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1

Montag, 13. Mai 2019, 10:12

Für Verrückte bzw. Freunde der Segelklassiker

Hi zusammen,

als ehemaliger Motorbooter und Gelegenheitssegler mit n bisschen Biskaya-, Binnen und Ostseeerfahrung kam es, dass ich Motorbootkutschen irgendwann langweilig fand. Also letztes Jahr auf die Suche gemacht, um ein erstes eigenes Segelböötchen zu finden. Die Anforderungen waren nur rudimentäre klar, was sicher auch fehlenden Erfahrungswerten geschuldet war. Sprich was MIR wichtig war musste durch Erfahrungen rauskristallisiert werden.

So begab es sich, dass ich bei der Recherche und bei Besichtigungen über einen alten Segelklassiker gestolpert bin und irgendwie ... hängen geblieben. Das Schiffchen war 12 Jahre in der Hand des Vorbesitzers und hat zwischen Kampen und den schwedischen Schärengärten viel gesehen. Mir gefiel das klassische an dem Boot und irgendwie das individuelle. ich weiß gar nicht wieviele davon überhaupt noch unterwegs sind. Die Najade Bottsbau GmbH hat das Ding seinerzeit gebaut, sprich unter der Riege von Reinhard Genzel wurde dieses Boot nach (so habe ich es gelesen) Entwürfen von Wilhelm Jenneskens aus Krefeld gebaut, von ihm kam zumindest die Najade 900, bei der hier handelt es sich offenbar um eine Ausführung der 930DL, auch wenn ich mich manchmal bei Recherchen etwas "lost" mit der Vergleichbarkeit von Booten ähnlicher Herkunft hatte. Anyway. Das Ding gefiel und so kam es wie es kommen mußte.

Ich hatte oben die fehlenden Erfahrungswerte bei der Anschaffung angesprochen. Diese tröpfeln jetzt nach und nach durch, und so schön die Zeit mit dem Boot aktuell ist, es steht schon fest was nicht ganz ins Beuteschema passt und was bei einer nächsten Anschaffung anders sein muss. So fehlen z.B. 4-5 cm Stehhöhe um auch mir nach einem Segelwochenende die Ibuprofen wegen Nackenschmerzern zu ersparen. Zudem mußte die Erfahrung zeigen, dass ich als alter Motorbooti ein Steuerrad brauche. Persönliches Gusto, aber die Pinne nervt mich jetzt schon. Und dann gibt es noch viele Details. Anyway. Für den Moment wird das Segeln genossen, auch wenn im Hinterkopf sich schon Pläne bzgl. des Wechsels zusammenbrauen. Aber ganz ohne Stress.

Eckdaten;
9.50m
3.05m
1.60m

Unterwegs unter Groß und Rollgenua. Bei Flaute mit nem betagten, aber erstaunlich gut, ruhig und zuverlässig laufenden VP 2003t. Das Schiffchen hat seit Anschaffung von uns noch ne komplett neue Wellenanlage bekommen, ne Bluetooth Streaming Musikanlage musste rein. Nautisch wird mit "smart" Devices gearbeitet, sprich ipads und phones mit zahlreichen Apps und Helferlein. Ecken, Macken und Kanten hat so eine alte Dame noch genug, aber schwimmt, segelt, kocht, klingt und macht warm. Also. Schauen wir mal ob und wann mir etwas über den Weg läuft, dass vielleicht noch zusätzlich den Nacken etwas schont und ein bisschen mehr Platz hat.

Achso. Bilder.

Gruß
Thomas



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  • IMG_0909.jpg (141,88 kB - 29 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. Mai 2019, 14:04)

4

Montag, 13. Mai 2019, 10:34

Hallo Thomas,

herzlichen Glückwunsch, schönes Schiff, aber ich kann Dich beruhigen: "Verrückt" mag der Schritt für Dich sein (erschien bei mir auch so und legte sich dann sehr schnell ;) ), ansonsten handelt es sich um ein ganz normales, tausendfach vertretenes Tourenboot (nein, die Najade wurde nicht 1000fach gebaut - ich meine den Typus).
Etwas Holz als Gimmick - ok, keine HanseBav. Geschenkt, so gesehen wäre allerdings mein Heimathafen voller "Verrückter".
In zwei Jahren wird es sein, als hätte es schon immer dazugehört oder anders ausgedrückt: wenn DIESER Zustand nicht eintritt, DANN wäre etwas mit Dir nicht ganz in Ordnung... :D


Fortgesetzter Ibuprof-Konsum statt Stehhöhe ist natürlich nicht wegzudiskutieren, aber was die Pinne angeht: gib Dir und dem Boot noch etwas Zeit. Ein Segelboot wird anders gesteuert als ein MoBo und die Pinne/das Rad sind mehr als eine reine Steuerung, nämlich ein sensibler Sensor zwischen Dir und dem Boot. Das kann eine Pinne auf solchen älteren Booten besser als die dort sonst verbauten Räder mit viel zu geringem Durchmesser und bei normaler Körperhaltung unzureichender Übersicht für den Steuermenschen.
Eine normale Sitzposition ist seitlich neben dem Ruder und gibt den Blick vorbei an der Sprayhood auf die Vorsegelbändsel frei. Dabei dann leichtfingrig mit einer Hand gefühlvoll steuern.
DAS können auch Räder, aber zumeist nicht der gedrechselte Folklorekram mit zu geringem Durchmesser auf solchen Booten wie einer Najade. Gib Dir also Zeit zum Eingrooven!
Außerdem sind die Cockpits dieser Boote eh recht schmal und zuweilen auch schachtelig und kurz und dann kann eine feste Steuersäule auch schnell nerven.
Im Hafen unter der Kuchenbude wirst Du sicher keine Steuersäule vermissen...




Gruß
Andreas

5

Montag, 13. Mai 2019, 10:49

Hi Andreas,

danke, ja wir grooven erstmal und die Vor-und Nachteile bzw. das pers. Gusto liegen auf der Hand was die Pinne angeht. Auf den Törns bei denen ich als Gast dabei war, war es auch immer das Rad. Gelernt, jetzt umgewöhnen. Ich muss mir mal dringend n Pinnenausleger besorgen, Empfehlung?

Und hey ... die Crew ist mit Begeisterung dabei! ;-)


grummel

Leuchtturmwärter

Beiträge: 103 862

Schiffsname: Estel

Bootstyp: Albin Vega

Heimathafen: Monnickendam

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6

Montag, 13. Mai 2019, 11:34

Erstmal: Schickes Boot. :thumb:
Das mit der Pinne wird sich finden. Am Anfang habe ich auch geflucht, aber mittlerweile möchte ich sie nicht mehr missen.
Und viel Spaß beim lackieren. Ich finde Holz ja wunderschön, aber der Pflegeaufwand ist Hoch, sehr hoch.
Wenn Du glückhast, kannst Du Deine Crew zur Mitarbeit motivieren. ;)
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

7

Montag, 13. Mai 2019, 11:35

Ich muss mir mal dringend n Pinnenausleger besorgen, Empfehlung?
Ja,

Teleskopausleger von Wichard oder Spinlock.

Für 3,00 EUR hier ein Test im Download: KLICK

Beide kenne ich, ersteren habe ich aktuell selbst. Leichte Unterschiede im Handling (Arretierung mit Ringzug oder Drucktaste), Ergonomie und Mechanik ok.

Die Ringarretierung des Wichard ist sehr komfortabel, da einhändig möglich: Einfallende Bö, Hintern auf die Kante, Ausleger muss länger, mit dem Zeigefinger der steuernden Hand kurz den Ring betätigen, Ratsch und fertig. Nach Ende der Bö, wenn der Ausleger gut gleitet (pflegen!) und etwas Rudergegendruck besteht, genauso umgekehrt: mit dem Zeigefinger den Ring ziehen, ein Segment einschieben und einrasten, fertig.

Ob teurere Teleskopvarianten sein müssen oder ein günstigerer starrer Ausleger reicht, musst Du selbst entscheiden.


Gruß
Andreas

8

Montag, 13. Mai 2019, 11:52

Wenn Du glückhast, kannst Du Deine Crew zur Mitarbeit motivieren. ;)
Die ist hoch bis übermotiviert und arbeitet gerne "sehr schnell". Was den Ergebnissen nicht zuträglich ist. ;-)

9

Montag, 13. Mai 2019, 12:06

Ich muss mir mal dringend n Pinnenausleger besorgen, Empfehlung?
Ja,

Teleskopausleger von Wichard oder Spinlock.

Für 3,00 EUR hier ein Test im Download: KLICK

Beide kenne ich, ersteren habe ich aktuell selbst. Leichte Unterschiede im Handling (Arretierung mit Ringzug oder Drucktaste), Ergonomie und Mechanik ok.

Die Ringarretierung des Wichard ist sehr komfortabel, da einhändig möglich: Einfallende Bö, Hintern auf die Kante, Ausleger muss länger, mit dem Zeigefinger der steuernden Hand kurz den Ring betätigen, Ratsch und fertig. Nach Ende der Bö, wenn der Ausleger gut gleitet (pflegen!) und etwas Rudergegendruck besteht, genauso umgekehrt: mit dem Zeigefinger den Ring ziehen, ein Segment einschieben und einrasten, fertig.

Ob teurere Teleskopvarianten sein müssen oder ein günstigerer starrer Ausleger reicht, musst Du selbst entscheiden.


Gruß
Andreas
Hi Andreas,

ganz vielen Dank. Das Wichard Gerät scheint je mehr als weniger der defacto Standard zu sein. Werde ich ausprobieren. :thumb:


Gruß
Thomas


rocket6861

Leichtmatrose

Beiträge: 53

Wohnort: Dachau

Bootstyp: Häfele Jolly333

Heimathafen: Dachau

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10

Montag, 13. Mai 2019, 12:09

Ein schönes Boot
Gruß Gerhard

fiete-34

Seebär

Beiträge: 1 399

Wohnort: Nähe Frankfurt

Bootstyp: klassische 34´- SY

Heimathafen: Kieler Förde

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11

Montag, 13. Mai 2019, 16:40

Moin Thomas, herzlichen Glückwunsch, auch zum Wechsel auf eine klassische SY!
Deinem Schiff, Deiner cew und Dir wünsche ich stets den richtigen Wind und die berühmte handbreit...! F.

Beiträge: 15

Schiffsname: Robby

Bootstyp: Biga 26

Heimathafen: Peenestrom / Achterwasser

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12

Montag, 13. Mai 2019, 18:41

Ich muss mir mal dringend n Pinnenausleger besorgen, Empfehlung?
Ja,
Meinen Glückwunsch zu dem schönen, gut gepflegten Boot. Das Deck sieht ja aus wie neu verlegt.
Ich persönlich stehe auch mehr auf den klassischen Bootslook. Deshalb denke ich, daß weder ein Spinlick- noch ein Wichardt - Ausleger zu einer schönen Holzpinne paßt. Das bekommt jeder Bootsbauer aus Holz schöner hin.
Allzeit gute Fahrt und immer die berühmte handbreit Wasser unter´m Kiel.



Ein besseres Bild finde ich leider auf die Schnelle nicht. Aber ich glaube, daß man sieht was ich meine
»sehgurkesegeln« hat folgende Datei angehängt:
  • Pinne.jpg (244,94 kB - 14 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. Mai 2019, 14:03)
... und wenn´s genug geregnet hat, dann hört´s auch wieder auf ...

Beiträge: 15

Schiffsname: Robby

Bootstyp: Biga 26

Heimathafen: Peenestrom / Achterwasser

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13

Montag, 13. Mai 2019, 18:56

Hier doch noch ein anderes Bild
»sehgurkesegeln« hat folgende Datei angehängt:
  • Pinne2.jpg (206,9 kB - 14 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. Mai 2019, 07:02)
... und wenn´s genug geregnet hat, dann hört´s auch wieder auf ...

Beiträge: 21

Wohnort: Bremen

Schiffsname: Dulcibella

Bootstyp: cornish crabber 24 MK II

Heimathafen: Bremen

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14

Montag, 13. Mai 2019, 19:02

schönes Boot, alles richtig gemacht, beste Grüsse, Bernd-Ingo

15

Dienstag, 14. Mai 2019, 08:05

Hier doch noch ein anderes Bild
Danke! Stilistisch sicher passender und sehr schön, aber natürlich auch ein anderes "Projekt". Bei den Themen die ich noch auf der Agenda stehen habe werde ich wohl erst mal zu einer "fertigen" Lösung greifen und mir beizeiten die Zeit für "das Schöne" nehmen. :-). Aber ganz vielen Dank für die Inspiration!

16

Dienstag, 14. Mai 2019, 08:20

Hm. Ich sehe ein halbmodernes Plasteboote mit etwas Holz an der Kajüte. Da ist im Übrigen Handlungsbedarf.
Ich biete ja immer mal Mitsegeln auf nem Stahlklassiker, mit viel Holz-Ambiente.
Das Leben ist die Fülle, nicht die Zeit

17

Dienstag, 14. Mai 2019, 08:22

Das Deck sieht ja aus wie neu verlegt.
Da habe ich einfach mal was ausprobiert. In meinem mittelalterlichen Leichtsinn. Ich habe mir beim Vorbeilaufen im Laden son Zeug mitgenommen, "StarBrite Teak Cleaner & Brightener". Und weil ich faul bin und Schwämme etc. damit nicht konform gehen, habe ich mir gedacht; Nimm deinen Excenterschleifer von daheim mit. Da habe ich so eine "sanfte" Polierscheibe drauf gemacht. Deck leicht angefeuchtet. Cleaner verteilt. N paar Minuten einwirken lassen. Dann sanft mit Excenterschleifer und dem Zeug drauf das Deck gestreichelt, und immer Stück für Stück direkt mit Wasserschlauch nachgespült wo schon gestreichelt war. Sanftz deshalb, weil ich natürlich ein bisschen vorher gelesen hatte und das Holz nicht "schleifen" und Fasern da rausschleudern wollte. Zudem sollen ja auch die Fugen möglichst keinen Schaden nehmen.

Naja. Und das war das Ergebnis. Ist jetzt auf den Bildern 4 Wochen her und hat irgendwie ganz gut funktioniert. Habe gerade leider keine vorher-nachher Bilder zur Hand.

18

Dienstag, 14. Mai 2019, 08:29

Hm. Ich sehe ein halbmodernes Plasteboote mit etwas Holz an der Kajüte. Da ist im Übrigen Handlungsbedarf.
Absolut. Das beste und schlechteste aus beiden Welten. Und absolut, jede Menge zu tun. An zwei Stellen des Aufbaus hatte das Holz auch mal Wasser gezogen. Sieht man auch, mittlerweile alles geschliffen und neu versiegelt, aber optisch ... Naja, ich krieg auch Falten und graue Haare mit meinen 40 Jahren. ;-)

19

Mittwoch, 15. Mai 2019, 05:44

Hm. Ich sehe ein halbmodernes Plasteboote mit etwas Holz an der Kajüte. Da ist im Übrigen Handlungsbedarf.
Absolut. Das beste und schlechteste aus beiden Welten. Und absolut, jede Menge zu tun. An zwei Stellen des Aufbaus hatte das Holz auch mal Wasser gezogen. Sieht man auch, mittlerweile alles geschliffen und neu versiegelt, aber optisch ... Naja, ich krieg auch Falten und graue Haare mit meinen 40 Jahren. ;-)

Das kann man aber mit "etwas" Arbeit ohne grössere Probleme beheben (zumindest wenn das Versiegeln nicht mit Kunststoff war und das Vollholz und kein Furnier ist ...)
- Lack bis aufs blanke Holz abziehen
- leicht anbeizen
- Lack wieder schichtenweise aufbauen

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