckel

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145

Gestern, 13:43

Franz, das Genannte kann man mit der Hanse auch tun, leer machen, andere Fallen, Kevlarlaminate, Anker durch Fortress ersetzen und runter unter Deck, Selbtwendefock durch Genua ersetzen, Kiel shapen, Rumpf mit Vc Offshore rollen und polieren. Wenn ich das Boot besser kennen würde fiele mir noch mehr ein. Aber da geht immer was.
Erst kommt der Speed, der muss stimmen. Dannn kommen dazu die eingespielten Manöver und der Sinn für den richtigen Schlag, die gute Taktik.


Genau das meinte ich.
Die so viel gescholten Ungenauigkeit der YS-Zahl trifft zu. Für eine präzise Abrechnung bei ambitionierten Regatten ist sie nicht geeignet. Zur Beurteilung eines Bootstyps eignet sie sich aber gut und für die Mittwochsregatta reicht sie auch. Beim Vergleich auf unseren Reisen mit anderen Tourenbooten erwies sie sich als realistisch. Die gravierenden Unterschiede in der Geschwindigkeit waren wirklich der Geschicklichkeit der Segler geschuldet.
YS ist eine gute Methode, gemessen am geringen Aufwand bei der Anwendung ist sie ein guter Maßstab.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Paulest

Admiral

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146

Gestern, 13:54

Naja ich sehe das Problem im Vergleich von 30 Jahre alten Booten zu neuen Booten. Ich glaube kaum ein 30 Jahre altes Boot hat die Yardstickzahlen der heute neuen Boote, und genau da sehe ich das Problem. Die Leute gehen auf die Messe und der Hersteller sagt Yardstick 90. Und dann kaufen de Leute völlig ahnungslos dieses Boot und ich ziehe auf der Förde mit meinem 107 Yardstick an ihnen vorbei. Der Yardstick ist dann ein Vergleichskriterium wenn die Boote gleich in Regatten gesegelt werden. Das ist aber bei den meisten Booten schwer nachvollziehbar. Eine Dehler hat definitv einen anderen Yardstick als eine Jeanneau, aber das kann auch daher kommen das mit der einen viele Regattacrews unterwegs snd und mit der anderen vielleicht gar nicht. Und absolut kann man das schon gar nicht nehmen.

grauwal

Salzbuckel

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147

Gestern, 15:04

Naja ich sehe das Problem im Vergleich von 30 Jahre alten Booten zu neuen Booten. Ich glaube kaum ein 30 Jahre altes Boot hat die Yardstickzahlen der heute neuen Boote, und genau da sehe ich das Problem. Die Leute gehen auf die Messe und der Hersteller sagt Yardstick 90. Und dann kaufen de Leute völlig ahnungslos dieses Boot und ich ziehe auf der Förde mit meinem 107 Yardstick an ihnen vorbei. Der Yardstick ist dann ein Vergleichskriterium wenn die Boote gleich in Regatten gesegelt werden. Das ist aber bei den meisten Booten schwer nachvollziehbar. Eine Dehler hat definitv einen anderen Yardstick als eine Jeanneau, aber das kann auch daher kommen das mit der einen viele Regattacrews unterwegs snd und mit der anderen vielleicht gar nicht. Und absolut kann man das schon gar nicht nehmen.


Die YS ist vom Alter des Bootes völlig unabhängig. Die Ausnahmen sind o.a. schon begründet.
Dass die YS einer Dehler eine andere Grundlage hat als die einer Jeanneau bezweifele ich. Eine D29 hat 102, eine vergleichbare SunFast hat 97, und die 5 Punkte fährt die auch raus, wieso soll es da Unterschiede geben?

Wenn der TS ein Boot mit 107 mit einem mit 90 vergleicht, kann er sicher sein, das das 90er rund 20% schneller ist.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

148

Gestern, 15:21

Na ja, bei Jeanneau gibt es die SF, die ihren YS bestimmt heraussegelt, aber auch andere Boote:-)
Die ersten Yardstick-Regatten hatte ich Ende der 1970er als "Jungmann" bei unserem Jugendwart auf einer Emka mitgesegelt, das war jetzt nicht der klassische Clubracer. Im Revier kannte man sich, man kannte die Boote, die Segler*innenszene (ja, es gab auch damals schon eine ganze Reihe an Steuerfrauen dabei) war ähnlich sozialisiert: Im Verein groß geworden, Pirat oder Weserjolle, dann Jolli oder Mini-/Vierteltonner, dann größer. Im großen und ganzen passten die Zahlen. YS segelten die, die sich die Vermessung nicht leisten wollten oder konnten, die vermessenen IORs (mit neuen Tüchern...) fuhren für sich. Die Ergebnisse waren recht stabil. Und wenn Max Mustermann auf seiner alten xyz gut war, dann war er es meist auch nach dem Umstieg auf eine zyx, die sich die Familie gekauft hatte, weil die Kinder größer wurden.
Mittlerweile scheint es, dass immer weniger vermessen fahren, anteilig immer mehr nach YS (oder One Design), gleichzeitig sehr verschieden seglerisch sozialisiert. Da scheint dann der Vergleich manchmal sehr random zu sein. Viele von denen, die früher unter IOR erfolgreich waren, sehe ich jetzt auf ihre alten Tage mit den alten Booten unter YS fahren. Die sind seglerisch nicht schlechter als früher, haben ihre Boot optimiert und kennen sie sehr gut - und fahren jetzt gegen irgendwelche Newbies. Gleichzeitig haben sich mit den Js, den SFs, den Pogos... verschiedene neue Designmuster herausgebildet, die heterogener sind, als die (meisten) Entwürfe der 70er oder 80er.

BTT: Für die Kaufberatung für das erste Boot um paarunddreißig Fuß taugt der YS nur begrenzt etwas. Vorsichtig wäre ich bei jüngeren Konstruktionen mit hohen YS-Werten, die scheinen dann etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Ob die alte 32er nun 107 oder 105 hat, ist nachrangig, das kann man tunen. Wenn sie einen Wert um die 100 hat, wird es schonmal ein anderes Entwurfskonzept sein, dann aber wieder egal, ob 99 oder 101, auch wenn 99 cooler aussieht. Alles deutlich unter 100 dürfte dem Anfänger (!) ohnehin nur begrenzt Spaß machen. (Kann sich dann natürlich ändern.)

grauwal

Salzbuckel

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149

Gestern, 16:13

......... Alles deutlich unter 100 dürfte dem Anfänger (!) ohnehin nur begrenzt Spaß machen. (Kann sich dann natürlich ändern.)

Nicht nur das.
..... und mal ganz gender-unkorrekt, der Komfort eines Lotus (nur zum Vergleich) dürfte Gnädigste auch nicht amüsieren. :)

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Meeresfee

Salzbuckel

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150

Gestern, 16:19

Jedenfalls wenn er tatsächlich eine Hanse 320 erwirbt, dann wird die ihn seglerisch nicht an Grenzen bringen und bewohnbar ist sie auch, nur leider schlecht belaufbar an Deck. Irgendwas ist ja immer.

151

Gestern, 16:47

Irgendwas ist ja immer.
Aber eben ziemlich wenig wirklich Kritisches. Auf jeden Fall passt die ins Beuteschema. Vielleicht meldet sich der TE nochmal, die 320 hat er ja auch in Beitrag 63 als passend angesehen. .

LDX

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152

Gestern, 16:49

X-99 einhand? Geht, aber Spaß macht das nicht...

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