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X-Ray1989

Kapitän

  • »X-Ray1989« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 19. Juli 2019, 17:55

Die große Festmacherfrage – Geschlagenes Tauwerk, PP oder PES

Hallo zusammen,

wir brauchen an Bord neue Festmacher. Eins vorweg: Wir würden gerne bei 3-Schäftigem, geschlagenem bleiben, also bitte nicht mit Handy Elastic, Bavaria und co kommen :P


Vorab was uns wichtig ist:
* Möglichst Robust
* Möglichst geschmeidig / kinkarm (Soll auf slip nich überall hängen bleiben..)
* Soll das 5,5to Schiff sicher halten
* Soll nicht nach 2 Jahren hart werden
* Soll nicht auf den Klampen knarzen
* Soll sowohl im Heimathafen als auch unterwegs benutzt werden


Aufgrund des Gewichtes des Schiffes und der Händigkeit würde ich 14mm oder 16mm nehmen.
PES könnte man wohl aufgrund der Bruchlast eher Richtung 14mm gehen?


Ich habe mal ein wenig recherchiert, man hat ja bei allen nennenswerten Herstellern die Wahl zwischen Polypropylen (PP) und Polyester (PES) Tauwerk. PP ist überall etwas günstiger als PES, schwimmt, ist mäßig UV-Beständig hat aber weniger Bruchlast. Ich habe mir mal nen Paar PP-Muster kommen lassen, fühlen sich allesamt ein wenig so an als ob sie schnell auseinandergehen würden, ein bisschen so wie bei Billigschnüren aus dem Baumarkt.


Aber irgendeine Daseinsberechtigung wir PP ja haben, sonst würde es ja nicht überall verkauft werden. Ist es nur die Schwimmfähigkeit?


Also an alle die auch gern simples 3-Schäftiges Fahren: Was habt ihr? Hersteller? Bezugsquelle?
Und noch eine Frage ganz zum Schluss: Was ist vom Squaregeflecht in PES zu halten?
Viele Grüße,

Toby

ugies

Salzbuckel

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2

Freitag, 19. Juli 2019, 18:12

Auch wenn das nicht so ganz genau zum Thema gehört.
Ich lerne sehr gerne dazu. Was ist an Handy Elastic so schlecht, dass man das von vorneherein auschließen muss?
Zum Thema
GeoProp von Gleistein ist ziemlich sicher das, was Du möchtest. Habe ich früher, vor recht langer Zeit auch mal benutzt. War halt billiger als der andere Kram.
  • Lehnig
  • Verhärtet nicht
  • In dunklen Farben recht gut UV-beständig
  • Schwimmfähig, daraus folgt recht leicht und so einfach zu handhaben
  • Festigkeit schon bei 14 mm für Deinen Kreuzer mehr als ausreichend, vor allem, wenn Du nicht knotest, sondern die Augen spleißt.

Gleistein bezieht man über den Fachhandel bei Lindemann.

Bei Square hatte ich immer mal wieder Ziehfäden.
Uwe
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88markus88

Salzbuckel

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3

Freitag, 19. Juli 2019, 18:15

Ich nehme als Festmachen am Steg dreischäftige Liros Polyamid. Elastisch, günstig, leicht zu spleissen, UV fest und halten ewig. Nur schwimmen tun sie nicht - das ist m.E. der einzige Vorteil von PP, das wir deshalb als Arbeitsleine für unterwegs verwenden, da dann gerne Liros Lirolen

ugies

Salzbuckel

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4

Freitag, 19. Juli 2019, 18:19

... das ist m.E. der einzige Vorteil von PP,

na ja, schwimmfähig ist nicht immer gut. Ich gebe Dir mal ein Beispiel.

Du liegst auf Helgoland als neunter im Päckchen. Deshalb hast Du eine Landleine ausgebracht. Nun möchte der Dritte das Päckchen verlassen. Du lässt dann einfach Deine Landleine lose, sie sinkt ab, der genannte Dritte kann problemlos über die Leine fahren, Du holst die Leine wieder und bist ordentlich fest.

Das geht mit Polypropylen defintiv nicht.

Uwe
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88markus88

Salzbuckel

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5

Freitag, 19. Juli 2019, 18:26

... das ist m.E. der einzige Vorteil von PP,

na ja, schwimmfähig ist nicht immer gut. Ich gebe Dir mal ein Beispiel.

Du liegst auf Helgoland als neunter im Päckchen. Deshalb hast Du eine Landleine ausgebracht. Nun möchte der Dritte das Päckchen verlassen. Du lässt dann einfach Deine Landleine lose, sie sinkt ab, der genannte Dritte kann problemlos über die Leine fahren, Du holst die Leine wieder und bist ordentlich fest.

Das geht mit Polypropylen defintiv nicht.

Uwe

Klar, du hast völlig recht. Aber PP hat auch seine Vorteile - du kannst sie bedenkenlos werfen, auch mal hinter dir herziehen, ohne dass sie in den Propeller kommt. Daher auch nur eine aus PP, und als 12 Meter Arbeitsleine :D

ugies

Salzbuckel

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6

Freitag, 19. Juli 2019, 18:27

... ich finde PP als Festmacher auch völlig ok, wenn man den Preis der geflochtenen Ware scheut. Das nämlich ist meiner Meinung nach deren Hauptnachteil ;)
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Louise70

Daniel Düsensegler

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7

Freitag, 19. Juli 2019, 18:32

PP knarzt nicht, PES schon.
Zu weich und lehnig dürfen Festmacher m.M.n. nicht sein, eher etwas steif - dann kann man Schlaufen (natürlich geknoteter Palstek) leichter über Pfähle werfen. Daher sind geschlagene Tauwerke diesbezüglich von Vorteil.
Wir verwenden daher geschlagene PP-Festmacher, der älteste war jetzt gerade 14 Jahre alt, als ich Ihn wegen Unansehnlichkeit ausmusterte.
Gruß Niels
Mit Zirren kann man irren, aber nicht jeder Irre ist eine Zirre (|

X-Ray1989

Kapitän

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8

Freitag, 19. Juli 2019, 18:50

Uwe: Generell schlecht sicher nichts, aber die Optik sagt uns überhaupt nicht zu, und der Preis ist natürlich auch etwas happig finde ich..

Dass PP weniger knarzt als PES ist schonmal eine sehr gute Info!

Hat jemand schonmal Tauwerk aus dem Industriebedarf, zb. bei Engel-Netze gekauft?

Bzgl des Durchmessers: Die 14mm PP Leinen liegen so um die 3000-3200KN, bei PES sind es rund 1000KN mehr. Trotzdem bei 5,5to generell kein Problem?

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Viele Grüße,

Toby

ugies

Salzbuckel

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9

Freitag, 19. Juli 2019, 19:03

... wir haben 12er Handy Elasitc bei 5,6 t. Bis jetzt hat das gehalten.
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Selliner

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10

Freitag, 19. Juli 2019, 19:12

hab die Erfahrung gemacht, je weniger man an die Bruchlast kommt, also die Leine belastet. Wird, je weniger knarzen oder rucken gibt es.
Ich hab unterschiedliche festmacher für unterschiedliche Zwecke. Aber die Hauptfestmacher sind Liros Handy elastic 20mm. Da kann es zur not auch Mal scheuern und die Leine hat nach genug Reserve. Knapp bemessene Bruchlast hat immer nen Faktor um den es weniger im Einsatz wird, Knoten - 30%, leichte Scheuerstellen- minus, alter, usw. Und dann soll die Leine bei richtig schlechten Bedingungen noch halten und einen ruhig schlafen lassen. Daher so dick wie es die klampem zulassen. Und sparen, nicht bei Festmachern.
Wenn dir reißen, dann ist das Boot unter Umständen Schrott. Reisst ne schot oder nen Fall, dann passiert nicht so viel. Vor allem ist der unterschied bei dem einen ist man an Bord, bei dem anderen nicht.

Lille Oe

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11

Freitag, 19. Juli 2019, 19:13

moin
habe mir gerade auf der Seite von Ludwig Eilers Tauwerk einen Vergleich angesehen . Da sticht ein Nachteil von PP sehr hervor !

Schnelle Wärmeentwicklung beim durch die Hand gleiten .

man lernt nie aus - hätte ich nicht gewusst, würde so etwas aber nicht an Bord haben wollen.

handwarm

Frank

12

Freitag, 19. Juli 2019, 19:21

Bei mir genau anders rum als bei Louise70 - ich mag die harten geschlagenen Festmacher nicht, weil sie deutlich mehr Platz auf den Klampen brauchen - und Lasso brauche ich nie :D

Außerdem werden die nicht nur hart, sondern auch schnell dreckig und mosig, uääähh.

Und weil ich auch die dreckigen steifen und schwer zu verstauenden Gummiruckdämpfer überhaupt nicht leiden kann, brauche ich Leinen, die ihre Dehnfähigkeit bei guter Bruchlast erhalten und nicht kinken.

Das sind dann überwiegend Liros Porto Dehnfähigkeit > 15% für Heck- und Springleinen, Liros Sqareline am Bug Dehnfähigkeit > 20% und für das Heck hängen bei Bedarf noch 1 Paar geflochtene schwimmfähige Leinen gleicher Dimension bereit, die habe ich aber noch nie gebraucht..
Die Liros Porto tauchen ggf. so gut ab,da habe ich keine Sorge, dass die in den Propeller kommen, außerdem, wenn ich bei den Leinen bin, dreht der Propeller in der Regel schon längst nicht mehr oder kaum noch. Festmacher im Propeller, ich glaube die Sorge ist eher theoretischer Natur.
Eine Genuaschot, die sich während der Fahrt unbemerkt vom Segel an der Reling gelöst hatte und dann bei Lage unter das Boot geholt wurde, die hatte ich tatsächlich schon mal im Propeller. :rolleyes:

Aber diese Festmacher bleiben alle sauber und weil sie auch schön weich sind, verhaken sie nicht, lassen sie sich leicht aufschießen und verstauen. Und auf die Schnelle hält ein halber Schlag auch sehr gut, oder ein Kopfschlag ohne Belegung.

Musikanto

Seebär

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13

Freitag, 19. Juli 2019, 22:01

Wir haben Liros Handyelastic und für den Fall, dass Anlegemanöver heikel werden können :D zwei 15m Leinen, die schwimmfähig sind. Bisher bin ich mit der Kombi super klargekommen.

Sander 850

Seebär

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14

Freitag, 19. Juli 2019, 22:50

Macht ihr euch echt Sorgen um die Festigkeit? Ich belege beim seitlichen Anlegen immer doppelt. Das heißt die Leine vom Boot zum Poller und wieder zurück. Und das ganze so, dass selbst wenn eine Leine reißt die andere am Poller bzw Boot bleibt. Das ganze natürlich am Bug und am Heck.

Selbst bei sehr viel Wind erscheinen mir die Kräfte die auf die Leinen wirken noch beherrschbar. Selbst bei Sturm kann ich das Boot noch über die Leine an mich ran ziehen oder auch ein paar cm weg drücken. Denke da wirken jetzt keine Riesenkräfte.

Marinero

Salzbuckel

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15

Freitag, 19. Juli 2019, 23:27

die Hauptfestmacher sind Liros Handy elastic 20mm

Alter Falter (| die haben 10 t Bruchlast.

Ich weiß nicht genau, ich meine wir hätten die 16er, bei 7 t Schiff.

Selliner

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16

Samstag, 20. Juli 2019, 05:44

die Hauptfestmacher sind Liros Handy elastic 20mm

Alter Falter (| die haben 10 t Bruchlast.

Ich weiß nicht genau, ich meine wir hätten die 16er, bei 7 t Schiff.


Aber nur wenn in der Leine nichts ist.
Jeder Knoten oder spleiß oder Knick verringert die Bruchlast. Bei den in Norddeutschland gerne verwendeten Boxen, macht man nen Auge mit palstek. Das sind dann schon Mal 50% weniger Bruchlast, dann generell durch älter und vielleicht die ein oder andere Abnutzung 5-10% weniger.
D.h. von den ürsprünglich 10 sind nur noch 4-5 Tonnen übrig. Dann will ich ruhig schlafen oder bei schlechtem Wetter mir keine Sorgen machen müssen. Also genug Reserve in der Leine. Und schon bin ich bei meinem voll ausgerüstet 6,5 Tonnen dampfer (bißchen aufgerundet, zur Sicherheit) bei auf dem ersten Blick dicken Leinen.
Nehmen wir richtig heftiges Wetter und schwell an, das Boot ruckt richtig ein. Nehmen wir einfach an, dann liegen vielleicht 2 Tonnen Last auf der Leine, dann habe ich diese zu 50% belastet. Das lässt mich gut schlafen. Bei ner dünneren sind dann aber auch 2 Tonnen Last, nur hier ist es zur Bruchlast weit weniger Reserve.
Außerdem hat die Dicke dann noch genug Reserve um schön zu dämpfen, eben weil Verhältnismäßig wenig Last und nicht voll gespannt.

Daher meine Auffassung, sollte es auf die Klampen passen, dann darfs ruhig etwas dicker sein.

nixxe

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17

Samstag, 20. Juli 2019, 06:33

Ich lebe in einer sehr unruhigen Box. Rodeoreoten bei viel Wind. Achtern ist wieder Hanüdy Elastic. Vorher gedrehtes Taiu aus den Fischereizubehör. Ging nur noch mit Handschuhen. Liros bietet da auch eine softere variante an. Kusxhelig. Unterwegs. Im heimathafen sind ruckämpfer pflicht. Da hab ich gleistein drin. Geflochten. Mit ist noch niie ein festmacher gebrochen. 14mm maximal. Bei ebay seilrestekiste alles günstig.
Zitat Sea Ya: alle Tage sind gleich lang, nur unterschiedlich breit.
(das stimmt so)

18

Samstag, 20. Juli 2019, 07:58

Jeder Knoten oder spleiß oder Knick verringert die Bruchlast. Bei den in Norddeutschland gerne verwendeten Boxen, macht man nen Auge mit palstek. Das sind dann schon Mal 50% weniger Bruchlast, dann generell durch älter und vielleicht die ein oder andere Abnutzung 5-10% weniger.
D.h. von den ürsprünglich 10 sind nur noch 4-5 Tonnen übrig. Dann will ich ruhig schlafen oder bei schlechtem Wetter mir keine Sorgen machen müssen. Also genug Reserve in der Leine. Und schon bin ich bei meinem voll ausgerüstet 6,5 Tonnen dampfer (bißchen aufgerundet, zur Sicherheit) bei auf dem ersten Blick dicken Leinen.
Nehmen wir richtig heftiges Wetter und schwell an, das Boot ruckt richtig ein. Nehmen wir einfach an, dann liegen vielleicht 2 Tonnen Last auf der Leine, dann habe ich diese zu 50% belastet. Das lässt mich gut schlafen. Bei ner dünneren sind dann aber auch 2 Tonnen Last, nur hier ist es zur Bruchlast weit weniger Reserve.


Na hoffentlich nimmt sich keiner Deine Sorgen zum Vorbild, Reserve zu Reserve zu Reserve und 31 Fuss mit relativ niedrigen Freibord sollen allein an einem Festmacher mit 2 Tonnen ziehen, da braucht man aber einen festen Glauben. Was soll dann einer mit 45 Fuss und 1,60 Freibord nehmen, nach Deiner Rechnung geht dann nur noch Trosse ab 40 mm ;( .
In Kühlungsborn habe ich mal weiter außen am Steg durchgängig satte 8 Windstärken voll von der Seite auf dem Halbtonner (Freibord am Bug 1 m) gehabt.
Ich konnte, bei sicherem Stand auf dem Betonsteg, den einzelnen Festmacher einmal über Poller, noch halten, aber nicht mehr dichtziehen, keine Ahnung was man da an Zuglast so halten kann, 100 kg vielleicht, aber bestimmt nicht mehrere Tonnen. Oder ich bin Supermann! :lachtot:

Und wenn das bei deinem Boot doch so ist, hast Du sicher auch deine Klampen mit Zugankern bis zum Kiel befestigt.

Das bei einem guten Festmacher wie z.B. Liros Porto ab 14 mm, an der Stelle, wo die Leine aus dem leinenschonenden Palstek kommt, nur noch die Hälfte der Last trägt, glaube ich auch nicht.

Nichts dagegen, dass Du dein Boot mit überdimensionierten Leinen ausstattest, wenn es Deinem Schlaf dient, aber als Beispiel für Andere ist es ungeeignet.
Meine subjektive Meinung. :O

Selliner

Kapitän

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19

Samstag, 20. Juli 2019, 08:27

Es geht nicht um Windkraft.
Es geht um Bewegungen um schwell.
Dann hängt in der aufwärts oder Abwärtsbewegung schnell Mal ein erhebliches Gewicht an Leinen und Klampen. Es muß noch nicht einmal das Schiff selber sein. Schwimmsteg bewegen sich auch. Im Sturm eventuell entgegengesetzt zum schiff. Gebrochene Klampen an Booten und auf Stegen sind ja nicht so selten. Rausgerissen bolzen aus den schwimmstegen zeugen von den Kräften. Halb durchgescheuerte Leinen, weil am Landpoller irgendwo ne scharfe Kante war, hatte ich auch schon. Wenn man nicht einmal mehr zu seinem Liegeplatz oder aufs Boot kommt, dann möchte ich mir um die Leinen zumindest keine Sorgen machen müssen.

ugies

Salzbuckel

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20

Samstag, 20. Juli 2019, 08:33

... das Wegfedern großer Rucke habe ich über Adapterstücke mit eingespleißten Ruckdämpfern erreicht. Das Ergebnis war hervorragend. Der Vorteil der kurzen Adapterstücke ist, dass man die Ruckdämpfer einsetzen kann, obwohl die Leine auf Slip gelegt ist. Ich habe das im Blog bschrieben. Da gibt es auch ein Foto zur Verdeutlichung.

Allerdings muss man zugeben, dass gerade das Ablegemanöver etwas hampelig ist, weil man ja erstmal eine Leine wieder herkömmlich an Land bringen muss, bevor der Adapter abgebaut werden kann.
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