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Patrick1990

Bootsmann

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41

Mittwoch, 16. September 2020, 16:19

GFK ist gerissen.
Ok. Wenn "wir waren jung und brauchten das Geld" die Position ist - dann kann man das Boot mit Trailer für einen kleinen dreistelligen Betrag nehmen, quasi Trailerwert +100€ oder so. Die Reparatur ist für eine Jolle für binnen nicht Rocket Science, braucht aber etwas Zeit, zumal dann, wenn man es zum ersten Mal macht. Zusammen mit dem Bild vom Deck würde ich sagen "wirtschaftlicher Totalschaden". Kann aber trotzdem eine Alternative sein, wenn ihr euch für sehr kleines Geld auf einem sicheren Revier an die Lernkurve machen möchtet. Man lernt ja dann auch das Machen.
Wäre evtl. eine Aufgabe für den Winter. Die Segel sind jedoch auch schon sehr heruntergekommen (sagte die Dame).

42

Mittwoch, 16. September 2020, 16:48

hm, im Verhältnis finde ich den fürs Alter teuer, da versucht jemand seine Investitionen wieder raus zu bekommen obwohl er ordentlich aussieht. gewinnen tust du damit nix, egal wie gut di bist....
Selbst wenn die Segel neu wären, sehr teuer.....
An Deiner stelle würde ich auf ein Kombi schiff warten, die sind sowohl Kiel- als auch Schwertzugvogel. Bin mir gerade nicht ganz sicher, glaube auch die mästen unterscheiden sich. dann eben auch die Segel.
Du scheinst noch recht jung zu sein..... der Begriff "haben wollen, jetzt" sagt Dir was? wenn nicht versuche die Fehler die hier fast alle gemacht haben, nämlich mit Müll, zu teuer, Fehler im Nachhinein oder wie auch immer, ich denke hier findet sich jeder irgendwie wieder, zu vermeiden.
Oder....mac h Deine Erfahrungen, kauf irgendetwas ohne zu warten und lerne mit schmerzen wie alle hier
Viel Erfolg wünsche ich auf jeden Fall
Handbreit
paulemeier1

43

Mittwoch, 16. September 2020, 16:49

GFK ist gerissen.
Ok. Wenn "wir waren jung und brauchten das Geld" die Position ist - dann kann man das Boot mit Trailer für einen kleinen dreistelligen Betrag nehmen, quasi Trailerwert +100€ oder so. Die Reparatur ist für eine Jolle für binnen nicht Rocket Science, braucht aber etwas Zeit, zumal dann, wenn man es zum ersten Mal macht. Zusammen mit dem Bild vom Deck würde ich sagen "wirtschaftlicher Totalschaden". Kann aber trotzdem eine Alternative sein, wenn ihr euch für sehr kleines Geld auf einem sicheren Revier an die Lernkurve machen möchtet. Man lernt ja dann auch das Machen.
Wäre evtl. eine Aufgabe für den Winter. Die Segel sind jedoch auch schon sehr heruntergekommen (sagte die Dame).


an dieser Stelle musst du dich entscheiden, willst Du segeln oder basteln....
Handbreit
paulemeier1

44

Mittwoch, 16. September 2020, 16:52

Zitat

Ich habe gelesen, der KZV hat keine Auftriebskörper. Im Falle einer Kenterung könnte er also sinken oder? Ich dachte halt dass der Kiel, sobald er mit Schwung aufläuft, mir die gesamte Kielaufnahme in der Jolle zerstören könnte.
Viele Zugvögel lassen sich zwischen Kiel- und Schwertversion hin- und herrüsten, daher kann man die Aussage nicht verallgemeinern. Im Grundsatz benötigt ein Boot, dass nicht kentern kann, per Definition keine Auftriebskörper. Ein Zugvogel müsste einen wasserdichten Doppelboden haben; weitere Auftriebskörper unter den Seitendecks liegen im Ermessen des jeweiligen Eigners. Dort werden häufig Luftschläuche installiert.
Das Auflaufen mit einem Kiel verursacht nur in der Kombination aus Geschwindigkeit und hartem Grund (Stein!) Schäden. Auflaufen auf sandigem, kieseligem oder gar schlammigen Grund ist dagegen harmlos. Wenn jedoch bereits das Schwert zuweilen kommt, ist ein Kielboot sicher nicht das richtige Boot für Dein Gewässer. Denn mit einem Kielboot bleibt Dir ggf. nur das Umfahren solcher Stellen oder Aussteigen und schieben.


Das angebotene Boot hat Ähnlichkeiten mit einer VB 600, ist jedoch keine, es sei denn, die wären am Ende ihrer Bauzeit nochmals massiv verändert worden. Eine VB 600 hat keine geschlossenen Tanks unter den Seitendecks, sondern offene Stauräume, eine andere Scheuerleiste bzw. Rumpf-/Deckübergang und auch deren Vorschiff ist nicht mit zwei (wasserdichten?) Einzelschotts abtrennbar; zudem ist der Schwertkasten dort nicht angeformt. Ich habe auf VB 480 und 600 segeln gelernt, das sind ansonsten gutmütige und problemlose Freizeitjollen, die größere auch touren- bzw. gästetauglich. Aber sie sind halt alt und werden immer seltener.


Das angebotene Boot würde ich als Newbie nicht weiterverfolgen, da evtl. konstruktive Schäden am Heck und an der Rumpf-deck-Verbindung vorliegen und deshalb vielleicht auch weitere, die man auf den Fotos gar nicht sieht. Eigenreparatur sollte zwar kein Problem sein aber wenn man darin keine Erfahrung hat, lohnt jede kostenpflichtige Fremdleistung bei so einem Boot nicht. Auch die Lackierung ist schlecht und das vermutlich improvisierte Rigg nebst Besegelung sprechen auch nicht für das Boot.


Gruß
Andreas

Patrick1990

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45

Mittwoch, 16. September 2020, 16:55

Ich habe aktuell eine Jolle, es drängt also nicht. Über den Winter würde ich mir nur gern etwas anderes zulegen.
Der Plan ist aktuell so, dass ich eine Jolle benötige, die problemlos im Wasser liegen bleiben kann über das Jahr und die ich auch mal auf den Trailer bekomme um größere Seen an Wochenenden anzusteuern. Weiterhin hätte ich echt Lust darauf mal eine Woche mit der Jolle auf Müritz oder Wattenmeer zu segeln und immer unterschiedliche Orte anzulaufen.
Das wäre so der große Plan. Da der Zugvogel scheinbar sehr gut dafür geeignet ist, habe ich danach geschaut.
Ich würde wenn dann eh erst im neuen Jahr damit aufs Wasser gehen. So viel Zeit habe ich mindestens.
Würde nur erstmal abwägen, ob SZV oder KZV. Meine Bedenken beim KZV habe ich ja geäußert, allerdings kann es ja auch sein, dass diese Bedenken absolut unnötig sind.

Nachtrag: Untergrund ist sandig mit vereinzelten Baumstümpfen/Wurzeln. Keine Steine.

Patrick1990

Bootsmann

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46

Mittwoch, 16. September 2020, 16:58

Zitat

Ich habe gelesen, der KZV hat keine Auftriebskörper. Im Falle einer Kenterung könnte er also sinken oder? Ich dachte halt dass der Kiel, sobald er mit Schwung aufläuft, mir die gesamte Kielaufnahme in der Jolle zerstören könnte.
Viele Zugvögel lassen sich zwischen Kiel- und Schwertversion hin- und herrüsten, daher kann man die Aussage nicht verallgemeinern. Im Grundsatz benötigt ein Boot, dass nicht kentern kann, per Definition keine Auftriebskörper. Ein Zugvogel müsste einen wasserdichten Doppelboden haben; weitere Auftriebskörper unter den Seitendecks liegen im Ermessen des jeweiligen Eigners. Dort werden häufig Luftschläuche installiert.
Das Auflaufen mit einem Kiel verursacht nur in der Kombination aus Geschwindigkeit und hartem Grund (Stein!) Schäden. Auflaufen auf sandigem, kieseligem oder gar schlammigen Grund ist dagegen harmlos. Wenn jedoch bereits das Schwert zuweilen kommt, ist ein Kielboot sicher nicht das richtige Boot für Dein Gewässer. Denn mit einem Kielboot bleibt Dir ggf. nur das Umfahren solcher Stellen oder Aussteigen und schieben.


Das angebotene Boot hat Ähnlichkeiten mit einer VB 600, ist jedoch keine, es sei denn, die wären am Ende ihrer Bauzeit nochmals massiv verändert worden. Eine VB 600 hat keine geschlossenen Tanks unter den Seitendecks, sondern offene Stauräume, eine andere Scheuerleiste bzw. Rumpf-/Deckübergang und auch deren Vorschiff ist nicht mit zwei (wasserdichten?) Einzelschotts abtrennbar; zudem ist der Schwertkasten dort nicht angeformt. Ich habe auf VB 480 und 600 segeln gelernt, das sind ansonsten gutmütige und problemlose Freizeitjollen, die größere auch touren- bzw. gästetauglich. Aber sie sind halt alt und werden immer seltener.


Das angebotene Boot würde ich als Newbie nicht weiterverfolgen, da evtl. konstruktive Schäden am Heck und an der Rumpf-deck-Verbindung vorliegen und deshalb vielleicht auch weitere, die man auf den Fotos gar nicht sieht. Eigenreparatur sollte zwar kein Problem sein aber wenn man darin keine Erfahrung hat, lohnt jede kostenpflichtige Fremdleistung bei so einem Boot nicht. Auch die Lackierung ist schlecht und das vermutlich improvisierte Rigg nebst Besegelung sprechen auch nicht für das Boot.


Gruß
Andreas
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Bitte Beachten: Die 9 Fotos in den zwei aufeinanderfolgenden Nachrichten sind von einem SZV, gehören also nicht zur ursprünglich anfänglich Jolle.

47

Mittwoch, 16. September 2020, 17:00

Wäre evtl. eine Aufgabe für den Winter. Die Segel sind jedoch auch schon sehr heruntergekommen (sagte die Dame).
Segeln geht mit steilerer Lernkurve mit dem ZV, Basteln wohl mit der VB:-)
Als Studi hätte ich Schwierigkeiten mit dem 1k€ Mehpreis für den ZV gehabt und die VB genommen, aktuell würde ich den ZV nehmen.

Patrick1990

Bootsmann

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48

Mittwoch, 16. September 2020, 17:06

Bis 3-4k€ wären ok. Alles was günstiger ist ist auch gut. Wollte die Jolle dann erst einmal ein paar Jahre behalten.

49

Mittwoch, 16. September 2020, 17:49

Achte beim Jollenkauf mit Trailer darauf, ob das Boot einen wirksamen Unterwasseranstrich hat, bevor Du es dauerhaft auf einen Wasserliegeplatz legst.
Den benötigt man nämlich nicht, wenn das Boot standardmäßig auf dem Trailer liegt und nur gelegentlich zum Segeln geslippt wird. Mit einem Wasserliegeplatz wird das anders.

Der Anstrich besteht aus: 4-5 Lagen epoxidbasiertem Osmoseschutz (Wasserdampfsperre) + darauf Antifouling als Bewuchsschutz.
Der Anstrich besteht nicht aus: lediglich Antifouling.

Viele Jollen besitzen nur eine Lage Primer oder überhaupt nur Antifouling, weil deren Eigner sich um die billig geschossenen Kähne keinen Kopf machen. Süßwasser, noch dazu in flachen Seen erwärmt, ist riskant für Osmoseschäden; ein derart lediglich mit Antifouling "versorgter" und in seinem Vorleben stets auf dem Trailer liegender Pirat entwickelte bei uns nach nur 2-3 Saisons im Wasser flächendeckende Osmoseschäden. Also Obacht.

Gruß
Andreas

50

Mittwoch, 16. September 2020, 17:53

Bis 3-4k€ wären ok. Alles was günstiger ist ist auch gut. Wollte die Jolle dann erst einmal ein paar Jahre behalten.

Nur mal als Anregung zum Nachdenken: Wenn du ohnehin schon eine Jolle hast, könntest du auch erwägen, deine Segeloptionen wirklich zu erweitern. Für das Geld, das du auszugeben bereit bist, gibt es auch Kleinkreuzer in wirklich ordentlichem Zustand, die du leicht trailern und mit denen du schon richtige Törns fahren könntest. Einige kann man ohne Weiteres slippen, andere mit Übung und der richtigen Sliprampe; aber zu kranen ist auch kein Ding und stressfrei. Beispiele (für Bootstypen, nicht als Beispielsangebote gemeint):

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…074730-211-1466
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…488961-211-7392
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…444684-211-7819
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…968175-211-2915
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…058637-211-2927

51

Mittwoch, 16. September 2020, 17:57

Achte beim Jollenkauf mit Trailer darauf, ob das Boot einen wirksamen Unterwasseranstrich hat, ...
Wohl wahr. Deshalb gibt es genug Jollen, die Wasser gezogen haben. Eine Jolle würde ich immer geschwind rausslippen.

Patrick1990

Bootsmann

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52

Mittwoch, 16. September 2020, 22:16

Danke euch für die Tipps.
Kleinkreuzer kommen für mich eigentlich nicht in Frage.
Da fehlt mir a) die Sportlichkeit und b) kann ich sie vermutlich auf dem Tümpel hier nicht segeln bzw. slippen. Kranen leider sowieso nicht.
In einem anderen Beitrag von mir hatte ich schon die Fragestellung ähnlich. Ich würde schon ganz gern an Regatten teilnehmen können oder zumindest sportlich segeln können.

Dennoch danke für die Ideen. Die gefallen mir an sich sogar sehr gut. Wenn ich dann mal meinen Wohnort wechseln werde, dann wird es sicher in diese Richtung oder in Richtung Fahrtenyacht gehen.

Woran erkenne ich denn diese Dampfsperre? Kann man das irgendwie prüfen?

53

Mittwoch, 16. September 2020, 23:38

Wenn man etwas Schleifpapier zur Hand nehmen darf, kann man das durch vorsichtiges Anschleifen prüfen und ein kundiges Auge erkennt den Charakter der Anstriche, wobei es immer Zweifelsfälle geben kann. Viele Jollen ohne Schutzanstrich haben bereits Osmoseschäden, die man ggf. bereits sehen kann. Mehr dazu auf die Schnelle hier KLICK
Zum Verständnis: dort geht es um Osmoseschadenerkennung und -behandlung bei Yachten, für Jollen treibt kaum jemand diesen Sanierungsaufwand.
Eine alte Jolle mit kapitalem Osmoseschaden wird entweder bis zum bitteren Ende gesegelt oder landet auf der Deponie. Ihr Eigner ist meist auch der letzte. Käuferstrategie bei einem Billigboot: nicht der letzte Eigner werden müssen, denn der hat irgendwann die Entsorgung an der Backe.

Fag einfach den Verkäufer, und zwar nicht ob er Epoxidprimer drauf hat, sondern was auf seinem U-Schiff ist. Wenn er das nicht schlüssig zwischen der obersten sichtbaren Farbschicht bis zum Gelcoat herunter erklären kann, gelbe Lampe und wenn der Rest des Kahns auch fragwürdig ist, aussortieren. Gebrauchte Jollen für kleines Geld gibt es ohne Ende, da lohnen eigentlich kaum unnötige Risiken und Kompromisse.
Wenn Dir das zu bunt wird, suche nach einem Boot ohne U-Schiff-Anstrich. Diese Boote werden vermutlich eh die besseren sein - aber ggf. auch teurer.

Gruß
Andreas

Patrick1990

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54

Donnerstag, 17. September 2020, 08:21

Hallo Andreas,

vielen Dank für den Link.
Das werde ich dann wohl jetzt immer genauestens prüfen.
Ich werde wohl etwas warten und zuschlagen wenn sich was passendes findet.

U-Schiff-Anstrich soll sich ja bei Regatten auch negativ auf die Geschwindigkeit auswirken, aber einen Tod muss man ja sterben ;)

horstj

Salzbuckel

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55

Donnerstag, 17. September 2020, 10:28

Mmmh,
sehe die verschiedensten Jollen im Grunde dudzende als Wasserlieger in den verschiedenen VEreinen. Der Anteil an nachgewiesenen Osmosschäden bei kleinen Jollen ist klein (kenne genau 0).
die Preise für die alten Gefährte oben finde ich deutlich zu hoch, noch dazu, wenn es ein sehr seltener Jollentyp ist. Die Nachteile bei notwendigen Reparaturen, Nachkauf von Teilen/Segeln usw. sind schon genannt. Hinzu kommt noch, dass man Schwierigkeiten hat Anschluß an aktive Jollensegler zu bekommen, die einem zeigen können, wie man das Boot gut segelt.
Außerdem ist die Auswahl an guten und verbreiteten Jollen beachtlich, von modernen Konstruktionen wie Laser Bahia, RS, über die Klassiker wie 470er, Zugvogel, Pirat, Vaurien uvm. bis hin zu bewährten Einsteigergeräten Lis, Conger usw.
Nicht unterschätzen würde ich auch, das eine schlechte Jolle auch einfach schlecht segeln könnte, was den Spass gerade für Anfänger nicht wirklich erhöht.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

56

Donnerstag, 17. September 2020, 13:37

Mmmh,
sehe die verschiedensten Jollen im Grunde dudzende als Wasserlieger in den verschiedenen VEreinen. Der Anteil an nachgewiesenen Osmosschäden bei kleinen Jollen ist klein (kenne genau 0).
Horst, "Der Anteil nachgewiesener Osmoseschäden bei Jollen ohne Unterwasseranstrich mit Wasserliegeplatz ist klein" wäre eine relativierende Aussage gewesen. So belegt sie nur, dass möglicherweise eine Mehrheit der Jolleneigner ihre Boote vernünftig behandelt (oder ein Teil davon stillschweigend Krater spachtelt)

Gruß
Andreas

horstj

Salzbuckel

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57

Donnerstag, 17. September 2020, 14:20

Jolleneigner ihre Boote vernünftig behandelt


was vernünftig ist lässt sich meist schwer sagen. Gut aufgebrachte Epoxidbeschichtungen sind bei den Jollen im Binnenland, die ich so zu sehen bekomme, jedenfalls die absolute Ausnahme. Was man häufiger sieht, sind leider an Land verrottete Boote, die nicht gut abgedeckt waren und dann lange mit Wasser innen rumstanden. Natürlich nur, was ich so zu sehen bekomme, aber das sind schon einige über die Zeit. Kann ja sein, dass es klassische Osmose an Jollen gibt, gesehen habe ich noch keine. Wenn Du schon mal eine gesehen hast würden mich die Umstände interessieren. Kann man vlt. was daraus lernen.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

58

Donnerstag, 17. September 2020, 14:49

Nach meiner Erfahrung und Beobachtung ist das häufigste Problem bei Jollen, dass sie Wasser gezogen haben; sei es von unten als Wasserlieger oder von oben, weil monatelang Regen drin stand; oder dass der Rumpf delaminiert ist, weil hohes Gewicht auf den Rumpf wirkte, während das Boot auf den Trailerstützen lag (gesammeltes Regenwasser oder weil sich ein gestandener Mann in das Boot stellte).

59

Donnerstag, 17. September 2020, 16:23

Kann ja sein, dass es klassische Osmose an Jollen gibt, gesehen habe ich noch keine. Wenn Du schon mal eine gesehen hast würden mich die Umstände interessieren.
Horst, das hatte ich weiter oben geschildert. Wir sind gebranntes Kind.
Ich wiederhole es ausführlicher.

Ein vormaliger Regattapirat, Hein-Bau, wurde nebst Trailer erworben. Bis dahin hatte das Boot zeitlebens ein sauberes, jedoch nie gestrichenes Unterwasserschiff, lag stets auf dem TRailer und wurde nur zum Segeln geslippt.
Bei uns wurde dieser Pirat im Anschluss breitensportlich genutzt und weil er nicht mehr konkurrenzfähig sein musste, auf einen Wasserdauerliegeplatz auf der Alster gelegt.
Dafür erhielt er einen Antifoulinganstrich, der jedoch direkt (evtl. + eine Lage Haftprimer, dafür kann ich meine Hand nicht ins Feuer halten) auf das Gelcoat aufgebracht wurde.
Nach 2 oder 3 Saisons wies das Boot einen nahezu flächendeckenden Osmoseschaden auf. Er wurde behoben, anschließend ausreichend Epoxidprimer + AF aufgebracht.

Gruß
Andreas

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