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1

Montag, 2. Juli 2018, 14:50

Moin Moin aus Hamburg

Moin zusammen aus Hamburg,

Ich bin vor etwa einem Jahr nach Hamburg gezogen und wurde durch den maritimen Charme angesteckt, vor 6 Wochen habe ich mich dazu entschlossen den SBF Binnen Segel/Motor und den SBF See zu machen und dieses Vorhaben auch gleich in die Tat umgesetzt. Jetzt ist die Erlaubnis also eingeholt und nun beginnt - wie scheinbar für mehrere - die Suche nach dem "wie geht es weiter", daher hat es mich zu euch verschlagen :) Ich werde mich daher jetzt erstmal bei euch etwas durchstöbern, wenn einer Tipps hat bin ich natürlich sehr dankbar dafür. Allgemein steht für mich gerade folgendes im Fokus:
- Erfahrung und mehr Routine in der Jolle sammeln
- Erste Seemeile mal auf Yachten mit segeln

Für den ersten Punkt habe ich mal über einen Verein nachgedacht, um nicht immer ein Boot mieten zu müssen, das wird auf dauer dann doch etwas teuer, wenn also jemand Empfehlungen hat, immer her damit :)

Für das Yachtsegeln fehlt mir noch etwas der Ansatz, da ich niemanden kenne. Mir wurde mal Hand gegen Koje empfohlen, allerdings wundere ich mich etwas über die Preise, es bieten ja viele Gewerbliche Anbieter an und selbst Private liegen bei rund 500€/Woche zzgl. Bordkasse. Wenn ich dann Angebote von Segelschulen sehe die pro Woche auch um die 500€ liegen und das Gewinnorientiert betrieben wird, frage ich mich in wie weit man hier noch von fairem "Mitsegeln" sprechen kann, oder hier der ein oder andere Eigner versucht sein Hobby gewinnbringend zu nutzen ;) Vielleicht könnt ihr ja mal sagen was so eine Woche Ostsee so kosten darf.

Bis dahin erstmal, schönen Gruß
Sebastian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BassT« (2. Juli 2018, 16:03)


grummel

Leuchtturmwärter

Beiträge: 96 333

Schiffsname: Estel

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2

Montag, 2. Juli 2018, 15:22

Hallo und herzlich Willkommen. :welcome:
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

3

Montag, 2. Juli 2018, 15:35

:welcome: Herzlich willkommen im Forum und Glückwunsch zu den bestandenen Scheinen.
Für das Yachtsegeln fehlt mir noch etwas der Ansatz, da ich niemanden kenne. Mir wurde mal Hand gegen Koje empfohlen, allerdings wundere ich mich etwas über die Preise, es bieten ja viele Gewerbliche Anbieter an und selbst Private liegen bei rund 500€/Woche zzgl. Bordkasse. Wenn ich dann Angebote von Segelschulen sehe die pro Woche auch um die 500€ liegen und das Gewinnorientiert betrieben wird, frage ich mich in wie weit man hier noch von fairem "Mitsegeln" sprechen kann, oder hier der ein oder andere Eigner versucht sein Hobby gewinnbringend zu nutzen Vielleicht könnt ihr ja mal sagen was so eine Woche Ostsee so kosten darf.

Mit den privaten Mitsegelangeboten gegen Euros und auch Vereinen habe ich keine Erfahrungen. Vereinsausbildung wird hier regelmäßig gelobt.

Aber bevor/ nachdem ich "die Scheine" gemacht habe, bin ich viele Male mit unterschiedlichen gewerblichen Anbietern unterwegs gewesen. Dabei habe ich folgende - eigene, rein subjektive (!) - Erfahrungen gemacht (ein paar spontane Gedanken ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • die Törns im Warmen (MM) waren eher Badeurlaube, wenn sich nicht eine homogene Truppe von "Lernwilligen" bewusst zusammentut; ich hatte aber auch einmal Glück, weil wir nur zwei (damals noch junge) Mitsegler waren, die beide was lernen wollten und der Skipper - alter "Seebär" - sich darüber gefreut, etwas weiter geben zu können
  • auf Törns im Ostsee-/Nordseerevier ist die Lernkurve größer (da fahren idR nicht die Leute mit, die spätestens am frühen Nachmittag wieder in der Ankerbucht baden wollen)
  • es kommt immer sehr auf den Skipper an (daher auch keine Empfehlungen zu den verschiedenen Anbietern meinerseits; ich habe teilweise sehr unterschiedliche Erfahrungen beim gleichen Anbieter gemacht, kenne natürlich auch nicht alle und es ist schon etwas her)
  • tendenziell waren die Törns lehrreicher, die auch mit "Ausbildungscharakter" beschrieben waren (logisch, oder ;) ) oder one-way/ Meilentörns waren (da wurde insb. eingangs mehr "Tempo" gemacht, so dass man vielleicht später noch ein wenig bummeln konnte, wenn absehbar, dass das Ziel sicher erreicht wird)
  • ein paar mal Polyvalk in NL war eine gute Ergänzung zum Mitsegeln auf Dickschiffen
  • Hafenmanöver u.ä. am besten separat mal trainieren; die kommen auf Mitsegelnreisen ohne Ausbildungscharakter halt oft zu kurz (klar: 1x morgens/ 1x abends), wenn nicht explizit von der Crew geschlossen "gewünscht"

Für die gewerblichen Anbieter scheinen die 400-500,-/Woche nach meiner Erfahrung Usus (ist aber wie gesagt alles schon ein paar Jahre her). Wenn es Dir um das Lernen geht, würde ich schauen, dass ich eher "Ausbildungs-"/ Meilentörns mache, damit es homogene Erwartungshaltung der Crew gibt. Es kann sich auch lohnen, mal Richtung UK zu gucken und vielleicht den einen oder anderen Kurs aus dem RYA-Curriculum bzw. Meilentörns bei denen zu machen. Interessantes Revier (habe da z.B. mal ein Channel-Hopping mit Nachfahrt im März gemacht, das macht auch keiner, der nur ein wenig baden will) und andere, wie ich finde angenehme, Ausbildungskultur.
Weitere gute Vorschläge kommen bestimmt noch. Ansonsten kannste auch mal durch die Suche stöbern. Die Frage "wie geht's weiter?" kommt ja regelmäßig auf.

Viel Erfolg beim Überlegen und bei unserem nun gemeinsamen Hobby!

Joe

JürgenG

Salzbuckel

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Heimathafen: Kiel

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4

Montag, 2. Juli 2018, 15:35

Moin Sebastian,

:willkommen:

Grüße Jürgen

5

Montag, 2. Juli 2018, 15:49

Moin Sebastian und herzlich willkommen hier und in HH!

Der Vereinsgedanke ist schon nicht verkehrt. Einsteigertrainings für Erwachsene bieten einige; der Übergang zum Mitsegeln auf Yachten (entweder vereinseigene oder private Boote) ergibt sich dann von selbst.

Stichworte sind MSC BSC SVAOe SCRhe HSC NRV , um nur einige größere zu nennen.
Die Ausrichtungen - auch das Zugehen auf Einsteiger - sind etwas unterschiedlich. Checke selbst! Weitere Vereine beim Hamburger Seglerverband .

Gruß + viel Erfolg

Andreas

BTW: Die Hamburger haben etliche französische Begriffe eingehamburgert. "Charme" zählt mW jedoch nicht dazu ;)

6

Montag, 2. Juli 2018, 16:17

Wow, das geht ja schnell hier! Vielen Dank für eure Antworten :)

Ja auf einen Badeurlaub kann ich (erstmal) verzichten, den kann ich überall machen und bei mir steht klar das Segeln im Vordergrund. Wenn man dabei schönes Wetter hat und am Ankerplatz ins Wasser springen kann ist das zwar nicht verkehrt, aber so eine Diskrepanz wäre wirklich schade.

Bezüglich der Vereine steige ich da irgendwie noch nicht so ganz durch. Alle bieten die Ausbildung im Sinne der Führerscheine an, aber die habe ich ja jetzt schon. Toll wäre es, wenn es irgendwo auch Trainings zum Verbessern gäbe, habe ich aber so noch nicht gefunden, oder kommt das einfach nur durchs üben? Auch ist mir unklar, ob die Vereine eher dazu gedacht sind einen Bootssteg zu betreiben und man dort ein eigenes Boot benötigt, oder ob ausreichend Jollen für Feierabendsegler zur Verfügung stehen. Ich habe mir schonmal die Seiten der Vereine "unter Segeln e.V." und die vom HSC angesehen, unter Segeln betreibt wohl eine Jolle (Bei 70 Mitgliedern) und wenn ich es richtig sehe der HSC nur 2?


Wenn es also Erfahrungen gibt wäre das super :)

Zitat

BTW: Die Hamburger haben etliche französische Begriffe eingehamburgert. "Charme" zählt mW jedoch nicht dazu ;)

:O

starkiter

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7

Montag, 2. Juli 2018, 23:29

Hallo Sebastian,

schau dir auch mal den Verein der Lufthansa an. Wir bieten eine Yacht auf der Elbe sowie zwei an der Ostsee. Dazu kommen diverse Jollen an der Alster und zwei an der Ostsee.

https://www.lsv-segeln.de/index.php?opti…ured&Itemid=464


Gruß Holger

8

Montag, 2. Juli 2018, 23:50

Bezüglich der Vereine steige ich da irgendwie noch nicht so ganz durch. Alle bieten die Ausbildung im Sinne der Führerscheine an, aber die habe ich ja jetzt schon.
Stimmt, mit erwachsenen Einsteigern tut man sich konzeptionell manchmal etwas schwerer und Führerscheine sind nun mal der Hauptantrieb. Sollte aber bei allen genannten gehen. Checke mal genauer MSC und SVAOe.
Letztere mit festen Trainings auf C-55, auch für Einstieg in den Regattabetrieb (breitensportlich, nicht Bundesliga). MSC hat ähnliches. Der SCRhe ist mit Vereinsyachten seesegelmäßig unterwegs.

Gruß
Andreas

9

Dienstag, 3. Juli 2018, 00:47

Ist der LSV nicht eine Betriebssportgruppe? Die Flotte klingt ja interessant, allerdings hab ich abgesehen von der Info, dass ein paar Externe Mitglieder aufgenommen werden, leider keine konkreten Infos gefunden (Beiträge etc.)

Der MSC und SVAOe klingt ebenfalls sehr interessant, werde ich mir nochmal genauer ansehen und Kontakt aufnehmen. Der SCA (https://www.sca-guj.de/) sieht auf den ersten Blick auch interessant aus. Die Anzahl der Vereine macht es nicht einfacher, den passenden zu finden :)


Danke euch für die Vorschläge, bei Holger klingt es ja als sei er Mitglied in LSV? Kennst du, Andreas, einen der genannten Vereine persönlich?


Gruß
Sebastian

10

Dienstag, 3. Juli 2018, 00:54

Ja, im Prinzip alle.
Der LSV ist aus einer Betriebssportgruppe der Lufthansa hervorgegangen, aber seit mehreren Jahren offen für externe Mitglieder.
Ob de facto noch zu 90 % Lufthansaangehörige, weiß ich nicht.

Gruß
Andreas

Sehbeer

Leuchtturmwärter

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11

Dienstag, 3. Juli 2018, 06:48

Moin Moin

:willkommen: :Laie_22:
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

Winterfalke

Salzbuckel

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Heimathafen: Adria

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12

Dienstag, 3. Juli 2018, 07:14

Hallo Sebastian, erst einmal :willkommen: !

- Erfahrung und mehr Routine in der Jolle sammeln
- Erste Seemeile mal auf Yachten mit segeln

Sehr guter Plan! :good2: Kann man aber auch mischen. Muss keine Reihenfolge sein. Hauptsache... :segeln:

Für das Yachtsegeln fehlt mir noch etwas der Ansatz, da ich niemanden kenne.

Mit Deiner Vorstellung hier hat sich das schon mal geändert.

Mir wurde mal Hand gegen Koje empfohlen, allerdings wundere ich mich etwas über die Preise

Wundert mich auch. Ich habe das zwar noch nie gemacht, aber aus dem Kontext "Hand gegen Koje" hätte ich jetzt geschlossen, dass man lediglich seinen Anteil in die Bordkasse einbringt und sich ansonsten auf oder unter Deck nützlich macht, oder?
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

starkiter

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13

Dienstag, 3. Juli 2018, 07:47

Ist der LSV nicht eine Betriebssportgruppe? Die Flotte klingt ja interessant, allerdings hab ich abgesehen von der Info, dass ein paar Externe Mitglieder aufgenommen werden, leider keine konkreten Infos gefunden (Beiträge etc.)


Ich zahle 60€ im Jahr die ich immer über die Prozente bei AWN reinholen kann. :D Für externe Mitglieder gibt es eine Maximalzahl die aktuell glaube ich nicht erfüllt ist. Einfach mal anrufen. Bin übrigens auch ein externer.

14

Dienstag, 3. Juli 2018, 08:28

Zitat

Wundert mich auch. Ich habe das zwar noch nie gemacht, aber aus dem Kontext "Hand gegen Koje" hätte ich jetzt geschlossen, dass man lediglich seinen Anteil in die Bordkasse einbringt und sich ansonsten auf oder unter Deck nützlich macht, oder?
Das man etwas dafür nimmt um den Unterhalt des Bootes zu finanzieren finde ich auch ok, es geht mir auch weniger darum, dass es unbezahlbar teuer ist, sondern eher darum, dass ich die Preise nicht nachvollziehen kann. wenn ein gewerblicher Anbieter einen Skipper und Boot bezahlt und bei diesen Tagespreisen ja scheinbar noch Gewinn macht, frage ich mich ob es sich dabei um einen "fairen" Mitsegelpreis handelt, oder darum das meist mögliche Geld aus seinem Törn zu ziehen in dem man Leute mit nimmt ;)

Zitat

Ich zahle 60€ im Jahr die ich immer über die Prozente bei AWN reinholen kann. :D Für externe Mitglieder gibt es eine Maximalzahl die aktuell glaube ich nicht erfüllt ist. Einfach mal anrufen. Bin übrigens auch ein externer.
Wie fühlst du dich dort denn als externen? Ist es mehr so als sei man in einem Kollegenkreis der einzige fremde, oder trifft man ohnehin nicht viele Leute sondern nutzt den Verein eher um günstig an ein Boot zu kommen? 60€ ist natürlich ein extrem niedriger Beitrag, das steht bei mir aber nicht so im Fokus, sondern eher, dass es auch ein passender Verein ist, der mich in dem was ich vor habe weiterbringt.

Ich verstehe nicht, warum auf den Vereinsseiten die Angebote so "verschleiert" werden, im Grunde sind die Informationen für Interessenten doch relativ gleich sollte man meinen. Es steht doch im Vordergrund: Was kostet die Mitgliedschaft, welche Boote besitzt der Verein wo, wie ist die Nutzung reguliert/organisiert, welche Kurs/Weiterbildungsangebote gibt es.
Die Mitgliedsbeiträge sind zwar immer übersichtlich dargestellt, allerdings habe ich nur eine Vereinsseite (Weiß schon garnicht mehr welche es war) die klar gesagt hat: Wir haben X Jollen auf der Alster und eine Yacht an der Ostsee, die Nutzung der Jollen ist für Mitglieder Kostenlos und wird im Schiffsbuch reserviert, die Yachten müssen über ein Formular beantragt werden und Kosten Summ X pro Tag.
Im Grunde also relativ einfach, ist aber eben selten bis gar nicht zu finden, stattdessen hunderte Unterseiten über Törnberichte, Veriensgeschichte, Stander und Geschäftsberichte. Sicher auch interessant aber eben nicht, wenn man neu auf der Seite landet ?( ?( ?(


Die empfohlenen Vereine SVAOe und MSC habe ich mir mal angesehen. Wenn ich es richtig verstehen bietet der SVAOe einen Segelgrundkurs für Erwachsene, den habe ich aber ja schon gemacht. Die Boote stehen zu 98% wohl nur Jugendlichen zur Verfügung, siehe https://www.svaoe.de/ueber-uns/vereinsboote und https://www.svaoe.de/angebote/vereinsboote-nutzen

Der MSC sieht toll aus, ich scheue aber etwas die Anfahrt, da ich direkt aus der Innenstadt komme. Das Angebot liest sich natürlich gut, wobei ich hier nicht weiß warum man "Anfänger" nicht direkt auf die Jollen schickt. Was habe ich hier im Forum gelesen, in etwa "Man lernt nirgends besser segeln, als auf einem kleinen, wackeligen Boot". :D

15

Dienstag, 3. Juli 2018, 14:34

Hallo Sebastian,

die meisten Vereinsboote dienen tatsächlich der Nachwuchsförderung. Man muss bedenken, dass der klassische Segelverein ein Zusammenschluss von Bootseignern ist. Das ändert sich zwar ein wenig; im Kern jedoch sind die meisten Segelvereine dadurch geprägt. Das typische Ausbildungsziel besteht darin, heranwachsenden Jugendlichen und quer einsteigenden Erwachsenen das Rüstzeug zum Unterhalt und zum Segeln eines eigenen Bootes inkl. Liegeplatz und Winterlager zu vermitteln.
Dass immer mehr Segler(innen) bewusst auf ein eigenes Boot verzichten wollen, ist eine relativ junge Entwicklung, die in den Vereinen unterschiedlich aufgenommen und gefördert wird - oder eben auch nicht. Denn sie erfordert eigentlich eine Neuausrichtung des Vereins: Investitionen und Unterhaltskosten gehen in den schwimmenden Fuhrpark und weniger in Hafenanlagen. Der richtige Weg dürfte wohl in der Mitte liegen. Die Erkenntnis ist, dass es ohne ein Angebot vereinseigener Boote für breitensportliches Segeln nicht geht, jedenfalls nicht bei den großen mitgliederstarken Vereinen.
Die SVAOe im konkreten Fall hat offenbar ihre WebSite nicht ganz a jour gehalten. Erwachsene segeln dort primär breitensportlich in C-55 Hubkielbooten, auf denen auch das Einsteigersegeltraining stattfindet. Allerdings sind die derart stark mit unterschiedlichen Trainingsgruppen ausgelastet, dass individuelles Segeln a la Bootsvermietung meines Wissens derzeit nicht angeboten werden kann.
Die übrigen Boote (Albin Express, mehrere J-24) haben feste Crews, die sich um die Schiffe selbst kümmern müssen. Die J-24 dienen ausschließlich dem Regattasegeln.

Die Satzungen gemeinnütziger Vereine verbieten gemeinhin eine individuelle Förderung mit Ausnahme der Jugend- und Nachwuchsförderung. Das hat zur Folge, dass sich Boote, die Erwachsenen zum Segeln zur Verfügung stehen, durch Nutzungsgebühren selbst tragen müssen. Sponsoren und Mäzene könnten dies ausgleichen und tun dies zuweilen auch, doch geht das Kalkül der allermeisten in die Jugendförderung oder in den Leistungssport.
Menschen mit Booten zu fördern, die sich ohne Weiteres selbst welche kaufen könnten, dies aber aus unterschiedlichen Gründen nicht wollen, geht der weit überwiegenden Mehrheit von Mitgliedern, die selbst Boote unterhalten und vielfach auch Opfer dafür bringen müssen, aus verständlichen Gründen nicht leicht von der Hand.

Der von mir aufgeführte SCRhe ist deutlich anders aufgestellt und fördert explizit das Seesegeln auf vereinseigenen Yachten. Ich weiß gar nicht, ob deren Mitglieder auch eigene Boote haben und ob der SCRhe ihnen irgendwo Liegeplätze anbieten könnte.


Es kommt eben auf die eigenen Ziele an und darauf, in welcher Art Segelverein die am besten aufgehoben sind. Deshalb gibt es ja so viele verschiedene davon... ;)


Gruß
Andreas

16

Dienstag, 3. Juli 2018, 15:35

Hallo Andreas,

danke für eine ausführliche Antwort, dann habe ich wohl wirklich den falschen Ansatz gehabt. Mein gedanke war, warum kaufen, wenn man auch gemeinsam teilen kann. Selbst eine gebrauche Jolle ist sicher nicht under 3000-4000€ zu erhalten,
dazu kommen laufende Kosten wie Instandhaltung (Reparaturen, Lackierung, Segel, etc.) sowie Liege- und Slipkosten, ich denke mal sicher 1500-2000€/Jahr, ohne genaue Zahlen zu kennen. Da bei den meisten (berufstätigen) Leuten so ein Boot
vermutlich nur zu 2% wirklich genutzt wird, bietet sich ja teilen an. Der Vereinseffekt (Viele Boote, viele Nutzer) begünstig diesen Effekt ja noch mehr, so dass mögliche Engpässe bei der Nutzung abgefedert werden können. Hierfür nutzungsspezfische und/oder
pauschale Beiträge zu bezahlen und auch anteilig etwas für Pflege und Erhaltung an Arbeit zu investieren versteht sich natürlich von selbst und macht in einer Gemeinschaft ja nur noch mehr Spaß.

Zitat

Menschen mit Booten zu fördern, die sich ohne Weiteres selbst welche kaufen könnten, dies aber aus unterschiedlichen Gründen nicht wollen, geht der weit überwiegenden Mehrheit von Mitgliedern, die selbst Boote unterhalten und vielfach auch Opfer dafür bringen müssen, aus verständlichen Gründen nicht leicht von der Hand.

Verständlich aber ließe sich ja durch modulare Mitglieds/Nutzungskosten relativ einfach lösen, z.B. durch Vereinsbeiträge für die reine Mitgliedschaft, mit der dann Organisation + Allgemeingüter wie Hafenanlage und Clubhaus unterhalten werden und so wie jetzt ein Eigner einen Liegeplatz extra bezahlt, könnte die Nutzung der
Vereinsboote ja auch durch Abschreibungskosten auf die Mitglieder Pauschal, zzgl. einer Nutzungsgebühr für Instanthaltung umgelegt werden.

Aber wie dem auch sei, ändern werden wir daran wohl nichts, aber vielen Dank für die Erklärung. Wenn es sowas mit dem SCRhe für Seesegeln gibt ist das ja auch schonmal eine schöne Sache. Wenn das sowas für Jollen für den Feierabend (Ich hatte in der Tat eine Art Bootsvermietung ohne Gewinnorientierung im Hinterkopf) aktuell nicht gibt, dann ist das eben so :)

Gruß
Sebastian

17

Dienstag, 3. Juli 2018, 17:34

Oh, das würde ich nicht sagen!
An der Alster gibt es so etwas auf jeden Fall. Der LSV ist ein gutes Beispiel (wer Conger mag).
Checke doch auch mal den Segelclub Alster (KLICK ) oder die Segelgemeinschaft Hamburg (KLICK )
Es gibt sicher noch mehr, mir fällt nur gerade kein verifiziertes Beispiel ein.

Deine Vorstellungen lassen sich ansonsten auch mit einer Eignergemeinschaft gut umsetzen. Die muss sich natürlich erstmal zusammenfinden, schon klar...

Gruß
Andreas

starkiter

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18

Dienstag, 3. Juli 2018, 18:35

Der LSV hat an der Alster auch einen Zugvogel, 470, und Laser. Die größere Anzahl sind die Conger Jollen.

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19

Mittwoch, 4. Juli 2018, 13:49

Hallo Sebastian,
ich hätte vielleicht ein interessantes Urlaubsangebot; ich werde meinen Trimaran von Typ Dragonfly DF 1000 in diesem Sommer/Herbst von Griechenland nach Slowenien überführen.
Für die Zeit ab dem 15.9.2018 suche ich noch Mitsegler für den Törn Kroatien - Slowenien. Ich habe keinerlei finanziellen Interessen, möchte und muss mich nur auf mögliche Zusagen auch verlassen können.
Bei Interesse bitte melden...

kassebat

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Rufzeichen: DF7820

MMSI: 211629420

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20

Mittwoch, 4. Juli 2018, 19:48

Moin Sebastian

:willkommen:
Handbreit
Torsten
__________________________________________________________________________________________
Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

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