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Sonntag, 12. September 2021, 22:58

Ausbessern Gelcoat Laufflächen

Moin zusammen,


Da für uns das kommende Winterlager unser erstes Winterlager wird und wir dementsprechend unerfahren sind, versuchen wir bereits jetzt als Vorbereitung die ersten Fragen zu recherchieren und ToDo-Listen zu erstellen, womit ich auch zur aktuellen Fragestellung komme.


Wir haben ein paar Stellen auf den Laufflächen im Vorschiffsbereich festgestellt, die so aussehen, als wenn das Gelcoat in den Vertiefungen der Antirutschstruktur abgetragen ist. Zum einen wäre interessant, ob das so schonmal jemand gesehen hat, für mich ist es etwas ungewöhnlich, dass die Vertiefungen eher nachgeben als die Erhöhungen, da diese durch Laufen ja stärker belastet sein sollten. Eine Detailaufnahme habe ich angehangen.


Meine Befürchtung ist, dass durch dieses Bild schon kein ausreichender Schutz des darunter liegenden Laminats gewährleistet ist, daher wäre die Idee im Winter wie in folgendem Video vorzugehen um diese Stellen auszubessern:
https://www.youtube.com/watch?v=rFVq0cQqaPs


Folgendes Topcoat würde ich in passendem RAL-Ton bestellen:
https://nauticare.de/harze-gewebe/polyes…set-mit-haerter


Dieses würde ich mit folgendem Füllstoff andicken:
https://nauticare.de/harze-gewebe/fuells…e-silicat-puder


Zwei Fragen sind mir aktuell noch nicht so ganz klar:
1. Wenn ich wie im Video beschrieben mit einer 120er Körnung anschleife, schleife ich dann nicht nur die oberen Kanten der jetzigen Struktur ab? Meine Befürchtung ist, dass die Vertiefungen die hier das Problem darstellen nicht ausreichend angeraut sind um einen Haftgrund für das neue Topcoat zu bieten.


2. Reicht bei vorherigem Anschleifen der alten Gelcoatschicht eine einzelne neue Topcoat Schicht aus, da noch ausreichend alter Gelcoat unter dem neuen Topcoat vorhanden ist, oder sollten zur Sicherheit vor dem neuen Topcoat noch 1-2 Gelcoat Schichten aufgetragen werden um eine höhere Schichtdicke zu erzeugen?


Wenn ich mit den Ideen vollkommen daneben liege bin ich für Tipps sehr dankbar, es handelt sich wie gesagt für uns das erste Winterlager, daher bitte ich um Nachsicht :)


Vielen Dank und beste Grüße
»BassT« hat folgende Datei angehängt:
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Nene

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2

Montag, 13. September 2021, 08:07

Hab das bei uns am alten und neuem (auch ein altes) Boot bereits hinter mir.

Verwendet habe ich aber immer das Protectakote UVR von JS Coatings, da ich dieses Produkt auch bei Pools einsetze und nur gute Erfahrungen damit gemacht habe.

Das Protectakote UVR bzw. Safekote UVR hat als Füllmaterial Gummi bzw. Silikonpartikel und ist beim Barfuß laufen sehr angenehm.

Je nach Untergrund schleife ich mit 60-180'er Körnung vor.

Wenn Du die Arbeit mit dem von Dir gewählten Produkt im Winterlager machen möchtest dann empfehle ich Dir das du ein Stück Plane auf das Boot legst, wird es über Nacht unter der Plane feucht, dann vergiss es, das wird nix gescheites.
Dann passt nämlich der Taupunkt nicht. Bei ner beheizten Halle hast das Problem natürlich nicht.

Eine extra Schicht Gelcoat brauchst nicht ausser Du schleifst wie ein wilder alles bis aufs Gewebe ab.

Anschleifen, gut reinigen, auftragen und fertig.
Die "offenen" Poren werden dabei ausreichend aufgefüllt solange Du nicht bei 30° und mehr arbeitest.

Wichtig ist das Du das Produkt ständig aufrührst damit die "Partikel" im Lack schwimmen und Du somit eine gleichmäßige Oberfläche bekommst.
Gruß
Bernhard
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Nene

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3

Montag, 13. September 2021, 08:18

Ach ja, Gelcoat und Topcoat ist eigentlich das gleiche.
Bei Topcoat wird dem Gelcoat nur etwas Paraffin beigemischt damit es Luftseitig klebefrei aushärtet.

Wenn Du Gelcoat mit ner Folie (z.B.Frischhaltefolie) abdeckst dann härtet das Gelcoat auch klebefrei aus.
Das Gelcoat darf keinen Kontakt mit Luft haben um klebefrei auszuhärten.
Topcoat hingegen darf Kontakt mit Luft haben.

Wenn Du aus Gelcoat Topcoat machen möchtest, dann kannst z.B. etwas Resinstar Tackfree beimischen und schon hast ein Topcoat daraus gemacht.
Gruß
Bernhard
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Jens S.

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4

Montag, 13. September 2021, 08:35

Moin,

ganz ehrlich - für mich sieht das nach schwarzem Dreck aus, der sich in den Vertiefungen festgesetzt hat. Liegt Dein Boot zufällig in Hasenbüren? ;-)

Falls ja, dann sollte das mit einer nicht zu weichen Bürste und etwas Bootsreiniger oder mit dem Hochdruck-Reiniger (aka Kärcher; genügend Abstand vor allem von Beschlägen und Dichtungen halten!) weggehen.

Gesendet von meinem S62 Pro mit Tapatalk
Viele Grüße
Jens

ex-express

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5

Montag, 13. September 2021, 09:12

Bei Neubeschichtung ist Kiwgrip auch sehr geil.

Jaho

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6

Montag, 13. September 2021, 09:28

Nee, zumindest an den tieferen Stellen ist das kein Dreck.
So sieht es unter anderem aus, wenn Voreigner sich mit dem beliebten Kärcher auf dem Vorschiff vergnügt haben. Bei zu viel Dauerfeuer pulverisiert das wohl die in den Mulden ohnehin dünnere Schicht Gelcoat.
Eine dauerhafte Lösung - ohne Glattschleifen und Neuaufbau (wie auch in dem verlinkten Video) - haben wir bisher auch noch nicht gefunden...gibt es vermutlich auch nicht.... ;(
Viele schwören auf Kiwigripp für den Neuaufbau, das ist wohl insbesondere einfach in der Anwendung. Die Ergebnisse, die ich bisher gesehen habe, waren auch recht überzeugend. Bei YouTube findest Du zahlreiche Videos dazu.

7

Montag, 13. September 2021, 10:28

Danke schonmal für die Rückmeldungen. Unterschied Topcoat und Gelcoat war mir geläufig und gerade deshalb wäre ja bei mehreren Schichten nur die Letzte die Topcoatschicht und alle vorherigen Gelcoat um sich das Anschleifen zu sparen, oder habe ich da was falsch verstanden? Egal, wenn die Schichtdicke nicht das Problem ist werde ich mich ohnehin mit einer Schicht begnügen.

Das mit dem Hochdruckreiniger kann ich mir sehr gut vorstellen, wenn dieser solche Schäden hinterlässt ist das gut denkbar.

Bezüglich des Anschleifens/Abschleifens: Verstehe ich dich, Jaho richtig, dass es ein "anschleifen" nicht reicht sondern du mit glattschleifen meinst, dass ich die bisherige Struktur mindestens soweit runter schleifen muss, dass es keine Vertiefungen mehr gibt und dann mit dem Neuauftragen anfangen kann?

Kiwigrip als Alternative hatte ich mir auch überlegt, ich würde allerdings gerne versuchen so weit wie möglich an den originalen Look ran zu kommen. Kiwigrip gibt es soweit ich weiß nicht in RAL Farben und den bisherigen Ton (eine Art Cremeweiß) mit weißem Kiwigrip zu ergänzen ist mir zu hart, dann müsste ich auf einen ganz anderen Farbton gehen, was ich aktuell gerne vermeiden würde. Daher hab ich das Produkt von Nauticare rausgesucht, das ist das einzige das ich Styrolreduziert in Deutschland mit direkter RAL Anmischung gefunden habe.

horstj

Salzbuckel

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8

Montag, 13. September 2021, 10:46

habe auch viel probiert bei der Reparatur von geprägtem Gelcoat incl Abformen usw. Tendiere inzwischen außer bei ganz kleinen Schäden dazu, solche Stellen runterzuschleifen, neues Gelcoat aufzutragen und eine neue Struktur einzuprägen. Das Gelcoat braucht dazu keinen Füllstoff sondern muss relativ stark thixotropiert werden. Als Übergang zu einer alten Strukturfläche kann man einen schmalen Streifen glattes Gelcoat per Folie ziehen. Wenn alte und neue Strukturflächen leicht unterschiedlich aussehen fällt das im Grunde kaum auf. Wenn man Glück hat findet man auch eine Strukturwalze die einigermaßen zur alten Struktur passt.

Verfahren (keine Produktempfehlung) ist dann ähnlich wie hier beschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=rFVq0cQqaPs&t=1s

Wenn man das das erste mal macht lohnt es sich aber mal eine größere Probefläche auf einer Holzplatte zu erstellen. Je nach Harz und äußeren Umständen ist die Bearbeitungszeit verdammt kurz, um eine Fläche gleichmäßig zu strukturieren.

Das Nauticare Harz verwende ich auch. Härtet recht verbindlich. Dauerhaftigkeit kann ich noch nicht sagen, da erst so ca. 4 Jahre in Benutzung. Der Farbton ändert sich beim Aushärten leicht. Falls man noch nachtönen will/muss vorher mal ein Probestück machen. Die RAL Mischung war bislang immer recht genau getroffen.

Den oben empfohlenen zähen PU Lack kenne ich nicht. Wäre daher mal interessant ein Beispiel zu sehen, auch nach einigen Jahren. Ich vermute aber, dass man auch da runterschleifen würde als Vorbereitung.
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9

Montag, 13. September 2021, 11:32

habe auch viel probiert bei der Reparatur von geprägtem Gelcoat incl Abformen usw. Tendiere inzwischen außer bei ganz kleinen Schäden dazu, solche Stellen runterzuschleifen, neues Gelcoat aufzutragen und eine neue Struktur einzuprägen. Das Gelcoat braucht dazu keinen Füllstoff sondern muss relativ stark thixotropiert werden. Als Übergang zu einer alten Strukturfläche kann man einen schmalen Streifen glattes Gelcoat per Folie ziehen. Wenn alte und neue Strukturflächen leicht unterschiedlich aussehen fällt das im Grunde kaum auf. Wenn man Glück hat findet man auch eine Strukturwalze die einigermaßen zur alten Struktur passt.

Verfahren (keine Produktempfehlung) ist dann ähnlich wie hier beschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=rFVq0cQqaPs&t=1s
Danke für den Hinweis, genau so habe ich es vor. Auch wenn dadurch etwas mehr Fläche behandelt wollte ich die gesamte Lauffläche bis zur glatten Gelcoatkante behandeln, heißt mit Konturklebeband alles nachkleben und die gesamte Fläche neu rollen. Hast du eine Empfehlung was die Strukturrolle angeht bzw. muss ich da auf ein spezielles Material achten o.ä.?

Gibt es einen Unterschied zwischen Füllstoff und Thixotropiermittel? Ich dachte das wäre das selbe und nur die Menge entscheidet nachher ob ich ein etwas dickflüssigeres Topcoat oder eben einen Spachtel habe. Hast du eine Produktempfehlung, welches mit dem Nauticare Harz gut funktioniert?

Das mit dem Nachdunkeln ist ein guter Hinweis, werde ich dann zuvor an einem Probestück testen. Bzw. an einer Probestelle. Dann kann man die gleich samt Struktur vergleichen und nimmt sie im Hauptschleifgang wieder mit runter um sie neu zu rollen.

10

Montag, 13. September 2021, 11:45

just fyi, man kann Kiwigrip auch abtönen lassen:
https://www.pyiinc.com/downloads/kiwigri…nstructions.pdf
Robulla - die schönste 34 Fuß Yacht unter deren Sprayhood man Tomaten züchten kann deren Sprayhood Leben rettet!

Video zum Boot: https://www.youtube.com/watch?v=AyoXf3Slv24

horstj

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11

Montag, 13. September 2021, 13:06

Hast du eine Empfehlung was die Strukturrolle angeht bzw. muss ich da auf ein spezielles Material achten o.ä.?

Gibt es einen Unterschied zwischen Füllstoff und Thixotropiermittel?


Struktur / Effekt / Musterroller passend zur bisherigen Struktur wählen - da man damit ja nicht lange rollt muss es nichtmal lösemittelfest sein. Man rollt ja nur einmal kurz drüber.

Füllstoff wäre eher Fasern, Kügelchen usw. um daraus Spachtel oder Klebemasse zu machen. Thixotropiermittel verhindert einfach, dass Harz während des Aushärtens fließt. Wenn man bspw. an senkrechten Stellen klebt oder spachtelt füge ich immer noch zusätzlich etwas Thixotropiermittel dazu, sonst kann es sein, dass die Masse tatsächlich abrutscht, egal wie dick es vorher erschien. Mittel und Mischung empfiehlt der Hersteller üblicherweise passend.
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Jens S.

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12

Montag, 13. September 2021, 13:26

Nee, zumindest an den tieferen Stellen ist das kein Dreck.
So sieht es unter anderem aus, wenn Voreigner sich mit dem beliebten Kärcher auf dem Vorschiff vergnügt haben. Bei zu viel Dauerfeuer pulverisiert das wohl die in den Mulden ohnehin dünnere Schicht Gelcoat.


Oh - gut zu wissen! War mir nicht klar, dass das Kärchern ein solch drastisches Schadensbild verursachen kann...

Viel Erfolg bei der Reparatur!
Viele Grüße
Jens

13

Montag, 13. September 2021, 15:08

Ok, dann hab ich das wohl falsch verstanden, ich dachte das es X verschiedene Füllstoffe gibt, die alle die alle dafür da sind die Verarbeitungseigenschaften des Harzes zu beeinflussen. Die einen mit dem Fokus eher Volumengebend und leicht schleifbar für Spachtelmassen (Micro Baloons), andere zur Strukturunterstützung (Glasfaserstücke) und wieder andere mit Fokus nur die Fließeigenschaften zu beeinflussen. Abgesehen von Vosschemie mit TX1 schreiben daher viele Hersteller dazu um was für einen Füllstoff es sich handelt, daher hatte ich für die geplante Anwendung jetzt an Baumwollfasern, Silicatpulver oder so gedacht.

Kennt jemand eine gute Übersicht wo die unterschiedlichen Einsatzzwecke beschrieben sind? Thixotropiermittel besagt für mich jetzt erstmal nur, dass die Fließgeschwindigkeit verringert werden soll. Welches Produkt bzw. welcher Stoff wird hierfür verwendet?

EDIT: https://www.r-g.de/wiki/F%C3%BCllstoffe

Das geplante Silicat sollte aber wohl ok sein dafür, laut Nauticare:
Silicat-Pulver
Sehr leichter Puder, mit dem die Viskosität (Dicke) des Harzes reguliert werden kann. Es entsteht ein Gemisch, das beim Auftragen nicht absackt oder Läufer verursacht. Wird oft in Kombination mit anderen Füllmitteln verwendet, um die Verarbeitungs-Eigenschaften nach Wunsch einzustellen. Dosierung (in Gewichts-Prozent): 1 bis 8%.

horstj

Salzbuckel

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14

Montag, 13. September 2021, 15:22

vermutlich funktionieren verschiedene Wege. Zum bloßen thixotropieren steht bei mir Kieselsäure drauf. Vlt. chemisch ähnliches Zeug. Aber wenn ich davon so viel zugebe, dass eine Spachtelmasse entsteht, habe ich den Eindruck, dass es eher spröde wird. Ist so wohl eher nicht der Zweck. Dafür gibts dann 3 Töpfe mit Balloons, Spheres und Fasern. Daher einfach auch beim Händler anrufen und sich genau erklären lassen wie sein System am besten genutzt wird.
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15

Montag, 13. September 2021, 15:53

Sehr guter Hinweis mit dem Herstteller :) Das Silicatpulver ist das Mittel der Wahl, allerdings hat er direkt darauf hingewiesen, dass durch die weiße Farbe des Pulvers der Farbton je nach Zugabemenge abweicht und daher eben nicht mehr dem bestellten RAL-Ton entsprechen wird. Je nach gewünschten Farbton kann das mehr oder weniger auffallen. Bei Cremeweiß kann man dem eventuell auch etwas mit Farbpasten gegensteuern.


Welches Mittel nutzt du denn und wie verhält sich dieses farblich?

Nene

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16

Dienstag, 14. September 2021, 00:32

Als Alternative zu den von Dir genanntem Produkt:

Topcoat SKresin 3401 mit Härter Epohard 3200.
Das bekommst in Deiner Wunschfarbe und ist bereits toxitrop eingestellt.

https://www.harzspezialisten.de/epoxidha…t-3401-nach-RAL

Ich verwende deren Produkte schon seit Jahren und es gab bis jetzt noch nie Probleme damit.

Zum Thema abschleifen:
warum wollt Ihr unbedingt alles abschleifen?
Wenn die Schicht tragfähig ist, sprich sich nicht ablöst/abblättert ergibt das keinen Sinn.

Das ist ja das original Antirutsch, oder?
Das ist ja eine chemische Verbindung zur darunterliegenden Schicht eingegangen.
Annähernd glatt schleifen reicht aus, es muss nicht mal ein Babypopo sein.

Probier es mit nem 160-180 Korn und nem Exzenterschleifer aus, dann siehst den Abtrag ohne das gleich alles weg ist und kannst das Korn ensprechend rauer wählen.

Ein Auto das nen neuen Lack bekommt wird auch nicht bis aufs Blech abgeschliffen nur weil der Klarlack matt ist.

Eigentlich brauchst nicht mal nen Antirusch, das kannst mit Topcoat auch herstellen.

Für was Du Mikros, Schnitzel oder Flocken verwenden möchtest hab ich leider nicht rausgelesen.
Hast Du Löcher in dem Bereich die Du auffüllen möchtest?

Fasern sind für ein Auffüllen bei dem hauptsächlich eine Steifigkeit bzw. Amierung über eine Fläche gebracht werden soll wie sie auch durch Matten entsteht.

Mikros sind um Volumen zu machen und Gewicht einzusparen.

Flocken sind wenn es Modiliert werden soll sowie bei Verklebungen oder Pressungen.
Dadurch erreicht man wie bei den Schnitzel eine Versteifung über die Fläche, nur nicht ganz so hart.

Bei Fugen Flocken anstelle von Schnitzeln verwenden.


Das Bild zeigt ein Bugspriet das für ein älteres Ehepaar angefertig wurde.
Sie wollten keine Antirutschbeschichtung sondern haben sich für reines Topcoat entschieden.
Es wurden 3 Schichten aufgetragen.
Schicht 1 wurde verschlichtet.
Schicht 2 u. 3 wurden nicht verschlichtet und mit einer Florrolle (Fellrolle) aufgetragen.
Zwischen Schicht 2 u. 3 wurde die Ablüftzeit etwas länger gehalten.
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Nene

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17

Dienstag, 14. September 2021, 01:07

So sieht das gleiche Topcoat (Badeplattform) vor dem Schleifen und Polieren aus wenn es als "glatt" sein soll.

Unterschied: es wird gespachtelt und nicht gerollert.

Geschliffen: 1500-2000er Makrolon
Poliermaschine: PLSH H15
Politur: Vosschemie H7 und 3M lila
Polierpad: Wizard of Gloss
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Nene

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Dienstag, 14. September 2021, 01:18

Auch hier wurde das SKresin 3401 so wie es geliefert wird verarbeitet.
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Dienstag, 14. September 2021, 07:50

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
ob sich nicht doch was Bess'res findet.

... auftragen, neue Struktur einprägen. Größtes Problem, die Entscheidung es zu tun und etwas zu thixotropieren. Hört sich einfacher an als Deckschrubben - aber: Die Wahrscheinlickeit, dass es beim ersten oder zweiten Mal so gelingt, dass das Boot noch an irgendwen verkäuflich wäre ist gering. Die Struktur aufgerollter Rauhfasertapete finde ich auch nicht ermutigend.
Umgekehrt: wie wahrscheinlich wäre es, schon beim 5ten Versuch ein Ergebnis zu erzielen, dass man nicht mehr sieht, ob es die Werft selbst war oder nicht?

Was bei Decksbelag technisch und optisch gut funktioniert: Nichts abreißen, was funktioniert. 2K-Lack in Gelcoatfarbe. Entfetter vom Lackhersteller. Den Lack dünn aufrollen, ggf. nach einer Weile bei klebriger werdender Rolle etwas nachverdünnen. Der Lack zieht in jede Ritze. Bei frisch geschliffenem Okume-Sperrholz sieht man von einem unverdünnten Schlag Weiß quasi nichts mehr.
Damit sich in den Vertiefungen keine Seen bilden, nach dem. Anziehen und nur im Trittbelagsbereich nochmal kurz mit trockener Rolle (= ohne weiteren Farbauftrag) nachrollen. Die struktur bleibt erhalten, die Oberfläche ist repariert.

Jemand der seinen T4 hammerschlag lackiert, weil das doch viel besser als der "Originalschrott" ist, hat für meine Empfehlung wenig Verständnis, aber am Ende des Tages sieht das eine Boot gut und das andere gut gemeint aus.

20

Dienstag, 14. September 2021, 09:13

Also bezüglich der Füllstoffe: Ich brauche diese aktuell nicht, das war nur ein Beispiel dafür, dass für mich all diese Mittel in die Rubrik Füllstoff fallen, also Additiv zum Harz um eine gewünschte Eigenschaft zu erreichen. Glasfaserschnitzel, Baumwollflocken, Ballons, Kieselsäure haben alle unterschiedliche Einsatzzwecke, nach meinem Verständnis fallen sie aber alle in die Rubrik Füllsttoff. Ging nur darum ob mein Verständnis korrekt ist, da es sich so las als wenn Thixotropiermittel kein Füllstoff sei.

Schleifen: Ich will nicht zwangsläufig alles runter schleifen, ich will lediglich eine tragfähige Oberfläche schaffen. Meine Frage war eben genau diese ob es nötig ist alles plan zu schleifen oder ob es reichtanzurauhen. Das war mir unklar, da ich nicht weiß ob die Vertiefungen der jetzigen Struktur ausreichend angeraut werden, wenn ich mit einem Excenterschleifer darüber gehe. Meine Sorge dahinter: Vertiefung ist nicht ausreichend angeraut und neues Topcoat hält nicht. Dann sieht es nach ein paar Wochen wieder genau so aus.

Produkttechnisch war es glaube ich ein Missverständnis, es ging genau darum nur neuen Topcoat aufzutragen.

@Moderboot: Das man nicht die gleiche Struktur hin bekommt wie vorher ist mir klar, es geht mir nicht darum es zu verschönern sondern das Laminat wieder zu schützen. Wenn es hierfür bessere Alternativen gibt ok. Verstehe ich deinen Vorschlag richtig? Nicht schleifen, nur entfetten und Lack drüber?
Prinzipiell habe ich auch bereits über Lack nachgedacht, allerdings habe ich diverse Boote mit lackiertem Deck gesehen, von weitem Wow, aber wenn man näher als 5 Meter ran gekommen ist war das eher eine Verschlimmbesserung als eine etwas andere Struktur der Laufflächen. Da habe ich sorge das man mehr kaputt macht als repariert...

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