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1

Montag, 16. August 2021, 11:59

Erfahrungen mit Rumpf Holzkern Epoxy ?

Hallo in die Weiten des Forums,
wir suchen Erfahrungen mit Booten mit Rumpf Holzkern Epoxy. Sicher hat hier jemand so ein Boot oder auch mal im langen Seglerdasein gehabt, uns wäre einfach eine Info über evtl. Vor-Nachteile gegenüber dem gängigen GFK wichtig.
Gibt es insbesondere Aspekte wie beim GFK die Osmose so auch hier eventuell Veränderungen im Materialaufbau durch Langzeitwirkung die auch ggf. nach einem bestimmten Alterungsprozesse eintreten können.
Da wir gerade Boote besichtigen die evtl. zu uns passen könnten ( l=34+, ab 1998 ) möchten wir diese Option nicht von vorneherein ausschliessen, auch wäre von Interesse wie es sich bei so einem Rumpf mit der immer wiederkehrenden Oberflächenpflge anderss wäre als bei GFK etc..
Nach einer mittlerweile fast sich jährenden Besichtigungstour durch die umliegenden Seegebiete hat sich schon eine gewisse, wenn auch individuell geprägte Erfahrung mit Booten angesammelt, selbstredend würden wir dennoch letzendlich vor einer Kaufentscheidung einen Fachmann beauftragen. Aber die erste Entscheidung, und das ist eine bislang verfestigte Erkenntniss muss und kann durchaus auch von uns getroffen werden, es gibt so viele "schöne Angebote" in den einschlägigen Portalen die wir auch als "Laien" nach kurzer Besichtigung gleich aussortieren können.
Bei der Frage "Holzkern mit Epoxy" würden wir halt gerne diese kompetente Runde des Forums nutzen um uns ggf. noch einige km (leider noch nicht sm) sparen zu können.
Danke Im Voraus für Eure Bemühungen in der Zeit in der die meisten von Euch ja sicher sich lieber über Steuer- oder Backboard als das Keyboards beugen.
Handbreit...
Joh Jos

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 6 294

Schiffsname: Lilla My

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2

Montag, 16. August 2021, 12:26

Was ist "Holzkern Epoxy"?

Formverleimt (cold moulding)?
oder
Überlaminierte Leisten (strip planking / cedar strip planking / speed strip planking)?


Ist aber auch egal. Wenn es gut gemacht ist, sind beide Bauweisen besser als 08/15 GFK. Es ist leichter, fester und isoliert besser.

3

Montag, 16. August 2021, 12:36

Danke für die prompte Antwort, das ist ja schon mal ein erster interessanter Aspekt. Ob die eine oder andere Ausführung wird sich ja dann jeweils aufzeigen, wichtig erscheint mir jedoch genereller Vor- oder Nachteil gegenüber des weit verbreiteten GFK.

Marinero

Salzbuckel

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4

Montag, 16. August 2021, 12:44

Ich wäre nur bei Selbstbauten vorsichtig, dann Gutachter dazu nehmen (falls das nicht eh geplant ist).

Bei einem Werftbau (sofern die Werft das nicht nur einmal im Leben gemacht hat) hätte ich keine Bedenken.

5

Montag, 16. August 2021, 13:58

Sogar 2, eine Tiki 22.5 und ein Dachtransportfähiges. An einem 'Seggerling' habe ich vor langer Zeit, noch als Schüler, mal mitgebaut.

Das Gute, aus meiner Sicht haben alle recht. Es gibt aber Risiken. Hölzer kleben sich unterschiedlich gut, sind unterschiedlich feuchtebeständig und die Harze sind anhand ihrer Zuschlagstoffe unterschiedlich feuchteresistent. Verarbeitung selbstredend. Holz das an einem schwülen Sommertag unter einem Dach stand, ist im Grunde nicht trocken genug um mit Epoxid mumifiziert zu werden.Weil Du es nicht selbst vorhast und das Boot zur Besichtigung kaum ablacken wirst, eher von theoretischem Interesse, was man da sehen kann. Sollte von Innen unter Klarlack Gewebeverstärkungen zu sehen sein, auf kleine weißliche Stellen (= Lunker) achten.

Meine Boote haben keinerlei Probleme, aber Epoxid innen und außen birgt Risiken. Es gibt heute 80 jahre alte Sperrholzboote, die innen nicht dampfdicht lackiert sind und regelmäßig austrocknen konnten. Steigt die Holzfeuchte auf Werte über 10 % droht langfristig bereirs Fäule. Es hängt etwas von der Holzart ab, wenn man außer Wikipedia auch Youtube befragt. Klar lackiert erkennt man die z.B. von innen an dunklen Stellen. Erste dunkle Stellen machen nichts solange das Holz hart ist und trocknen kann, sie sind aber ein Indiz für den Startschuss bergab.

Epoxid ist nicht wasserdicht. Man kann dem mit Zuschlagstoffen wie Alu- oder Kupferplättchen abhelfen oder die gängigen Anti-Osmose-Anstriche nutzen. Tut man nichts lebt von 10 Wasserliegern nach 25 Jahren nur noch einer.
Kielschweine sind oft betroffen, Seiten seltener. Riskant sind Stellen, an denen Holz dauerfeucht gehalten wird. Vorsicht auch an Reparaturstellen unter der Wasserlinie. Außerdem an allen Löchern. Okume Stirnholz saugt Wasser wie ein Docht. Auch Sika ist nicht wasserdicht. Ein Loch im Sperrholz sollte mindestens mit Epoxid getränkt sein, besser ausgespachtelt. Das alkerdings sieht man ja nicht. Man würde es erkennen, wenn wie an Warschip-Wasserablauflöchern struppige Holzfasern in die Öffnung reinragen, dass da schlonzig gearbeitet wurde. Optimal, auch für nachträgliches, Loch deutlich größer bohren, mit Epoxid und Zuschlagstoff verfüllen, darein dann das kleinere Loch wie benötigt bohren.

Auf Epoxid hält 2k am besten. Je nach Qualität der Arbeit und je nach Witterung sind 5 bis 10 Jahre für einen Anstrich ein guter Anhaltswert.

6

Montag, 16. August 2021, 21:26

Danke für die ausführlichen Anmerkungen, werde demnächst wieder auf Besichtigungstour sein und dann berichten. Vielleicht kann ich ja dann etwas zur allgemeinen Verunsicherung weiter beitragen.
Ja ja, gut Ding will Weile

7

Mittwoch, 15. September 2021, 00:31

Bin geläutert wiedergekehrt von gefühlt endloser Besichtigungstour

um auch das Thema mit dem "Holzkern / Epoxy" wieder aufzugreifen, das wärs eigentlich dann wirklich gar nicht so gewesen, der Rumpf genau mit diesen Materialien macht einen wesentlich besseren Eindruck als der Rest des Bootes. Sowohl von Innen als auch aussen machte das einen guten Eindruck. Der Ausschlussgrund also eher nicht der Rumpf, ich denke da altert eher der Rest schneller und kommt an seine Grenzen.

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