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21

Dienstag, 14. September 2021, 10:58

Ja, so habe ich es gemeint und auch schon gemacht. Die Oberfläche ist abgelatscht genug, dass das reicht.
- dennoch die Anmerkung, dass Waffelmuster ein schwierigerer Fall ist.

Das Laminat ist ja kein Löschpapier. Kann es trocknen, dann wird es das auch. Trotzdem würden auch mir die Krater im Gelcoat nicht gefallen. Zu sind sie von dem Lack durchaus.

Gelcoat ist etwas spröder als das Laminat darunter weswegen er an Ecken, an denen er dick geraten ist, gerne mal Abplatzer kriegt. Kann man nichts machen, klar, aber im Kopf behalren, dass maximale Schichtstärke nicht mit maximaler Qualität gleichzusetzen ist.

22

Dienstag, 14. September 2021, 11:47

Ok, das hätte ich nicht gedacht, dass es ohne Anschleifen funktioniert, wäre ja ärgerlich wenn man im nächsten Winter vor dem gleichen Problem steht.

Dann wäre es vom Prinzip ja auch denkbar, nicht angedicktes Topcoat ohne Struktur einfach aufzutragen, sodass es sich wie Lack eine dünne Schicht über die Stellen setzt, aber eben nicht so dick, dass die Struktur verloren geht?


Da aktuell das restliche Gelcoat noch in Ordnung ist, will ich nicht das gesamte Deck machen sondern wirklich nur die Stellen auf der Strukturebene beheben.

23

Dienstag, 14. September 2021, 12:01

Es hat bisher mehrere Male zu guten Ergebnissen geführt. Mehr sage ich nicht. Du hast immer ein Risiko, dass das entfetten nicht gut funktioniert hat. Wenn Du 100pro sicher sein willst, müsstest Du die Fläche danach abstrahlen. Trotzdem: da wo das Abpladdern ein Risiko ist, wird die Fläche seit Jahren abgelatscht. Dazwischen wird es wenig belastet.
Eklatant wichtig: Dünn muss die Lackschicht sein - sonst hält sie nicht.

Während 2K-Lacke einen exzellenten Verlauf haben, ähnelt Topcoat eher verdünnter Zahnpasta oder Deckweiß aus einem Malkasten. Es bleibt ziemlich genau so, wie Du es draufschmierst - also das ziemlich genaue Gegenteil des Lacks.

Nene

Bootsmann

Beiträge: 139

Wohnort: Niederbayern

Schiffsname: LaVanda

Bootstyp: Sea Ray Sundancer 290

Heimathafen: Rab

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24

Dienstag, 14. September 2021, 12:12

Wenn Du die derzeitige Struktur wieder haben möchtest dann kannst Du Dir auch nen Stempel abformen.

Gibt mehrere Möglichkeiten:
- mit Knete (gibt's auch aushärtend)
- Formensilikon/Gießsilikon
- Harz

Ich würde das mit Harz machen und in den Rücken z.B. ein altes Bettlaken legen.
Das versteift den Stempel so das er nicht gleich wieder bricht wenn Du ihn mehrfach verwendest.
Evtl. noch 2-3 Laschen aus Stoffstreifen mit einbringen damit Du den Stempel wieder schön abheben kannst.

Gibt auch Matten die ich sag jetzt mal ne Rautenform haben die man am Schluß in's Topcoat einrollt/eindrückt und dann wieder entfernt.

Ein Kollege hat große Flächen Gelcoat immer mit ner feinen Luftpolsterfolie abgedeckt die Er mit ner großen Rolle leicht angewalzt hat.
Das Gelcoat härtet dann klebefrei aus und hat eine rutschhemende Wirkung.
Das war allerdings immer in Innenräumen.

Gibt also viele Möglichkeiten ein Muster immer wieder gleich herzustellen.
Gruß
Bernhard
----------------
Geht nicht gibt's nicht
Zwei Worte die jede Tür öffnen: drücken ziehen

25

Dienstag, 14. September 2021, 22:32

Abstempeln und flicken kommt für mich nicht in Frage, der Aufwand den Stempel zu erstellen + anzuwenden scheint mir zu aufwändig. Entweder lässt es ich mit sehr geringem Aufwand örtlich fixen (So verstehe ich es beim Lack in RAL Farbe), oder ich würde ich eher die gesamte Lauffläche behandeln und eine neue Struktur einrollen.
Es hat bisher mehrere Male zu guten Ergebnissen geführt. Mehr sage ich nicht.
Wenn sich mit Entfetten + Lack auf die betroffenen Stellen aber sowohl die zu bearbeitenden Stellen reduzieren lassen, als auch die bestehende Struktur klingt das natürlich sehr verlockend. Prinzipiell ist es natürlich auch so, dass sich die Topcoat Variante mit neuer Struktur immer noch anwenden lässt wenn die Lackoption fehl schlägt.

Wenn du es bereits so repariert hast, hast du vielleicht eine Produktempfehlung? Bei diesem hier wird gesagt, dass dieser direkt auf Polyester (dadurch wohl eben auch Gelcoat) haftet und auch ohne Grundierung gut haftet. Ist ganz schön teuer, vielleicht hat jemand damit Erfahrungen?
https://nauticare.de/lacke-beschichtunge…slack-yachtlack

26

Mittwoch, 15. September 2021, 08:18

De Ijssel ist gut, Epifenes auch, bietet auch individuelle Farbtöne, aber auch International ist gut. Von Creme über Dunkelweiß bis Hellweiß haben die mehrere Töne.

Alle drei und die anderen 5 wahrscheinlich auch haben einen hervorragenden Verlauf. D.h. der Lack sammelt sich in den Vertiefungen und läuft von Kanten ab. Die Lackmethode funktioniert nur, wenn der Lack dünn (!) aufgerollt wird und nach einem ersten Ablüften nochmal navhgerollt wird, damit derVerlauf im Bereich des Trittbelags quasi rückgängig gemacht wird. Dünner Auftrag vermeidet, dass unter bereits härtenden oberen Schichten Lösungsmittel in unteren eingeschlossen bleibt. Je dünner umso härter wird der Lack.

Der Entfetter der Lackhersteller hat den Vorteil, dass kleinste Entfetterreste den Lack nicht stören. Nitro-Universal kommt wie Waschbenzin aus der Petrochemie und fettet selbt schon. Das wäre das Aus für gutes Haften. (Auch keinen Bremsenreiniger oder Nagellackentferner oder Abschminkpads ... )
WennDu nicht bald nach dem Entfetten lackierst, vlt. erst am nächsten Tag, bindet Spiritus Staub, Mikrotau und verdunstender S. nimmt den Mikrotau mit. S. ist allerdings kein guter Entfetter.

27

Mittwoch, 15. September 2021, 09:25

Falls Du oder ( ein anderer) doch Topcoat benutzt: Nie dazu verleiten lassen, den bereits fix und fertig vorbereiteten Topcoat mit etwas anderem als dem Härter zu mixen. Ebenfalls nie auf die Ideekommen, ihn (noch) dicker als emofohlen aufzutragen. Das funktioniert höchstens bei Youtube.

Sowohl Lösungsmittel als auch Praffinzusätze müssen den TC mit Einsetzen des Härteprozesses verlassen haben, denn sonst bleiben sie drin. Wer mal Kerzenwachs (Paraffin) in der Hand hatte, würde kaum auf die Idee kommen, es einer Beschichtung zuzugeben, um sie druckfester und kratzfester zu machen. Bei Topcoat hat man damit am Ende ein Ergebnis, das 10% unter gutem Salzteig liegt

28

Mittwoch, 15. September 2021, 10:37

Danke für den Hinweis, ich denke du sprichst damit das Thema Thixotropiermittel an oder? Die Frage ist ob sich die eingerollte Form nicht während der Trocknung wieder aus dem Topcoat raus zieht wenn er nicht zusätzlich angedickt wird.

Ich würde jetzt erstmal wie folgt vorgehen:
- Genauen RAL Ton der Fläche bestimmen
- Topcoat (Auch für andere kleinere Stellen) und De Ijssel Lack in RAL Farbe zzgl De Ijssel Entfetter und Verdünner bestellen
- Mit Schleifschwamm grob über die Fläche gehen um etwas anzurauen (Vielleicht lässt sich noch ein kleiner unterstützender Effekt erzielen)
- Entfetten
- Mit Rolle etwas Lack auf die beschädigten Stellen auftragen
- Nach kurzer Zeit nochmal drüber rollen um Lack nachzuverteilen (Gibt es hier eine Möglichkeit den passenden Zeittraum zu bestimmen?)

Wenn das Ergebnis gelingt --> Super, Struktur erhalten und der Aufwand ist überschaubar
Wenn es nicht gelingt --> Pech gehabt, Geld für den Lack versenkt und ich muss abschleifen und neuen Topcoat mit Struktur aufrollen. Ob man das in der gesamten Fläche macht oder doch nur Spotrepair betreibt und mit Stempel arbeitet kann ich ja nochmal überdenken. Wäre natürlich schön die Struktur zu behalten, aber es handelt sich um ein 40 Jahre altes Schiff, da muss man auch die Kirche im Dorf lassen :)

29

Donnerstag, 16. September 2021, 14:43

Immer erst entfetten, dann schleifen. Sonst massierst Du Silikon und Carnauba in das Schleifbild ein. Nach dem Schleifen entstauben. Vor dem Entfetten mit Reiniger zu schrubben, trocknen lassen. sollte man natürlich trotzdem.

Ausbesserungen besser mit Epoxidspachtel. Jeder Topcoat ist anders. Das neue styrolfreie Zeugs macht wieder irgendwas anderes, was man dann besonders gut einschätzen kann, wenn das Ergebnis nicht so gut war.

Den Trittbelag dünn, flächig u.v.a. ansatzfrei mit Lack einrollen. Nicht hier'n bisschen und da nochmal. In den Vertiefungen des Trittbelags sollen sich keine allzugroßen Seen bilden. Wann wie oft mit wie trockenerRolle hängt von quasi allen Einflußgrößen ab. Viel Gefühl aber nicht zu ängstlich. Dass die Rolle dabei dünne Fäden zieht, ist normal. Dicke Fäden sind nicht gut. Da stimmt dann irgendwas nicht.

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