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Sabine-grfsb

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21

Donnerstag, 19. April 2018, 14:47

Fazit nach Blitzeinschlag


Auf uns allein gestellt, haben wir drei Monate auf einer Baustelle gewohnt und alles in Eigenregie repariert.
Ein Knochenjob.


Ihr habt da gute Arbeit geleistet, mein Kompliment.

Aber: Als Versicherung wäre ich mehr als froh, so einen Versicherungsnehmer zu haben, also da wäre ich auch sehr freundlich.

Denn:
Warum wart ihr auf Euch alleine gestellt? Hier hätte m.E. die Versicherung das Beheben des Schadens an sich ziehen müssen.
Somit: Warum hat sich die Versicherung nicht um einen Transport zu einer Werft oder den Transport von Bootsmechanikern/Elektrikern zu Euch gekümmert? Offensichtlich ging ja die Versicherung von einer Reparaturdauer von 10 Tagen aus (= Anzahl Hotelübernachtungen die sie zahlen wollten....)....

Zu guter letzt: was sagt denn Euer Anwalt zu dem ganzen Ablauf?

Ciao,
Stefan
Wir sind in der besten 'Wertf' der Umgebung gewesen. Aber in Panama findest Du nicht mal eben einen Elektroniker, der helfen kann. Alles nur Hilfsarbeiter. Ein Holländer, den wir aufgetrieben haben, ist abgespungen, war ihm dann wohl doch zu viel Arbeit.


Die Versicherung ist nicht von 10 Tagen Arbeit ausgegangen, sondern war mit einer Schätzung vom Holländer von 250 Stunden sofort einverstanden. Sie hätten 10 Tage Hotel bezahlt, um im schlimmsten Chaos nicht an Bord leben zu müssen.
Final haben sie 350 Stunden Arbeit meines Mannes akzeptiert.


An einen Anwalt haben wir zu keiner Sekunde gedacht. Warum auch? Die Versicherung war grossartig, hat geholfen, Tipps gegeben und alles akzeptiert. Sue haben nur einen Gutachter geschickt, um zu sehen, ob wirklich ein Blitzschaden
vorliegt und wir due Geräte besitzen, die wir angegeben haben und die kaputt sind. Legitim, wie ich finde.

22

Donnerstag, 19. April 2018, 14:47

Papierkarten sind nicht korrekt, ja selbst elektronische Karten stimmen überhaupt nicht. Das einzige, was zur Navigation in den San Blas taugt, ist ein Buch von 'Bauhaus'. Die Wegepunkte aus dem Punkt werden in den Plotter eingetragen und die fährt man ab.
Darüber hat man nur seine Augapfelnavigation, die gegen die aufgehende Sonne nichts taugt.
Somit waren wir froh, dass der Laptop noch lief um, uns unbeschadet aus dem Riffgewirr zu führen.
Ok, Sabine, jetzt gießt Du selbst das Öl ins Feuer. Wenn Du das Zitat so geschrieben hast wie Ihr denkt, dann denkt noch mal.

Bleiben wir beim Blitzthema. Danke für das Teilen Eurer Erfahrung! Ich bin damit die letzten Jahre auch zu lässig umgegangen.

Gruß
Andreas

Sabine-grfsb

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23

Donnerstag, 19. April 2018, 14:53

Fazit nach Blitzeinschlag

Aus Interesse: Habt Ihr zur Beurteilung möglicher GFK-Schäden das Boot gekrant oder nur eurem Blitzschutz vertraut?
Bei GFK-Booten ist ja eines der Probleme beim Blitzeinschlag, dass der Strom innerhalb der Glasfaser-Schichten geleitet wird und dort lokal hohe Temperaturen mit Folgeschäden bewirkt. Nach außen sichtbare Löcher können, müssen aber nicht entstehen.

Gruß Ralf
Ja, haben wir. Die Versicherung hat sogar darauf bestanden (und bezahlt), selbst wenn wir den Tiefenmesser nicht hätten tauschen müssen.

Sabine-grfsb

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24

Donnerstag, 19. April 2018, 15:03

Papierkarten sind nicht korrekt, ja selbst elektronische Karten stimmen überhaupt nicht. Das einzige, was zur Navigation in den San Blas taugt, ist ein Buch von 'Bauhaus'. Die Wegepunkte aus dem Punkt werden in den Plotter eingetragen und die fährt man ab.
Darüber hat man nur seine Augapfelnavigation, die gegen die aufgehende Sonne nichts taugt.
Somit waren wir froh, dass der Laptop noch lief um, uns unbeschadet aus dem Riffgewirr zu führen.
Ok, Sabine, jetzt gießt Du selbst das Öl ins Feuer. Wenn Du das Zitat so geschrieben hast wie Ihr denkt, dann denkt noch mal.

Bleiben wir beim Blitzthema. Danke für das Teilen Eurer Erfahrung! Ich bin damit die letzten Jahre auch zu lässig umgegangen.

Gruß
Andreas
Ich weiss, was Du sagen willst, aber stell Dir das nicht so einfach vor. Du fährst im Zick-Zack durch ein Riffgewirr. 100 Meter nach Osten...300 Meter nach Südosten...500 Meter nach Osten...400 Meter nach Westen.
Selbst, wenn Du die Wegpunkte on eine Papierkarte einträgst (was die Bauhaus Karten ja sowieso schon sind), kannst du das nur fahren mit der Sonne im Rücken. Wird auch dringend empfohlen.
Da schwitzt man mit Plotter und Ausguck schon genug.


Ich freue mich aber für Dich, wenn Du es 'old school' hinbekommst. Da bist Du allein in den San Blas Inseln, der das kann.


Gruss,
Sabine (und zurück zum Blitz)
Papierkarten sind nicht korrekt, ja selbst elektronische Karten stimmen überhaupt nicht. Das einzige, was zur Navigation in den San Blas taugt, ist ein Buch von 'Bauhaus'. Die Wegepunkte aus dem Punkt werden in den Plotter eingetragen und die fährt man ab.
Darüber hat man nur seine Augapfelnavigation, die gegen die aufgehende Sonne nichts taugt.
Somit waren wir froh, dass der Laptop noch lief um, uns unbeschadet aus dem Riffgewirr zu führen.
Ok, Sabine, jetzt gießt Du selbst das Öl ins Feuer. Wenn Du das Zitat so geschrieben hast wie Ihr denkt, dann denkt noch mal.

Bleiben wir beim Blitzthema. Danke für das Teilen Eurer Erfahrung! Ich bin damit die letzten Jahre auch zu lässig umgegangen.

Gruß
Andreas

25

Donnerstag, 19. April 2018, 15:33

Ich kann Dir sagen, warum Navigation ohne Plotter nicht möglich ist: weil Panama nicht die Ostsee ist. Papierkarten sind nicht korrekt, ja selbst elektronische Karten stimmen überhaupt nicht. Das einzige, was zur Navigation in den San Blas taugt, ist ein Buch von 'Bauhaus'. Die Wegepunkte aus dem Punkt werden in den Plotter eingetragen und die fährt man ab.
Darüber hat man nur seine Augapfelnavigation, die gegen die aufgehende Sonne nichts taugt.
Somit waren wir froh, dass der Laptop noch lief um, uns unbeschadet aus dem Riffgewirr zu führen.
Sonst hätten wir ein anderes Boot bitten müssen als Leitschiff vorweg zu fahren.

Seezeichen?? Darf ich mal lachen?


Vielen Dank für die Infos zur Panamasegelrealität..
..das hätte ich so nicht erwartet..da Riesentanker dort auch navigieren müssen.
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

26

Donnerstag, 19. April 2018, 15:38

..das hätte ich so nicht erwartet..da Riesentanker dort auch navigieren müssen.

Glaube kaum das die Riesentanker die Idylischen Ecken befahren wo sich die Freizeitnomaden aufhalten.
Oder ankert ihr auf 30 meter Tiefe am Hauptfahrwasser ?

27

Donnerstag, 19. April 2018, 15:46

Ich freue mich aber für Dich, wenn Du es 'old school' hinbekommst.
Bekomme ich nicht anders und besser hin als Ihr. Darum ging es mir auch überhaupt nicht.
So wie Du es schriebst könnte man annehmen, dass Ihr über Euer Tablet froh seid weil die Seekarten für das Seegebiet so schlecht sind.
Das Tablet verwendet keine besseren Karten und wenn Ihr Zweifel an der Verlässlichkeit der Kartengrundlage im befahrenen Revier habt, ist die Position auf dem Screen genauso wenig wert wie jede andere Aussage über Eure aktuelle Position auch.

Gruß
Andreas

28

Donnerstag, 19. April 2018, 15:47

..das hätte ich so nicht erwartet..da Riesentanker dort auch navigieren müssen.

Glaube kaum das die Riesentanker die Idylischen Ecken befahren wo sich die Freizeitnomaden aufhalten.
Oder ankert ihr auf 30 meter Tiefe am Hauptfahrwasser ?

Ok.. stimmt auch wieder.
Meine Vorstellung vom Panamakanal war bisher..dass dieser bis ins kleinste Eck perfekt kartografisch erfasst worden ist..man lernt nie aus.
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Sabine-grfsb

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29

Donnerstag, 19. April 2018, 16:43

Ich freue mich aber für Dich, wenn Du es 'old school' hinbekommst.
Bekomme ich nicht anders und besser hin als Ihr. Darum ging es mir auch überhaupt nicht.
So wie Du es schriebst könnte man annehmen, dass Ihr über Euer Tablet froh seid weil die Seekarten für das Seegebiet so schlecht sind.
Das Tablet verwendet keine besseren Karten und wenn Ihr Zweifel an der Verlässlichkeit der Kartengrundlage im befahrenen Revier habt, ist die Position auf dem Screen genauso wenig wert wie jede andere Aussage über Eure aktuelle Position auch.

Gruß
Andreas
Das stimmt, beide Karten sind 'wertlos'. Aber im Plotter kannst du die wirklich verlässlichen Wegepunkte aus dem 'Bauhaus' auf den Meter genau abfahren. Der Kurs führt dann auf der Karte zeitweise sogar über Land so schlecht sind die Karten.
Und im Idealfall auf der alten Kurslinie wieder zurück.


Ich glaube, wir hätten uns ohne Plotter (gegen das Licht) nicht aus unserem Loch heraus getraut. Da hätten wir einen Ankernnachbarn gebeten vorweg zu fahren bis ins sichere Wasser.
Ein Lot haben wir, aber alles graue Theorie, weil man das nicht übt.




Abyss

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30

Donnerstag, 19. April 2018, 17:44

Was für ein Blitzschutz war denn nun vorhanden?
Mast auf Kiel geerdet? Wanten zusätzlich geerdet?
Heckkorb, Bugkorb geerdet?
Ich habe mich intensiv mit dem Thema Blitzschutz beschäftigt...Das Thema polarisiert... Die einen sagen, kann man eh nichts machen, die anderen dagegen sehr wohl!

Gruß Marian

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31

Donnerstag, 19. April 2018, 18:13

Was für ein Blitzschutz war denn nun vorhanden?
Mast auf Kiel geerdet? Wanten zusätzlich geerdet?
Heckkorb, Bugkorb geerdet?
Ich habe mich intensiv mit dem Thema Blitzschutz beschäftigt...Das Thema polarisiert... Die einen sagen, kann man eh nichts machen, die anderen dagegen sehr wohl!

Gruß Marian
Alle Wanten und Stagen sind durch ein dickes Kabel miteinander verbunden (ca. 30 Quadrat). Dieses Kabel führt zu einer Erdungsplatte, die am Rumpf außen befestigt ist. Dort soll der Blitz raus, was er bei uns wohl getan hat.
Keine Schäden an Welle, Propeller oder Ruder und irgendwo muss er wieder raus gegangen sein. Die Erdungsplatte war vor dem Blitz schon etwas 'angeknabbert' und nach dem Blitz allerdings noch etwas poröser. Die haben wir getauscht.
Gruß Sabine

32

Donnerstag, 19. April 2018, 18:16

Wenn auf See was passiert, dann sitzen die Schlauen an Land !

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33

Donnerstag, 19. April 2018, 18:21

Was für ein Blitzschutz war denn nun vorhanden?
Mast auf Kiel geerdet? Wanten zusätzlich geerdet?
Heckkorb, Bugkorb geerdet?
Ich habe mich intensiv mit dem Thema Blitzschutz beschäftigt...Das Thema polarisiert... Die einen sagen, kann man eh nichts machen, die anderen dagegen sehr wohl!

Gruß Marian
Alle Wanten und Stagen sind durch ein dickes Kabel miteinander verbunden (ca. 30 Quadrat). Dieses Kabel führt zu einer Erdungsplatte, die am Rumpf außen befestigt ist. Dort soll der Blitz raus, was er bei uns wohl getan hat.
Keine Schäden an Welle, Propeller oder Ruder und irgendwo muss er wieder raus gegangen sein. Die Erdungsplatte war vor dem Blitz schon etwas 'angeknabbert' und nach dem Blitz allerdings noch etwas poröser. Die haben wir getauscht.
Gruß Sabine

Tja, das Problem ist das elekromagnetische Feld, welches der Blitz erzeugt und dadurch in den elektronischen Geräten und allen Metallteilen an Bord eine zerstörerische Spannung induziert.
Sich davor zu schützen soll auch gehen, wird dann aber immer teurer.
Nicht auszudenken was passiert wäre, hättet Ihr überhaupt keinen Blitzschutz gehabt!

Grüße Marian

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34

Donnerstag, 19. April 2018, 22:26

Da kommen wir zum eigentlichen Problem (nach dem wichtigen, ob die Versicherung bezahlt und dem besserwisserischen über die Navigation in solchen Gebieten): Wie ist der Blitzschutz an Bord? D.h.: Führt ein Blitzeinschlag zu Löchern im Rumpf, weil er nicht richtig abgeleitet werden kann, oder zerstört er "nur" die Elektronik an Bord?

Bei den beiden Firsts, die ich früher hatte, war nach französischen Vorschriften eine Verbindung der Wanten zum Kiel vorgeschrieben, mit dicken Kabeln. Sah beeindruckend aus, habe mich darauf verlassen, und zum Glück kamen diese Dinge nicht zum Einsatz.

Bei der Moody, die ich jetzt fahre, weiß ich nicht, ob da etwas verbaut ist. Zwar sind alle Metallteile mit Erdungskabeln verbunden, die zu der großen Zinkanode (2 kg) außen am Rumpf führen, aber die Kabel sind m.E. zu dünn.

Auf der anderen Seite ist ein Blitzeinschlag im Boot so selten wie ein Lottogewinn. Wie also sich vorbereiten?

Handbreit, Skokiaan

35

Freitag, 20. April 2018, 17:05

Ich habe eine GfK -Yacht mit einem Eisenkiel und dort ist ein breites Flacheisenband von den Wanten (Püttinge) die außenbords am Rumpf befestigt sind zum Kiel. Also eletrisch leitende Verbindung Mast Wanten Püttinge Flacheisen Kiel Die Flacheisen haben die ungefähre Abmessung 35mm x 5mm .
Werftmäßig als Blitzableiter damit die Energie nicht durch das GfK durchschlägt und so mit Sicherheit ein oder mehrer Löcher im Rumpf hinterläßt.

36

Freitag, 20. April 2018, 17:40

Boah, so massiv wird es wohl kaum jemand haben.
Ob unser Boot eine leitende Verbindung zwischen (durchgestecktem) Mast und Kiel aufweist, weiß ich nicht genau, denn die Mastspur steht auf einem massiven Block und ob durch den hindurch eine leitende Verbindung zum Kiel besteht, ist unklar.
Im Zweifel eher nicht. Die Schaffung einer leitenden Verbindung zwischen Rüsteisen und Kiel ist kaum möglich.


Auf einem früheren Boot "erbten" wir geflochtene Kupferbänder, die per Klemmschrauben an die Wanten geklemmt und über Bord gehängt werden konnten.
Vom Querschnitt her immerhin schon mal einiges mehr als übliche, auch stärkere Kabel zur Verbindung Mast - Kielbolzen. Wäre vielleicht erneut eine Maßnahme, und sei es für die Psyche.

Ich frage mich übrigens, ob man die Einschlagwahrscheinlichkeit auf See möglicherweise sogar erhöht, wenn man der Entladung eine Ableitmöglichkeit anbietet?

Ein befreundeter Physiker beruhigte uns übrigens hinsichtlich der Einschlagwahrscheinlichkeit auf offener See: Die sei vergleichsweise gering, weil der Blitz mit der umgebenden Wasseroberfläche ein sehr gut leitendes Medium vorfände und der "Umweg" über ein Boot durch den erhöhten Widerstand unattraktiv wäre. "Blitzeinschläge" auf Yachten auf See seien realiter eher Nebenentladungen von Blitzen, die dichtbei ins Wasser gingen.

Anders sei hingegen das Risiko in direkter Landnähe, z. B. in einer Ankerbucht zu beurteilen. Dort fehle weitgehend das umgebende Medium Wasser und das gut leitende und einen vergleichsweise geringen Widerstand aufweisende Rigg konkurriere mit erhöhten Landmassen oder gar Bäumen und stelle in dieser Umgebung insoweit sogar ein erhöhtes Risiko dar.

Hört sich für mich erstmal schlüssig an. Comments?

Gruß
Andreas

Klaus Helfrich

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37

Freitag, 20. April 2018, 18:00

Ich frage mich übrigens, ob man die Einschlagwahrscheinlichkeit auf See möglicherweise sogar erhöht, wenn man der Entladung eine Ableitmöglichkeit anbietet?

Ein befreundeter Physiker beruhigte uns übrigens hinsichtlich der Einschlagwahrscheinlichkeit auf offener See: Die sei vergleichsweise gering, weil der Blitz mit der umgebenden Wasseroberfläche ein sehr gut leitendes Medium vorfände und der "Umweg" über ein Boot durch den erhöhten Widerstand unattraktiv wäre.
Ein Blitz ist zwar sehr hell, aber über hellseherische Fähigkeiten verfügt er nicht - denke ich...
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

Spi40

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38

Freitag, 20. April 2018, 21:27

Ich habe eine GfK -Yacht mit einem Eisenkiel und dort ist ein breites Flacheisenband von den Wanten (Püttinge) die außenbords am Rumpf befestigt sind zum Kiel. Also eletrisch leitende Verbindung Mast Wanten Püttinge Flacheisen Kiel Die Flacheisen haben die ungefähre Abmessung 35mm x 5mm .
Werftmäßig als Blitzableiter damit die Energie nicht durch das GfK durchschlägt und so mit Sicherheit ein oder mehrer Löcher im Rumpf hinterläßt.


Im übrigen Edelstahl ist ein im Vergleich zu Kupfer, Alu ( Mast), Eisen ein eher schlechter Leiter, dann dazu die Übergangswiederstände über die Bolzen an den Wantenspannern bis zu den Püttingeisen.
Hätte ich 'n Alumast würde ich den unten mit 100 qmm Kupfer auf den Ballastkiel über die Kielbolzen klemmen.
Gruß Torsten

kis
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Abyss

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Freitag, 20. April 2018, 21:42

100qmm, Kupfer? Es gibt ausführliche Lektüre zu dem Thema...Und auch an Land wird ein funktionierender Blitzschutz ( Häuser, Kirchtürme...etc.) mit weniger Durchmesser realisiert. Wichtig sind direkte Verbindungen ohne Umwege von Mast und Wanten zum Kiel.
25mm gilt schon als sehr großzügig! Für die induktiven Spannungen (Wassertank , Dieseltank, Spüle, Schlauchschellen an Druckwasserleitungen (Metallspirale!)
Und noch vieles mehr...Da reichen 6mm völlig aus.

Spi40

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Freitag, 20. April 2018, 21:47

100qmm, Kupfer? Es gibt ausführliche Lektüre zu dem Thema...Und auch an Land wird ein funktionierender Blitzschutz ( Häuser, Kirchtürme...etc.) mit weniger Durchmesser realisiert. Wichtig sind direkte Verbindungen ohne Umwege von Mast und Wanten zum Kiel.
25mm gilt schon als sehr großzügig!


Wenn dem so ist ist es doch ok. Ich hab das mit den 100 qmm nur geschrieben, weil ich die noch rumliegen habe. ;)
Und ja ich kenne die Durchmesser von dem Alu Vollmaterial der Blitzableiter an Dächern, die sind so wie Du geschrieben.
Gruß Torsten

kis
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