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Henning

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61

Montag, 2. Dezember 2019, 19:03

Die Holzteile für die Seitenteile sind zugeschnitten. Noch die Aufdopplungen zusägen, dann werden sie Mittwoch verklebt.
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

62

Montag, 2. Dezember 2019, 19:51

PU Leim

@Henning: Ich habe gute Erfahrungen mit PU Leim im Bootsbau gemacht. Habe zwei 5,5m stabverleimte Rennseekajaks gebaut. Wichtig ist auf D4 Qualität zu achten. Der Leim ist spaltfüllend, aber das sollte nicht übertrieben werden.
Schleifen geht prima, Epoxy Verträglichkeit war bei mir gegeben.
Verwendet habe ich einmal den gelben (also die Flasche) von Uhu, da andere Mal ein Produkt von Ponal.
Was genau willst du wissen?
Hinweis noch: unbedingt den Beipackzettel lesen und immer Handschuhe tragen. Ich habe im Freien gearbeitet, Belüftung war also prima...
VG Peter
Zu Verkaufen: Waarschip 570 mit Trailer

Henning

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63

Montag, 2. Dezember 2019, 20:48

Danke, das Leimthema ist nicht mehr aktuell. Wir haben zunächst mit der Unfallkasse abgeklärt, wie mit Epoxy gearbeitet werden darf (da gab es einige Änderungen) und verwenden Uhu Wasserfest oder Bindan Propellerleim.
Gerade bei den Stitch and Glue - Kanus haben die Schüler etwas ungenau gesägt (In der Zeit war ich in Elternzeit :D ). Da gingen schon einige Kilo Epoxy für die Spaltmaße drauf.
Bei den Segeljollen bin ich da recht pinnig. Wenn gesägt wird, dann nur entlang einer Schiene. Wenn ein Bauteil nicht maßhaltig ist, wird es nicht verbaut. Momentan predige ich gebetsmühlenartig:
Zwei Mal messen, ein Mal sägen! :D Epoxy wird nur für Hohlkehlen oder als Spachtel verwendet. Zusätzlich verarbeite ich ein dünnflüssiges, UV-stabiles Epoxy als Grundierung und zu Versiegelung der Platten (Wir bauen ja "nur" mit wasserfest verleimten Okoumee und nicht mit Marinesperrholz.
Da der Sachbearbeiter unserers örtlichen Baustoffhändlers nich mehr in der Lage war, uns das Holz beim Großhändler herauszusuchen, habe ich die 6 Platten für die diesjährigen Jollen bei Sommerfeld und Thiele geordert. Bestellung auf Rechnung war problemlos möglich und die Lieferung erfolgte zeitnah. Die Qualität der Platten ist bei dem Preis der Hammer, Flexibilitätstests lassen vermuten, dass es in den innenliegenden Lagen so gut wie keine Fehlstellen gibt. Das selbe Sperrholz werde ich wohl dann auch für meinen Singlehanded Schooner ordern, dann allerding in 1/4" Stärke.
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64

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19:02

Seitenteile sind verklebt. Nächste Woche werden sie dann am Hauptspant befestigt und Vor- und Achtersteven werden an einem Seitenteil montiert.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Henning« (4. Dezember 2019, 21:20)


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65

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19:08

führe den Trööt und die Dokumentation bitte weiter
Gruß



Volker

schoner-crazy.de

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66

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 21:35

führe den Trööt und die Dokumentation bitte weiter

Moin Volker,

vielen Dank für de Rückmeldung.

Nach der Elternzeit und einer längeren Renovierungspause starten wir diesen Winter wieder voll durch. Wenn ich die Zeit finde, werde ich die von mir auf Deutsch geschriebene und kommentierte Bauanleitung noch einmal bebildert und in schön als PDF hier einstellen. Falls dann Jemand Lust hat, Teal nachzubauen, reicht als Ergänzung entweder Instat Boatbuilding von Payson oder die Baupläne von Teal. Das Segel kann man auch dort bestellen oder man wendet sich an Oleu in Flensburg. Frau Soerensen hat die Maße, einfach einen lieben Gruß von mir bestellen. Am 13.12. hole ich unser Segel ab. Momentan erledige ich noch ein paar Schönheitsarbeiten an meinem Prototypen und wenn im Januar das Wetter mitspielt, steht der erste Probeschlag an. Ruderbeschläge kommen vom Optimisten (Optiparts) und wir verwenden 2 aufblasbare Auftriebskörper mit jeweils ca. 40 Liter Volumen. Riemen sind gerade im Bau.

Wenn meine Schüler weiterhin so motiviert arbeiten, ist vielleicht bis Anfang Mai die zweite Jolle fertig. Wir werden im Januar aber schon einmal die nächsten zwei Segel in Auftrag geben.
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67

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 20:34

Ganz klasse!

Danke für den Bericht!

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68

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 22:01

Es ist zum heulen...

Hat schon mal jemand über die rechtliche Situation nachgedacht ?
So einfach ist es nämlich nicht mit Schülern aufs Wasser zu gehen. Auch nicht am kleinen Badesee um die Ecke.
.........

Aus diesen Gründen kann ich deine Aussage im Bezug auf die notwendige Zertifizierung 1. kaum glauben und 2. ist mir dieser Punkt relativ egal, da ich ja als Lehrer meistens eh mit einem Bein im Knast stehe, wenn ich z.B. den naturwissenschaftlichen Unterricht mit Experimenten gestalte. Im Technikunterricht ist es ähnlich, wenn man sich mal ausführlich mit dem Thema "Holzstaub" beschäftigt.
Technischer und Naturwissenschaftlicher Unterricht nur theoretisch gestaltet ist mir und vor allem unseren Kindern allerdings nicht zuzumuten, da muss man die Bestimmungen halt schon einmal etwas großzügiger auslegen.


Ich bin erst dieses Jahr auf diesen Thread gestoßen. Habe vor ~ 35 Jahren eine Foto AG in der Grundschule meiner Kids übernommen und irgendwann nach 3 Jahren aufgegeben, da mir das Risiko (rangelnde Kiddies in der Dunkelkammer zwischen Entwickler- und Fixierbädern). Die Schule bot mir keinen Versicherungsschutz.
Wenn die Haftungsfragen immer strenger gehandhabt werden, anstatt einer allgemeinen Versicherung für die Risiken des Lebens an sich für Schüler einzurichten, dürfen wir den Kindern bald gar nichts mehr anbieten, aus Angst, dass der Anbietende im Falle eine Unfalls ruiniert ist.
Ich möchte nicht aufzählen, mit welchen Giften, Gefahren und Risiken ich in meiner Jugend konfrontiert wurde (z.B. DDT in Wasser mit bloßen Händen verrührt - allerdings rein privat zum Schutz der elterlichen Rosen) und habe inzwischen die 70 überschritten, drei gesunde KInder und 2 Enkel.
Wir sollten Lehrern wie Henning die größtmögliche Unterstützung - inklusive Versicherungsschutz - bieten, damit sie den Jugendlichen von Heute die gleichen Möglichkeiten und Freiheiten bieten können, die wir Ältere genossen haben!
Zum Thema Schul-bau-projekt siehe auch (eine Oberschicht-Privatschulvariante, aber immerhin spannend) : https://www.youtube.com/channel/UCOJAPT1M9p8Xur7PfY_SfTA .

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69

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 22:31

P.S.

@Henning: Schöne Ergebnisse ...
Die Teal is in der Tat wie die zum Entenjagen benutzten "duck punts" (https://www.youtube.com/watch?v=7YmRCMtdYss) .
Ich warte auf Segelvideos mit Deinen Schülern.
Sollten mal einfachere Projekte benötigt werden, gibt es ja die Puddle Duck Racers (PDR - http://pdracer.com ). Da gibt es auch eine weltweite Gemeinschaft, und Segel kann man auch aus Bauplanen ("Polytarp") nähen. Eine ganze Flotte dieser Kisten hat im Jahr 2014 die Texas 200 - Veranstaltung absolviert ( ) .
Cheers and keep up the good work!

Gernot H.

Henning

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70

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 22:48

Moin Gernot,

vielen Dank für die Links. Viel einfacher als Teal geht eigentlich nicht mehr. Zusätzlich ist das Boot in meinen Augen wirklich nett anzusehen. Phil Bolger war ein genialer Konstrukteur, der nie den Erstbootsbauer aus dem Blick verloren hat. Wenn du eine Buchstütze bauen kannst, bekommst du aic6h ein Instantboot von Bolger/Payson hin. Ein Basissatz an Holzbearbeitungswerkzeugen und eine gute Stichsäge reichen vollkommen aus. 2, besser 3 Sperrholzplatten, ein paar Kanthölzer, Leim, Epoxy und ein paar Gripfastnägel von Toplicht. Der schwierigste Schritt ist, die Blockade im Kopf zu überwinden und einfach anzufangen. Das probiere ich den Schülern zu vermitteln. Der Bau bereitet so viel Freude und auf das Ergebnis kann man stolz sein. Momentan baue ich aus Holzresten einen Satz Riemen, könnte man auch fix und fertig günstig kaufen, aber das macht mich nicht so glücklich.

Das Segel habe ich übrigens heute abgeholt, ist toll geworden. Morgen wird es angeschlagen.
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Freitag, 6. Dezember 2019, 13:08

Dann werden die Schüler wohl den Frühlingsanfang sehnlichst entgegenfiebern...
Und ich freue mich auf Bilder (wenn es nicht zuviel Arbeit macht, die Kids zu "anonymisieren").

Cheers und weiterhin viel Erfolg!

Gernot H.

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Freitag, 6. Dezember 2019, 19:07

Moin Gernot,
zunächst ein Bild der Anprobe. Oleu Flensburg hat mal wieder sehr gute Arbeit abgeliefert.
Vielen Dank für deine private Nachricht.
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Samstag, 7. Dezember 2019, 22:47

Passt scho und sieht eleganter aus, als die Opti-Segel, die Dylan Winter in seinem Film zeigt!

Ich würde gerne mehr über vergleichbare Projekte lesen. Es hat mir im vorigen Jahr Freude gemacht, zu sehen wie die Jugendlichen vor der JH Borgwedel auch bei etwas ruppigerem Wetter auf der Schlei sich in den Optis usw. ausgetobt haben, als wir mit unseren 3 Mirror Dinghies und der Skippy unterwegs waren.

Der Rum wird nun hervorgeholt, eine Nightcap darf ich mir genehmigen ;)

Henning

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Samstag, 7. Dezember 2019, 23:03

Der Mast für das nächste Boot wird aus einem Stück Holz bestehen, damit wir ihn mit Klarlack lackieren können. Beim Prototypen besteht er aus 4 Teilen und hat viele Astlöcher, die ich mit Epoxy gefüllt habe, deswegen ist er grau lackiert. Eventuell baue ich mir auch noch einmal einen neuen Mast. Mal sehen, was das Probesegeln im Januar an Erfahrungswerten bringt. Danach werden die nächsten beiden Segel geordert.
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Sonntag, 8. Dezember 2019, 23:54

Mir ist aufgefallen, wie schwierig es ist, astreines holz zu bekommen. Beim Betrachten meines Holzstapels habe ich ab und zu mal überlegt, ob ein beplanktes Spielzeugboot (für ein kleineres kind, zum Paddeln oder Rudern) möglich wär, und da wurde mir erst richtig klar, wieviele Astlöcher zu berücksichtigen wären.
Viel Erfolg bei der Materialsuche !

Henning

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Dienstag, 10. Dezember 2019, 18:36

Morgen werden die Seitenteile an Vor- und Achtersteven zusammengefügt. Nebenbei geht es an einem Satz Riemen weiter.
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Mittwoch, 11. Dezember 2019, 12:14

Teal nimmt langsam Form an. Der Achtersteven ist schon zusammen.
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