Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen [x]

Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle
  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 17. Dezember 2019, 12:04

DIY Boots-Automation

Hallo zusammen,

da der Winter noch lang ist, hier mal ein paar Ideen zur Boots-Automation und deren Realisierung. Ich weiß, nicht jeder braucht es aber für einige könnte es interessant sein. Die Idee ist es, mit WLAN-fähigen IoT-Geräten eine Art Boots-Automation zu realisieren. Ich hatte das Thema ja schon bereits angesprochen und auf die Geräte der Firma Sonoff verwiesen. Von diesem Hersteller bekommt man eine große Anzahl von Geräten für unterschiedlichste Anwendungsbereiche.

Folgende Geräte wären verfügbar:

* 1-Kanal Schalter 230V (auch mit 433MHz Funkfernbedienung erhältlich)
* 1-Kanal Schalter 230V mit Strommessung
* 4-Kanal Schalter potentialfrei (12V/24V DC oder 230V AC, auch mit 433MHz Funkfernbedienung erhältlich)
* 230V Dimmer
* Schalttaster
* Intelligente Lampen mit Farbwechselfunktion

Das Unschöne an den Geräten ist jedoch die Zwangsverbindung mit einer chinesischen Cloud über das Internet. Ohne Internet und Cloud sowie Hersteller-App können diese Geräte nicht benutzt werden. Bezüglich Sicherheit und Datenschutz muss man da voll auf den chinesischen Hersteller vertrauen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Wenn man sich die Datenschutz-Richtlinien durchliest, dann räumt sich der Hersteller weite Befugnisse ein, die nicht im Sinne des Verbrauchers sind. Es sind halt klassische IoT-Geräte. Da in den meisten Geräten smarte Module wie der ESP8266 verbaut sind gibt es eine große Fangemeinde die sich zur Aufgabe gemacht hat die Geräte auch mit einer alternativen Firmware benutzen zu können, die nicht die Einschränkungen der chinesischen Cloud hat. Mit der so genannten Tasmote-Firmware ist man selber wieder Herr der Lage und kann die Geräte im eigenen WLAN ohne eine externe Verbindung zur Cloud benutzen. Der Vorteil der Firmware besteht darin, dass man die Geräte nun über eine Web-API ansprechen kann und damit Steuerbefehle auslösen oder Messwerte einlesen kann.

Auf der Homepage von Tasmota existieren Wiki-Anleitungen zu einer großen Anzahl von IoT-Geräten verschiedenster Hersteller wie man die Tasmota-Firmware auf diese Geräte bekommt. Man muss allerdings ein wenig Erfahrung mit der Programmierung von Mikrocontrollern über USB haben, um so etwas machen zu können, obwohl die Anleitungen auch von Laien verständlich sein sollten. Der Clou des Ganzen ist, dass es eine riesige Anzahl von Tasmota-kompatiblen Geräten gibt, die sich für eine eigene Boots-Automation verwenden lassen. Neben den Sonoff-Geräten gibt es eine Vielzahl von interessanten Geräten anderer Hersteller wie:

* Schaltbare Steckdosenleisten
* Ventil-Stellantriebe
* Controller für RGB-Licherketten
* Temperatursensoren
* Intelligente Lüfter
* Dämmerungsschalter
* und, und, und ...

Fortsetzung folgt
»norbert-walter« hat folgende Dateien angehängt:
  • 4Kanal_Schalter.png (346,28 kB - 27 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. Mai 2020, 07:25)
  • LED_Controller.png (484,66 kB - 22 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. Mai 2020, 07:26)
  • PowerMonitor.png (224,17 kB - 22 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. Mai 2020, 07:26)
  • TempSensor.png (521,56 kB - 18 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. Mai 2020, 07:26)
  • Ventilsteller.jpg (79,67 kB - 29 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. Mai 2020, 07:26)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (17. Dezember 2019, 13:13)


  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 17. Dezember 2019, 12:07

Fortsetzung:

Mit der Tasmota Firmware könnte man alle Geräte direkt über eine Webseite parametrieren und Schaltbefehle absetzen. Durch die Web-API können diese Geräte auch von anderen Quellen aus gesteuert werden, wie z.B. NodeRed, JavaScript, PHP, MQTT und vielen mehr. Damit könnte man folgende Dinge tun:

* Fernbedienbare Ankerwinde (per Handy oder Funkfernbedienung 433 MHz)
* Individuelle Ansteuerung der Positionslichter (Motor, Segeln, Anker)
* Automatisches schließen der Seeventile bei Fahrt
* Automatisches abschalten des Kühlschranks bei Fahrt
* Schalten unterschiedlicher Lichtszenarien (rot für Nachtfahrt, schwach beleuchtete Wege bei Nacht bei Bewegungserkennung)
* Belüftung des Motorraums bei Überhitzung bzw. zeitgesteuertes Nachlaufverhalten des Lüfters
* Schaltung von Heizungsanlagen
* Messung des Landstromverbrauchs bzw. Eigenverbrauchs (230V)

Auf der Boot 2020 werde ich einen 4-kanaligen Schalter ausstellen und zeigen wie man den benutzen kann. Ich habe noch einige andere Geräte wie Strommesser, LED-Controller und Ventilaufsatz nachbestellt. Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig vor der Messe, damit ich sie Euch zeigen kann, denn vorher muss ja noch die Tasmota-Firmware draufgeladen werden.

Als Schaltzentrale werde ich das Android-Radio verwenden. Dort wird es eigene Webseiten zur Ansteuerung der Geräte geben.

Ich bin mal gespannt auf Eure Meinungen.

Norbert

chrhartz

Kapitän

Beiträge: 585

Wohnort: München

Bootstyp: Neptun 20

Heimathafen: Bernau, Chiemsee

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 17. Dezember 2019, 12:27

Hallo Norbert,

prinzipiell eine gute Idee, bewährte Technik aus der Hausautomation auch an Bord einzusetzen.

Aber ist die 230 V Versorgung nicht ein Problem? D.h. gibt es denn genügend Devices, die mit 12 V laufen, so dass
eine Installation an Bord wirklich Sinn machen würde?

Grüße,
Christian
Neptun 20, Segelnummer 950, Honda 5BFU, Liegeplatz Bernau/Chiemsee

4

Dienstag, 17. Dezember 2019, 12:54

Hi Norbert,
interessante Sache :-)
Du hattest mir einmal geraten einen Blick auf Home Assistant (https://www.home-assistant.io/) zu werfen, wenn es um die Hausautomation geht.
Ich wollte - als Vorbereitung auf die Raspi Anwendung an Bord (und noch ohne neues Schiff) - zunächst mal mit einer Anwendung zuhause starten um in der Raspi Handhabung Erfahrung zu sammeln.

Mittlerweile läuft der Raspi mit Hassio und
- Aqara Feuchtesensor (für Waschmaschinenwarnung bei verstopftem Abfluss)
- Aqara Temp./Feuchtigkeitssensor
- Shelly1 Unterputz WIFI Schaltgerät

Home Assistant bietet auch die Tasmota/SonOff Einbindung an und etlcihe weitere Integrationen.

Verfolge mal gespannt Dein neues Projekt :-)

Gruss
Jörg

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 17. Dezember 2019, 13:09

prinzipiell eine gute Idee, bewährte Technik aus der Hausautomation auch an Bord einzusetzen.

Aber ist die 230 V Versorgung nicht ein Problem? D.h. gibt es denn genügend Devices, die mit 12 V laufen, so dass
eine Installation an Bord wirklich Sinn machen würde?


Viele der Geräte können auch mit 12V betrieben werden. Der 4-Kanal-Schalter z.B. kann mit 230V und mit 9...30V DC betrieben werden. Der Strommesser wäre für 230V-Landanschluß gedacht. Der versorgt sich dann über die 230V. Der LED-Controller und der Ventilmotor laufen beide mit 12V.

Von daher sehe ich kein Problem.

Norbert

Dieselgenua

Offizier

Beiträge: 190

Wohnort: Ruhrgebiet

Bootstyp: Pegaz 28

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 17. Dezember 2019, 13:23

Hallo Norbert,

mich würde mal interessieren, woher man den Ventilsteller bekommt? Der würde nämlich eines meiner großen Probleme lösen, denn das Ventil für den Kühlwassereinlass ist hinter dem Motor und da kommt man nur dran, wenn man Chirurgen Hände und - Arme hat. Wenn ich den fernschaltbar machen könnte, wäre das sehr hilfreich.

index.php?page=Attachment&attachmentID=237430


Beste Grüße
Frank
Ein Vorschoter ist ein Mensch, der mit Dir segelt, obwohl er Dich kennt.

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 17. Dezember 2019, 13:30

Auch noch erwähnenswert ist, dass man unbenutzte Port-Pins im Gerät für andere Peripherie-Module benutzen kann. Man kann im Gerät kleine Module einbauen oder über einen Bus (I2C, 1Wire, SDIO, RS232) extern benutzen.

Folgende Module könnten interessant sein:

* BME280 (Wetterdaten, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, I2C)
* ADC (Batterie- Spannungsüberwachung, Port-Pin)
* DS18B20 (Temperatursensoren, 1Wire)
* Buzzer (akustische Signalisierung, Port-Pin)
* MH-Z19B (CO2 Sensor, RS232)

Alle genannten Module können je nach freien Pins ohne spezielle Programmierung von der Tasmota-Firmware angesprochen und benutzt werden.

Norbert
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:
  • WebControl.jpg (34,45 kB - 15 mal heruntergeladen - zuletzt: 26. April 2020, 19:35)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (17. Dezember 2019, 15:02)


  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 17. Dezember 2019, 13:42

mich würde mal interessieren, woher man den Ventilsteller bekommt?

Hier z.B. bei Amazon

https://www.amazon.de/gp/product/B019YTY…asmotatempla-21

Du benötigst aber die Tasmota-Firmware, damit Du direkt mit einem Handy das Ventil steuern kannst ohne Umweg über die chinesische Internet-Cloud. Das ist sehr interessant für Einbausituationen wo man schlecht dran kommt. Der Kugelhahn sollte aber nicht zu schwergängig sein, da der Motor sonst das Ventil nicht betätigen kann. Das Ganze funktioniert auch mit eingekürtzen Ventilhebeln, die oft anzutreffen sind.

In Punkto Sicherheit wäre es auch ein Gewinn, wenn sich die jeweiligen Ventile selbst schließen (ausgenommen Kühlwasser), sobald sich das Boot bewegt. Das könnte man mit verknüpften GPS-Daten oder Motordaten realisieren. Denkbar wären auch manuelle Freigaben der Ventile, wenn jemand bei Fahrt auf Toilette muss. Dann würde sich das Ventil nach vorgegebener Zeit wieder selbständig schließen.

Norbert

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

9

Mittwoch, 18. Dezember 2019, 10:17

Für alle Tasmota- Geräte gibt es zur Verwaltung einen schönen Device Manager mit dem man sich alle Geräte und deren atuellen Status anzeigen lassen kann. So verliert man nicht den Überblick, wenn der Gerätepark zu groß wird. Mit dem Device Manager kann auch direkt auf die Webpage des Gerätes zugegriffen werden, wo man die Einstellungen und Bedienung des Gerätes vornehmen kann. Tasmota ist echt mächtig und gut ausgebaut.

Ich überlege auch schon, ob man nicht alle Geräte in der Art einbindet wie das Tasmota macht. Der Device Manager zur Integration der Geräte ist echt gut gelungen und erleichtert den ganzen Umgang damit.

Norbert
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (19. Dezember 2019, 00:04)


  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 19. Dezember 2019, 22:21

Kurzer Zwischenstand:

Meine bestellter Ventilantrieb, der Leistungsmesser und der 4-Kanal-Schalter sind angekommen.

Der Ventilantrieb macht einen soliden Eindruck. Die Grundplatte und das Gehäuse sind aus Kunststoff. Oben drauf gibt es einen kleinen Gleichstrommotor mit einem Vorgetriebe aus Plastikzahnrädern. Der Abtrieb ist eine solide Stahlwelle die in ein weiteres Getriebe mit gesinterten Metallzahnrädern zur Kraftübertragung eingreift. Das Antriebszahnrad für das Ventil ist nur 90° ausgeführt und betätigt zu gleich die beiden Endschalter mit Springfederkontakten. Ein Relais macht die Drehrichtungsumkehr und die Endschalter schalten den Motor in den Endlagen aus. Also simpelste Technik wie zu Opas Zeiten. Zur Notentriegelung des Ventilantriebes kann über den Rind ein Zwischenzahnrad im Getriebe raus gezogen werden, so dass sich der Ventilgriff manuell betätigen lässt, falls die Elektronik mal ausfallen sollte. Auf der Oberseite des Gehäuses gibt es einen Taster mit dem man beide Endlagen des Ventilantriebes auch manuell anfahren kann, falls mal die Funkverbindung abbrechen sollte.

Ursprünglich konnte man die Originalfirmware per OTA (Over The Air) durch eine andere Firmware ersetzen. Das scheint aber nicht mehr zu funktionieren und die nötige Software zum Hacken der Firmware ist nicht mehr im Internet erreichbar. Im Caos Computer Club wurde unlängst gezeigt wie man solche Geräte hacken kann. Vermutlich musste die Software auf Drängen der Firma entfernt werden. Jetzt bleibt nur noch der Weg direkt über anlöten von Drähten den Chip direkt zu programmieren. Dazu muss das Getriebe zerlegt werden, damit man an die Pins des Chips kommt. Als Chip ist ein ESP8266-Clone TYWE3S verbaut. Ich kann erst morgen die Firmware flashen, da ich meinen Laptop vergessen habe mit nach Hause zu nehmen.

Als technische Daten wird folgendes für den Ventilantrieb angegeben:

Power: 12V 1,5A
WiFi 2,4 GHz
Kraft: 40 kg/cm

Die anderen beiden Geräte habe ich auch schon für das Firmware-Update vorbereitet. Im Grunde genommen ist das bei allen Geräten das selbe. Man verbindet folgende Anschlüsse des ESP8266 mit dem Programmieradapter:

ESP8266 - Programmieradapter

3.3V - 3.3V
TX - RX
RX - TX
GPOI 0 - GND (nur beim Booten)
GND - GND

Als Firmware benutzt man die aktuelle Tasmota-Firmware. Nach dem Firmware-Update loggt man sich in das WLAN des Gerätes ein, das einen AccessPoint zur Konfiguration aufmacht. Dort sucht man dann das jeweilige Gerät in der Konfiguration und aktiviert es. Zusätzlich kann man angeben in welches externe WLAN sich das Gerät nach dem Einschalten einbuchen soll. Kann sich das Gerät nicht in ein externes WLAN einbuchen, so bleibt der AccessPoint offen und man kann darüber auch das Gerät bedienen.

Norbert
»norbert-walter« hat folgende Dateien angehängt:

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

11

Samstag, 21. Dezember 2019, 17:30

Ich habe heute die Geräte alle mit der Tasmota-Firmware programmiert. Das Ventil war etwas wiederspenstig und wollte sich nicht so richtig programmieren lassen. Nach mehreren Anläufen und seriellen Debuggen hat es dann endlich geklappt. Jetzt fehlt nur noch der LED-Controller. Der kommt erst Anfang Januar. Dann habe ich alles komplett.

Als Anhang sind einige Bilder zu sehen, wie sich die Geräte im WLAN-Netzwerk zeigen. Über die Bedienoberfläche können die Geräte mit einem Webbrowser recht einfach bedient werden. Ich werde jetzt noch Bedienseiten für das Android-Radio erstellen, so dass man das dann von dort aus bedienen kann. Es sieht dann auch schöner aus als die einfachen Bedienseiten der Geräte.

@Moeritsen: Das wäre jetzt genau das richtige für NodeRed als Ansteuerung und Visualisierung. Das sollten wir mal in Angriff nehmen.

Norbert

PS: Bei allen Geräten lässt sich übrigens die Firmware auch OTA (Over The Air) über das WLAN aktualisieren. So muss man die Geräte nicht wieder ausbauen. Es funktioniert genau so wie beim Windsensor.
»norbert-walter« hat folgende Dateien angehängt:

Moeritsen

Proviantmeister

Beiträge: 261

Schiffsname: Hella

Bootstyp: Bandholm BA 30

Heimathafen: Kiel

  • Nachricht senden

12

Dienstag, 24. Dezember 2019, 10:42

@norbert-walter

Gute Idee, Dinge an Bord zu automatisieren. Gerade ein schneller Blick auf einen Monitor, in welcher Stellung die Seeventile stehen, kann ein Sicherheitsgewinn sein. Truedesign baut Ventile mit digitalisierter Anzeige der Ventilstellung.
Ich habe gerade mal das Suchorakel bemüht. Es gibt Nodes, mit denen man Tasmota-Geräte in Node-Red einbinden kann. Wenn diese Nodes entsprechend funktionieren, ist der Rest kein großes Thema. Ich könnte das mal mit dem Ventilsteller austesten, bräuchte aber Unterstützung beim Aufspielen der Tasmota-Firmware.

Wie beurteilst du den Ventilsteller hinsichtlich Feuchtigkeitsresistenz, denn der wird an Stellen eingebaut werden, die nicht unbedingt warm und trocken sind?

Gruß Michael

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

13

Dienstag, 24. Dezember 2019, 11:11

@Moeritsen:

Bezüglich Feuchtigkeit müsste man die Platinen noch etwas bearbeiten und mit einem Schutzlack versehen. Das Umgehäuse ist nicht wasser- oder feuchtedicht. Das sollte man so hinbekommen, dass es für den Bootsbetrieb funktioniert. Die Ventilantriebe werden sonst wohl auch nur im Keller benutzt wo es auch nicht sonderlich trocken ist.

Die Ansteuerung des Ventils ist denkbar einfach. Man setzt einfach nur folgenden HTTP-Befehl in der Browserzeile ab:

Einschalten: http://192.168.4.1/cm?cmnd=Power%20On Antwort: {"POWER":"ON"}
Ausschalten: http://192.168.4.1/cm?cmnd=Power%20Off Antwort: {"POWER":"OFF"}

Details siehe hier: https://github.com/arendst/Tasmota/wiki/Commands#control

Das sollte sich leicht in NodeRed einbinden lassen. Die einfachen Web-Bedienseiten der Geräte enthalten alle JavaScript-Code, der den Status der Geräte jede Sekunde abfragt. Der Status wird auf der Web-Bedienseite immer aktuell angezeigt, selbst wenn der Ausgang z.B. manuell am Gerät geändert wurde. Diesen JavaScript-Code könnte man z.B. auch in NodeRed einbinden. Ich werde das mal auf meinen eigenen Webseiten so machen.

Das Ventil benutzt ein Wende-Relais für die Drehrichtungsumkehr und zwei elektrische Endschalter für die Abschaltung des Motors. Es wird nur der Befehl "On" abgegeben zum Öffnen des Ventils. Der Motor fährt dann so lange, bis der Motor in die Endlage gefahren ist und der Endschalter den Motor elektrisch abschaltet. Die Software erkennt den Ventilzustand über die Endschalter. Wenn sich das Ventil im Auf-Zustand versehentlich etwas schließt, so fährt der Motor automatisch wieder nach, bis die Auf-Endlage erreicht ist. Blockiert das Ventil, so erkennt das die Steuerung am Stromverbrauch des Motors und lässt ihn dann im Intervallbetrieb fahren. Dabei schaltet sich der Motor immer wieder ein und aus und versucht so das Ventil in Bewegung zu bekommen. Eine Störungsmeldung erfolgt dabei aber nicht. Das könnte man der Firmware noch beibringen, wenn man eine Zeitüberwachung für das Erreichen der Schaltzustände mit einbaut.

Der Ventilantrieb sieht erstmal so weit ganz gut aus.

Norbert

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 29. Dezember 2019, 17:31

Ich habe noch ein wenig programmiert und eine eigene Oberfläche für die Sonoff-Module gebaut. Das fügt sich dann stimmig in die Gesamtumgebung. Die anderen Module folgen noch.

Norbert
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

15

Montag, 30. Dezember 2019, 19:10

So, jetzt sind alle Module eingebunden, dass man sie individuell benutzen kann. Das Ganze habe ich so gestaltet, dass die Anzeigefunktionalität der Module in einer JavaScript-Bibliothek verschwunden ist. Je Modul und Ausgang gibt es eine Funktion die man in der HTML-Seite aufrufen kann. Damit wird der nötige HTML-Code zur Anzeige erzeugt und die Daten angezeigt. So ist es jetzt super einfach, eigene Anzeigeseiten zu erstellen. Man muss kein JavaScript können. Einfaches HTML reicht völlig aus, um Seiten zu erstellen.

Eine Beispielseite würde so aussehen, die die untere Darstellung erzeugt:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
<body>
  <noscript>JavaScript erforderlich<br></noscript>
  <div id='Sonoff-Pow1'></div>
  <div id='Jonvoo-Valve1'></div>
  <div id='Sonoff-4k1'></div>
  <div id='Sonoff-4k2'></div>
</body>


Die Symbole und Beschriftungen können in einer Konfigurationsdatei angepasst werden.

Norbert
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

16

Montag, 6. Januar 2020, 23:30

Hallo zusammen,

der LED-Controller ist jetzt auch angekommen. Morgen werde ich ihn mit der Tasmota-Firmware flashen. Dann sind alle Komponenten in mein Steuerungsnetzwerk eingebunden.

Der LED-Controller ist aber auch ohne Tasmota-Firmware ganz gut brauchbar, wenn man ihn nur vom Handy aus bedienen möchte, da er keine Cloud benötigt. Man muss sich allerdings in das WLAN des LED-Controllers einbuchen und kann dann mit einer App die LED entsprechend ansteuern. Den LED-Controller in ein anderes WLAN einbuchen geht leider nicht. Das funktioniert nur mit der Tasmota-Firmware. Es gibt aber auch noch eine IR-Fernbedienung mit der ebenfalls die LEDs gesteuert werden können.

Norbert

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 7. Januar 2020, 22:10

Der LED-Controller ist jetzt auch mit der Tasmota-Firmware geflasht. Die Konfigurations-Oberfläche sieht dann so aus. Jetzt muss ich das Teil noch einbinden.

Norbert
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:

Andreas29

Salzbuckel

Beiträge: 2 403

Wohnort: OWL-zu weit weg vom Wasser

Schiffsname: Farewell

Bootstyp: Friendship 28

Rufzeichen: Gibt´s nur auf Anfrage

MMSI: die auch

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 8. Januar 2020, 18:49

Hi,

schöne Ideen.
Allerdings sollte man sich tunlichst genau überlegen, was man wirklich automatisch machen lassen will. So würde ich persönlich z.B. den Verschluss von Seeventilen nicht automatisieren. So kann man immer gleich eine optische und überhaupt Kontrolle bei Betätigung vor Abfahrt machen. Aber da bin möglicherweise zu old-school. Auch schrecken mich cloud-Lösungen ab. Die mag ich einfach nicht. Ich habe da lieber lokale Netzwerke, die man ggf. per VPN erreichen und dann entsprechend benutzen kann.

Was mir schon länger im Kopf rumschwebt ist, wenn man so wie ich eh schon mit einem Raspi an Bord unterwegs ist, dort noch ein Programm laufenzulassen das sozusagen das Schaltpanel digitalisiert. Wenn man dann per VCN remote auf den Raspi zugreift (Handy oder Tablet) hat man ein digitales Schaltpanel (Touchpanel) und schaltet damit über den Raspi und eine entsprechende Ausgangskarte die Verbraucher. Um Redundanz zu haben parallel zum vorhandenen "normalen" Schaltpanel.
Da ließen sich auch schöne Automatikfunktionen (Lichterführung Segel/Motor z.B.) verwirklichen -wenn man denn will-. Aber bisher keine Zeit gehabt dass mal (experimentell hier zu Hause) anzugehen.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
verunglimpfen den Rechtsstaat und wählen eine "Alternative für Deutschland".
So passiert das!

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 261

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

19

Mittwoch, 8. Januar 2020, 23:44

Allerdings sollte man sich tunlichst genau überlegen, was man wirklich automatisch machen lassen will. So würde ich persönlich z.B. den Verschluss von Seeventilen nicht automatisieren. So kann man immer gleich eine optische und überhaupt Kontrolle bei Betätigung vor Abfahrt machen.

Das Ventil gibt ein Rückmeldung ob es offen oder zu ist. Es sind zwei Endschalter integriert die abgefragt werden. Zudem kann man über einen Taster am Stellmotor die Endlagen manuell anfahren. Und für den Notfall, wenn gar nichts geht und man das Ventil von Hand stellen muss, gibt es eine Notentriegelung. Von daher sehe ich kein Problem. Man hat diverse Alternativen.

Auch schrecken mich cloud-Lösungen ab. Die mag ich einfach nicht. Ich habe da lieber lokale Netzwerke, die man ggf. per VPN erreichen und dann entsprechend benutzen kann.

Genau deswegen wird auf alle Hardware die ich einsetze eine neue Firmware (Tasmota) gespielt, damit man ohne Cloud im lokalen WLAN-Netz arbeiten kann.

Was mir schon länger im Kopf rumschwebt ist, wenn man so wie ich eh schon mit einem Raspi an Bord unterwegs ist, dort noch ein Programm laufenzulassen das sozusagen das Schaltpanel digitalisiert. Wenn man dann per VCN remote auf den Raspi zugreift (Handy oder Tablet) hat man ein digitales Schaltpanel (Touchpanel) und schaltet damit über den Raspi und eine entsprechende Ausgangskarte die Verbraucher.

Genau das habe ich mit dem Android-Radio realisiert. Es ist dann eine grafische Schaltzentrale. Siehe hier: https://www.segeln-forum.de/board194-boo…iy/#post2108539

Wenn es Dich interessiert, dann schau bei der Boot 2020 in Düsseldorf auf unserem Messestand in Halle 10 Stand H11 vorbei. Da kannst Du Dir das live ansehen.

Norbert

Andreas29

Salzbuckel

Beiträge: 2 403

Wohnort: OWL-zu weit weg vom Wasser

Schiffsname: Farewell

Bootstyp: Friendship 28

Rufzeichen: Gibt´s nur auf Anfrage

MMSI: die auch

  • Nachricht senden

20

Donnerstag, 9. Januar 2020, 08:11

Hi,

@norbert-walter: Norbert, meine Anmerkungen waren keinesfalls als (negative) Kritik zu verstehen. Sie stellen ja auch nur meine persönlichen Ansichten dar.
Was alles geht mit ein bisschen überlegen und Interesse und "Spieltrieb" ist schon erstaunlich.
Jedenfalls vielen Dank, dass Du Deine Entwicklungen hier vorstellst.

Nach D´dorf kann ich leider nicht kommen, den Stand hätte ich bestimmt besucht ;)

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
verunglimpfen den Rechtsstaat und wählen eine "Alternative für Deutschland".
So passiert das!

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 98   Hits gestern: 3 585   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 5 528 668   Hits pro Tag: 2 400,86 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 885   Klicks gestern: 25 789   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 42 783 262   Klicks pro Tag: 18 578,93 

Kontrollzentrum