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  • »roaringforties« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 24. Mai 2020, 20:27

Unterwasserschiff - Osmoseschutz / Schleifmittel Art/Körnung

Moin,
im Zuge meines Unterwasserschiff Refits
(Ich habe mich für Gelshiel 200 in 6 Lagen entschieden. Darauf dann VC Offshore Hard-AF.)
habe ich mal zwei Fragen....



Frage 1 zur Wahl und Erfahrung des Schleifmittels und Körnung
Frage 2 zur Untergrundvorbereitung für GELSHIELD 200.


Hintergrund:
Mein Vorbesitzer (Erstbesitzer) hat in den 80ern einen grauen Primer auf dem Gelcoat verwendet - kein 2K (mit Verdünner 9 von International anlösbar) und deshalb lt. International Hotline abzuschleifen.
Die Altanstriche AF sind mit Abziehklinge und etlichen Schleifrunden mit (altem RO150) Festo Exzenter 150mm bis auf diesen grauen Primer (der noch fleckenweise vorhanden ist) entfernt worden.

Zum Einsatz kamen:
- MIrka Abranet HD ACE (P60.P80,P120)
- Festool Granat P120

Beim Antifouling hatte ich ein sehr gutes Gefühl mit den Mirka Scheiben. Allerdings hatte ich auch einen Fehlkauf und am Anfang eine Charge ABRANET (ohne HD ACE) gekauft)
Jetzt beim Primer, habe ich das Gefühl, dass die Mirka Scheiben den Primer (fast) streicheln und nur minimal abtragen.
Selbst die Festool Granat Scheiben verlieren ihre Effizienz nach gefühlt 1m² Fläche. Bis dahin sind sie aber deutlich effektiver.
Wenn ich hier nochmal ein P60(!!) Mirka Scheibe ansetze - passiert fast nichts.

Bei 23 m² Unterwasserschiff und ca 3-4 Std pro Tag an der Machine, rechne ich z Zt mit ca 4-5 Tagen, bis diese graue Primer-Fleckenlandschaft runter ist.
Mir kommt der Fortschritt sehr langsam vor...so ein hartnäckiges Sch....zeug. (oooops-Sorry!)

1) Mit welchen Schleifmitteln (marke und Körnung) arbeitet ihr?


2) Nun benennt International im Datenblatt einen Anschliff mit P180 als Vorbereitung für den Gelshield 200 Auftrag.
Was würde sich verschlechtern, wenn ich den Anschliff mit P120 oder sogar gröber bei Anschliff mit P80 belassen würde?

Gruss
Jörg

PS: Bitte hier keine Diskussion über den grundsätzlichen Anschliff des Gelcoats und zur Entscheidung pro Gelshield 200.

cmingus

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2

Sonntag, 24. Mai 2020, 23:05

Ich hatte auch diesen sch... 1K Primer unter dem AF. Hab’s mit 80er (nur ganz wenig bis an der ersten Stelle Gelcoat durch kam) und 120er Abranet Scheiben geschliffen. Dauerte ewig und war wirklich eine Strafarbeit. Keine Ahnung ob es einfacher geht. 1K könnte mit Abbeizer zu lösen sein, ist aber nur eine Vermutung, frag lieber mal bei den Herstellern nach.

  • »roaringforties« ist der Autor dieses Themas

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3

Montag, 25. Mai 2020, 10:04

Gut, Danke!
Einmal ein Hinweis, dass ich nicht alles falsch mache.
Hattest Du echt 'nur' Abranet ? Ohne ACE HD etc?


Abbeizen hatte ich im Übergang zum Wasserpass praktiziert....das möchte ich mir flächig gar nicht vorstellen.
Zumal ich (und auch der Voreigner) gar nicht mehr sagen konnte, was genau damals (1984) da rauf kam.

OK, werde ich mal weiter schleifen :-)
Die nächste Runde Granat ist bestellt.

Skal!

SINE CURA

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4

Montag, 25. Mai 2020, 10:17

Ich schleife auch gerade den Gelcoat runter. In nehme Klingspor P22K mit 24er Körnung auf einer Rotex 150 mit Absaugung (auf die richtige Lochung achten und auch PSA). Es bleibt einer mühsame Arbeit Ich schaffe ca. 1qm/Tag.

Gruß, christian
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5

Montag, 25. Mai 2020, 10:23

Grau, 80er Jahre, 1k: Das sollte "Silberprimer" oder "Chlorkautschukprimer" sein. Zeigt, dass auch ohne 2k dauerhafte Beschichtungen möglich sind... Ich würde es mit Peel Away o.ä. probieren. Zaubert aber auch nicht. Auf der anderen Seite: Wenn keine Schäden sichtbar sind, weshalb soll dann das Zeug überhaupt runter? (Ok, die Arbeit hat schon begonnen...)

sam

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6

Montag, 25. Mai 2020, 12:41

Habe unseren alten Unterbau auch einfach nur plan geschliffen und dann neue Epoxy Schichten drauf. Unser Vorbesitzer wusste nur dass er da mal "Osmoseschutz" hat drauf pinseln lassen. Vorteile sehe ich in weniger Arbeit und man muss nicht bis zum Gelcoat runter, macht also weniger Kratzer rein.

7

Dienstag, 23. Februar 2021, 14:28

Wahl des Schleifmittels für Unterwasserschiff

Hallo zusammen,
wirkt sich die Wahl des Schleifmittels eigentlich nur in der Effizienz aus, oder haben die unterschiedlichen Schleifmittel noch weitere Nachteile / Wechselwirkung mit dem Untergrund?

Konkret habe ich folgendes Thema:
Ich habe am Unterwasserschiff ein paar (kleinere) Stellen die ich schleifen und neu aufbauen muss. Darunter befindet sich Gelcoat/GFK. Nun habe ich noch ein paar Schleifaufsätze aus Aluminiumoxid (Korund). Bevor ich neue Schleifpads bestelle, wollte ich in Erfahrung bringen, welche Schleifmitteltypen dafür überhaupt geeignet sind. (Siliziumcarbid, Korund (Aluminiumoxid), Zirkonkorund, Keramischer Korund)
Oder kann ich auch erstmal mit den vorhanden Schleifpads aus Aluminiumoxid rangehen?

Danke und Gruß, D.
Ansich sind wir lediglich Nahrungsstrudler ... der Rest ist Sonderausstattung.

SINE CURA

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8

Dienstag, 23. Februar 2021, 15:12

Ich denke das verwendete Gestein ist egal. Es kommt im wesentlichen darauf an, wieviel von welcher Härte/Zähigkeit abgetragen werden soll.

Wenn es 'nur' AF und div. Primer/Grundierungen sind, reicht 60er Schleifpapier und mit 80er Nacharbeiten. Wenn der Gelcoat runter soll dann darf es schon etwas aggressiver sein, 40er oder gar 24er. Aber immer auch beachten, daß die Drehzahl und der Anpressdruck zum Schleifmittel passen muß. Lieber eine geringere Drehzahl verwenden, ansonsten schmilzt der Abtrag und das Schleifmittel setzt sich unnötig zu.

Mit dem Schleifpapier wird auch der Untergrund für den neuen Auftrag festgelegt. Einige Hersteller erwarten z.B. einen 80er Schliff vor dem Auftragen.

Gruß, christian

BTW: PSA beachten.
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9

Dienstag, 23. Februar 2021, 15:16

Super, vielen Dank für die Info!

PSA: Atemschutzmaske / Schutzbrille / Handschuhe ... wenn ich etwas vergessen habe, würde ich mich um eine Ergänzung freuen ;)
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SINE CURA

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10

Dienstag, 23. Februar 2021, 15:26

PSA: Atemschutzmaske / Schutzbrille / Handschuhe

Im Prinzip richtig. Wer jetzt was benutzt ist sehr individuell. Ich bin Brillenträger und mir ist trotz Schutzbrille ständig etwas in die Augen geweht. Für mich persönlich wäre der Vollschutz vom 3M sicherlich besser gewesen.

Gruß, christian
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11

Dienstag, 23. Februar 2021, 16:22

Funktioniert egal ob AF, 2 k, epoxy etc.



Abranet kann man gut verwenden wenn zig lagen alt anstrich erst mal runter müssen oder tatsächlich das Werksseitige Gelcoat runter muss.

Wenn Du einen alten Rotex hast, für den 1. Grobschiff auf rotation schalten, Drehzahl ca. 4. Softteller für den Rotex verwenden (ist ja keine plane Fläche). Am besten die neueren Softteller mit jetstream Lochung. Gute Absaugung drann. Wenn Du Produkte wie Gelshild o.Ä verarbeiten möchtest nicht so grob den letzten schliff (120er oder 150er)

Die meisten schleifen zu grob und beschädigen das Gelcoat . Gelshild und und co. sind kein Ersatz für durchgeschliffenes Gelcoat sondern eine zusätzliche (schutz)Beschichtung.
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

12

Dienstag, 23. Februar 2021, 20:36

Vielen Dank für die nützlichen Hinweise!

Ich versuch nun mein 'Bestellkörbchen' zu füllen und hänge aktuell an folgender Frage:

Kann ich Gelshield 200 als Feuchtigkeitssperre auf zuvor auflaminiertes Epoxy von West Systems bringen?
Kurzum: sind die Systeme 'West System 105 epoxy resin + Härter' und 'Geldshield 200' v. International zueinander kompatibel?

Hintergrund ist, dass ich ein passendes Reparatur-Set v. 'West System' gefunden habe und zusätzlich das oft empfohlene Gelshield 200 als Sperre sowie AF-Untergrund einsetzen wollte.
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SINE CURA

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13

Dienstag, 23. Februar 2021, 21:56

Wenn ein Epoxy-Harz ausgehärtet und entsprechend den Vorgaben des Gelshields nachbearbeitet wurde steht dem Plan nix im Weg.

Ordnungsgemäß verarbeitetes und ausgehärtetes Epoxy ist reaktionsneutral.

Gruß, christian
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Katty262

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14

Dienstag, 23. Februar 2021, 22:32

Das kannst Du machen. Du kannst auch direkt das west epoxy mit water barrierer von west mischen und das ganze uw schiff damit rollen (noch grösserer Schutz) und das Gelshield weglassen. Vor dem AF muss dann aber mit 150er angeschliffen werden.

Wenn Du dann immer noch lust hast. Kannst du auch das AF weglaaen und in das west epoxy auch noch kupfer pulver kippen, 4 mal rollen, komplett anschleifen und Du musst die nächsten 10 Jahre gar kein AF mehr streichen (andere nennen das copper coat für deutlich mehr Geld).
„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems“ zitat Gorbatschow.

15

Mittwoch, 24. Februar 2021, 01:08

Ha, alles klar. :)
Da ich zum Glück nur 'kleine Stellen' ausbessern muss, bleibt der Rest des Rumpfes erstmal unberührt.
Aber danke für's Feedback! Ich denke ich werde als Sperrschicht dann doch auf West System zurückgreifen. Ich hoffe, dass ich das Harz, im Vergleich zum Gelshield, noch für weitere Anwendungen nutzen kann.
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Beiträge: 20

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16

Mittwoch, 24. Februar 2021, 07:26


Moin,
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Danach hast du zwar nicht gefragt, aber wenn du VC Offshore nutzen möchtest solltest du auch in der VC-Familie bleiben und als Feuchtigkeitssperre VCTar2 nehmen.

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