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Sailbonbon

Bootsmann

  • »Sailbonbon« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 80

Schiffsname: Helena

Bootstyp: Eta 22I

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1

Mittwoch, 25. März 2020, 12:18

Wie kann man Plexi bohren

Hallo liebe Segler Gemeinde,
ich möchte mir auf das Plexi / Acryl / oder / oder Schiebeluk meiner Etap
einen steckbaren Plastimo Kompass bauen, den man dann beim Segeln
immer schön im Blick haben kann.
Dafür muß die Halterung auf dem Luk angeschraubt werden.

Wie bohre ich denn in das Material des Luk rein ohne das es reisst ???
?( ?( ?( ?(
Danke für Euren Rat

Sailbonbon

2

Mittwoch, 25. März 2020, 12:21

einfach googeln unter Plexiglas oder Kunststoffbohrer. Die haben eine besondere Spitze/Schliff

Gruß Odysseus

kielius

Super Moderator

Beiträge: 12 414

Wohnort: Kiel

Schiffsname: Smilla

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Rufzeichen: DD4759

MMSI: 211277680

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3

Mittwoch, 25. März 2020, 12:45

Geht meiner Erfahrung nach auch gut langsam mit einem Holzspiralbohrer.
Segelyacht Colin Archer Ketsch "Smilla" zu verkaufen: Marktplatz

4

Mittwoch, 25. März 2020, 12:51

Die Bohrer haben einen speziellen Schliff, einige Plexiglasverarbeiter haben sich ihre Bohrer selber umgeschliffen. In Berlin Neukölln war eine Firma von denen habe ich noch meine Bohrer, ist aber ewig her.
Gruß Andreas

reinglas

Proviantmeister

Beiträge: 287

Wohnort: Berlin

Schiffsname: demnächst: "THEA"

Bootstyp: GFK-Kajütboot (Hai 590)

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5

Mittwoch, 25. März 2020, 12:55

Hallo "Sailbonbon",

. . . ganz einfach - so, wie sich ein Igel vermehrt. Vorsichtig, sehr vorsichtg. :)
klein vorbohren ! 2,0 mm. . . 2,5 mm-Bohrer. Dann je nach Bedarf 4 mm - 6 mm Endbohrung. Bohrer sollten scharf (laden-neu) sein.

Reinhard
Des Menschen Stärke ist seine Unvollkommenheit. Auch ich bin stark.

6

Mittwoch, 25. März 2020, 13:14

. . . ganz einfach - so, wie sich ein Igel vermehrt. Vorsichtig, sehr vorsichtg. :)
klein vorbohren ! 2,0 mm. . . 2,5 mm-Bohrer. Dann je nach Bedarf 4 mm - 6 mm Endbohrung. Bohrer sollten scharf (laden-neu) sein.

So wirds gemacht. Bei der Wahl des Bohrers keinen verwenden, der sich reinziehen kann. Das ist bei nachgeschliffenen Metallbohrern mit monströsem Spanwinkel der Fall. Ein Metallbohrer, so wie genannt, ist im Grunde optimal. Langsam bohren, je langsamer desto besser. Man beachte die Schnittgeschwindigkeit. Dazu dezenter Vorschub und vor allem: Spiritus, ersatzweise Wasser als Kühl/Schmiermittel verwenden!

Reißen tut das Plexiglas am häufigsten hinterher, wenn Schrauben zu fest angezogen werden oder wenn man bei rahmenlosen Deckelchen das Material im Bereich von Scharnieren zu hart belastet.


Chris

7

Mittwoch, 25. März 2020, 13:19

Wie schon beschrieben brauchst du für Plexiglas andere Bohrer mit anderen (sehr viel spitzeren) Schneidewinkeln. So ein Satz kostet dich schnell mal mehr als 50 Euro. Wenn du einzelne benötigst kannst die im Internet finden, dann geht es mit den Kosten, oder du schleichst dir einen Bohrer dazu spitz auf ca 60° Winkel, wenn du dazu eine Möglichkeit hast . Kegelbohrer sind eine Alternative, die reiben das Loch recht gut auf ohne dass das Material einreißt, allerdings bleibt das Bohrloch zumeist konisch, je nach Bauart des Bohrers (kegelig oder stufig).

Von HSS/Holzbohrern würde ich unbedingt die Finger lassen, die machen allzuleicht das zu bohrenden Material kaputt.
Versuch auf alle Fälle in einem Stück Material ähnlicher Qualität Proben anzufertigen, um Umdrehungen und Druck zu testen. Dann wird das schon was.
Gruß

RainerF

Proviantmeister

Beiträge: 369

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8

Mittwoch, 25. März 2020, 13:25

In der Palstek 3/13 war ein Artikel zum Thema Plexiglas. Empfehlung:


Auch das Bohren gelingt mit normalen Spiralbohrern, bessere Resultate erzielen hier allerdings spezielle Kunststoffspiralbohrer, die durch geringeren Drall, größere Spannuten und einen Spitzenwinkel von 60 bis 90 Grad ein Ausbrechen der Ränder des Bohrloches verhindern.
Diese Ränder werden nach dem Bohren mit einem Senker leicht angefast, auch dies vermindert die Gefahr der Rissbildung. Als letzter Arbeitsgang werden die Kanten nachgearbeitet, um eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten.


Unsere schöne: http://la-guapa-sy.de/

9

Mittwoch, 25. März 2020, 13:27

Wie schon beschrieben brauchst du für Plexiglas andere Bohrer mit anderen (sehr viel spitzeren) Schneidewinkeln.

Ich weiß nicht wieviele Plexiglasscheiben ich in meiner Lehre gebohrt habe. Die Dinger waren im direkten Sichtbereich und mussten gut aussehen, wie vom Hersteller, meinem Chef, von dem sie ja verkauft wurden. Auch die Ränder durften nicht zu matt sein. Es gibt möglicherweise bessere Bohrer, die fehlertoleranter sind, aber wie schon beschrieben sind Metallbohrer kaum zu toppen, solange man beim Schärfen keinen Bockmist gebaut hat.

10

Mittwoch, 25. März 2020, 13:53

sind jedenfalls die ungünstigsten für den Job.

Das hängt, wie du richtig schreibst, sicher auch davon ab, wie oft man das gemacht hat....Mit Erfahrung geht einiges.

Metallbohrer mit Spitzenwinkeln von 118° sind die ungünstigsten für den Job. Sie haben auch die falschen Drallwinkel (idR ca 27°), während der bei Kunststoffbohrern sehr viel flacher verläuft, um das Material wegzubringen, damit es sich nicht durch Reibung und dann auch noch das Bohrloch erwärmt und der Abrieb alles verklebt; das ist aber bei dünnen Material weniger ein Problem.

Wir haben früher endlos Armaturen aus Plexiglas gebaut, darum hatten wir de entsprechenden Bohrer und anderen Werkzeuge. Ist einfach zu ärgerlich, wenn man den Job versaut.

Darum sind Kegelbohrer definitiv die günstigste Alternative, wenn man nicht gerade in das Losch ein Gewinden bohren will
Gruß

Sailhawk

Bootsmann

Beiträge: 102

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11

Mittwoch, 25. März 2020, 15:21

Auch ich habe in meiner Ausbildung gelernt, dass man den richtigen Bohrer hierfür benutzt. Die Spitze des Bohrers ist spitzer geschliffen als für die Metallbearbeitung.

Kunststoffbohrer- Plexiglasbohrer Typ HK Ø 5,0 mm Standard

Mit so einem Bohrer kommst du doch sicherlich schon klar. Mir wäre bei dem Schiebeluk das Risiko zu groß, dass bei Verwendung eines nicht hierfür vorgesehenen Bohrers das Bohrloch ausreisst.

Beste grüße
Bo

12

Mittwoch, 25. März 2020, 15:31

Dazu dezenter Vorschub und vor allem: Spiritus, ersatzweise Wasser als Kühl/Schmiermittel verwenden!

Spiritus ist aber ein böser Tipp ...

13

Mittwoch, 25. März 2020, 15:34

Ist mir ein Rätsel warum man nicht ein für das Material optimalen Bohrer nehmen sollte. Die 6,65 € wie im obigen Beitrag gezeigt fallen doch auch nicht ins Gewicht. Es wird nur die passende Größe gebraucht, kein Sortiment für x€, man braucht keinen zurecht schleifen (kann sowieso kaum jemand, stumpfe Bohrer fliegen in den Müll).

Gruß Odysseus

chrhartz

Kapitän

Beiträge: 561

Wohnort: München

Bootstyp: Neptun 20

Heimathafen: Bernau, Chiemsee

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14

Mittwoch, 25. März 2020, 16:05

Wenn man die Bohrung mit der Standbohrmaschine setzt und die Scheibe gut fixiert ist, geht so gut wie jeder Bohrer.
Die Spezialbohrer sind für händischen Bohrungen, wo man die Zustellung schwer kontrollieren kann.

Muss man die Bohrung per Hand setzen, beispielsweise mit Bohrmaschine oder Akkuschrauber, empfiehlt es sich zuerst
vorzubohren und dann stufenweise zu vergrößern aber dabei die Maschine rückwärts laufen zu lassen. Dadurch zieht
sich der Bohrer nicht ins Material sondern schabt es nur ab. Der Bohrer sollte dafür aber schön scharf sein.

Man kann auch gut mit einem Stufenbohrer oder Schälbohrer arbeiten, die ziehen sich auch nicht ins Material.

Grüße,
Christian
Neptun 20, Segelnummer 950, Honda 5BFU, Liegeplatz Bernau/Chiemsee

reinglas

Proviantmeister

Beiträge: 287

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15

Mittwoch, 25. März 2020, 16:39

Hallo "Sailbonbon",
meine Entscheidungshilfe für dich:
- die Tips der Praktiker - das sind die, die das schon mehrmals gemacht haben, würde ich berücksichtigen.
- die Tips der routinierten Internetwanderer sind nicht falsch.
- Kuststoffbohrer - für Weichplastic (PE, PVC) sind ungeeignet.
- Kegelbohrer (auch die stufigen) sind für dünnwandige Materialien geeignet. Es gibt keine Kegelbohrer für 5 mm Durchgangslöcher.
_______________________________________________________
Welche Stärke hat denn das Material ?

Reinhard
PS: gerade dazugekommen: Linkslauf der Maschine, ist kein Tip eines Praktikers !
Des Menschen Stärke ist seine Unvollkommenheit. Auch ich bin stark.

grauwal

Seebär

Beiträge: 1 404

Schiffsname: lebhaft

Bootstyp: Aquanaut 1000

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16

Mittwoch, 25. März 2020, 16:47

All diese Beiträge zu lesen war mehr Arbeit als die zahllosen Bohrungen, die ich in Acryl (Plexi) und Polycarbonat (Makrolon, Lexan) gebohrt habe.
- Normaler Wendelbohrer
- Geringe Vorschubkraft (Risse), d.h. vorbohren.
- Werkstück fixieren

Kein Hexenwerk.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

17

Mittwoch, 25. März 2020, 17:44

ui ui ui, was hab ich da nur alles schon in meinem Leben falsch gemacht. In der Jungend als Papas Hiwi, später dann in Eigenleistung.
Was habe ich nur schon Löcher in Plastik (bewusst gewählter Ausdruck) bzw Plexi gebohrt. Immer hat es geklappt. Normaler Metallbohrer aus der Kiste. Danach, wie oben schon erwähnt, nach der Igel sex Methode. Gaaaaaaaanz vorsichtig.....
Gut das ich nicht wusste, dass es nicht funktionieren kann.


allerdings...... nun mache ich mir ein wenig Sorgen, weil ich es ja jetzt weiss, meint die geneigte Schwarmintelligenz das ich nun Schäden an selbst gebohrten Werkstücken im Nachhinein zu befürchten habe?
Handbreit
paulemeier1

silberfisch

Offizier

Beiträge: 174

Wohnort: Bad Segeberg

Schiffsname: Callisto

Bootstyp: Listang

Heimathafen: Bad Segeberg, SSV Bad Schwartau

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18

Mittwoch, 25. März 2020, 17:44

die Fa. Max Richter in Kiel hat für diese Sachen auch die richtigen Bohrer. Mal Nachfragen.
Dort bekommt man auch passgenau angefertigte Scheiben u.s.w. Ich habe mir von denen
zwei Acrylglas Türen anfertigen lassen und hab´die Bohrer zum anbauen der Scharniere gleich
mitbekommen

mfg

silberfisch

Offizier

Beiträge: 174

Wohnort: Bad Segeberg

Schiffsname: Callisto

Bootstyp: Listang

Heimathafen: Bad Segeberg, SSV Bad Schwartau

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19

Mittwoch, 25. März 2020, 17:51

ui ui ui, was hab ich da nur alles schon in meinem Leben falsch gemacht. In der Jungend als Papas Hiwi, später dann in Eigenleistung.
Was habe ich nur schon Löcher in Plastik (bewusst gewählter Ausdruck) bzw Plexi gebohrt. Immer hat es geklappt. Normaler Metallbohrer aus der Kiste. Danach, wie oben schon erwähnt, nach der Igel sex Methode. Gaaaaaaaanz vorsichtig.....
Gut das ich nicht wusste, dass es nicht funktionieren kann.


allerdings...... nun mache ich mir ein wenig Sorgen, weil ich es ja jetzt weis, meint die geneigte Schwarmintelligenz das ich nun Schäden an selbst gebohrten Werkstücken im Nachhinein zu befürchten habe?



Nö, nicht wirklich.

aber mit dem passenden Werkzeug läßt es sich angenehmer arbeiten. :tee:

20

Mittwoch, 25. März 2020, 18:07

ui ui ui, was hab ich da nur alles schon in meinem Leben falsch gemacht. In der Jungend als Papas Hiwi, später dann in Eigenleistung.
Was habe ich nur schon Löcher in Plastik (bewusst gewählter Ausdruck) bzw Plexi gebohrt. Immer hat es geklappt. Normaler Metallbohrer aus der Kiste. Danach, wie oben schon erwähnt, nach der Igel sex Methode. Gaaaaaaaanz vorsichtig.....
Gut das ich nicht wusste, dass es nicht funktionieren kann.


allerdings...... nun mache ich mir ein wenig Sorgen, weil ich es ja jetzt weiss, meint die geneigte Schwarmintelligenz das ich nun Schäden an selbst gebohrten Werkstücken im Nachhinein zu befürchten habe?


Natürlich geht es... irgendwie... es kommt doch nur auf deinen Anspruch an. Wenn da irgend wie ein Loch rein muss? Wenn es dann geklappt hat, freu dich doch; solange es nicht reißt oder weil es heiß gelaufen war dann beim Anschrauben weg bricht. Nur sollte man es empfehlen? Bei einem zu bohrenden Luk?
Es gibt Leute die schneiden Plexiglas auf der Kreissäge mit dem Blatt für Holz, fräsen es mit 20.000 rpm und machen sonst noch was.., und das über Jahre. Aber das schreib ich doch nicht auf als Methode, wenn ein Bohrer für 5 € das Problem löst.... oder ich eine Bohrer auf der Schärfmaschine einfach umschleifen kann? Die Schärfmaschine steht doch sowieso da, wie werden denn sonst die Werkzeuge geschärft?
Ich dachte das ist hier ein Technikforum...
Gruß

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