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1

Samstag, 4. April 2020, 22:13

Instandsetzung Mastfußbereich, Leckage

Morgen knacken wir die 15 Grad und ich hatte geplant ein bisschen
Outdoor zu laminieren. Zunächst sind die Backskistendeckelverstärkungen dran,
ist bereits alles zugeschnitten, und die Rovinggewebe zittern vor Erregung
schon mit jeder Faser.


Je nachdem wie weit ich komme, wollte ich mich auch noch mal dem Kajütdach
beschäftigen.


Hier sind Risse im Laminat aufgrund einer Überbeanspruchung,
weil ein ungenannter Themenstarter Erdbeschleunigung, Mast und Muskelfasern
nicht in ein materialschonendes Gleichgewicht bringen konnte.


Viel gewichtiger scheinen mir aber die zahlreichen
Durchdringungen zu sein, ich meine 15 Löcher gezählt zu haben, die allesamt mit
Silikon zugekleisert sind. Die seitliche Steckdose für das Dampferlicht, saß
halb auf dem Flansch des Kokers und ist zur Hälfte unterfüttert. Auch hier die
Schrauben mit Silikon eingedichtet.


Im Mastbereich ist definitiv Wasser eingedrungen, auch vor
meinem unrühmlichen Eingriff, und ich weiß natürlich nicht wie lange das schon
so geht, und wieviel eingedrungen ist. Im Fensterthread hatte ich ja einen in Kompostierung
begriffenen Balsakern gezeigt, nun habe ich im Mastfußbereich natürlich auch
ein paar Bedenken. Ich weiß nicht aus welchem Material der Kern ist und das
Fundament/die Verstärkung unter der „Säge“


Ursprünglich wollte ich nur mit dem berühmten krummen Nagel
die Löcher ausfräsen und mit angedicktem Epoxid ausfüllen, aber jetzt bin ich
mir nicht mehr so sicher, ob da nicht eine genauere Zustandsanalyse ansteht.


Frage also: Wie gehe ich das am besten an, gleich das
Laminat aufschneiden, oder Sondierungsbohrung, oder wie könnte das aussehen?


(Sind Bestandsbilder, deswegen kein Zollstock drauf ;) )
»ohauerhauerha« hat folgende Dateien angehängt:
  • Mastfuß.jpg (245,47 kB - 86 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. Juni 2020, 23:10)
  • Dampferlicht.jpg (199,16 kB - 70 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. Juni 2020, 23:10)
Keine Ahnung, und davon ne Menge...

2

Samstag, 4. April 2020, 23:12

Deine Bilder lassen schlimmes erwarten was den Balsakern betrifft. Ich denke dort wird nicht mehr viel von übrig sein. Es gibt bei Youtube ein schönes Reparatur-Video wo ein Sanierungsfall ähnlich Deiner Situation gut erläutert wird.

Im Prinzip wird dort die obere Lage des Kajütdaches aufgeschnitten , der Torf entfernt und dann mit einem spezielllen Schaumstoff ausgelegt , verstärkt und die abgenommene obere Schale wieder aufgeklebt.

Also Video ansehen und dann ist es gut nachvollziehbar und in Eigenleistung reparabel.

Video-Link:
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Alexis Carrel

Moppelender

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3

Sonntag, 5. April 2020, 07:04

Ein Klassiker des GK-Bootsbaus. Schön perforiert das Deck.

Bevor ich hier das Deck aufmache, würde ich mich erstmal um eine Analyse des Schadensumfangs bemühen:

Mastaufnahme und Stecker demontieren und in die Schraubenlöcher linsen. Wie weit ist die Verwesung gediehen oder ist es vielleicht nur feucht?

Mit einem Feuchtigkeitsmesser (oder hilfsweise Probebohrungen mit einem 2mm-Bohrer, idealerweise von unten) prüfen, wie weit sich die Feuchtigkeit ausgebreitet hat. Mit ein bisschen Übung kann man auch mit Abklopfen (kleines Hämmerchen) den Soundcheck machen. Da wo es dumpf-pappig klingt, ist vermutlich der Kern in Auflösung. Wo es noch trocken und hell klingt, könnte es in Ordnung sein.


Alles Gute!
Rollgroß: Die Jogginghose in der Segelgarderobe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moppelender« (5. April 2020, 07:41)


NoStress

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4

Sonntag, 5. April 2020, 09:08

Steht der Mast nur auf Deck oder geht da was im Salon weiter?
Wenn unten keine Stütze ist, würde ich eine Deckverstärkung durch eine stabile Platte zusätzlich zur Restaurierung der Struktur überlegen
Michael

5

Sonntag, 5. April 2020, 11:02

Vielen Dank für die Tipps,
den Film kenne ich: "das ist ja total easy...wenn man Leuten zuschaut, die das können" hab ich beim ersten Mal ansehen noch gedacht.

Bevor ich das Dach öffne, wollte ich die Notwendigkeit aber erstmal sicherstellen. Das von Moppelender beschriebene Vorgehen ist so ähnlich bei Don Casey illustriert, da werde ich mich dran langhangeln, also erstmal Feuchtemessung, Klopfprobe und evtl. eine Probebohrung.
Der Mast ist nach unten durchgesteift. (Siehe Bild) Insgesamt schaut mir die Konstruktion des kleinen Seglers überall sehr solide aus, soweit ich das beurteilen kann.
Man sieht auf dem Foto auch noch mal ganz gut die Folgen unseres Malheurs. Der bockige Mast, der aus purster Bösartigkeit den Gesetzen der Schwerkraft folgte, hat beim überschnellen Legen die Gegenplatten ins Laminat gezogen. Da muss ich also sowieso von unten ran und hoffe auf Erkenntnisgewinn.
Wenn ich mir meine Schadensliste so ansehe, sehe ich einer sechsmonatigen Quarantäne mittlerweile gelassen entgegen ;(
»ohauerhauerha« hat folgende Datei angehängt:
  • Steife.jpg (193,4 kB - 53 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. Juni 2020, 23:11)
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Moppelender

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6

Sonntag, 5. April 2020, 12:39

kannst ja mal (unter Beachtung der Kontaktverbote!!!!) bei den Usern "Balance" nachfragen, wie weit die sind und eine Schicksalsgemeinschaft gründen.
Rollgroß: Die Jogginghose in der Segelgarderobe.

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7

Sonntag, 5. April 2020, 12:40

Ohauaha, lieber TO, dann mann tou! Die Fotos lassen viel Kurzweil erahnen... und achte bei Wiedermontage des Mastfusses dringend darauf, dass die Schraubenschlitze gerade stehen.... Handbreit...! F.

Zora-sy

Smutje

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8

Sonntag, 5. April 2020, 13:17

ohauerhauerha
Günstiger ist es auch Unterlegscheiben in rund und mit gebrochenen Kanten zum Auflagebereich zu verwenden.
Bei eckigen Unterlagen auf alle Fälle die Kanten brechen/runden

9

Sonntag, 5. April 2020, 22:56

Ihr sagt mir nicht was ich hören will! :D

Anscheinend war mein Forumsname mit viel Bedacht gewählt.

Ich habe zunächst die Klopfprobe gemacht. Entweder ist das ganze Kajütdach im Eimer, oder es ist in Gänze nicht so schlimm, hört sich alles gleich an, und wenn ich meinen Doppelzentner darauf stelle ist es überall bretthart.
Das einlaminierte Fundament ist offensichtlich aus Holz, die Schrauben der Decksplatte hatten guten Griff.

Die Decksplatte habe ich demontiert und das Fundament mal gereinigt, das sieht mir achtern so aus, als hätte sich schon mal jmd. an dem Riss versucht.
Das Fundament selbst ist oberseitig konvex gewölbt und die Decksplatte schüsselt in gleichem Maße, im Stich sind es fast 5 mm. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das schon immer so war. Auch sind da zugespachtelte Löcher im Fundament, sieht werksseitig aus, überall Löcher, das gibt's doch gar nicht.

Etwas optimistisch stimmt mich aber mein anderer Patient, der patschnasse Balsakern im Fensterbereich ist mittlerweile abgetrocknet und nur die oberen 5 mm sind weich, Darunter ist es fest. Vielleicht ist es ja alles gar nicht so schlimm im Dach...
»ohauerhauerha« hat folgende Dateien angehängt:
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NoStress

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10

Montag, 6. April 2020, 09:25

Ihr sagt mir nicht was ich hören will! :D

Was soll's denn sein? Dass Du Dir da eine vergnügliche Baustelle angelacht hast, war Dir ja von Anfang an klar.

Der Mast ist unter Deck gut abgestützt, alles wirkt hart - mich würde das entspannen,
und ich würde Deinem ursprünglichen Plan mit dem angedickten Epoxid folgen,
Eventuell noch etwas schleifen und eine Lage Gelcoat/Topcoat drüber und gut ist es.

Michael

11

Montag, 6. April 2020, 09:36

Mein Eindruck ist etwas anders…
Ich sehe da irgendwann mal eine Überlastung. Vielleicht schon länger her. Vielleicht zu fest angezogen wanten.
Dadurch hat sich die Mastfußplatte durch gebogen. Diese durch Biegung hat sich in das darunter liegende Laminat übertragen und den Riss verursacht.
Du sagst die Schrauben hatten gut Griff. Wenn ich das auf den Bildern richtig sehe sind es keine Holzschrauben sondern Gewinde schrauben. Das würde für mich bedeuten das eine Aluminium Platte ein laminiert ist. Die wird natürlich nicht weich. Was allerdings um die Aluminium Platte herum für Material ist bleibt dadurch unklar. Da ist nun mal eindeutig ein Riss. Und durch Risse tritt Wasser ein.

Sorry, sicher auch wieder nicht das was du hören möchtest. Aber leider meine Meinung dazu. Sicher kein Lösungsansatz aber vielleicht ein Denkansatz
Handbreit
paulemeier1

12

Montag, 6. April 2020, 09:50

@NoStress: nun hatte ich da extra so ein unauffälliges Grinsegesicht hinter dem Satz platziert.

Aber Deine Einschätzung beruhigt mich, das wollte ich hören ;) und da war jetzt ehrlich gesagt, nach meiner professionellen Untersuchung gestern, auch gelandet.
Beunruhigend finde ich nur ein bisschen die schüsselnde Mastplatte. Da die exakt an der Stelle durchhängt, wo sie von unten eigentlich durch die Steife unterstützt wird, kann ja nur das einlaminierte Mastfundament nachgegeben haben. Aber vielleicht ist das einfach so bei Sperrholz mit der Zeit.

Noch eine Frage
In dem von @Lümmel verlinkten Video wird am Anfang so nebenbei informiert: "das Boot soll im Winter sowieso neu lackiert werden"
Wenn man das nicht "eh" geplant hat, muss man es nach der gezeigten Instandsetzung andenken, oder?
(Es sein denn man kann das Kajütdach irgendwie sinnvoll farblich absetzen)



[edit]@paulemeier1: Danke für Deinen Hinweis, die Durchbiegung hatte ich ja auch schon erwähnt. Die Schrauben sind aber direkt im Holz, die rochen noch danach :D

Und Leute, ich will alles hören!
Keine Ahnung, und davon ne Menge...

13

Montag, 6. April 2020, 10:49

Wenn du alles hören willst, dann vielleicht noch ein Hinweis zu dem anderen Tröte. Dort hast du zwei Bilder zu den Mastbolzen eingesetzt.
Ich glaube da zu erkennen, am Grün spann, wie der Mastfuß vorher gesessen hat.
Ich halte es nicht für ausgeschlossen dass die Biegung in der Mastfußplatte daher rührt das der Mast guten sachgemäß mit einer Mastlegevorrichtung benutzt wurde.
Bin mir nicht sicher halte es aber für möglich
Handbreit
paulemeier1

14

Montag, 6. April 2020, 11:49

Bist Du so nett schaltest die Autokorrektur aus und schreibst den dritten Satz noch mal :D
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15

Montag, 6. April 2020, 15:52

Grün span erster Fehler
Unsachgemäß der zweite. Der Rest ist bisl Komma und das mit Doppel s. Das konnte ich nie besser sagte meine Grundschullehrern schon vor 45 Jahren. Die muss wohl meine Diktierfunktion schon gekannt haben
Handbreit
paulemeier1

Moppelender

Salzbuckel

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Heimathafen: Kiel

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16

Dienstag, 7. April 2020, 08:01

Moin,

wenn tatsächlich das Holzinlay trocken sein sollte, würde ich mich auch nicht grämen.

Die Durchbiegung der Alumastaufnahmen kommt häufiger vor. Die sind schlicht etwas unterdimensioniert und wenn dann das Deck darunter der Durchbiegung zu wenig entgegen zu setzen hat, dann schüsselt es halt und kann auch zur Haarissen im GFK führen.
Rollgroß: Die Jogginghose in der Segelgarderobe.

Beiträge: 913

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17

Dienstag, 7. April 2020, 09:13

Ich würde von oben unter dem Mastfuß (nicht sichtbarer Bereich, sobald wieder montiert) eine Öffnung schaffen, um mal ins Deck hinein zu schauen. Wenn alles in Ordnung ist, ist das schnell wieder zulaminiert und auch nicht sichtbar. Wenn es nass und rott ist, dann muss mehr gemacht werden. Aber auch da kannst du vielleicht schon viel von oben machen, wenn du den Bereich des Mastfuß öffnest.

Von unten würde ich (wenn oben ok), die Maststütze entfernen, inkl. des kleinen Holzklotz. Dann eine schöne Edelstahlplatte hernehmen und großflächig zwischen Holz und Deck setzen. Damit hast du dann auch eine gute Basis um die Schrauben des Mastfuß ordentlich anzuziehen.

Na ja - und natürlich die Schraubenlöcher schließen.

Viel Spaß,
ruhrpottsegler

18

Dienstag, 7. April 2020, 16:14

Moin,

wenn tatsächlich das Holzinlay trocken sein sollte, würde ich mich auch nicht grämen.

Die Durchbiegung der Alumastaufnahmen kommt häufiger vor. Die sind schlicht etwas unterdimensioniert und wenn dann das Deck darunter der Durchbiegung zu wenig entgegen zu setzen hat, dann schüsselt es halt und kann auch zur Haarissen im GFK führen.


Also ich habe mal versucht das aufzuskizzieren, übertrieben müsste das dann ja so aussehen wie im Bild, und die Stauchung im Sperrholz würde dann Deiner Meinung nach aus der Überlast kommen und nicht aus eingedrungener Feuchte herrühren?
Ich mach da mal zwei Löchlein und ramm da ne Einschlagelektrode rein, wenn trocken, mach ich nichts, wenn feucht mach ichs auf. Wieviel gilt denn in der Schiffbaukunst als feucht, bzw. wie hoch ist die Feuchtigkeit eines intakten Balsakerns? (Immer vorausgesetzt da ist auch Balsa drin.)
Unter Deck öffne ich das probeweise auch, da muss ich wegen der Malaise mit dem Mast sowieso etwas machen...
»ohauerhauerha« hat folgende Datei angehängt:
Keine Ahnung, und davon ne Menge...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ohauerhauerha« (7. April 2020, 16:34)


19

Dienstag, 7. April 2020, 17:31

Das Sandwich unter dem Mast wird wohl kaum Balsa sein

Gruß Odysseus

20

Dienstag, 7. April 2020, 18:12

Da hast Du Recht, deswegen habe ich auf der Skizze auch "Sperrholz" drangeschrieben
Keine Ahnung, und davon ne Menge...

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