Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen [x]

Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

pks

Salzbuckel

Beiträge: 2 251

Wohnort: Mittelfranken

Bootstyp: ehemals: Conger - Friendship 25 HK - Compromis C999

  • Nachricht senden

21

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 12:13

Das Manöver heißt Beiliegen.

Nee, das Manöver selbst ist Beidrehen, das anschliessende Verweilen Beiliegen
Peter

derzeit denkt jeder nur an sich, ich glaube ich bin der Einzige der auch an mich denkt :O

frank_x

Salzbuckel

Beiträge: 2 563

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

  • Nachricht senden

22

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 12:22

Willkommen im Club - hier und als Einhandseglerin - Zu Deinen Tips und einigen Anmerkungen hier nur soviel - Vieles davon wirst Du später so nicht mehr machen (müssen) - Sei es, weil Dein Schiff größer geworden ist ( ruhigere Bewegungen ), Du einen Autopiloten besitzt und auch mit der Zeit souveräner im Umgang mit dem Gerät wirst.

So nutze ich z.B. das Beiliegen nie, habe keinen Gummistropp ( aber einen AP sowie ein sehr gut balanciertes etwas größeres Schiff, welches auch längere Zeit gerade aus fährt ) und eine Mittelklampe nur auf dem größeren Schiff (nutze dafür auf dem kleineren Boot, welches gar keine festen Klampen besitzt, eine Winsch oder die Püttinge als "Mittelklampe").

Aber auch ich habe mal (wie alle anderen hier auch) klein angefangen und so sind Deine Erfahrungen aus dem Anfang hier auch interessant für alle, die auch erste Schritte machen mit weniger gut ausgerüstetetn Schiffchen.

Brachiopode

Leichtmatrose

  • »Brachiopode« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 41

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Ahoi Marie

Bootstyp: Johnson 23

  • Nachricht senden

23

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 13:07

Danke, ich freue mich, dass es hier doch noch andere Einhandsegler und Seglerinnen gibt.

und so sind Deine Erfahrungen aus dem Anfang hier auch interessant für alle, die auch erste Schritte machen mit weniger gut ausgerüstetetn Schiffchen.

ja, genauso hatte ich es mir gedacht. Viele einfache Dinge tragen ungeheuer zur Entlastung bei und ich dachte, es ist doch besser, man erfährt sie gleich, als erst über viele Jahre.

nutze dafür auf dem kleineren Boot, welches gar keine festen Klampen besitzt, eine Winsch oder die Püttinge als "Mittelklampe"

das hatte ich letztes Jahr ausprobiert, um am Steg anzulegen. Winsch und Achterklampe und dann mit Briedle. Bei meinem Boot nicht zu empfehlen. Obwohl ich die Stegklampe erwischt hatte, trieb der Bug immer weiter ab, der Winkel passte nicht. Musste am Ende die Leine einem Helfer übergeben (der hinterher in einer Damenrunde behauptet hat, er hätte mich aus Seenot errettet, das aber nur am Rande..)


Beiliegen ist glaub ich, eine ganz wichtige Hilfe für Einhandsegler/innen. Ich wollte es dieses Jahr unbedingt ausprobieren, kam aber nicht dazu. Soweit ich es verstanden habe, braucht man dafür ein gutes Stück freien Seeraum, weil man ja nach Lee abdriftet, oder ?

frank_x

Salzbuckel

Beiträge: 2 563

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

  • Nachricht senden

24

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 13:29

Die Sache mit dem Briedle habe ich auch noch nicht probiert. Aber wenn du statt der Heckklampe die Bucht wieder auf die Winsch führst, sollte es gehen ... Dann kommt der Ansatzpunkt weiter nach vorn und Du kannst per Motor-Voraus in diese Spring eindampfen. Wenn Du auf Deinem Schiffchen dann noch einen drehbaren AB hast, dann kannst Du damit selbst bei Starkwind ganz prima die Spitze in Richtung Luv drehen. Das geht mit Einbaumaschine dann etwas anders ...

Wegen dem Beiliegen - naja, wenn es einem mal echt schlecht geht oder man mal (längere Zeit) unter Deck muss, ... und keinen Autopiloten (mehr) hat, der übernehmen kann ... dann mag das eine "wichtige Hilfe" sein. Praktisch habe ich es noch nie genutzt, weil ... ich lieber in Fahrt bleibe und auch immer einen AP besessen habe, der "übernehmen" konnte. Und ja - man driftet dabei mehr oder weniger schnell (wohl etwa 0,5..1..2kn) und braucht den Platz dafür, was aber meist gegeben ist ...

Danke, ich freue mich, dass es hier doch noch andere Einhandsegler und Seglerinnen gibt.

und so sind Deine Erfahrungen aus dem Anfang hier auch interessant für alle, die auch erste Schritte machen mit weniger gut ausgerüstetetn Schiffchen.

ja, genauso hatte ich es mir gedacht. Viele einfache Dinge tragen ungeheuer zur Entlastung bei und ich dachte, es ist doch besser, man erfährt sie gleich, als erst über viele Jahre.

nutze dafür auf dem kleineren Boot, welches gar keine festen Klampen besitzt, eine Winsch oder die Püttinge als "Mittelklampe"

das hatte ich letztes Jahr ausprobiert, um am Steg anzulegen. Winsch und Achterklampe und dann mit Briedle. Bei meinem Boot nicht zu empfehlen. Obwohl ich die Stegklampe erwischt hatte, trieb der Bug immer weiter ab, der Winkel passte nicht. Musste am Ende die Leine einem Helfer übergeben (der hinterher in einer Damenrunde behauptet hat, er hätte mich aus Seenot errettet, das aber nur am Rande..)


Beiliegen ist glaub ich, eine ganz wichtige Hilfe für Einhandsegler/innen. Ich wollte es dieses Jahr unbedingt ausprobieren, kam aber nicht dazu. Soweit ich es verstanden habe, braucht man dafür ein gutes Stück freien Seeraum, weil man ja nach Lee abdriftet, oder ?

25

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 13:40

eine 2. Batterie würde ich gern vermeiden.


Ich hatte bei meiner 26er auch nur eine 70 AH Batterie mit einem einfachen kleinen PKW Ladegerät.
Das hat mit dem ST1000 völlig ausgereicht. 6 Stunden mit GPS und PiPi zu segeln. Die Geräte brauchen bei gut getrimmtem Schiff erstaunlich wenig Strom.
Viel kritischer sind nach meinen Erfahrungen Tablet oder Handy über USB Adapter oder "klassische" Positionsleuchten ohne LED's.

Till

Lotse

Beiträge: 1 851

Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

  • Nachricht senden

26

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 13:44

Meine wichtigsten Ratschläge zum Einhand-Segeln:

- Plane Manöver so, dass es einen Ablaufplan gibt, wie die Manöver Schritt-für-Schritt durchgeführt werden.

- Plane die Manöver möglichst so, dass Zeit keine Rolle spielt.


Dieser Ablaufplan für die Manöver kann auf Papier existieren, muss er aber nicht. Es reicht, wenn man das im Kopf hat.
Selbst für die Wende ist es nützlich, sich zu überlegen, ob und wie man die so durchführen kann, dass man dabei wenig Zeitdruck hat. Kann ich so Ruder legen, dass das Boot die Wende fährt, auch wenn ich das Steuer loslasse? Wann kann ich die Vorschot lösen, wie schnell muss die neue Schot dicht sein?

Auch fürs Geradeausfahren ist es nützlich zu wissen, ob und wie man so trimmen kann, dass man auch ohne Ruder in die halbwegs richtige Richtung kommt. Selbst wenn man einen Autopiloten hat, kann der ja auch mal ausfallen.


Ein- und Ausreffen sollte eigentlich am Wind gehen. D.h., wenn man nur mit Vorsegel fährt. Muss man ausprobieren.

Gruß, Till

Anja

Matrosin

Beiträge: 70

Wohnort: Schleswig-Holstein

  • Nachricht senden

27

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 14:24

Hallo Brachiopode

interessant, was du von deinen Erfahrungen erzählst.
Noch bin ich keine Einhandseglerin, das soll sich aber ändern!!
Als Crew habe ich schon so einige Meilen "gefressen".

Zum Beiliegen:
die verbleibende Geschwindigkeit laut der Instrumente lag mitunter bei über 2 kn, ich fand das viel.
Die Abdrift nach Lee konnte ich schlecht einschätzen.
Von daher würde ich das Manöver auch machen, wenn genug Raum vorhanden ist.

Wenn es darum geht kurzzeitig Ruhe ins Boot zu kriegen ist das eine gute Wahl, danach muss man aber auch wissen wie es weitergeht :)

Grüße
Anja

unregistriert

28

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 15:11

Bei meinem Boot nicht zu empfehlen. Obwohl ich die Stegklampe erwischt hatte, trieb der Bug immer weiter ab, der Winkel passte nicht.


Hallo Brachiopode.

Dann hast du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Bridle gemacht. Der sieht wie im Anhang aus.

Mit der großen Schlaufe des Bridle kannst du ohne exakte Anlegeposition zu haben auch aus größerem Abstand zum Steg nahezu jede Klampe erwischen. Anschließend holst du die Leine dicht UND gibst leicht Fahrt voraus. Das hat drei Effekte: das Dichtholen verkürzt die Länge der Leine, hält das Heck am Steg und die Vorausfahrt zieht den Bug durch den jetzt entstandenen Drehpunkt an der Mittelklampe zum Steg.

Wenn du ein Boot mit einer fetten IOR Beule hast, dann sieht das natürlich weniger schön aus, als wenn du das mt einer BB10 machst. Aber darum geht es ja auch nicht. Sondern nur darum, eine erste sichere Verbindung herzustellen. That's it. Sollte eigentlich mit jedem Schiff gehen. Zumindest ich habe damit bisher alles sicher an den Steg bekommen.
»unimanus« hat folgende Datei angehängt:

unregistriert

29

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 15:30

oder die Püttinge als "Mittelklampe"

Jep, das mache ich auch bei allen, die keine Mittelklampe haben. Also nahezu alles, was unter 30ft ist. Kleiner Trick dabei: Ich habe, da Charterer, immer Schekel und Karabiner dabei (see Pic). Den Schekel an die Pütting, den Karabiner an den Schekel und den Festmacher durch den Karabiner. Läuft super geschmeidig.
»unimanus« hat folgende Datei angehängt:
  • schekel klein.jpg (430,61 kB - 31 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Mai 2020, 21:54)

Beiträge: 1 603

Wohnort: Berlin

Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Ueckermünde

Rufzeichen: DJ3239

  • Nachricht senden

30

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 17:43

Ja, im Forum kann man auch als alter Seebär immer noch etwas lernen. Die Zeichnung mit dem Bridle hat mir endlich verdeutlicht, wie es gemeint ist.
Beim Anlegen parallel zum Steg brauche ich das nicht, da hilft der Radeffekt beim Aufstoppen, dann übersteigen mit langer Vorleine plus Achterleine. Aber beim Anlegen mit den achteren Dalben, wie an der Ostsee üblich, kam ich alleine immer ins Schwitzen.

Das werde ich nun in der nächsten Saison ausprobieren: Lange Leine über die mittlere Pütting (die ist stabil, Mittelklampe habe ich nicht) als großzügige Schlaufe auslegen, hinten durch die Klampe geführt zurück auf die Winsch, dort zweimal umlegen, um die Leine abbremsen zu können. Das gleiche auf der gegenüberliegenden Seite vorbereiten, geht aber notfalls auch ohne, vorwärts eindampfen und über die Winsch mit Gefühl aufstoppen, vorne übersteigen, Bugleinen ausbringen, dann die andere achtere Leine notfalls per Bootshaken über den Poller legen.

Jetzt weiß ich nur nicht, wo der Vorteil des Bridle gegenüber der bisherigen Variante von mir ist: Da habe ich auch die Achtere Festmacherleine über die Klampe auf die Winsch gelegt, aber mit einem großen Palstek versehen, den ich beim Reinfahren in die Box über den Poller gelegt habe.
Der Vorteil des Bridle liegt dann wohl in der besseren seitlichen Führung durch die Leine zwischen Mittelklampe bzw. Pütting und Heckklampe?

Handbreit, Skokiaan

frank_x

Salzbuckel

Beiträge: 2 563

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

  • Nachricht senden

31

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 17:52

Ja, im Forum kann man auch als alter Seebär immer noch etwas lernen. Die Zeichnung mit dem Bridle hat mir endlich verdeutlicht, wie es gemeint ist.
Beim Anlegen parallel zum Steg brauche ich das nicht, da hilft der Radeffekt beim Aufstoppen, dann übersteigen mit langer Vorleine plus Achterleine.
Handbreit, Skokiaan


Bei stark ablandigem oder gar vorlich/ablandendem Wind und wie bei uns einem recht breiten Cockpit ist das schon immer so eine Sache - aufstoppen und dann ... so schnell wie möglich eine Achterspring irgendwo anbinden/rüberlegen um in die dann einzudampfen. So mal einfach mit Vor- und Achterleine übersteigen geht - insbesondere bei schmalen Fingerstegen nicht gut, da die sehr niedrig und oft auch zu wacklig sind und ich meinen Dampfer auch gegen stärkeren Wind nicht (allein) halten kann. Deshalb ist die Basisidee des Briedle ganz nett - geht aber auch als "normale" Spring, die als Schlaufe ausgeführt ist.

SailingRainer

Proviantmeister

Beiträge: 440

Schiffsname: Swantje

Bootstyp: EMKA 29 HT

Heimathafen: Bremerhaven

Rufzeichen: DB7723

MMSI: 211473660

  • Nachricht senden

32

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18:05

Ein weiterer Tipp: Einleinen-Reff
Möchte ich nicht mehr drauf verzichten.
Während das Boot unter Fock weiter segelt, zieht man vom Cockpit aus das Reff rein.
Das Großfall ist natürlich auch ins Cockpit umgelengt.
Außerdem fahre ich ein Lazy- Bag fürs Groß.
Vereinfacht sehr das Segel bergen.
Sailing-Rainer
...erst mal weg von Land
https://sailingrainer.com/
Lofoten-Solent-HögaKusten-BritainRound

unregistriert

33

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18:08

Aber beim Anlegen mit den achteren Dalben, wie an der Ostsee üblich, kam ich alleine immer ins Schwitzen.

Dabei hilft der Bridle nicht. Das ist was für`s seitliche Anlegen, nicht für Boxen. Wenn du am Drehpunkt keinen Widerstand hast (Steg oder so), dann zieht der Bridle dich gnadenlos in die frei Richtung und würde dich schwerstens in der Box querstellen.

Geh doch einfach rückwärts rein und werfe lange Festmacher an beiden Seiten über die Dalben. Dann mit langsamer Rückwärtsfahrt die Leinen fieren bis du mit dem Heck ankommst.

Lars M

Salzbuckel

Beiträge: 2 878

Wohnort: Hamburg

Bootstyp: Orion - Sommerfeldschale

Heimathafen: Lübeck

  • Nachricht senden

34

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 19:25

Eine Möglichkeit bei zunehmendem Wind das Auswechseln des Vorsegels zu vermeiden: Ein Bindereff in der Fock. Es ist zugegeben aus der Mode gekommen aber es ich habs und nutze es oft. Man hockt zwar ein Weilchen auf dem Vorschiff, bis alles zurecht gemacht ist, aber es ist weniger Aufwand als ein Segel abzuschlagen, nass (!) zu verstauen und ein kleineres anzuschlagen. Segel steht gerefft super, kein Vergleich zu einer gerefften Rollfock. Ausreffen geht schnell.

Brachiopode

Leichtmatrose

  • »Brachiopode« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 41

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Ahoi Marie

Bootstyp: Johnson 23

  • Nachricht senden

35

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:51

Eine Möglichkeit bei zunehmendem Wind das Auswechseln des Vorsegels zu vermeiden: Ein Bindereff in der Fock.
Kannst du beschreiben wie das gemacht wird? Finde das sehr spannend, kann es mir aber gar nicht vorstellen.

Ich habe dafür ausprobiert, mit einer Hilfsleine das Vorsegel vom Cockpit aus einzuholen. Das funktioniert ganz gut, man muss nur darauf achten, dass sie ohne allzuviel Reibung läuft. Ich muss zwar trotzdem nach vorn zum festbenzeln aber der Druck ist zumindest weg. Dasselbe habe ich mit dem Groß gemacht, geht auch gut, vor allem, wenn man keine lazzy jacks hat.

Unimaus: danke für die Skizze, das macht den Bridle sehr anschaulich. Mein Problem war, wie ich schrieb, dass ich keine Mittelklampe hatte und deshalb die Leine nur von der Heckklampe zur Winsch führen konnte - und dann klappt er bei meinem Boote eben nicht. Da ich keinen Platz an Deck für eine weitere Klampe habe, habe ich eine Relingsklampe montiert. Das klappt so gut, dass ich meist nur mit dieser Mittelleine anlege. Im Prinzip wie bei frank_x , nur ohne Auge ... naja, vielleicht doch etwas anders.

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 4 496

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

36

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 11:00

hier
Ein Bindereff in der Fock.
Kannst du beschreiben wie das gemacht wird?

siehe z.B. hier

Einfach ein horizontales Reff wie beim Großsegel.

micropip

Bootsmann

Beiträge: 158

Bootstyp: NB 34

Heimathafen: Maasholm

  • Nachricht senden

37

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 11:22

Dabei hilft der Bridle nicht. Das ist was für`s seitliche Anlegen, nicht für Boxen. Wenn du am Drehpunkt keinen Widerstand hast (Steg oder so), dann zieht der Bridle dich gnadenlos in die frei Richtung und würde dich schwerstens in der Box querstellen.

Das ist so allgemein nicht richtig. Zumindest bei meinem Boot kann ich durch Ruderlage und Gas den Kahn mit dem Bridle auch in einer Box gerade halten und Richtung Steg "titrieren". Der Drehimpuls ist etwas schwächer als bei bei einer Mittelspring. Und wenn man es als Solosegler schafft, auch den Leebridle überzuwerfen, was wegen der großen Bucht ganz gut geht, ist der Kampf eh gewonnen. Einfach mal im Frühjahr probieren, wenn keiner kuckt.

Gruß
Pip

Brachiopode

Leichtmatrose

  • »Brachiopode« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 41

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Ahoi Marie

Bootstyp: Johnson 23

  • Nachricht senden

38

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 12:25

Hmmmmm ..... wenn ich das recht verstehe, braucht man dafür eine extra darauf ausgerichtete und geschnittene Fock bzw. Genua? Schade.

Alternativ dazu, fällt mir gerade ein, gibt es noch die Lösung mit dem doppelten Vorstag. Da kann das kleinere oder größere Vorsegel schon angeschlagen werden und das bisher genutzte kann angeschlagen bleiben und muss nur eingepackt oder angegebenselt werden. Gibt es dazu noch Erfahrungen oder haben sowieso alle eine Rollfock?

frank_x

Salzbuckel

Beiträge: 2 563

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

  • Nachricht senden

39

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 12:33

Nö, es haben nicht alle eine Rollfock - Insbesondere bei einem kleinen Schiffchen ist die auch nicht notwendig ( IMO ). Das Reff schneidert Dir jeder Segelmacher für kleines Geld in Deine Fock. In der ClasseMini (da ist das Standard) gibt es dafür sogar die Luxusvariante mit Reißverschluss, in dem das lose Segeltuch verschwindet. Wenn man nicht lange so fahren möchte, kann man es aber auch einfach "baumeln" lassen ( siehe RundBornholm2013 ab etwa 1min )

Doppelstag nebeneinander ist keine gute Idee, da nicht gut spannbar ( großer Vorstagsdurchhang ) und hintereinander - naja, höchstens - wie ebenfalls ClasseMini - an einem wegnehmbaren Kutterstag. Wäre aber absoluter Overkill für Dein Schiff, da Du bei den dann herrschenden BFT8..9 sowieso nicht mehr unterwegs sein willst - vom fehlenden Autopiloten mal ganz abgesehen, den Du brauchst um das Segel solo vorn zum Setzen zu klarieren.


Hmmmmm ..... wenn ich das recht verstehe, braucht man dafür eine extra darauf ausgerichtete und geschnittene Fock bzw. Genua? Schade.

Alternativ dazu, fällt mir gerade ein, gibt es noch die Lösung mit dem doppelten Vorstag. Da kann das kleinere oder größere Vorsegel schon angeschlagen werden und das bisher genutzte kann angeschlagen bleiben und muss nur eingepackt oder angegebenselt werden. Gibt es dazu noch Erfahrungen oder haben sowieso alle eine Rollfock?

Brachiopode

Leichtmatrose

  • »Brachiopode« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 41

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Ahoi Marie

Bootstyp: Johnson 23

  • Nachricht senden

40

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 12:38

. Zumindest bei meinem Boot kann ich durch Ruderlage und Gas den Kahn mit dem Bridle auch in einer Box gerade halten und Richtung Steg "titrieren". Der Drehimpuls ist etwas schwächer als bei bei einer Mittelspring. Und wenn man es als Solosegler schafft, auch den Leebridle überzuwerfen, was wegen der großen Bucht ganz gut geht, ist der Kampf eh gewonnen. Einfach mal im Frühjahr probieren, wenn keiner kuckt.

Gruß
Pip
Geht dein Bridle von der Achter- bis zur Mittelklampe oder zur Winsch? Und, was mir nicht ganz klar ist, wo liegt der Vorteil im Verhältnis zur einfachen Achterleine in die man eindampft? Hat nicht beides denselben Effekt?

frank.x :
jahhhaaaaa, ich schrieb ja schon, dass der AP auf jeden Fall !!!! in diesem Winter eingebaut wird. Hoffe nur, es wird dann nicht zu langweilig unterwegs. Bisher bin ich immer mit Adrenalin bis über beide Ohren gesegelt, daran bin ich schon so gewöhnt, dass mir bei Leichtwind unvermeidlich die Augen zufallen........

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brachiopode« (18. Oktober 2018, 12:52)


Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 725   Hits gestern: 2 486   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 5 564 817   Hits pro Tag: 2 403,76 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 4 151   Klicks gestern: 15 191   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 43 014 600   Klicks pro Tag: 18 580,44 

Kontrollzentrum