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Windstärken

Windstärkentabelle

21

Freitag, 23. Juli 2021, 09:18

Reinige, schleife das Laibholz und das Süll sofern auch aus Teak, dann lackiere die Flächen mit Epifanes Hartholzlacköl oder ähnlichem, dann haste jedes Jahr eine überschaubare Baustelle und kaum Arbeit. Unsere 2018 verkaufte Scalar (Baujahr 1973) hat immer noch ihr erstes Teakdeck in einem Top Zustand

So schafft man sich eine jährliche Baustelle. Reinigen, schleifen, lackieren. Alle Vorzüge des Teak sind damit hinfällig. Außerdem schleift man jedes Mal Material weg. Da lobe ich mir jährlich einmal Boracol zu pinseln und nutze die Zeit lieber zum segeln.
Ein lackiertes Teakdeck ist zusätzlich auch noch ein Sicherheitsrisiko wg. Rutschgefahr. Außerdem wird das Wasser an jeder Kante zur Fuge drunterkriechen.

fellow

Lotse

Beiträge: 1 513

Wohnort: Bergisches Land

Schiffsname: fellow2

Bootstyp: Dehler 32

Heimathafen: Monnickendam

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22

Freitag, 23. Juli 2021, 10:23

Letztes Jahr gab es hier schon einen Thread dazu.

Auch wenn ich jetzt Prügel beziehe, meine Meinung dazu:

Holz, egal ob tropisches Hartholz wie Teak, oder heimisches Weichholz wie Lärche, wird durch Bewitterung an der Oberfläche geschädigt. Wobei z.B. Regen das Holz kaum angreift, sondern Holzbestandteile, die durch UV-Licht zerstört werden nur auswäscht. Falls das Holz abtrocknen kann, spielt Wasser nur eine untergeordnete Rolle. Das UV-Licht zerstört das pigmentierte Lignin an der Oberfläche und führt zur Vergraung. Die im Holz mehr oder weniger enthaltenen schätzenden Öle werden zusätzlich zerstört und ausgewaschen.

Durch mechanische Belastung z.B. bei einem Holzdeck oder Holzterassen, wird diese graue Schicht nach und nach abgetragen, die darunterliegende Schicht ergraut wieder und der Prozeß beginnt von vorne. So dass mit der Zeit, sich das Holz immer weiter abbaut. Ich bezweifle, das die silberne Schicht, wie eine Oxidationsschicht z.B. bei Alu oder Kupfer, das darunter liegende Holz nachhaltig schützt.

Mein Schreiner hat uns den Tipp gegeben unsere Holzfassade an der Südseite (vor 7 Jahren haben wir unser Nebengebäude mit einer hinterlüfteten Holzfassade wärmegedämmt) mit einem UV-Schutzöl zu streichen. Die Holzfarbe ist weitestgehend erhalten geblieben und die Oberfläche ist bis auf die Kopfhölzer kaum angegriffen. Dieses Jahr werden wir die Fassade nochmals nachölen.

Übrigens hat der befreundete Schreiner Terassen-Teakmöbel, die er ebenso mit dem UV-Öl behandelt hat und nur im Winter in die Garage kommen. Das Teak ist dunkler geworden, hat aber seine Farbe behalten. Das nachölen folgt ohne Zwischenschliff. – Meine neuen Cockpitbänke werde ich auf Grund dieser Erfahrung mit dem UV-Schutz ölen, auch wenn sie dann mit der Zeit nachdunkeln.

Für jemand, der ein schönes silbernes Teakdeck möchte, ist das natürlich keine Lösung. – Obwohl es das UV-Schutzöl mittlerweiele auch silberpimentiert gibt :D
Peter

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