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beautje

Lotse

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1

Montag, 29. Juni 2020, 12:08

Starterbatterie gekocht - aber warum?

Moin zusammen,
ein sehr unangenehmes Erlebnis am Wochenende:
Am letzten Dienstag habe ich mein Boot aus dem Winterlager geholt.
Im WInterlager hatte ich die Batterien an Bord gelassen.
2 x Varta dual purpose AGM 95 Ah als Servicebatterien (letztes Jahr neu gekauft)
1 x ZAP vecter super plus calcium 72 Ah (diese habe ich mit dem Boot gekauft, keine Ahnung wie alt und woher)

Batterieanzeige am Panel: 12,1 Volt
Beim Maststellen Landstrom dran, dann Motor angeworfen, Weilchen laufen lassen, nach Makkum gesegelt. In Summe ca. 2 Motorstunden.
Am Dienstag das Boot in Makkum an Landstrom gehängt und dran gelassen, weil wir schon Freitag wieder aufs Boot wollten.
Freitag mit Familie aufs Boot zum geplanten Hafencamping (alles einräumen, Besorgungen machen etc - wir lagen also die ganze Zeit im Hafen am Landstrom).
Natürlich liefen Kühlfach, Beleuchtung und diverse Ladegeräte f. Handys etc. (z.T. auch über 12-Volt Netz).

Samstag Abend - wir wundern uns über penetranten Gestank nach ungepflegtem Bordklo (und selbiges war es definitiv nicht!). Nach kurzer Suche: Achterkoje deutlich erwärmt!!
Darunter die Batterien. Servicebatterien ok, Starterbatterie brüllend heiß!! Sofort Landstrom ab, Sicherung raus, alle Hauptschalter aus.
Batterie ausgebaut und auf den Steg zum abkühlen.
Soviel zum ersten Schock - die Batterie steht jetzt bei mir zu hause, gestern Abend noch Restspannung 10,4 Volt, heute früh noch 4,5Volt - das Ding ist mausetot. Soweit so gut.

Die wichtigste Frage für mich (bekennender Elektro-Laie!!): Was ist passiert??

Das Batterie-Setup steht oben. Hinzu kommt dieses Ladegerät:

das ich ebenfalls mit dem Boot übernommen habe. Die Verkleidungen an den Seiten habe ich abgenommen. Folgende Einstellungen:

Soweit ich das sehe die "Typ"-Einstellung passt. Bei "Time" bin ich mir nicht ganz sicher, steht jetzt auf 4h, lt Handbuch sollten bei 190 Ah 2-3 Stunden ausreichen (für Gel wird immer 4h empfohlen, ich habe aber AGM).
Bislang gab es nie Schwierigkeiten, warum jetzt?

  • Kann es sein, dass die Starterbatterie im Winterlager schaden genommen hat (z.B. tief entladen)? Ich habe die Batterien trotteliger weise nicht einzeln gemessen, nur die Spannungsanzeige am Panel (12,1V).
    Der Motor ist aber einwandfrei angesprungen. Beim ersten Start hing noch Landstrom dran, aber auch beim zweiten schnurrte er ohne die geringste Ladehemmung los. Zieht er in diesem Fall aus den Service-Batts?
    Und warum kocht die Batt erst Samstag abend, nachdem das Boot seit 4Tagen am Landstrom hing. Kann dies damit zusammen hängen, dass wir erst seit Fr. Abend wieder Strom saugten (Kühlschrank etc.)?

  • Kann das Ladegerät schuld sein (defekt)?

  • Kann das Setup der Batterien untereinander das Problem sein?
    190Ah nagelneue AGM und die 72Ah Starterbatterie, von deren Typ ich soweit keine Ahnung habe, was bedeutet hier "Calcium technology"? Wenn ich AGM und Nicht-AGM kombiniere, welche Einstellung muss ich am Ladegerät wählen?

  • Und zum guten Schluss: Sofern das Ladegerät unschuldig ist: Welche Starterbatterie wähle ich neu, um möglichem Ärger zukünftig vorzubeugen?


Ein langer Artikel, aber vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Bei Elektro-Themen habe ich gesunden Respekt und leider nicht genug Ahnung. Ich würde ungern einfach ne neue Batterie reinsetzen und weitermachen, wenn der Fehler möglicherweise woanders liegt.

Vielen Dank für Euren Input!

Osttief

Seebär

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2

Montag, 29. Juni 2020, 13:23

Moin, ich würde mal auf Tod durch Altersschwäche plädieren. Irgendwann ist halt Schluss. Zum Ladesetup: Eine Kombination von AGM und Bleisäurebatterien scheint am Ladegerät nicht einstellbar zu sein, insofern ist es der Ladekennlinien wegen auch nicht wirklich sinnvoll verschiedene Batterietypen an dieses Gerät zu hängen. Nach den Spannungsangaben hätte die Starterbatterie nie wirklich voll geladen werden können, Überlast scheidet dann aus, deshalb auch meine Vermutung des Alterstodes. Im Übrigen macht die Schaltung im Normalbetrieb auch nicht so wahnsinnig viel Sinn, die Starterbatterie wird ja durch die Lichtmaschine geladen und sollte eigentlich immer voll sein, auch wenn der Motor immer nur ein Viertelstündchen zum An- und Ablegen läuft. Bei Dir waren es vorher ja sogar mehrere Stunden. Die neue müsste demnach da nicht mit ran, dann wärs auch egal was für eine Du Dir dafür zulegst. Soll sie doch wieder mit ran bleibt nur AGM, weil halt nicht anders am Ladegerät einstellbar.
Ansonsten ist die Beschreibung des Bordnetzes etwas diffus, wenn man das so liest hängen alle drei Batterien paralell am Bordnetz und am Ladegerät. Sonst könnten die Verbraucherbatterien ja nicht ohne weiteres den Motor mitstarten. Das wäre eine etwas unorthodoxe Art der Problemlösung, kann es sein das die Verbraucherbatterien paralell geschaltet sind und die Starter seperat?
Osttief



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3

Montag, 29. Juni 2020, 13:39

Schaltbild der Winner 10.10
Tippe auch Batterietot wegen Alter.
Ist wahrscheinlich beim Motoren von der Lima gekocht worden da nicht mehr richtig ladefähig
»hondaheizer« hat folgende Datei angehängt:

4

Montag, 29. Juni 2020, 13:39

Ich denke auch die Starterbatterie ist an Altersschwäche verschieden. Der Motorstart hat eben mit der Restkapazität geklappt, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verbraucher dazu Strom liefern. Das läßt sich leicht feststellen, einfach die Verbraucher ebenfalls abklemmen und versuchen zu starten.
Als Starterbatterie eine auslaufsichere stinknormale Bleiatterie und nicht an das Ladegerät hängen.

Gruß Odysseus

5

Montag, 29. Juni 2020, 13:53

Ich meine, die Batterie hat einen Plattenschluß, ist tot.
Beim Laden wird alle verfügbare Energie in Kurzschlußstrom=Wärme verwandelt.

Wir hatten das auch schon, die Situation war sehr ähnlich.
Ich würde da nicht weiter suchen...

Eine neue Batterie wird auf Anhieb problemlos funktionieren...

—-
Das Ladegerät hat imho mehrere unabhängige Kreise. Ich meine, daß man damit auch (weiterhin) die Starterbatterie laden kann.
Ich meine, bei uns ist das gleiche Ladegerät verbaut.
Bei mehr

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »derJakob« (29. Juni 2020, 15:48)


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Lotse

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6

Montag, 29. Juni 2020, 13:56

@Osttief: Moin, hier schon mal ein erstes Dankeschön.
Die Batterien sind separat geschaltet. Sie haben separate Hauptschalter und sind auch auf dem Ladegerät separat geschaltet.
Wenn Du das Ladegerät-Bild siehst hast du rechts von unten
- den gemeinsamen Minus-Pol,
- darüber den Plus für die Starterbatterie
- und darüber den Plus für die Servicebatterien. (2 x 95Ah AGM - die sind natürlich parallel verdrahtet)
- Der oberste Plus ist per Brücke mit auf den Service-Plus darunter gelegt. Alles soweit lt. Handbuch richtig.
Da auch der Voreigner des Bootes sehr ordnungsliebend war und nichts selber verbastelt hat,
da sich zudem der Gutachter beim Kauf sehr positiv über den Zustand der Verdrahtung äußerte würde ich behaupten,
dass grundsätzlich alles nach dem Stand der Technik verdrahtet ist (BJ 2008 ).
Defekte durch Alter, Verschleiß, sonstwas sind natürlich nie auszuschließen. Und möglicherweise liegt auch hier ja tatsächlich nur der "Tod durch Alter" der Batterie vor...
trotzdem beängstigend, wie heiß so ein Teil werden kann - und das 15 cm unterm eigenen Kopfkissen ;(

Osttief

Seebär

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7

Montag, 29. Juni 2020, 14:18

So ahnlich hab ich mir das vorgestellt. Die Elektrik ist schon vernünftig gemacht, wäre ja auch ein Ding wenn nicht bei dem Hersteller. Ich denke da waren ursprünglich Batterien gleicher Bauart verbaut, dann ist alles kein Problem. Aber wie gesagt, wenns wieder ein normaler Bleiakku werden soll würde ich den nicht mehr aufs Ladegerät aufklemmen. Dafür ist die Lichtmaschine da.
Osttief



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8

Montag, 29. Juni 2020, 14:27

Hallo auch an die anderen.
@hondaheizer: Danke für das Schaltbild. Könntest Du ev. auch die rechte Seite davon einmal abfotografieren sofern zur Hand? Welches Baujahr hat Deine 10.10? Ist bei dir das gleiche Ladegerät verbaut (Werftausstattung)?

Ich werde wohl eine neue AGM-Starterbatterie einbauen und diese wieder ans Ladegerät hängen, auch wenn das vielleicht nicht unbedingt nötig ist.

Es wird also vermutlich Altersschwäche gewesen sein. Das in Verbindung mit einem verlängerten Winterlager ohne Zwischenladung war dann wohl zu viel.
Wirklich erschreckend, wie heiß so ein Teil werden kann und das 15 cm unterm eigenen Kopfkissen ;(
Wieder Respekt vor Elektrik gewonnen und demnächst werde ich schneller misstrauisch, wenn´s nach faulen Eiern stinkt.

Trotzdem wundere ich mich, dass das erst am Samstag Abend aufgefallen ist. Da hing das Boot schon 4 Tage am Landstrom. Sei´s drum - vielen Dank für Eure Hinweise!!

Anekdote am Rande: Zum Saisonstart habe ich alle Werkzeugkisten mitgenommen, die die Garage hergab. Was hatte ich natürlich nicht dabei? Das Multimeter - das lag im Keller :wand:

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9

Montag, 29. Juni 2020, 15:11

Es gibt keine rechte Seite ,fehlen tut da nur ca 1cm der Seite ist halt mal schnell vor ein paar Wochen von mir abgeknipst worden um nicht immer das Handbuch aus dem Ordner im Schrank holen zu müssen.
Ladegerät ist Original habe ich auch so drin.
Normalerweise eine Servicebatterie 100ah1 Starter 60ah.
Habe auch 2 service a 105 ah drinnen allerdings Blei von George Kniest Watersport.
Starter auch allerdings glaube ich das die ca 70ah hat die kleinere war unter 60ah.
Stehe nicht so auf agm , gel oder sonstwas .Teuer und geht auch kaputt.
Und lt batteriemonitor komme ich mit Kühlschrank, Navi,Wind ,Funk u Ais locker 3 bis 4 Tage klar.

10

Montag, 29. Juni 2020, 15:29

Eine weitere Empfehlung: koppel die Stsrterbatterie vom Ladegerät ab. Sie braucht das nicht, denn der motor entnimmt nur minimal Strom zum Start. Das wird sofort beim lauf der Maschine nachgeladen. Wird immer wieder gemacht ist aber komplett unnötig.
Stattdessen bringst du dein Ladegerät durcheinander. Mit Konsequenzen wie nun gerade erlebt.
Gruß

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11

Montag, 29. Juni 2020, 16:14

Moin,

da hast Du ja richtig Glück gehabt. Ein schönes Beispiel, warum man das Landladegerät nicht ohne Aufsicht laufen lassen sollte, zumindest nicht längere Zeit.
Zu Deiner Befürchtung, dass die Verbraucher wie Kühlschrank usw. damit zu tun haben könnten: Nein, die Startertbatterie ist nur über einTrennrelais bei Bedarf mit mit der VB verbunden, wenn Deine Verkabelung noch dem Schaltbild entspricht.

Zu Deiner Idee mit der AGM-Startertbatterie. Das klappt nur, wenn diese Batterie exakt die gleiche Ladeschlussspannung und Erhaltunspannung hat, wie Deine bisherige AGM. Das ist aber unwahrscheinlich, denn eine AGM Starterbatt. hat andere Eigenschaften als eine AGM-Verbraucherbatterie. D.h. Du kannst auch nicht eine beliebige AGM als Starterbatterie nutzen. Damit dürften auch die o.g. Spannungen anders sein und Du zerstörst je nach Einstellung am Ladegerät die eine oder die andere. Nimm eine preiswerte Bleibatterie, die ist da toleranter. Dass Du die nicht über den Landlader laden musst und auch nicht sollst, wurde ja schon öfter gesagt. Solltest Du die also doch Abklemmen, dann schau ins Handbuch des Sterlings, ob Du den nicht mehr verwendeten Anschluß mit dem verbliebenen verbinden musst (wahrscheinlich).

Gruß Klaus
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12

Montag, 29. Juni 2020, 18:03

hier kamen wohl 2 Effekte zusammen. 1. die altersschwache Starterbatterie und 2. die auf 12,1 V grenzwertig tief entladene Verbraucherbatterie. Das Ladegerät liefert eine Ausgangsspannung, auch wenn es 2 od. 3 Pluspole hat.
Da die Verbraucherbat. sehr leer war hat das Ladegerät lange Zeit die volle Spannung geliefert, die für AGM etwas höher als für Blei/Säure ist. Das hat der Starterbatterie den Rest gegeben.

Bei mir hängt auch nur die Verbraucherbat. am Ladegerät. Habe noch ein kleines Ladegerät im Schrank, das ich bei Bedarf mal anzwicken kann, vor/nach Winterlager oder längere Zeit nach Motorstopp vergessen die "Zündung" abzuschalten.

Meine Verbraucher-AGM habe ich im Winterlager abgeklemmt und die hatten Ende Mai als das Einreiseverbot gefallen ist noch 12,8 V.

handbreit
Jürgen

13

Montag, 29. Juni 2020, 18:59

Bei unserem Dampfer ist das gleiche Ladegerät verbaut wie auf der Winner.
Es hängen 1*70AH AGM und ein Mal 150AH AGM dran.
Wir haben jedoch einen CYRIX I Batterie Combiner. Der schaltet den Ladestrom auf die Batterie mit dem niedrigeren Spannungstand um - so haben wir jedenfalls verstanden.
Eventuell würde so ein Teil auch auf der Winner helfen.
Jan
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14

Montag, 29. Juni 2020, 19:34

Aha, ich sehe schon: Ladegerät nicht an die Starterbatterie ist hier Konsens. Ich wundere mich nur, warum die Schaltung so werftseitig so verbaut ist.
Sehr gute Hinweise bislang. Kompliziert wird es dann, wenn ich die Solaranlage zubauen will.
Aber das wird ein anderes Thema...

15

Montag, 29. Juni 2020, 19:44

Ich sehe das NICHT so. Ich möchte meine Starterbatterie im Zweifel laden können -ohne Verrenkungen. (beispielsweise nach dem Winter)
Dein Ladegerät ist dafür ausgelegt...

Im Zweifel müssen alle geladenen Batterien vom gleichen TYP sein. Da du dich mit deinen Verbraucherbatterien auf Blei-Säure festgelegt hast, nimm eine BS_Starterbatterie dazu. Anschließen. Fertig.


Edit: Ok- Kommentare sind berechtigt. Nicht aufmerksam genug gelesen: Dann im Zweifel nur der o.g. Ratschlag: keinen Batterie-Typenmix an einem Ladegerät.

Ich nehme an, dein Ladegerät ist auch auf BS eingestellt (Ladeschlußspannungen). Ich würde das noch mal zur Sicherheit prüfen.
Offene BS Batterien müssen immer mal auf Flüssigkeitsstand geprüft werden... sind dann aber langlebig, wenig anspruchsvoll, preiswert...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »derJakob« (29. Juni 2020, 20:35)


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16

Montag, 29. Juni 2020, 19:48

Nicht ganz korrekt: Verbraucherbatterien sind AGM - was die Starterbatterie für eine war? "Calcium Tecnology" steht drauf, was auch immer das bedeuten mag...

Meeresfee

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17

Montag, 29. Juni 2020, 19:51

Calcium tech ist Bleisäure Technik. Ich halte auch nichts von Mischen. AGM oder BS, nicht beides.

18

Montag, 29. Juni 2020, 20:11

Natürlich bieten die Ladegeräte den Anschluss der Starterbatterien an, einfach weil es marketingseitig gefordert wird. Es schadet aber mehr als das es nützt, (was wir ja gerade gesehen haben). IdR sind diese Ausgänge schlechter überwacht von den Ladern selbst, was eben auch in falscher Sicherheit wiegt. Auch das Argument, man brauche die Starterbatterie voll geladen im Frühjahr ist nur bedingt richtig, denn eine im Herbst voll geladene Starterbatterie, die dann abgeklemmt steht verliert nur wenig Kapazität in den Wintermonaten.

In Summe, es macht mehr Ärger, als dass es hilft; in mehr als 20 Jahren ist mir einmal die Starterbatterie sauer geworden, das war im Sommer, als der Sterling HLR mir beide Batterien komplett und final entladen hatte. Da hätte der unbeaufsichtigte Betrieb des Laders wahrscheinlich das Schiff abgefackelt oder anderes.

Darum sollte man den unbeaufsichtigten Betrieb von Ladegeräten unbedingt überdenken. Michael Herrmann empfiehlt übrigens in der Frage des unbeaufsichtigten Betriebs den Einbau eines Brandschutzschalter (AFDD, arc fault detection devices) vor jedem LS ("Sicherung"). Ich höre aber nicht, dass dei Dinger so gut funktionieren, wie sie angepriesen werden - food for thought.
Gruß

19

Montag, 29. Juni 2020, 20:45

Einen Hinweis kann ich zu Solar loswerden, weil ich vermutlich das gleiche Ladegerät übernommen habe:

Ich lade (auch) parallel mit Solar, optional mit Brennstoffzelle. Bei paralleler Ladung interpretiert das Sterling Ladegerät offensichtlich “Fremdladung” als volle Batterie und geht in den Modus “Erhaltungsladung”- zeigt das auch korrekt über Status-LED an. Ist auch korrekt, die Spannungslage an der Batterie lässt vermutlich keine andere Interpretation zu...
Bei anschließendem höherem Verbrauch (Heizung, Wasser, Kühlbox) wird die Energie im wesentlichen durch die Batterie zur Verfügung gestellt, der Lader lädt nur mit ca. 2A.
Der Batteriemonitor stellt den Verbrauch dar, zeigt bis zu 20Ah “fehlende” Kapazität.

Wenn ich das bemerke, schalte ich das Ladegerät kurz aus, unmittelbar wieder an. Sofort nimmt das LG wieder seine Arbeit auf, lädt mit >20A. Ein gewöhnungsbedürftiges Verhalten, mein Philippi hat das besser gemacht...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »derJakob« (29. Juni 2020, 21:16)


Klaus13

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20

Montag, 29. Juni 2020, 20:54


Wir haben jedoch einen CYRIX I Batterie Combiner. Der schaltet den Ladestrom auf die Batterie mit dem niedrigeren Spannungstand um - so haben wir jedenfalls verstanden.


Das Cyrix ist bei mir auch verbaut und leider verteilt es NICHT die Ladespannung, sondern schaltet bei Bedarf die beiden Batterien einfach zusammen, Priorität hat die SB. Das tut es etwas intelligenter, als ein Trennrelais, aber im Prinzip ist es das gleiche. Dummerweise macht es das auch beim Anschluß des Landladegerätes. Bei meiner WINNER ist ebenfalls das Landladegerät an SB und VB und zusätzlich das Cyrix verbaut. Das ist eigentlich Unfug. So clever sind die Elektriker von WINNER nun doch nicht gewesen.

Es ist übrigens auch nicht richtig, dass AGM immer eine höhere Ladespannung als "normale" Bleisäurebatterien haben. Meine Hopecke AGM haben 14,4 V als Ladeschlußspannung, die vorher verbaute Semitrak Bleisäure hatte 12,6 V. Es gibt natürlich auch AGMs die 14,8 V brauchen.

Gruß Klaus
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