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Goeni

legendärer Ostsee-Ösi

Beiträge: 3 021

Wohnort: Wien

Schiffsname: NAMASTEtwo war er mal

Bootstyp: früher mal Sunbeam 33 Ocean

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61

Freitag, 13. August 2021, 18:44

Ich habe mich auch 2007 für eine 9 Jahre alte Sunbeam, statt einer neuen 34 Hanse entschieden.


Nachdem ich in Greifswald war und sie mir genau angeschaut habe (die Hanse) war die Entscheidung klar. Und habe es 12 Jahre lang nicht bereut.

Aber 9 Jahre und 35 Jahre alt ist halt auch nochmal ein Unterschied. Und 75.000,- ist schon eher ein Phantasie Preis. Würde ich nicht zahlen.

Aber entscheiden musst eh du

Goeni
Jetzt bootlos - trotzdem glücklich


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HeikeS.

Proviantmeisterin

Beiträge: 480

Wohnort: Kappeln

Bootstyp: Banner 28

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62

Freitag, 13. August 2021, 20:33

Naja wenn ich jetzt vergleiche, eine Dehler 34 von 1990 mit unserer Dehler 32 vom Verein, dann muss ich leider sagen das das GFK der 34 deutlich dicker ist als das der 32, in der 32 siehst Du bei hellen Tagen das Licht von draussen durch das Laminat schimmern. Man hat leider gelernt mit wie wenig Laminat man auskommt, und das heisst das es später mehr Probleme gibt. Die 32 hat übrigens auch schon Delaminationen.


Dafür ist sie halt leichter und fixer, einfach Prioritäten setzen

oliverb68

Salzbuckel

Beiträge: 6 899

Schiffsname: Tranquilo

Bootstyp: Bavaria 34 Cruiser

Heimathafen: Großenbrode

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63

Freitag, 13. August 2021, 20:41

Aber, eine Sammlung verschiedener Fabrikate:
1. Holepunkte, die nach einem Starkwindtag aus dem Deck reißen. Diagnose: die Schiene war nur dort durchgebolzt, wo der Schlitten für die Standardbesegelung steht. Woanders war die Schiene einfach festgespaxt. Das Boot hatte zuvor eine größere Genua erhalten.
2. Überhaupt unzureichend abgefangene Beschläge und Klampen
3. Undicht gewordene Decksbeschläge; das eintretende Wasser vagabundiert unsichtbar über diesen verfluchten Innenschalen und löst anderswo unterwegs einen Kurzschluss aus.
4. Kabel, die an unsichtbaren Stellen so verlegt sind, dass sie in kurzer Zeit durchschamfilen.
5. Dem Seesegeln nicht gewachsene Scharniere und Interieurbeschläge unter Deck
6. Sich verziehende Bauelemente aus zu dünnen oder zu schlechten Furnieren
7. Ankerkästen, die nicht dicht sind bzw. deren Schotten aufweichen
8. Unzugängliche Echo- und Loggegeber, über die Tanks montiert worden sind
9. Nicht versiegelte Schnittkanten im Sandwichdeck und in der Aufbaurückwand für Ausschnitte für Lüfter, Luken oder Niedergang, die nass werden und unbemerkt vertorfen
10. Nachlässig geklebte oder von ungedichtet montierten Spaxschrauben perforierte Rumpf-Deck-Verbindungen, die nach kurzer Zeit lecken
11. substanzielle Montagefehler durch ungelernte Kräfte mit Folgeschäden

usw. usf.
Lass uns nutzen aus Deiner Erfahrung ziehen und schreib bitte den Hersteller dabei. Großserie ist nicht gleich Großserie und Manufaktur ist nicht gleich Manufaktur.
Viele Grüße,
Oliver

64

Freitag, 13. August 2021, 20:51

Aber, eine Sammlung verschiedener Fabrikate:
1. Holepunkte, die nach einem Starkwindtag aus dem Deck reißen. Diagnose: die Schiene war nur dort durchgebolzt, wo der Schlitten für die Standardbesegelung steht. Woanders war die Schiene einfach festgespaxt. Das Boot hatte zuvor eine größere Genua erhalten.
2. Überhaupt unzureichend abgefangene Beschläge und Klampen
3. Undicht gewordene Decksbeschläge; das eintretende Wasser vagabundiert unsichtbar über diesen verfluchten Innenschalen und löst anderswo unterwegs einen Kurzschluss aus.
4. Kabel, die an unsichtbaren Stellen so verlegt sind, dass sie in kurzer Zeit durchschamfilen.
5. Dem Seesegeln nicht gewachsene Scharniere und Interieurbeschläge unter Deck
6. Sich verziehende Bauelemente aus zu dünnen oder zu schlechten Furnieren
7. Ankerkästen, die nicht dicht sind bzw. deren Schotten aufweichen
8. Unzugängliche Echo- und Loggegeber, über die Tanks montiert worden sind
9. Nicht versiegelte Schnittkanten im Sandwichdeck und in der Aufbaurückwand für Ausschnitte für Lüfter, Luken oder Niedergang, die nass werden und unbemerkt vertorfen
10. Nachlässig geklebte oder von ungedichtet montierten Spaxschrauben perforierte Rumpf-Deck-Verbindungen, die nach kurzer Zeit lecken
11. substanzielle Montagefehler durch ungelernte Kräfte mit Folgeschäden

usw. usf.
Lass uns nutzen aus Deiner Erfahrung ziehen und schreib bitte den Hersteller dabei. Großserie ist nicht gleich Großserie und Manufaktur ist nicht gleich Manufaktur.
:danke: :gooost:

ronja-express

Salzbuckel

Beiträge: 1 995

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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65

Montag, 16. August 2021, 17:35

Gott, das ist ja echt lustig hier.
"Der pöse Pube hat etwas pöses über Grossserienboote geschrieben." :D

Leute, ich habe geschrieben, dass ich persönlich aufgrund meiner Erfahrungen so etwas nicht kaufen würde.
Vielleicht bin ich ja hier unter lauten Jungspunden, aber ich habe schon gelernt,
dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Erfahrungen machen.
Und dass sie daraus unterschiedliche Schlüsse ziehen.

Und wie kommt man auf die Idee, ich würde nur über aktuelle Probleme schreiben?
Wir hatten viele Probleme gleich in der ersten Saison.

Aber hier wird ja geradezu um handfeste Erfahrungen gebettelt :D , also los geht es:

Dehler 32, Baujahr etwa 2014 aus Greifswald.
- Das Boot hat Pinnensteuerung, dann sitzt der Traveller weit achtern.
Die Werft hat die Schot von da entlang des Baums nach vorne gelenkt
und dann nach unten auf einen Block mit Klemme auf dem Cockpitboden.

Dieser Block wurde mit einer Feder aufgerichtet.
Die Schot war praktisch unbedienbar - man bekam die Schot weder in die Klemme, noch wieder hinaus.
Weil sich der ganze Block mit der Klemme mitbewegte.
Völlig unbrauchbar.

Das Boot ist mehrfach rasant in den Wind geschossen, weil niemand fieren konnte.
Nicht ganz ungefährlich.
Übrigens hatte man die Klemmen des Travellers auch gleich unbedienbar gestaltet.

- Auf Törn kann man die Aussenbordsventile der Kloanalage nicht bedienen.
Achtern vom Kloraum sitzt die Backskiste, darin ist der FTank verbaut.
Die Leitungen verlaufen unter dem Zwischenboden zum Rumpf.
Wenn die Backskiste beim Törn gefüllt ist (normal), dann kommt man da unten nicht mehr dran.

- Die Kunststoffqualität finde ich insgesamt echt gut.
Aber an der Unterkante vom Heck (wo die Rumpf- und Deckschale zusammengesetzt werden)
bröselte gleich am Anfang das Material aus der nachgespachtelten Naht.
Das musste übrigens zweimal nachgearbeitet werden.

- Der Backskistendeckel im Cockpit ist ausgesprochen windschief.
Die Flucht an der Vorderseite der Ducht weicht im Zentimeterbereich ab.
Also hinten ragt der Deckel hinein, vorne ragt er raus.
Würde man das ausgleichen, würde der Deckel klemmen.

Die Scharniere vom Deckel sind gespaxt.
Und als die Bootsbetreuer das Ding zur Reparatur ausgebaut haben,
fanden sie mehrere "Versuchsbohrungen" für die Scharniere.

Der Deckel gehört übrigens zu den drei Gefahrenbereichen,
in die ich meine Segelschüler extra einweise (Deckel, Winschen, Grossbaum).
Der Deckel hat nur im mittleren Bereich eine Art Griffmulde für die Hand.
Überall sonst kann man sich ganz wundervoll die Finger klemmen mit dem Riesendeckel.

Die Kanten, wo man sich die Finger klemmen kann, sind mittlerweile weiss abgeklebt.
Weil die Kanten unten aufschlagen und das Gelcoat dort bröselt.

- Nach der ich glaube zweiten Saison konnte man die Tür zum Vorschiff nicht mehr öffnen.
Wir haben das Problem den Leuten überlassen, die die Polster abgeholt haben.
Die Werft hatte uns nämlich die falschen Polster in das Boot gelegt.
Die neuen Polster passen an manchen Stellen auch nur so ungefähr.

- Das Holz im Mastdurchgang für den Mast war komplett ungeschützt.
Naja, an der Mastmanschette kommt ja eh nie Wasser durch... :rolleyes:
Allerdings ist die Kunstlederverkleidung um den Mast durch Feuchtigkeit völlig vergammelt.

- Die langen Handgriffe unter Deck sind mit unterschiedlichen Schrauben (Schlitz, Kreuzschlitz) montiert.

Die Buchstaben sind zuende, die Knaller kommen bei Bedarf im nächsten Beitrag. :D

Holger

Kokopelli

Kap Hornier

Beiträge: 12 313

Schiffsname: Ich bin Mitsegler

Bootstyp: Keins

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66

Montag, 16. August 2021, 18:30

die Knaller kommen bei Bedarf im nächsten Beitrag.


Bedarf!
:D
Gruß, Klaus

oliverb68

Salzbuckel

Beiträge: 6 899

Schiffsname: Tranquilo

Bootstyp: Bavaria 34 Cruiser

Heimathafen: Großenbrode

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67

Montag, 16. August 2021, 18:35

Lass bitte kommen, die Knaller…
Viele Grüße,
Oliver

Moppelender

Salzbuckel

Beiträge: 2 267

Bootstyp: X 332

Heimathafen: Kiel

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68

Montag, 16. August 2021, 18:51

Wenn ich Holgers Beispiele nehme, kann ich Ähnliches auch bei unserer X finden:

: Koker stößt bei hart Backbord an den Deckel der achternen Backskiste, wenn man die Pinne minimal anhebt. Steuerbord nicht. In der Folge ist der Deckel schon etwas angenagt. Eignertipp: Kante vom Deckel wegsägen.

: Mastverkleidung innen spakig.

: Vorhangschiene löst sich

: Tür zum Vorschiff lässt sich nicht schließen. Polster passen, aber vermutlich ist das Schanier verzogen (ok, kann die Werft vielleicht nichts dafür)

: Kühlfach Aufhalter (Feder) ist so montiert, dass man beim Wühlen im Schapp automatisch dagegen stößt und der Deckel runterfällt.

: Scharfe Kanten am Übergang Klüse/Aluleiste fressen Tauwerk

: Knöppe der Sprayhood sind so montiert, dass die Fockschot unterhaken kann und der Knopf rausreißt.

: Stauraum unter Salonkojen nur zu erreichen, indem die gesamte Kojenauflage hochgehoben werden muss. Bei drei Polstern und zwei Seitenlehnen ein schöner Spaß (Mittlerweile behoben durch Einbau von zwei Deckeln)

: Drei schöne Kleiderschränke, aber alle nur mit einer Stange und ohne Böden. Soviele Clubsakkos habe ich gar nicht.

: Schallisolierung Auspuff nur rudimentär.
Der Weg ist der Weg. Das Ziel ist das Ziel.

Moppelender

Salzbuckel

Beiträge: 2 267

Bootstyp: X 332

Heimathafen: Kiel

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69

Montag, 16. August 2021, 18:58

: Achterstagtalje zu schwach übersetzt

: Kein Toppnant im Mast (Lift über 2. Genuafall)

: Motor seitlich nicht zugänglich

: als Permanentlüftung vier Schlitze im Niedergangsschott

Ich glaube, jetzt hab ich alles ?(
Der Weg ist der Weg. Das Ziel ist das Ziel.

ronja-express

Salzbuckel

Beiträge: 1 995

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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70

Montag, 16. August 2021, 21:44

Vor der zweiten Sitzung kurz ein paar Ergänzungen der Fairness halber:
- Der TE will ja vermutlich kein neues, sondern eher ein neueres Boot kaufen.

Wenn der Voreigner so auf Zack ist wie unser Bootsteam werden einige Probleme wohl beseitigt sein.
Falls unser Verein das Boot in absehbarer Zeit verkauft (unwahrscheinlich),
bekäme der neue Eigner ein gutes Boot.

- Vieles an dem Boot ist auch wirklich gut gemacht.
Der Motor von vier Seiten erreichbar, die E-Installationen aufgeräumt und sauber,
gute Umlenkblöcke, guter Motorantrieb usw.

Aber zur Wahrheit gehört: sämtliche Bootsführer, die ich kenne (etwa eine Handvoll) sagen das gleiche.
Dass das Boot fühlbar auf einen Preis getrimmt wurde.
Wenn man das weiss und damit klarkommt, kann man damit viel Spass haben.

Weiter geht es:
Die Ruderanlage fühlte sich anfangs ein wenig seltsam an.
Bei schneller Bewegung der Pinne fühlte sich das "federnd" an.
Schwierig zu beschreiben.

Ausserdem konnte man den Querbolzen nicht dauerhaft so spannen,
dass die etwas hochgestellte Pinne oben blieb.
Irgendwie fühlte sich das ganze beim Steuern weich an.

Bevor wir weiter an das Problem herankamen, ging die Pinne aus dem Leim.
Ganz im Ernst: in der gebogen verleimten Pinne lösten sich Holzschichten voneinander.
Das wurde von uns mit Epoxy repariert und unsere Leute bauten aus deutlich stärkerem Niro einen neuen Ruderkopf.
Jetzt ist das wirklich stabil.

Die Pinne schlug ausserdem bei Ruderlage nach Stb genau gegen den Gashebel,
der an der Vorderseite der Ducht montiert ist.

Der Höhenanschlag am Punnenkopf wurde höher eingestellt
und der Motorhebel wurde gegen das Modell von Spinlock getauscht.
Das mit dem entnehmbaren Hebel.

Leider war der Ausschnitt in der Ducht zu gross.
Also wurde eine neue Blende mit dem 3D-Drucker gefertigt.

Wir hatten gleich in der ersten Saison Wasser, dass aus den Deckenlampen floss.
Undichte Decksbeschläge.
Ein grosser Spass bei einer fest eingeklebten Deckenverkleidung.
Ich hasse so etwas.

Zur Ausrüstung:
- Die Erstausrüstung der Segel kam von Elvström in irgendeinem Cruisinglaminat glaube ich.
Ich verstehe nicht, wieso man schlecht geschnittene Segel für neue Boote verkauft.
Das Gross war z.B. zu tief im Profil und hatte viel zu wenig Mastrutscher.
Da hätte ich persönlich ja keine Lust, wieder bei Elvström zu bestellen.

Wir haben jetzt auf andere Segel gewechselt und das Boot fühlt sich deutlich besser an.
Sagen auch die anderen Bootsführer.

- Die Hebelklemmen, Winschen und das Tauwerk harmonierten überhaupt nicht.
Die Fallen mussten zusätzlich auf ihren ST-Winschen bleiben, sonst rutschten sie durch die Klemmen.
Es war nicht mal Billigtauwerk, sondern 8mm mit Dyneemakern von ich glaube Liros.

Wir haben dann Mäntel aufgenäht für die Klemmen.
Mittlerweile probieren wir auch anderes Tauwerk.

Die schönen Markenwinschen brauchen bei halbwegs Druck vier Wicklungen plus die Klemmung im Selftailer.
Sonst funktioniert letzterer nicht wie er soll.

Der unter Deck verbaute Fockroller brauchte mehrere Saisons Feintuning, bis er wirklich sauber und halbwegs leicht lief.

Der Achterstagspanner war extrem leicht gebaut und wurde gegen stärkeres Material getauscht.

Das tolle B+G Multiinstrument braucht gefühlt doppelt so viele Tastendrücke zur Bedienung wie unser Nexus Seadata.
Zum Beispiel löscht man nicht einfach nur den Tageszähler.
Man muss den Zähler auch wieder für den nächsten Törn starten. (|
Auch die Anzeigequalität finde ich nicht so gut.

Holger

71

Freitag, 10. September 2021, 10:27

Und für die Freunde einer gepflegten Umgebung unter Deck: Handwerklich eingebautes Echtholz kann nach endloser Zeit immer noch sehr gut aussehen bzw. man kann es wieder gut aussehen lassen.
Zerhauene Kompositmaterialien lassen bereits 5 Jahre alte Neubauten unter Deck rüberkommen wie eine Nebenstraße in Stralsund 1989 ... Es gibt Menschen, die wollen in so einer Optik nicht jeden Morgen aufwachen müssen.

Unbedingt. Mir geht das zum Beispiel so, und zwar schon ohne dass ich in solchem Ambiente schlafen müsste.

Zu der Möglichkeit, Vollholz sehr schön aufarbeiten zu können, kommt m. E. noch hinzu, dass Dinge aus wertigen Materialien und von hochwertiger Verarbeitung durchaus ein wenig Patina haben dürfen und hierdurch die Anmutung nicht leidet, sondern zuweilen noch zunehmen kann.

Das ist so ähnlich wie mit alten Möbeln, Schmuck, Goldpfeil-Handtaschen (... und schönen Frauen, die mit den Jahren auch nur an Ausstrahlung gewinnen).

72

Freitag, 10. September 2021, 11:04

Zitat von »Quallenschubser«
Aber, eine Sammlung verschiedener Fabrikate:
1. Holepunkte, die nach einem Starkwindtag aus dem Deck reißen. Diagnose: die Schiene war nur dort durchgebolzt, wo der Schlitten für die Standardbesegelung steht. Woanders war die Schiene einfach festgespaxt. Das Boot hatte zuvor eine größere Genua erhalten.
2. Überhaupt unzureichend abgefangene Beschläge und Klampen
3. Undicht gewordene Decksbeschläge; das eintretende Wasser vagabundiert unsichtbar über diesen verfluchten Innenschalen und löst anderswo unterwegs einen Kurzschluss aus.
4. Kabel, die an unsichtbaren Stellen so verlegt sind, dass sie in kurzer Zeit durchschamfilen.
5. Dem Seesegeln nicht gewachsene Scharniere und Interieurbeschläge unter Deck
6. Sich verziehende Bauelemente aus zu dünnen oder zu schlechten Furnieren
7. Ankerkästen, die nicht dicht sind bzw. deren Schotten aufweichen
8. Unzugängliche Echo- und Loggegeber, über die Tanks montiert worden sind
9. Nicht versiegelte Schnittkanten im Sandwichdeck und in der Aufbaurückwand für Ausschnitte für Lüfter, Luken oder Niedergang, die nass werden und unbemerkt vertorfen
10. Nachlässig geklebte oder von ungedichtet montierten Spaxschrauben perforierte Rumpf-Deck-Verbindungen, die nach kurzer Zeit lecken
11. substanzielle Montagefehler durch ungelernte Kräfte mit Folgeschäden

usw. usf.


Lass uns nutzen aus Deiner Erfahrung ziehen und schreib bitte den Hersteller dabei. Großserie ist nicht gleich Großserie und Manufaktur ist nicht gleich Manufaktur.

Moin,

hatte während einer Reise den Trööt aus den Augen verloren und schaue erst jetzt wieder rein.
Das hätte ich getan, wenn ich es ausreichend sicher rekonstruieren bzw. nach Typ und Modell zuordnen könnte. Kann ich nicht für alle. Und wäre übrigens auch sinnfrei, denn diese Bugs habe ich im Laufe der Jahre auf verschiedenen Booten erlebt, aber darüber keine Aufzeichnung geführt, damit ich sie im Jahre 2021 einmal mit Ross und Reiter nennen könnte. 1). betraf eine Jenneau Sun Odyssee, der wir den Heckkorb abfuhren, gleiches s. 2.) auch bei einer Dufour, 3. war eine Dehler 34 J/V, 4 diverse Modelle, 4.) und 5.) u. a. auch unser eigenes Boot (eine Scankap), ferner viele weitere, 7. habe ich vergessen, 8. ist eine ältere Impala, 9. diverse Albin-Modelle. Ein Teil davon, zudem 10. und 11. waren kurz zuvor hier im Forum zu besichtigen.
Hilft das weiter? Wohl kaum, alle Modelle werden aktuell eh nicht mehr produziert. Es ging mir hier nicht um Einzel-Hersteller-Bashen, sondern um das Thema typische Bugs der Großserie und Augen offen halten, wenn man sich mit dem Kauf eines Bootes beschäftigt.

Gruß
Andreas

ex-express

Salzbuckel

Beiträge: 2 754

Schiffsname: Lulou

Bootstyp: Dehler

Heimathafen: Flensburg

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73

Freitag, 10. September 2021, 11:26

Ob der TE überhaupt noch sucht? Lange nichts gehört…

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 6 745

Bootstyp: Jeanneau 349

Heimathafen: Lemmer

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74

Freitag, 10. September 2021, 11:51

Man sollte die Frage neu gegen Alt an den eigenen Bedürfnissen abgleichen. Auch ich muss gestehen, dass der Möbelbau meiner 2015er Jeanneau deutlich schlechter ist als der von vielen Altbooten.

Aber was bekomme ich bei einem moderneren Boot als Gegenleistung?

Die oft beschimpften "Breitärsche" haben einhand extreme Vorteile. Wenn ich irgendwo anlege, vor Schleusen, vor Brücken, in Häfen o.ä. geht das Einhand absolut perfekt und viel einfacher, als bei älteren Booten, die hinten deutlich einfallen von der Breite. Ein kurzes Überlehnen, kein Werfen!, und der Festmacher ist, wo er sein soll. Ohne Hektik, ohne Streß, bei praktisch jedem Wind. DAS ist für mich eine erhebliche Nervenentzerrung.
Das Handling bei modernen Booten kann einfacher sein. Muss nicht, kann aber. Bedienbarkeit bei mir ist komplett vom Steuerplatz aus. Sowohl Großsschot, als auch Vorschot. Nur einmal die Seite wechseln, weil ich an der einen Seite die Großsschot, an der anderen die Vorsegelschot fahre. Auch das entstresst.

Die Anpassungsarbeiten kann bei älteren Booten ein sorgsamer Voreigner schon gemacht haben, ansonsten muss man selbst ran. Aber ich meine schon zu sehen, dass in den letzten Jahren die Bedienung deutlich vereinfacht wurde. Gleichzeitig wird aus kürzerer Bootslänge mehr Nutzvolumen heraus geholt. Das mag mancher als Wohnklo verschreien, aber wenn ich sehe, was auf 10,34 m bei meinem Boot gegenüber anderen an Platz optimiert wurde dann ist das einfach deutlich mehr, als bei deutlich größeren älteren Booten.

Das muss nicht jeder brauchen, das sind aber klassische Unterschiede älterer gegen jüngerer Riss.

Dazu gehören auch Dinge, die man so nicht vorher genau überlegt: Doppelruder mag man verschreien und die Manövrierfähigkeit im Hafen ist deutlich bescheidener als bei einzelnem Ruderblatt, was direkt angeströmt wird. Aber der Unterschied beim Segeln ist gravierend. Und wenn ich sehe, wie jüngere Boote mit Einzelruder nervös auf dem Ruder liegen -ich kann mein Steuerrad los lassen und das Boot hält wie auf Schienen den Kurs, auch ohne Autopilot einzuschalten. Ich kann nach vorne gehen, etwas richten, komme zurück und das Boot hält, sofern kein grober Wellenversatz oder Böeinfall, den Kurs immer noch.

Es gibt halt viele Dinge, die im Alltag Unterschiede machen. Der eine vermerkt das positiv für sich, dem anderen ist das egal. Die Frage älter oder neuer lässt sich daher nur aus den inviduellen Bedürfnissen herleiten.
Sailing is Boundless freedom.

Peter


www.sy-boundless.net

Laithy

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75

Samstag, 11. September 2021, 22:57

75 k für ein 1986er Boot?? Wahnsinn.
Meine 33er aus 1989 hat nicht mal ein Drittel gekostet.
- neue Polster 2500,-
- neues stehendes Gut ( kommt) 1800,-
- neues laufendes Gut (kommt) 1200,-
- neues Stell Segel (Laminatgenua,Fullbattongroß) ca. 8500,-
-diverser Kleinkram wie AP und Anzeigen, WC 3000,-
- Wunsch: Kuchenbude ca 3.000,-
Da laufe ich aktuell aus.
Ich weiß ja nicht, wo Ihr eure Preise her habt, aber mir liegen konkrete Angebote vor.


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RAN the Elan

76

Sonntag, 12. September 2021, 03:16

75 k für ein 1986er Boot?? Wahnsinn.
Weil sich der Market gedreht hat, versuchen nun viele Verkäufer einen Dummen zu finden. Ich kann gegenwärtig nur Raten die Augen als Käufer ganz weit und kritisch offen zu halten und sich zu informieren.

Beiträge: 18

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77

Sonntag, 12. September 2021, 12:54

Daran anschließend: als Neuling weiß ich zwar abstrakt, dass derzeit der Markt Murks ist, aber wie kann man denn abschätzen, was ein "angemessener" Preis war/wieder ist. Gibt es historische Verkaufsdaten oder sowas?

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Heimathafen: Jachthaven de Pyramide Warns

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78

Sonntag, 12. September 2021, 13:11

Meines Wissens gibt es bei Booten keine historischen Verkaufsdaten, wie auch bei Booten kennen den wirklichen Preis nur Käufer und Verkäufer. Heißt man könnte nur historische Angebotspreis beobachten, nur deren Entfernung vom tatsächlichen Preis dürfte auch von der jeweiligen Marktlage abhängig sein.

Viel besichtigen und für sich selbst einen Wertekompass entwickeln was einem selbst so ein Boot wert ist. Allein schon das einschätzen lernen was an Zukunftsinvestionen noch nötig ist , hilft nach einiger Erfahrung was einem persönlich ein Boot wert ist. Mann merkt dann recht schnell in wie weit das zu den Vorstellungen des Verkäufers passt , nach ein paar solcher Verhandlungen, Besichtigungen entwickelt man ein Gefühl dafür.

79

Sonntag, 12. September 2021, 15:04

Bzgl Preis: Bei den Gebrauchtbootstest der Yacht, und ich meine auch des Palsteks, wird ein zum Zeitpunkt des Tests ermittelbarer Marktpreis angegeben. Soll heißen "für den Preis werden die Boote aktuell inseriert".
Robulla - die schönste 34 Fuß Yacht unter deren Sprayhood man Tomaten züchten kann deren Sprayhood Leben rettet!

Video zum Boot: https://www.youtube.com/watch?v=AyoXf3Slv24

Laithy

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80

Sonntag, 12. September 2021, 16:00

@Haubentaucher : also zumindest zu der HR kann ich Dir sagen, das sie vor dem "boom" so um die 40-45 k gehandelt wurde.
Es ist einerseits für Bootseigner und Verkäufer ja ganz toll, jetzt anständig was fürs Boot zu bekommen, aber für Einsteiger eine Zumutung.
Meine Elan hab ich 2020 noch um die 20 k gekauft. Unter 30k gibt's aktuell keine am Markt. Das sind 50% Aufschlag.

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