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X-Ray1989

Kapitän

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1

Mittwoch, 12. Februar 2020, 12:41

Welches Holz ist das, Teak oder Mahagoni?

Hallo zusammen,

ich werde meine Instrumentenkonsole neu machen, da die Ausschnitte der alten Instrumente nicht für die neuen passen.
Bin mir aber leider nicht ganz sicher was hier für Holz verwendet wurde.. Die ganze Schiebelukgarage ist aus Teak, aber diese Frontplatte hier könnte auch Mahagoni sein?

Hier gibt's doch bestimmt Holzwürmer die mir direkt weiterhelfen können..

Ziel ist es, das Holz wieder "roh" zu belassen und nicht zu lackieren oder ölen.
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Viele Grüße,

Toby

Meeresfee

Salzbuckel

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2

Mittwoch, 12. Februar 2020, 12:47

Teak

3

Mittwoch, 12. Februar 2020, 12:48

Welche Rolle spielt das?

Ich vermute das es sich um Teaksperrholz handelt. Für die Haltbarkeit spielt es aber eigentlich keine Rolle. Nimm das was dir besser gefällt.
Großbaum aus Lärche für Folkeboot zu verkaufen!

X-Ray1989

Kapitän

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4

Mittwoch, 12. Februar 2020, 12:51

Die Rolle spielt, dass ich eine Optik anstrebe, die ähnlich dem jetzigen ist. Und eine Optik anstrebe, welche sich auch ähnlich im "Ausbleichverhalten" verhält ;)
Viele Grüße,

Toby

Spaßbremse

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5

Mittwoch, 12. Februar 2020, 12:55

Wenn die Schiebelukgarage aus Teak ist und Du eine ähnliche Optik wünscht, bleibt doch nur Teak?
Gruß, Norman

X-Ray1989

Kapitän

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6

Mittwoch, 12. Februar 2020, 12:57

Ich merke schon, meine Aussagen scheinen etwas wirr :D

Anbei nochmal ein Foto von Vor Ort… Farbunterschiede und Bauweise haben mich halt etwas stutzig gemacht ;)
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Viele Grüße,

Toby

7

Mittwoch, 12. Februar 2020, 14:15

Die Farbe innen spricht eher für Mahagoni. Aber wie oben schon jemand schrieb: wenn sonst alles aus Teak ist würde ich das auch hier nehmen.

Gruß Odysseus

8

Mittwoch, 12. Februar 2020, 14:47

Mahagoni ist im Gegensatz zu Teak unbehandelt nicht wasserresistent. Wenn du nicht lackieren willst, bleibt nur Teak.

Gruß
Peter

Bruk

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9

Freitag, 14. Februar 2020, 14:46

Hallo zusammen,

ich werde meine Instrumentenkonsole neu machen, da die Ausschnitte der alten Instrumente nicht für die neuen passen.
Bin mir aber leider nicht ganz sicher was hier für Holz verwendet wurde.. Die ganze Schiebelukgarage ist aus Teak, aber diese Frontplatte hier könnte auch Mahagoni sein?

Hier gibt's doch bestimmt Holzwürmer die mir direkt weiterhelfen können..

Ziel ist es, das Holz wieder "roh" zu belassen und nicht zu lackieren oder ölen.


Es handelt sich um eine typische Mahagoni Oberfläche. Die Faserstruktur von Teak ist anders, schlecht ausgedrückt, welliger. Unbehandelt entwickelt Teak eine silbergraue Oxid-Schutzschicht. Im vorliegenden Fall ist die Oberfläche einfach nur verwittert durch VA. Mahagoni, unbehandelt, verdirbt in der Außenanwendung, da die Kautschuk- und Silikatanteile fehlen. Wegen der Silikatanteile werden Sägen schnell stumpf, wenn sie Teak sägen.

Leicht selbst heraus finden: da Teak Kautschukanteile enthält, ist der Schleifstaub nicht pulvertrocken, sondern leicht "feucht". Das zeigt sich u.a. durch minimal kleine Staubkügelchen.

Einfach mal schleifen, dann weißt Du, woran Du bist. Ferndiagnosen per Foto sind immer nur annäherungsweise vertrauenswürdig.

Gruß

Klaus

10

Freitag, 14. Februar 2020, 15:07

Zur Ausgangsfrage,
das ist kein Teak sondern Mahagonisperrholz, vermutlich Sipo oder Kahya.
Auch das wird grau durch UV Strahlung.

11

Freitag, 14. Februar 2020, 15:17

Tendiere ich auch zu.
Innen etwas zu rot, zudem Schwärzung durch Feuchte um Bohrlöcher; sieht eher nach einer Mahagonieart aus.
Das äußere Deckfurnier könnte gleichwohl auch Teak sein.
Das Foto auf die Schnittkante des Sperrholzes legt nahe, dass die beiden Seiten möglicherweise auch unterschiedliche Deckfurniere haben könnten.

However, wenn es unbehandelt bleiben soll, wie mehrfach gesagt, dann künftig (wieder) eine Teakoberfläche.
Die Schnittkanten sollten allerdings geschützt und gutes wasserfestes Sperrholz hoher Qualität gewählt werden.

Gruß
Andreas

12

Freitag, 14. Februar 2020, 15:30

Ohne ein Holzwurm zu sein... Ich vermute (!) auch es ist Mahagoni-Sperrholz. Oder Mahagoni-"Ersatzholz".

Allerdings glaube ich auch mal von Teaksperrholz gehört zu haben, das mit rötlichen Lasuren auf Mahagoni-Optik getrimmt wurde. Wenn Mahagoni - wie oben beschrieben - nicht so witterungsbeständig ist, wäre das ja eher ein Argument für Teak im Aussenbereich?

Ich würde die letzten Beschläge herunter nehmen. Es gründlich reinigen. Aber pass auf, dass es nicht zu feucht wird, sonst wirds wellig und reisst auf.
Vorsichtig schleifen. (ein Sperrholz ist schnell durchgeschliffen) und dann "salomonisch vorsichtshalber" ggf. eine Behandlung vornehmen, die sowohl zu Teak als auch zu Mahagoni passend wäre.
D.h. etwas was das ölhaltige Holz des Teak "verträgt" aber auch zu Mahagoni passt. Das ist jetzt - habe keine zeit zum googeln - nur eine Laieninfo. Aus dem Gefühl heraus ggf. ein UV-beständiges mattes Lacköl von Epifanes oder einem anderen guten Hersteller? Das matte ist garnicht so sehr "speckig" wenn du keine hochglanzoptik magst. Oder ein öl wie ovatrol?
Hier eine homepage die ich gerade gefunden habe: https://www.hausjournal.net/mahagoni-holz-oelen

https://www.toplicht.de/de/shop/yachtfar…lz-lackoel-matt

OH - shame on me. Habe gerade gelesen Du möchtest es austauschen.... Sorry, habe gedacht du möchtest es überarbeiten. Nehms doch in die Hand und fahre damit zu einem kleinen guten Holzhändler/Schreiner/Bootsbauer. Die wissen am ehesten Bescheid und können Dir die Rohrform ggf. ratzfatz und gut zuschneiden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (14. Februar 2020, 15:41)


Bruk

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13

Freitag, 14. Februar 2020, 15:47

Was die Deckfurniere angeht: da die Sperrholzplatten Massivholz anmuten sollen, ist mir nicht bekannt, dass bei seewasserbeständigen Bootsbauplatten unterschiedliche Deckfurniere in Anwendung gekommen sind, schon gar nicht die Kombination Mahagoni/Teak. Die Außenseite, wie auf dem Foto zu sehen, ist einfach nur stark verwittert. Schwarze Stellen (Pilz) sind ein typisches Zeichen für Mahagoni. Da, wo Feuchtigkeit in die Sperrholzschicht eindringt (Schraubenlöcher, nicht versiegelte Stirnseiten), bildet sich der Nährboden für Pilze. Man hat diese Erscheinung auch an geplankten und verschraubten Booten aus nordischer Kiefer. Wegen dieser nicht vorhandenen Pilzbefall-Resistenz ist Mahagoni, was seine Eignung im Außenbereich angeht, bestenfalls befriedigend. Die Vindö-Werft hatte seinerzeit größte Probleme diesbezüglich mit ihren Cockpitsülls, deren untere Stirnseite nicht ausreichend versiegelt war und deshalb durch Pilzbefall schwarz wurde.

Gruß
Klaus

14

Freitag, 14. Februar 2020, 15:49

In den Rillen meiner (eindeutigen) Teak-Handläufe bildet sich aber im Laufe der Saison auch schwarzer Schimmel...

Bruk

Seebär

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15

Freitag, 14. Februar 2020, 16:08

In den Rillen meiner (eindeutigen) Teak-Handläufe bildet sich aber im Laufe der Saison auch schwarzer Schimmel...


Moin riggse,

die schwarzen Erscheinungen in den Rillen ist Spak, hervorgerufen durch faulende Pollen u.ä. Echtes, massives Teak fault nicht!

Zu Deinen vorigen Empfehlungen:

Kochfest und seewasserbeständiges Sperrholz wird weder rissig, noch quillt es bei Wasserreinigung auf. Nur so nebenbei: Nach der Herstellung von Sperrholz werden die Platten erneut gewässert, um eine Grundfeuchtigkeit zurück zu bekommen. Die Temperatur bei Pressung beträgt bis 150 Grad.

Durchschleifen:

Durchschnittlich beträgt das Deckfurnier zwischen 0,6 und 1,5 mm. Wenn da nicht brachial mit einem Exzenterschleifer und Korn 120 ran gegangen wird und vorher das Furnier nicht beschliffen wurde, ist die Gefahr überschaubar.

Beschichtung:

Grundsätzlich gilt: Bei Mahagoni muss beschichtet werden, bei Teak ist das eine Kann-Bestimmung: Möchte man den edlen Teakton erhalten, muss mit einem teakgeeigneten Lack oder mehrschichtigem Holzöl versiegelt werden oder man lässt es sein und nimmt die silbergraue Oxidschicht in Kauf (Teakdeck).

Gruß
Klaus

16

Freitag, 14. Februar 2020, 16:42

Klaus,

ich bin da grundsätzlich bei Dir, aber ein ungeschütztes Mahagoniefurnier würde derart durchfeuchtet werden können, dass es sich wellen und vom übrigen Sperrholz lösen würde.
Diesen Effekt erkenne ich hier nicht. Überhaupt wäre es viel vergammelter.

Es sei denn... die Konsole läge so geschützt unter der Sprayhood, dass sie selten und fast nie nachhaltig nass wird.
Ok, ich denke zu sehr in Booten ohne Sprayhoods :D


Also, Mahagoniesperrholz in der Ausgangslage, künftig in Teak.


Gruß
Andreas

17

Freitag, 14. Februar 2020, 19:04

Klaus,

Du magst Dich sicher gut auskennen. Sicher besser als ich.

Zu den von Dir oben genannten Punkten möchte ich dennoch etwas aus meiner - zwar bescheidenen aber doch vorhandenen - Erfahrung der letzten 6 Jahre Bootsbastelei beitragen:

Bei der Erwähnung des Schimmels in meinen Teak-Handläufen wollte ich einfach grundlegend darauf aufmerksam machen, dass das Symptom "Schimmel ja-nein?" wohl nicht als zuverlässiges Indiz für eine Holzidentifikation im Aussenbereich genommen werden werden. Schimmel kann sich überall in Rillen bilden. Ob dort das Holz selber schimmelt oder irgendein Rott dazwischen ist dann ja wurscht.

Furnier Schleifen: Ich habe bei mir im Boot u.a. das gesamte innere Holz abgeschliffen und auch das Steckschott. 50 Jahre alt. Alles Furnier.
Es war teilweise eine wirklich sehr heikle Arbeit, und ich schwöre: ich habe fein und konzentriert geschliffen.
Von Hand und wenn ich die Maschine genommen habe, dann nur mit einer gut geregelten Maschine und mit Engelsfingerchen (Mirka Deros).
Trotzdem sind mir 1-2 kleine Hoppalas passiert. Zum Glück nur winzig, dennoch hat es mich sehr gewurmt und mir vorgeführt, dass Furnier schleifen "nicht ohne" ist...

Feuchtigkeit: Ich habe ein kleines Holzreservelager mit Furnierstücken. Ein Stück ist nur kurz mal zu lang nass gewesen. Es ist scheinbar insbesondere an der Querkante herein gezogen und hat sich extrem gewellt. Das Holz war hin. Schade. Evtl. gibt es da unterschiedliche Qualitäten. Dennoch finde ich, dass es ein Thema ist bei dem es fair ist dazu zu raten Vorsicht walten zu lassen. Auch bei meinem senkrechten Schottholz innen gibt es Stellen die leider zu lange Feucht waren. (Wasserschaden durch eindringendes Wasser) Hier wellte sich das Holz ebenfalls.

Vielleicht kann man manches nicht verallgemeinern da es unterschiedliche Holzqualitäten und -herstellungsphasen gibt?

Whatever. Gutes Basteln und Danke für Deine Schilderungen. :)
Liebe Grüsse.
Riggse.

18

Freitag, 14. Februar 2020, 19:16

Zwischen einem Möbelfurnier und der Decklage dieser Teak-Sperrholzplatten besteht ein großer Unterschied!

Gruß Odysseus

19

Freitag, 14. Februar 2020, 19:20

Ok, was dazu gelernt... Danke...! :-)

Zur Erklärung meiner Holzerlebnisse:
Leider war auch das Furnier von meinem Steckschott echt dünn, obwohl "für draussen" und die Aussenseite. Da war die äussere Schicht hauchdünn. Einmal eine Sekunde kurz zu fest gedrückt und schon schaute man auf ein helle ebene Fläche darunter... Konnte ich noch kaschieren. Aber es war eindrucksvoll wie schnell das ging.
Vielleicht gibt es da einfach Unterschiede und zur Vorsicht raten beim Schleifen ist kein so schlechter Ratschlag bis man "sein" Holz kennt? Oder wenn man es zum ersten Mal macht... ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (14. Februar 2020, 19:41)


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20

Freitag, 14. Februar 2020, 19:50

Hallo,
ich bin ja nun seit Kindesbeinen an Holzwurm. Nach intensivem Betrachten der Bilder komme ich zu dem Ergebnis, dass das kein Teak und auch kein Mahagoni ist. Es handelt sich hier meiner Meinung nach um eine Bootbauplatte für den Innnenausbau, die Decklage ist aus Gabun. Solche Platten sind billig und werden üblicherweise z.B. als Kojenbretter unter den Matratzen verwendet. Also.... eine Innenausbauplatte, für aussen ungeeignet und auch unschön. Baue es neu.
Dein Vorgänger hat da, entweder aus Unwissenheit oder um Geld zu sparen, das falsche Material verwendet.
Viele Grüsse
Uli
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