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FirstClass8

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Dienstag, 1. Januar 2008, 18:33

Bénéteau FirstClass 8

Die FC8 wurde von der Groupe Finot (www.finot.com > Liste alphabéthique) gezeichnet und von 1982 bis 1994 von Bénéteau als Einheitsboot in über 1200 Exemplaren gebaut. Mit dem typischen Schwenkkiel aus Gusseisen (Zum Beitrag über den Schwenkkiel von Bénéteau), der das immerhin 8 m lange Boot trailer- und slipbar macht, eignet sie sich für den Regattaeinsatz. Verbreitet ist sie neben Frankreich vorallem in Spanien, wo es noch heute grosse Regattafelder gibt, in Italien, der Schweiz, Belgien und in Norwegen. Es gibt sie aber auch in Deutschland (www.firstclass8.de) und in Österreich (www.fc8barrakuda.com).

Die FC8 ist trotzdem keine Rennziege, sondern ein in jeder Hinsicht stabiler und sicherer Day-und Weekendsailer. Auch wenn sie für Küstengewässer gezeichnet wurde, würde ich sie für Nichtregattasegler eher für Binnengewässer empfehlen, allein schon wegen dem geringen Freibord. Sie springt dafür beim leistesten Windhauch an und kann in ihrem Segelverhalten mit einem Jollenkreuzer verglichen werden - sorry, liebe Jollifreunde, ich gebe ja zu, dass sie trotzdem ein "Bleitransporter" ist. Dafür hat sie aber mehr Reserven, geht leichter durch die Wellen, trägt eine über 12 m hohe Spargel und holt damit den Wind, der auf dem Wasser noch gar keine Kräusel erzeugt.

Die FC8 ist ein Geheimtyp für alternde Jollensegler, die noch unruhig werden, wenn es nur vor sich hindümpelt, und die es ganz ohne Schadenfreude in ihrer Bubenseele freut, wenn sie leise an den dösenden "Blumentrögli" vorbeiziehen. Chronischen Ehrgeizlingen, für die Geschwindigkeit Zwang und nicht Lust ist, würde ich aber modernere Gleitschlitten empfehlen - man darf nicht vergessen, dass die FC8 schon für Oldtimer-Regatten zugelassen ist.
Gerade weil die Regattasegler zu den neuen Klassen wechseln, werden recht viele FC8 zum Verkauf angeboten und sind entsprechend günstig zu haben.
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Dienstag, 1. Januar 2008, 18:34

Technische Daten

Rumpfschale: GFK Massivlaminat handaufgelegt
Deck: GFK-Sperrholz-Sandwich 20 mm
Länge ü.A.: 8.45 m
Wasserlinie: 7.10 m
Breite: 2.49 m
Tiefgang: 0.70 m / 1.75 m
Gewicht: 1400 kg /1700 kg mit Ausrüstung
Schwenkkiel: 515 kg Eisenguss
7/8 Rigg mit Backstagen
Grosssegel: 20.3 m2
Genua 1: 19.5 m2
Genua 2: 15.5 m2
7/8 Spi: 49 m2
TopSpi: 94 m2
Mast: 12.5 m auf Kiel / 11.1 m über Deck
Motor: AB 4-5 PS
2 Seitenkojen 200 x 60 cm, Dreiecksdoppelkoje im Bug
Keine Backskisten und kein Ankerkasten, aber viel Stauraum unter Cockpitboden- und bänken, Seitendecks und Kojen
serienmässig nur Gaskocher und Kartentisch mit Ablagen
Baujahr: 1988 (Baumummer 680)

Zeichnung aus "Die Yacht" Nr.3/1983:
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Dienstag, 1. Januar 2008, 18:35

Ausbau

Ja, ich weiss, aus einem Regattaboot soll man kein Fahrtenschiff machen und mancher Sportsegler dürfte sich über das läppische Relingsnetz auf meiner FC8 lustig machen. Nun, das sind eben die Kompromisse des Lebens. Für das Netz gibt es einen guten Grund - er hat lange Ohren (siehe Bild oben) und macht mit Begeisterung jeden Törn mit. Nur wenn's Lage gibt, hat er so seine Probleme, weil er bei "Ree" nicht von sich aus auf die Leebank wechselt.

Weil es die eierlegenden Wollmilchsäue eben nicht gibt, muss man sich als segeltechnisch anspruchsvoller Familienvater gut überlegen, ob man ein Wohnboot mit viel Technik ein bisschen schneller oder ein schnelles Boot mit wenig Zusatzgewicht etwas komfortabler machen soll - ich habe mich für den zweiten Weg entschieden.

Als begeisterte Zeltler hatten wir es früher gerne "einfach", wir haben uns lange gegen Campingtisch und Stühle gewehrt und uns erst mit den Kindern an den Ballast der Zivilisation gewöhnt. Nachdem die Kinder ausgeflogen sind, versuchen wir wieder einfacher zu werden, wobei da inzwischen schon einige Ansprüche an den Lebenstil dazu gekommen sind. Abgesehen von einer anständigen Liege für den altersgeplagten Rücken, gehören nach unserer Auffassung dazu zwei bequeme Sessel zum Lesen, ein gebratener Fisch aus dem See mit gutem Wein aus den Rebbergen am See und am Abend vielleicht noch ein kleiner Cognac als Schlummertrunk. Für die auf diese Weise gefüllte Blase ist zumindest im Hafen ein Klo nicht zu verachten, ein Quantensprung an Komfort gegenüber einer Pütz - der Vorhang davor ist hingegen schon eher Luxus, aber wiegt schliesslich auch nur hundert Gramm.

In der wirklich spartanischen FC8 hat es natürlich nichts von all diesen Dingen drin: Kartentisch, Camping-Gaskocher, Zahnglashalter und einige Ablagefächer - damit hat es sich, falls nicht vom regattierenden Voreigner auch noch ausgeräumt. Und die so fröhlichen blau-weissen Polsterwürste sind weder zum Sitzen noch zum Schlafen bequem - aber solche Dinge lassen sich ändern. Platz hat es viel, wenn man darunter nicht Stehhöhe versteht.

Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, möglichst wenig Gewicht einzubauen und den französischen Stahlrohr-Döschwo-Charakter (2CV = Ente) zu erhalten. Das Schiff stammt schliesslich aus unserer Jugendzeit - ein klarer Fall für Denkmalpflege - habt Ihr nicht auch mal "Gauloise bleue" geraucht?
Nicht dass Ihr mich falsch versteht: ich liebe auch schöne Holzschiffe, wenn das Holz echt ist - und ich lass überhaupt jeden nach seiner Façon glücklich werden.

Am schönsten ist es ja sowieso draussen - die FC8 hat nebenbei ein riesiges Cockpit für eine Fünfmannregattacrew, gerade recht für uns zwei...
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4

Dienstag, 1. Januar 2008, 19:01

Danke für die Vorstellung. Klasse Boot.

Habe mal gelesen, dass die FirstClass8, aufgrund Ihres langen Masts etwas umständlich zu trailern ist, aber ansonsten nen prima Segler ist.
Sportliche Grüße, Tobias

Noch mehr unter www.lepper-marine.de oder folge uns auf facebook.
Messe boot Düsseldorf 2017 zusammen mit WILKS UK und DEK-KING 2G Premium Synthetic Deckings - Halle 11 Stand G11

5

Dienstag, 1. Januar 2008, 19:01

Schöne Bilder und ein sehr gepflegtes Schiff.:thumb::thumb:
:kedde: Kedde, der Nordmann war`s.

Für Eile fehlt mir die Zeit.



Kedde`s Bogenblog

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Dienstag, 1. Januar 2008, 22:27

Zitat

Original von tobias
Danke für die Vorstellung. Klasse Boot.

Habe mal gelesen, dass die FirstClass8, aufgrund Ihres langen Masts etwas umständlich zu trailern ist, aber ansonsten nen prima Segler ist.


Hallo Tobias
Ja, der 12.5 m Mast ist wirklich elend lang - schaut halt umgelegt hinten und vorne je zwei Meter über das Boot hinaus. Er ist allerdings sehr leicht und lässt sich gut alleine herumtragen. Zum Stellen bin ich allerdings sehr froh um den Mastkran im Hafen. Die routinierten Regattasegler stellen ihn aber ganz locker mit einer Hilfsstange. Ist alles eine Frage der Übung - und der erwähnten Wollmilchsau...
Gruss Walter

7

Mittwoch, 2. Januar 2008, 04:55

Sehr schönes Boot!

Sehr schöne ausführliche Vorstellung!


:danke:

8

Mittwoch, 2. Januar 2008, 05:19

Endlich mal jemand mit vernünftigen Weingläsern an Bord. :thumb: :D
:kedde: Kedde, der Nordmann war`s.

Für Eile fehlt mir die Zeit.



Kedde`s Bogenblog

9

Samstag, 5. Januar 2008, 17:08

Tolles Schiff
"Gerade weil die Regattasegler zu den neuen Klassen wechseln, werden recht viele FC8 zum Verkauf angeboten und sind entsprechend günstig zu haben"

Hab' im Internet gesehen, daß es FC8 für << 10.000 Euro z.B. aus Frankreich gibt. Sind die ehem. Regatta-Boote vom Meer dann "am Ende" oder "weich", oder immernoch ein Schnäppchen?

Im Vergleich zu alten H-Booten oder International 806 wär' eine FC8 m.E. eher vergleichsweise günstig zu haben, oder nicht? ?(

10

Samstag, 5. Januar 2008, 17:45

Schönes Schiff.
Ein Regattaschiff ist zwar kein Fahrtenschiff, aber wie ich sehe ist trotzdem alles wichtige zum Leben vorhanden.

11

Samstag, 5. Januar 2008, 18:13

Super Schiff
Nur auf dem einen Bild siehst Du ein wenig unrasiert aus. ?( Oder ist das jemand anderes.

Gruß Lothar
Gefangene Vögel singen von Freiheit,
wilde Vögel fliegen.

Sea Ya

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12

Samstag, 5. Januar 2008, 18:37

Spoiler Spoiler

ich war mal hanse

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13

Sonntag, 6. Januar 2008, 12:14

Zitat

Original von Karl_88
Tolles Schiff
"Gerade weil die Regattasegler zu den neuen Klassen wechseln, werden recht viele FC8 zum Verkauf angeboten und sind entsprechend günstig zu haben"

Hab' im Internet gesehen, daß es FC8 für << 10.000 Euro z.B. aus Frankreich gibt. Sind die ehem. Regatta-Boote vom Meer dann "am Ende" oder "weich", oder immernoch ein Schnäppchen?

Im Vergleich zu alten H-Booten oder International 806 wär' eine FC8 m.E. eher vergleichsweise günstig zu haben, oder nicht? ?(


Hallo Karl
Vergleiche mit andern Bootsklassen sind immer schwierig, aber wenn Du die FC8 mit der auch im Neupreis ähnlichen Surprise vergleichst, dann ist eine FC8 wirklich günstig - zumindest bei uns.
Wie der Vergleich aus deutscher Sicht ausfällt, weiss ich nicht. Mein Eindruck ist, dass in Deutschland der Markt im unteren Bereich eingebrochen ist und bei uns die Gebrauchtboote (noch?) höher gehandelt werden - bis zu einer unteren Limite, wo dafür gar nichts mehr läuft und nur noch die Entsorgung in den Osten bleibt.
Ich habe meine 2005 für umgerechnet 14'000 € gekauft, hätte aber auch eine gut erhaltene für 7'000 € kaufen können. Ausschlaggebend waren für mich neben dem Pflegezustand die fast neuwertigen Segel und vorallem der mit dem Schiff erhältliche Hafenplatz - ein echtes Problem bei uns!

Wenn Du Dir die Mühe nimmst, dann kannst Du in Frankreich und Spanien tatsächlich noch viel günstiger zu einer guten FC8 kommen. Sie sehen allerdings häufig schon im Internet nicht gepflegt aus - in der Struktur können sie trotzdem noch gut sein, weil die Konstruktion wirklich sehr robust ist. Ich habe zwar zugegeben auch schon Exemplare gesehen, die es beim Auflieger hässlich eindrückt, und die ersten Jahrgänge sollen osmoseanfällig sein. Man muss halt gut schauen - über EBay würde ich keine kaufen.

Gruss Walter

Skippy

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14

Donnerstag, 31. Januar 2008, 20:51

Oh man, diese tolle Vorstellung ist mir ja völlig durch die Lappen gegangen!

Klasse ... :thumb:

... und natürlich nun auch hier enthalten!

grauwal

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15

Freitag, 1. Februar 2008, 18:55

RE: Ausbau

Rattenscharfe Dose! Vor 20 (oder mehr)Jahren haben wir davor gestanden, mit Tränen in den Augen und haben uns aber dann wegen der Farbe ( ;) in DM) für einen Jolli entschieden, auch ganz nett.

Zitat

Original von FirstClass8
Ja, ich weiss, aus einem Regattaboot soll man kein Fahrtenschiff machen ....

Der Meinung bin ich nicht. Im Gegenteil, Regattaboote sind die besseren Tourenschiffe. Der Unterschied liegt auf der Hand: Zum Ziel kreuzen oder motoren. Viele Tourensegler sehen das anders: Gegenan nehmen wir den Motor, dafür haben wir ihn doch.
Und Respekt, dass Ihr im "hohen Alter" auf einem solch klassisch griechischen (spartanisch :D ) Schiff so viel Spaß habt. Aber solange man aus hübschen Gläsern trinkt und von Porzellan isst, reicht der Komfort.
Weiter viel Freude wünscht
Franz
halber Wind reicht völlig

ams-christian

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16

Donnerstag, 13. November 2008, 23:44

Hallo Walter,

Mir geht die FC8 die ich bei uns hier gesehen habe einfach nicht mehr aus dem Kopf und ich hab dem aelteren Ehepaar nur doch geschrieben das ich mir das Schiff gerne angucken will von innen. Was mich interessieren wuerde ist was du so an veraenderungen eingebaut hast. Ich hab das Chemie Klo gesehen und den besseren Spiritus Kocher aber war bei dem kleinen Trockenklo der Kasten schon standard so oder hat Beneteau das gar nicht erst in Erwaegung gezogen. Hast du andere Schiffe gesehen die das auch hatten? Wasser gibt warscheinlich nur aus Flachen nehme ich an aber wenn wenigstens n Notklo da waere , das find ich schon ganz nett und meine holde Dame wuerde das auch sehr schaetzen denke ich.

Ich werd auf jedenfall mar paar Bilder machen wenn ich es mir anschaue. Es ist einfach Preislich auch so sehr verlockend...

Noch ne Frage hast du die komischen Polsterungen weg gemacht? Ich kann mir echt nicht vorstellen das da jemand drauf schlafen kann?

17

Freitag, 14. November 2008, 00:57

Dieser farbliche Kontrast von Rot/Weiß hat was.......:kopfkratz:

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Samstag, 22. November 2008, 01:25

Zitat

Original von ams-christian
Hallo Walter,
Mir geht die FC8 die ich bei uns hier gesehen habe einfach nicht mehr aus dem Kopf und ich hab dem aelteren Ehepaar nur doch geschrieben das ich mir das Schiff gerne angucken will von innen. Was mich interessieren wuerde ist was du so an veraenderungen eingebaut hast.

Lieber Christian
Wie sollte ich nicht verstehen, dass Du von der FC8 nicht mehr los kommst? ;)
Ich hänge Dir unten Bilder aus dem Originalprospekt an, damit Du sie mit meinen Bildern oben vergleichen kannst.

Die schwarzen Metallrahmen waren drin, die Unterbauten aus Kunstharzplatten nicht. Ich habe die Batterie nach backbord unter den Kocher verlegt um steuerbord Platz für das Klo zu schaffen. Ein solches gehört tatsächlich nicht dazu - echte Regattasegler schwören auf die Pütz. Der das Klo optisch und geruchlich verhüllende Kasten unter dem ursprünglichen Kartentisch, der jetzt als Cockpittisch weiterverwendet wird, war auch nicht dran.
Die Seitenkojen habe ich horizontiert und mit einer normalen Polsterung und einer Rückwand versehen, hinter der viel Stauraum entstand. Die Rückenpolster habe ich aus den alten Würsten gemacht. Sie lassen sich zum Schlafen einfach entfernen und geben so zwei 60cm breite Liegen frei.
Der Origokocher ist super, ich brate da wunderbare "filets de palée" aus dem See. Wasser gibt's aus einem Wassersack, Abwasser geht diskret mit der Pütz raus.

Die ganze Umbauerei ist wegen den beschränkten Platzverhältnissen, den gerundeten Formen und den Verstrebungen recht heikel und gibt viel Anpasssungsarbeit. Es geht aber auch einfacher, ein Chemieklo lässt sich auch sonst verstauen. Man muss die Einfachheit halt mögen. Schau Dir die FC8 nochmals gut mit Deiner Frau an. Meine war vom offenen Cockpit begeistert und hat sofort mitgemacht. Die Küche ist eh mein Ding (auf dem Boot!). Wenn Deine Frau von Vorhängen träumt, dann lass es sein!

Soll ich Dir noch ein bisschen vom Segeln mit der FC8 vorschwärmen? Ist ja schliesslich ein Segel- und kein Hausboot. Nach anfänglichem Respekt vor der "übertakelten Rennziege" habe ich sie inzwischen als absolut unkritisch und sehr stabil schätzen gelernt. Ich bin recht häufig alleine unterwegs und kann am Wind mit festgelegtem Ruder minutenlang herumhangen, reffen, Bier aus dem Kühler holen oder Kaffee übertun - sie läuft wie auf Schienen, wenn sie gut getrimmt ist. Trimmen kann/muss/darf man viel - und es macht sehr viel Spass, weil die Reaktion sofort spürbar ist. Ein Anfängerboot ist die FC8 nicht, aber ich habe vorher auch nur Jollen und in der Segelschule Trias gesegelt.
Wenn Du das nötige Personal für die hohe Kante nicht hast, dann ist ab 4 Bft. reffen angesagt, aber nicht Langeweile, denn auch mit der kleinen Genua und dem zweitem Reff erreicht die FC8 ohne viel Lage und Ruderdruck locker ihre Rumpfgeschwindigkeit. Wenn ich nicht mehr mag, kreuzt sie auch nur mit der Genua gegen Wind und Wellen. Ich hatte in den drei Jahren mit 987 SM noch keinen Sonnenschuss. Ich bin aber ein eher vorsichtiger Typ und find's auch im Hafen gemütlich. Da musst Du Dich selber richtig einschätzen.

Und wie schon gewarnt: auch wenn das sportliche Alleinesegeln viel Spass macht, lohnt es sich deswegen nicht die Ehe zu riskieren.
Du hast auch was von Kind und Kegel geschrieben. Von der Sicherheit her würde ich mir in Binnengewässern keine Sorgen machen, aber viel "Spielraum" gibt es schon nicht. Vor Anker ist die FC8 dafür eine tolle Badeinsel mit exklusivem Walfischeinstieg am Heck.
Ich wünsche Dir eine gute Wahl.
Walter
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19

Samstag, 29. November 2008, 13:08

Länge 8 Meter oder 8,50 ?

.. habe nun in verschiedenen Bootsmärkten nach First Class 8 gesucht und dabei unterschiedliche Längenangaben gefunden - 8 m und 8,5 m?
Gab's hier in der Baureihe eine Änderung oder was stimmt?

Gruß Karl

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Samstag, 29. November 2008, 13:44

Hi Karl,

Laut Groupe Finot:

Overall lengths: 8.50 m
Length hull: 7.85 m
Lenths W.L. 7.10 m
Beam maximum: 2.49 m
Draft: 0.70 m / 1.75 m
Displacement: 1400 kg
Ballast : 515 kg
Berths : 4 personnes

Mehr daten findest du hier: http://www.finot.com/bateaux/batproducti…tclass8_ang.htm

Der Rumpf selber ist 7.85. Die Class 8 hat aber nen angehangenes Ruder und der Korb vorne steh auch ueber daher kommt man max auf 8.50

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