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61

Mittwoch, 24. Februar 2021, 21:10

@Kuddel_2611: Gerade in der Meteorologie gibt es ausgesprochen viele Parallelen zwischen Fliegerei und Segeln. Ich war als Jugendlicher Segelflieger. Dabei habe ich vieles gelernt, was mir heute auch beim Segeln nützlich ist. Und einen Vergleich der meteorogischen Angebote für Luftfahrt einerseits und Seefahrt andererseits finde ich im hier diskutierten Thema doch ganz interessant.
Viele Grüße, Peter

chrhartz

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62

Donnerstag, 25. Februar 2021, 00:15

Möglicherweise hat die Pressemitteilung des BSH mehr Erwartungen geweckt, als letztendlich erfüllt worden sind.

Das BSH reagiert mit der Entwicklung von Marine Forecast auf entsprechende Anfragen vor allem von Windparkbetreibern, Freizeitseglerinnen und Seglern
aber auch der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und der Marine. Marine Forecast bildet die gewünschten Daten übersichtlich ab.


Ganz ehrlich, die Bedienung ist unter aller Sau, die grafische Darstellung ebenfalls und die Darstellungsoptionen auch. Ich habe noch nie eine so schlechte
Informationsseite zur Wettervorhersage gesehen. Ich würde mir dringend wünschen, dass der Bundesrechnungshof hier die entstandenen Kosten abfragt und
entsprechend rügt. Es kann nicht sein, dass Bundesbehörden die Daten unter Verschluss halten und dadurch Fortschritt und Sicherheit gefährden.

Auf der anderen Seite würde ich mir wünschen, dass die meteorologischen und hydrografischen Daten veröffentlicht werden, damit engagierte Programmierer
mit einem Gespür für Anwenderfreundlichkeit entsprechende Apps für Mobilgeräte und Webanwendungen erstellen können.

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Eine nutzlose, privat finanzierte Anwendung, die niemand nutzt - so what. Aber eine aus Steuergeldern finanzierte
Anwendung, die so weit hinter den Anwendungen anderer, vergleichbarer Länder zurückfällt, ist eine Schande. Das muss zurecht diskutiert werden.

Grüße,
Christian
Neptun 20, Segelnummer 950, Honda 5BFU, Liegeplatz Bernau/Chiemsee

63

Donnerstag, 25. Februar 2021, 09:03

Ich gebe zu, der Titel des Threads ist überspitzt. Und es gibt sicher Dinge, die unsere Behörden gut machen. Aber im Bereich der Digitalisierung ist es wirklich dünn und vor allem ist über Jahre überhaupt kein Lerneffekt erkennbar.

Man kann diese Anwendung ja finden wie man will, aber einer Argumentation kann ich überhaupt nicht folgen. Wieso wird argumentiert, dass die Intention des Anwendung eine ganz andere sei?

Das Ding nennt sich "MARINEFORECAST - Im Dienst für Schifffahrt und Meer"
Die URL ist marineforecast.bsh.de

Der Service wird beschrieben als:
Die neue Anwendung Marine Forecast des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zeigt die aktuelle ozeanographische und meteorologische Situation in den deutschen Gebieten auf See. Interessierte aus verschiedensten Bereichen können sich seit dem 22.02.2021 öffentlich und kostenfrei in der Internet-Anwendung über Strömungen, Seegang, Wellenhöhe und Wetterverhältnisse informieren, um etwaige Warnungen zu beachten und Fahrten, Arbeiten oder Reisepläne an die gegebenen Verhältnisse anzupassen.

Wenn die Intention wirklich nur war, der Veröffentlichungspflicht nachzukommen, hätte man das Dinge meinetwegen "marinedata" nennen können und es hätte ein Abfrage-Oberfläche, mit der XML- und CSV-Dateien heruntergeladen werden können, gereicht.
Als Beschreibung wäre dann: ... stellt der BSH in Zusammenarbeit mit dem DWD alle für die Schifffahrt und andere Meeresnutzer relevanten DAten zur einfachen Weiterverarbeitung zur Verfügung... vielleicht angemessen gewesen. Ist aber ein anderes Projekt.

norbert-walter

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64

Donnerstag, 25. Februar 2021, 20:49

Noch mal eine kleine Info zu Open Data und Daten die mit Steuermitteln generiert werden. Deutschland hat sich dazu verpflichtet solche Daten auch jedermann zugänglich zu machen. Die Daten an sich sind ja nicht schlecht die erhoben werden. Das Problem ist eher die sinnvolle Auswertung und Darstellung. Das müssen die Behörden ja nicht unbedingt selbst machen. Das können Firmen, Freelancer und freie Programmierer am Ende viel besser. Windy ist da ein gutes Beispiel für. Für die Darstellung werden verschiedene öffentliche Daten aus verschiedenen Quellen verwendet.

Open Sea Map hat z.B. das Problem der Tiefendaten in den Seekarten. Das BSH hat solche Daten, rückt sie aber nicht raus, um damit freie Seekarten mit Tiefenangaben erstellen zu können. Rein rechtlich gesehen sind es öffentliche aus Steuermitteln generierte Daten. Die Begründung, dass die Tiefenangaben nicht zur sicheren Navigation geeignet seien ist schon recht komisch. Sicherlich müssen sie noch mit anderen Quellen validiert und korrigiert werden. Das sind aber nur technische Probleme die sich lösen lassen. Jedes Navigerät schießt Fehlerfreiheit aus und verweigert Regressansprüche daraus. Bei Printkarten hat man aber genau das selbe Problem. Am Ende muss man mit Umsicht navigieren und auch die Grenzen der Genauigkeit und Aktualität der Daten kennen.

Wenn die öffentlichen Daten einfacher nutzbar wären, dann würden schneller sinnvolle Anwendungen entstehen, die sich wirklich am Bedarf orientieren. Die Behörden sollen sich lieber auf die Daten und dessen Qualität konzentrieren sowie geeignete Schnittstellen bereitstellen und die eigentlichen Anwendungen anderen überlassen. So könnte es klappen. So kann jeder seine Kompetenz voll ausspielen.

Norbert

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