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Grautvornix

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1

Donnerstag, 29. September 2011, 10:18

Lackierung Holz Korsar

Ich bin etwas hin und her gerissen und wollte mal die Meinung von einigen holzwürmern hören. Am Montag kommt ein möglicher Käufer für meinen Hobie und ich hab mich in einen Korsar in Vollholz als Nachfolger verguckt.
Soweit ist das Boot in Ordnung es muss nur der Rumpf und das Deck abgeschliffen werden (alter Klarlack runter) und mit neuem lackiert. Welchen würdet ihr empfehlen?! Was muss man preislich rechnen ?(
Soll ich als ab-und zu wochenend Segler der gerne nen bissl bastelt und im dauereinsatz nur in seinen 2 Wochen Sommerurlaub dazu kommt mir sowas antun?! Oder doch nen plastikbomber der nich so schön aber pflegeleichter is zulegeGen?! Oder einfach meinen Hobie behalten?! Hab ihn die Woche nochmal aufpoliert und gemerkt das das Herz schon irgendwie dran hängt auch wenn ich immer ne 2. Person zum aufritten brauche...aaaaaaah
"Da hilft nur eins. Hoffen dass die Diesel anspringen, dann dreimalwahnsinnige und durch. Raus ausm Trichter. Und dann ab nach Hause. Wenns klappt, gibts ne halbe Flasche Bier für jeden."

2

Donnerstag, 29. September 2011, 12:41

Vollholz-Korsar kann ich nicht glauben. Es wird wohl formverleimtes Sperrholz sein.
Ein Komplettabziehen ist schwierig, man muß ja gut schleifen, um den original-Mahagonie-Farbton fleckenfrei hinzubekommen.Da besteht die gefahr des Durchschleifens der obersten Furnierschicht.
Abziehen: mit einem GUTEN Abziieher, oder mit Heißluft und Spachtel (geht zumindest bei herkömmlichen 1komponentigen Öllacken / Alkydharzlacken)
Schleifen:
Festo-Rotex, weicher Schleifteller, ja-nie-Nimmernicht verkanten.
Ein formverleimtes Sperholzbioot wird man am besten mit 2komponentigen Kunstharzlacken behandeln Epiform wird gern gegannt (hab ich keine Erfahrung mit, ich nehme 1-K-Lacke für meine geplankte Vollholz-Kiste)

unregistriert

3

Donnerstag, 29. September 2011, 14:24

Zitat

Original von Grautvornix
Oder doch nen plastikbomber der nich so schön aber pflegeleichter is zulegen?!

das hört sich nicht gerade nach wunschvorstellung bei dir an. :-)

Grautvornix

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4

Freitag, 30. September 2011, 12:38

@pusteblume: ein pensionierter Schreinermeister hat mir den Tipp gegeben mit nem Exenterschleifer und 240er Körnung den Lack abzutragen...

Irgendwelche Einwände?! Wenn ja...Warum ?(

@Segler K: ich weiß grad nicht was ich will... ;(
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5

Freitag, 30. September 2011, 13:14

Zitat

Original von Grautvornix
@pusteblume: ein pensionierter Schreinermeister hat mir den Tipp gegeben mit nem Exenterschleifer und 240er Körnung den Lack abzutragen...

Irgendwelche Einwände?! Wenn ja...Warum ?(


DAS dauert laaannge...
Mit 240 hast Du nur einen geringen Abtrag. Um das Grobe runterzubekommen, brauchst Du erstmal hohen Abtrag - ergo: Abzieher oder Heißluft oder so.
Für den Feinschliff (um die Holzoberfläche schier und sauber und im gleichmäßigen Holzton hinzubekommen) ist ein Excenter mit 240er Papier ganz richtig, und wie gesagt, die Rotex ein sehr gutes Werkzeug
Ich hab mein Vollholz-Boot (geplankt) mit 40er Papier vom Lack befreit, und dann mit 120er und 240 sauber nachverschliffen. Aber 40er Papier würde ich bei Sperrholz defibnitiv NICHT empfehlen.
Womit ist das Boot denn lackiert?

Grautvornix

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6

Freitag, 30. September 2011, 13:27

Hi...mit nem Lack von 1990. ?( Hab zuhause Bilder. Stelle die mal ein.
Die Farbe vom GFK Rumpf meines alten Hobie hab ich mit 80er und Exenter sauber runter bekommen ohne was zu zerstören.
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segel-hein

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7

Freitag, 30. September 2011, 13:29

Hallo Grautvornix,

muss denn sofort der ganze Lack runter? Sitzt der alte Lack lose und blättert bereits? Wenn nicht, reicht doch wahrscheinlich erst mal ein Anschleifen und Überlackieren. Für eine weitere Einschätzung fehlen noch ein paar Hinweise. Lag das Boot im Wasser oder an Land? Wenn an Land, wie lange, sprich wie trocken ist das Holz? Ist das Boot nach dem Quellen im Wasser dicht? Welcher Lack (wahrscheinlich 1K) wurde vorher genutzt?
Auch ein paar Bilder wären hilfreich...

Ich bin im letzten Herbst mit meiner Hansajolle ziemlich unvorbereitet in das Abenteuer Holzboot gestartet und bin selber Anfänger der Materie. Es macht viel Spaß mit Holz zu arbeiten, es braucht aber auch einiges an Zeit. In einem anderen Forum lautet die Devise bei solchen Anfragen: Zuerst mal segeln und ausprobieren und erst dann die nötigen Konsequenzen zur Überarbeitung planen! Da ist was dran...

Viel Spaß bei deinen Überlegungen
Gerd
Meine Hansajolle Flyt im Netz

segel-hein

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8

Freitag, 30. September 2011, 13:37

Zusatz: Ich bin automatisch von Vollholz ausgegangen. Erst in Ruhe lesen und dann antworten, ich weiß... Meine Fragen bezogen sich auf Massivholz und einige Punkte erübrigen sich natürlich bei einem formverleimten Boot. Aber die grundsätzliche Frage nach einem ersten Überlackieren bleibt.

Grüße
Gerd
Meine Hansajolle Flyt im Netz

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9

Freitag, 30. September 2011, 15:59

Hallo Grautvornix,
ich habe vor ca. 20 jahren mit einem alten Bootsbaumeister immer wieder die Rennruderboote aus Hols aufgearbeitet. Die haben wir immer mit Abziehern (wir haben Glasscherben benutzt) von den alten Lackschichten befreit. Er hat mir damals erlärt, das man mit eienem Abzeiher nicht wie mit Schleifpapier, die Holzfasern nicht zerstört da man nur entlang der Maserrichtung arbeitet, daraus folgt dann eine geschlossenere Holzoberfläche als beim Schleifen. Ich habe das bis heute beibehalten und in diesem Jahr meinen Mast/Schwert/Pinne/Ruder mit dieser Methode bearbeitet und bin mit dem Ergebniss sehr zufrieden.
Als Grundierung nehm ich nach wie vor Leinöl da es erstens die Poren schließt und zweitens extrem tief eindringt. 1l ca. 17 €.
Als Lack habe ich Biopin Bootslack 2,5l ca 60 euro genommen diese Menge sollte für Deinen Korsar ausreichen.
Klar macht das Arbeit aber das Aussehen :P

Grüße aus dem Oderbruch

Grautvornix

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10

Freitag, 30. September 2011, 19:25

danke schon mal für die Tips...anbei ein paar Bilder.

Am Rumpf sind 2-3 Stellen wo der Klarlack abblättert und oben drauf könnte er auch mal ne Kur vertragen.
»Grautvornix« hat folgende Dateien angehängt:
  • 39988ff_20.jpeg (43,69 kB - 72 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:34)
  • 241869k_20.jpeg (73,37 kB - 64 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:24)
  • 3895ef2_20.jpeg (80,05 kB - 64 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:24)
  • 0737lmi_20.jpeg (40,77 kB - 63 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:24)
  • 5974d9a_20.jpeg (48,19 kB - 72 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:24)
  • 39988ff_20.jpeg (43,69 kB - 53 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. August 2020, 23:08)
  • 241869k_20.jpeg (73,37 kB - 53 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. August 2020, 23:08)
  • 3895ef2_20.jpeg (80,05 kB - 47 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. August 2020, 23:09)
  • 0737lmi_20.jpeg (40,77 kB - 49 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. August 2020, 23:09)
  • 5974d9a_20.jpeg (48,19 kB - 50 mal heruntergeladen - zuletzt: 2. August 2020, 05:44)
"Da hilft nur eins. Hoffen dass die Diesel anspringen, dann dreimalwahnsinnige und durch. Raus ausm Trichter. Und dann ab nach Hause. Wenns klappt, gibts ne halbe Flasche Bier für jeden."

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Bootstyp: Korsar (Sperrholz Südplast Ilmensee)

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11

Sonntag, 2. August 2020, 01:22

Anschlussfrage ;)

Hi, ich versuche mal den Thread zu "reaktivieren". Falls das nicht klappt, mach ich halt nen neuen. ;-)

Habe kürzlich einen Sperrholz-Korsaren von 1965 "erworben". Das gute Stück wurde anscheinend schon x-mal geflickt und stand jetzt mindesten 7 Jahre in einer Garage. Zumindest war es da glaub recht gleichmäßig kühl und feucht (Wobei die Jahreszeiten in Oberschaben da sicherlich auch "genagt" haben.)

Von außen sind der Rumpf OK aus (nicht schön aber dicht und wenig Abplatzer). Auf dem Deck ist der Lack nicht so dick und an vielen Stellen aufgesprungen.
Innen (sagt man bei einer Jolle auch "Pflicht"?... ist ja eigentlich der ganze Rumpf.) ist der Lack ziemlich dick. hat aber an vielen Stellen Blasen gebildet, die man leicht auf-/ abkratzen kann. Und gerade in den Ecken, z.B. zum Schwerkasten, dem "Kielholz" oder eingeleimten Latten, bricht der Lack auch sehr schnell auf, wenn man mit dem Finger etwas fester darüber fährt. An ein paar Stellen ist das Holz auch schon etwas angefault. Was ich bisher gesehen habe, ist das allerdings keine "funktionale Beeinträchtigung".

Fazit: Das Ding muss von innen und oben auf jeden Fall "bald" komplett neu gemacht werden - also mindestens abgetragen/abgeschliffen und neu lackiert. Und auch außen würde einen neue Lackierung nicht schaden. Das will ich aber allein aus optischen Gründen sowieso machen.

Jetzt steht das Bootchen draußen und ich will es auch noch segeln, bevor ich mit größeren Reparaturen / Restauration anfange. Im Winter soll es dann in der Garage stehen.
Ich habe Angst, dass das Wasser da noch mehr (ggf. strukturell) kaputt macht und eine Reparatur dann super aufwendig bzw. vielleicht gar nicht mehr lohnend ist, wenn ich es nicht spätestens diesen Winter schaffe.

Jetzt meine Fragen:
1. Meine Idee ist, die schlimmen Stellen (bzw. die an denen es quasi von alleine geht) mit einem Schaber abzukratzen und mit einem Öl o.ä. (z.B. Leinöl bzw. eben etwas auf der Basis, Parkettöl oder vielleicht gibts auch spezielles Bootsöl ;-) ) zu bearbeiten. Das wäre relativ unaufwändig und dann wären diese Stellen erstmal "imprägniert". "Irgendwann" würde ich das Boot dann eben gerne abschleifen (ggf. auch der Gleichmäßigkeit halber nochmal komplett ölen) und dann nach einer ausreichend langen Trockenzeit eben neu lackieren. Hab mir sagen lassen, dass Lackieren nach Ölen nach einer gründlichen Trocknung eigentlich kein Problem sein sollte (ggf. auch Abhängig von Öl und Lack). Ein weiterer Vorteil wäre aus meiner Sicht, dass Schrammen im Lack aufgrund der Imprägnierung später nicht so gravierend wären.

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Bearbeitung? Ist das prinzipiell eine komplett bescheuerte Idee? Und falls nein, habt ihr Empfehlungen und Erfahrungswerte zu sinnvollen Ölen und Lacken etc. und Trocknungszeiten?

2. Der Rumpf sieht von außen, wie gesagt ganz ok aus. Den will ich nur anschleifen und ausbessern und dann neu lackieren (weiß). Was nimmt man hier am besten zum "ausspachteln" und dann zum lackieren?
3. Habt ihr sonst Empfehlungen zu guten Infos, Anleitungen etc. zum Thema Sperrholzboote? Das "Standardwerk" "Holzboote" (Thomas Larsson) gibt hier nicht all zu viel her.

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
Wer in der Nähe vom Bodensee ist, darf dann auch gerne mal mitsegeln.

Ahoi, Stoffl :)

12

Sonntag, 2. August 2020, 09:28

Faulstellen ohne "funktionale Beeinträchtigung" - Du bist ein Käufer, den man weiterempfehlen sollte.

Das"Abschaben" mit einer Ziehklinge unterstützt man am besten mit einem Heißluftfön, den man solange dranhält bis der Lack weich wird. Statt einer Ziehklinge kann man für besonders plane Flächen bei der Feinarbeit auch eine lange Teppichmesserklinge nehmen, die man gut an Rundungen schmiegen kann.

Holz, vor allem Sperrholz muss trocknen können. Erfahrungen von Massivholzbooten lassen sich nicht übertragen, denn Du hast es ja letztlich mit Furnierlagen zu tun.
Alles an dickem Lack innen muss also komplett ab, weil er das immer wieder notwendige Durchtrocknen verhindert.

Außen würde ich ihn klarlackiert lassen. Alles andere ist wie Radkappen auf Alufelgen. Schlechte Reparaturstellen sollte man durch bessere ersetzen.
Prinzipiell hat man die Wahl zwischen Alkydharzbasiertem, das sich mit Leinölimprägnierungen und vielen Hausmeistermittelchen noch am Besten verträgt und PU andererseits. Im letzten Fall könnte man ein transparentes Epoxid-Glas-Kleidchen über alles legen, um dem Boot zu struktureller Festigkeit zu verhelfen. PU-Lack danach als Schutz vor UV. Epoxid hält allerdings garnicht auf öligem Zeugs, sondern nur auf fettfreiem Holz. Epoxid als Zwischenschicht kann hekfen, dass Lackreste in der Maserung oder in kleinen Macken nicht "hochgehen" wenn Du mit PU anrückst.

Wie das Zeug zu verarbeiten ist, was es im Einzelnen so alles gibt und an Privatiers verkauft werden darf, sieht man in den Handreichungen der gängigen Anbieter. Habe meine Favoriten, aber Werbung ist hier ausdrücklich unerwünscht. Letztlich unterscheiden sich die Ergebnisse am allermeisten dadurch, wie penibel man die Emofehlungen eingehalten hat

Chris

13

Sonntag, 2. August 2020, 09:48

Habt ihr sonst Empfehlungen zu guten Infos, Anleitungen etc. zum Thema Sperrholzboote? Das "Standardwerk" "Holzboote" (Thomas Larsson) gibt hier nicht all zu viel her.
Der Larsson ist für Vollholzboote geschrieben. Für Sperrholz findest Du u.a. bei von der Linden (West-Importeur) oder Vosschemie brauchbare Hinweise. Zum Stabilisieren von "weichen" Stellen im Holz könnte man Voss G4 nehmen, ein 1k-PU (oder G8, ist UV-beständiger). Das ist aber nur eine Möglichkeit, es gibt auch andere Hersteller / Produkte.

Beiträge: 4

Bootstyp: Korsar (Sperrholz Südplast Ilmensee)

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14

Montag, 3. August 2020, 10:14

Hi. Wow, danke für die schnellen Antworten!

Hab mal noch ein paar ergänzende Infos und Fragen:

Also Ölen würde ich ja generell nur innen und ggf. "oben" also auf dem Deck/Sitzflächen.
Ich häng mal noch ein paar Bilder an, damit ihr euch eine Vorstellung vom Ausmaß machen könnt :&

Zu Innen: Wenn das Boot sowieso immer wieder trocknen soll (und ja optimalerweise auch nicht lange Nass bleibt), wäre dann ein Öl nicht sogar generell eine gute Idee anstatt Lack?
(Habe in meiner Küche geölte Multiplexplatten als Arbeitsflächen und bin damit bisher ziemlich zufrieden. Nur an den Stellen an denen viel gearbeitet und gewischt wird, muss man immer mal wieder nacharbeiten (alle 1-2 Jahre). Daher finde ich den Ansatz interessant. :)

Zu Außen: Das Boot ist bereits deckend rot lackiert. Das ist schon ziemlich abgewetzt und optisch jetzt nicht der Renner aber hält anscheinend noch ganz gut. Daher wollte ich mir eigentlich den Aufwand sparen, das komplett runterzumachen. Optisch ist es natürlich eine Geschmackssache aber ich finde ein einfaches Weiß mindestens genauso schön wie die "scheckige" Sperrholzoberfläche (zumal ich gar nicht weiß, was da alles schon geflickt wurde und wie ansehnlich diese noch ist.
Sollten wir natürlich bei der Bearbeitung der Außenhaut feststellen, dass der Lack doch nicht mehr so gut hält oder sonst irgendwie eine Überlackierung keinen Sinn macht, werd ich den "Naked Look" natürlich in Erwägung ziehen. ;-p
»Sailing Stoffl« hat folgende Dateien angehängt:
  • IMG_8972.jpeg (1,16 MB - 11 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:24)
  • IMG_8976.jpeg (738,25 kB - 5 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:26)
  • IMG_8970.jpeg (848,22 kB - 6 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:26)
  • IMG_8964.jpeg (805,7 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:26)
  • IMG_8966.jpeg (1,07 MB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2020, 14:26)

15

Montag, 3. August 2020, 10:50

Wenn das Boot sowieso immer wieder trocknen soll (und ja optimalerweise auch nicht lange Nass bleibt), wäre dann ein Öl nicht sogar generell eine gute Idee anstatt Lack?

Ja, so ist es. Bei einigen Klassenvereinigungen von Holzbooten wird sogar empfohlen, unter den Deckflächen alles offen zu lassen und als Pilzschutz mineralölbasiertes Petroleum wie eine Imprägnierung mit einer Sprühpistole zu verteilen.

Der Übergang Spiegel zu Rumpf sieht schlecht aus, sehr schlecht. Statt innen irgendwas dranzusetzen, würde ich das von außen mit eingedicktem Epoxid verfestigen und was mit Glasgewebe machen - innen das Holz zum besseren Belüften frei lassen. Außen und innnen führt zu schnellem Rott.
Dass das Sperrholz im Deckbereich auf Stoß gefügt ist, seht auch nicht besser aus. Das sollte man zumindest im Auge behalten. Ein weiteres Alarmzeichen sind die rostigen Schrauben. Rost zerstört Holz! Ob man sie rausnehmen sollte, ist schwer zu sagen. Es kann sein, dass Du damit neue Baustellen aufreißt, kann aber auch sein, dass es jetzt gerade letzte Eisenbahn ist.
Die durchgschliffene Stelle im Deckfurnier kann man mit getöntem Bondex und einem ausgeflederten Pinsel farblich etwas angleichen, dann aber das Deck mit Alkydharz lackieren. Möbelbeize ist nicht UV-beständig genug.
Von der Stilberatung her ansonsten auch ein klares ja, gebrochenes weiß oder elfenbein hätte ich auch gemacht.

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