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Sonntag, 14. Juli 2019, 11:47

Vom Markermeer nach England ..Törnberichte Hilfestellungen

Hallo
ich plane in absehbarer Zeit einen längeren Törn vom meinem derzeitigen Liegeplatz am Markermeer ( Naarden) nach England zu segeln . Mein Schiff ist eine 8 Meter Comar .

Meine Fragen wären:

  • Ob man ohne Erfahrung auf offenem Meer gleich für länger auf die Nordsee sollte ?
    Besser zu zweit oder allein ?
    Ausstattung Segelboot (Mindestanforderungen an die Sicherheit usw) ?
    Empfohlene Route .. Amsterdam--Ijmuiden--Scheveningen--rüber nach Lowestoft ?
    Alternativ entlang der holländischen Küste bis Calais und dann rüber nach Dover, Hastings und Eastbourn ?
    Beste Reisezeit ?
    2 oder 3 Wochen einplanen ?


Natürlich bin ich nicht lebensmüde und will auch zuhause keine Witwe hinterlassen, aber dieses Abenteuer geistert schon seid Jahren in meinem Kopf. Irgendwann sollte es mal machen, oder ?
Das ich das Wetter studieren muss und Tide usw. beachten muss ist schon klar.

Vielen Dank für eure freundlichen Kommentare und Tips

Christian
Liegeplatz Naarden (NL)
Heimatrevier NRW

Beiträge: 1 612

Schiffsname: Zephyr

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Stavoren

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2

Sonntag, 14. Juli 2019, 13:25

Hallo Christian,
die Reise rüber nach England ist kein Hexenwerk. Warum solltest Du so ein "Abenteuer" nicht angehen. Ein wenig Tidenerfahrung ist allerdings nicht von Nachteil, dafür hast du mit der Waddenzee ja das ideale Trainigsrevier zur Verfügung.


Da du in Naarden liegst, wäre Ijmuiden als Absprunghafen für die engl. East Coast natürich ideal. Da die Tide vor Ijmuiden entweder nördl. oder südl. setzt, ist es nahezu egal zu welcher Zeit du losfährst. Gleiches gilt für Lowestoft als Zielort. Es gibt dort eine vorgelagerte Sandbank mit einer südl. und einer nördl. Einfahrt. Je nachdem wie dich die Tide auf den letzten Meilen versetzt hat, nimmst Du halt die passende Einfahrt. Der Hafen ist zu jedem Stand der Tide anlaufbar, das ist ein großer Vorteil, denn bei einem 120 sm Schlag von Ijmuiden aus kann man nicht auf ein oder zwei Stunden genau die Ankunftszeit planen. Die Marina des RNSYC ist gut und die Leute nett. Erwarte von Lowestoft als Stadt nicht allzu viel. Ist ein wenig wie Nordseeküste in NL, nur eben im UK.

Ich würde für die Überfahrt mit ca. 24 Std. kalkulieren, zu zweit ist es natürlich deutlich entspannter, da man sich bei den Wachen abwechseln kann. Es werden unterwegs DWR/TSS gekreuzt. Das ist aber relativ entspannt, der Verkehr an der Stelle ist in der Regel nicht so dicht wie weiter südlich bei Dover oder z.B. bei der Einfahrt nach Rotterdam. Ich halte ein sendendes AIS für eine sehr grosse Hilfe beim engen Kontakt mit den Grossen. Man hat den Schiffsnamen und kann Manöver gut mit den Offizieren auf der Brücke abstimmen. So weiß jeder was der andere vorhat und eine kurze Absprache über Funk wurde bei mir jedesmal von der Gegenseite begrüßt.



Eine Tagesetappe die Küste entlang weiter südlich liegt Harwich mit der Einfahrt in den River Orwell und River Stour. Der River Orwell mit dem Klassiker Pin Mill (Pub Butt & Oyster) ist sehr schön. Wenn du dort direkt von NL aus hin möchtest, ist die Ankunftplanung etwas schwieriger, da dir bei ablaufendem Strom im Hafen von Harwich/Felixstowe doch einiges Wasser mit dem Ziel Nordsee entgegenkommt. Das verlängert dann gerne die Reise ein wenig, wenn man nur noch ankommen möchte.



Von da aus gibt es unendliche Möglichkeiten die Flüsse der East Coast zu erkunden, die Themse hochzufahren nach London (würde ich aber nur machen, wenn du einige Tage in London bleiben möchtest) oder z.B. den Sprung über die Themsemündung nach Ramsgate. Mit North Foreland kommen dort dann auch endlich die ersten Klippen in Sicht und Ramsgate als Stadt hat auch durchaus etwas. Alternativ gibt es von dort aus eine super Zuganbindung nach London für einen Tagesausflug. Die Etappe von Harwich aus für durch den London Array Windpark (es gibt eine betonnte Durchfahrtschneise) und quer über einige Sandbänke der Themsemündung. Bei moderatem Wetter gut machbar, bei Hackwetter würde ich das lassen. Ramsgate selbst ist tidenunabhängig anlaufbar, nur auf die Sandbank im Royal Harbour aufpassen.

Dietmar


-failure is always an option-

Beiträge: 1 612

Schiffsname: Zephyr

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Stavoren

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3

Sonntag, 14. Juli 2019, 14:18

Der Sprung von Ramsgate nach Dover ist kurz, bei SW-lichem Wind aber kernig. Dover ist oft eine Wetterscheide und ab dort ist man im Ärmelkanal. Die Stadt ist ganz hübsch hinter der Hauptstr. am Hafen und das Dover Castle ist absolut einen Besuch wert. Es rechtfertigt die Mühen des Aufstiegs allemal. Nebenbei gibt es am Hafen einen eine super Chandlery Sharp & Enright), in der das Personal geschut ist und man alles bekommt. Weiterhin ist man als Visiting Yachtsmen im Royal Cinque Ports Yacht Club wirklich willkommen auf einen Drink. Sollte man sein Boot für einige Zeit parken müssen, ist Dover günstiger als z.B. Eastbourne, von besten Verkehrsanbindungen ganz zu schweigen.






Von dort aus nach Eastbourne geht es entlang Dungeness (markantes AKW als Peilmarke) und Hastings. Hastings hat keinen Hafen, nur eine vor Jahren abgebrannte Vergnügugspier, die aber meines Wissens nach nicht wieder aufgebaut wurde.Die Marina von Eastbourne bietet super Schutz bei jedem Wetter, es wird eingeschleust. Nur bei absolutem NW kann es in der Schleusenzufahrt etwas knapp mit der Wassertiefe werden, es wurde aber noch Ende Mai gebaggert. In der Schleuse unbedingt Springs am Schwimmpontoon ausbringen, es strömt ein wenig. Die Marina sebst ist ein künstliches Dorf mit Supermarkt,Restaurants und jedem erdenklichen Service. Sie wurde im italienisch angehauchten Stil erbaut und verfügt über mehrere Hebebrücken zwischen den einzelnen Hafenbecken.

Ein Gang entlang der Strandpromenade in das alte Seebad Eastbourne hinein ist etwas länger, aber lohnenswert.

Von Eastbourne aus nach Westen wird es dann allerdings richtig schön, Beachy Head, the Seven Sisters..... ach ja.





Du kannst natürlich auch noch von Dover aus einen Abstecher nach Boulogne sur Mer zum Muschelessen machen, Möglichkeiten gibt es ohne Ende.Alternativ zur direkten Querung der Nordsee von Ijmuiden aus, bleibt dir natürlich auch der Weg entlang der niederländischen und belgischen Küste Richtung Dover. Zum Beispiel, wenn du bei direktem Westwind nicht von Ijmuiden aus nach Lowestoft kommst, aber den SW Kurs entlang der NL-Küste noch anlegen kannst (moderates Wetter vorausgesetzt). Oder Du gehst von der Oosterschelde aus direkt nach Ramsgate, oder, oder .... Weiterhin gibt es bei absolutem Hackwetter immer noch die Möglichkeit, über die südl. Staande Mast Route, Strecke bis Vlissingen gut zu machen.
Über die Bootsgrösse würde ich mir keine Sorgen machen, das Boot kann immer mehr als die Mannschaft. Es gibt ja z.B. auch das Small Ships Race, bei dem mit max. 24ft Booten von Ijmuiden nach Lowestoft und zurück regattiert wird.
Für die Strecke von Ijmuiden nach Dover und zurück sind zwei Wochen sicherlich o.k., wenn es weiter gehen soll, wären drei Wochen besser und entspanter. Das hängt natürlich auch stark vom Wetter und deinem Naturell ab, willst Du nur segeln, schlafen und duschen wird völlig überbewertet, oder steht dir der Sinn mehr nach Landgang und auch mal einem vernünftigem Pub-Besuch.

In jedem Fall, just do it!
Dietmar


-failure is always an option-

4

Gestern, 08:35

Vielen Dank für die ausführliche Info . Macht mir Hoffnung

Gruß
Christian

Hallo Christian,
die Reise rüber nach England ist kein Hexenwerk. Warum solltest Du so ein "Abenteuer" nicht angehen. Ein wenig Tidenerfahrung ist allerdings nicht von Nachteil, dafür hast du mit der Waddenzee ja das ideale Trainigsrevier zur Verfügung.


Da du in Naarden liegst, wäre Ijmuiden als Absprunghafen für die engl. East Coast natürich ideal. Da die Tide vor Ijmuiden entweder nördl. oder südl. setzt, ist es nahezu egal zu welcher Zeit du losfährst. Gleiches gilt für Lowestoft als Zielort. Es gibt dort eine vorgelagerte Sandbank mit einer südl. und einer nördl. Einfahrt. Je nachdem wie dich die Tide auf den letzten Meilen versetzt hat, nimmst Du halt die passende Einfahrt. Der Hafen ist zu jedem Stand der Tide anlaufbar, das ist ein großer Vorteil, denn bei einem 120 sm Schlag von Ijmuiden aus kann man nicht auf ein oder zwei Stunden genau die Ankunftszeit planen. Die Marina des RNSYC ist gut und die Leute nett. Erwarte von Lowestoft als Stadt nicht allzu viel. Ist ein wenig wie Nordseeküste in NL, nur eben im UK.

Ich würde für die Überfahrt mit ca. 24 Std. kalkulieren, zu zweit ist es natürlich deutlich entspannter, da man sich bei den Wachen abwechseln kann. Es werden unterwegs DWR/TSS gekreuzt. Das ist aber relativ entspannt, der Verkehr an der Stelle ist in der Regel nicht so dicht wie weiter südlich bei Dover oder z.B. bei der Einfahrt nach Rotterdam. Ich halte ein sendendes AIS für eine sehr grosse Hilfe beim engen Kontakt mit den Grossen. Man hat den Schiffsnamen und kann Manöver gut mit den Offizieren auf der Brücke abstimmen. So weiß jeder was der andere vorhat und eine kurze Absprache über Funk wurde bei mir jedesmal von der Gegenseite begrüßt.


index.php?page=Attachment&attachmentID=233328
Eine Tagesetappe die Küste entlang weiter südlich liegt Harwich mit der Einfahrt in den River Orwell und River Stour. Der River Orwell mit dem Klassiker Pin Mill (Pub Butt & Oyster) ist sehr schön. Wenn du dort direkt von NL aus hin möchtest, ist die Ankunftplanung etwas schwieriger, da dir bei ablaufendem Strom im Hafen von Harwich/Felixstowe doch einiges Wasser mit dem Ziel Nordsee entgegenkommt. Das verlängert dann gerne die Reise ein wenig, wenn man nur noch ankommen möchte.

index.php?page=Attachment&attachmentID=233329

Von da aus gibt es unendliche Möglichkeiten die Flüsse der East Coast zu erkunden, die Themse hochzufahren nach London (würde ich aber nur machen, wenn du einige Tage in London bleiben möchtest) oder z.B. den Sprung über die Themsemündung nach Ramsgate. Mit North Foreland kommen dort dann auch endlich die ersten Klippen in Sicht und Ramsgate als Stadt hat auch durchaus etwas. Alternativ gibt es von dort aus eine super Zuganbindung nach London für einen Tagesausflug. Die Etappe von Harwich aus für durch den London Array Windpark (es gibt eine betonnte Durchfahrtschneise) und quer über einige Sandbänke der Themsemündung. Bei moderatem Wetter gut machbar, bei Hackwetter würde ich das lassen. Ramsgate selbst ist tidenunabhängig anlaufbar, nur auf die Sandbank im Royal Harbour aufpassen.
index.php?page=Attachment&attachmentID=233330
index.php?page=Attachment&attachmentID=233331
Liegeplatz Naarden (NL)
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Andreas29

Salzbuckel

Beiträge: 2 067

Wohnort: OWL-zu weit weg vom Wasser

Schiffsname: Farewell

Bootstyp: Friendship 28

Rufzeichen: Gibt´s nur auf Anfrage

MMSI: die auch

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5

Gestern, 11:33

Hi,

zur Fahrt über die Nordsee:

Segeln auf der Nordsee ist erst mal nicht viel anders. Man segelt und es gibt Wellen ;)

Von Ijmuiden nach Lowestoft sind es rd. 100 SM (20 bis 24h), nach Harwich rd. 130 SM (26-30h).
Dafür sucht man sich ein passendes Wetterfenster auch über die mögliche Fahrzeit hinaus. Dann ist die Fahrt über die See zumindest wettermäßig schon mal ok.

Tide: Über die lange Strecke versetzt Dich der Strom sowieso mal nach Norden mal nach Süden. Den segelt man erst mal nicht aus. Nur auf dem letzten Stück schaut man wie´s dann hinkommt.

Man kann natürlich solch eine Fahrt alleine machen, aber zu zweit ist es schon besser einfach weil man halt zwischendurch mal ruhen oder auch tatsächlich schlafen kann und nicht totmüde auf der anderen Seite ankommt. Müdigkeit gebiert Fehler.

Von Ijmuiden aus quert man zunächst das küstennahe Verkehrstrennungsgebiet. Dafür gibt es eine größere Lücke in dem TSS westlich von Ijmuiden wo man am besten quert.
Dann gibt es noch einen Tiefwasserweg rd. 40? SM vor England(kein TSS) den man quert.

Hat man AIS (es reicht ein Empfänger) kann man bei drohenden nahen Passierabständen die Großschiffahrt eindeutig mit Namen identifizieren und ggf. mittels Funk gezielt ansprechen um Passagen abzusprechen (das finden die auch gar nicht schlecht, wenn man die anspricht).

Was man persönlich als Sicherheitsausrüstung braucht füllt Seitenlange Forendiskussionen. Ist m.M. nach eine persönliche Abwägung.

Stecktaue und vernünftige Westen mit Lifebelt würde ich auf jeden Fall empfehlen sowie die konsequente Anwendung derselben auch bei relativ ruhigen Verhältnissen.

Radarreflektor ist Pflicht (m.M.) und im Bereich Niederlande auch Vorschrift für die Seegebiete die man da auch befährt.

Wir hatten diesmal Trekkingtütenfutter dabei, das war nicht schlecht. Einfach nur mal eben Wasser heiß machen und dann eine ordentliche, warme Mahlzeit bereiten zu können ohne weitere Hampelei war ganz gut und funktionierte auch unter nicht so ruhigen Bedingungen (6 bft. 1,5-2m Welle gegenan auf 28 ft.) noch.

Nur mal zum Ansporn: Als wir jetzt (25KW, Juni) in Lowestoft waren waren auch mehrere 22 bis 25 ft. Boote dort. Die sind auch von Ijmuiden dort hin und wieder zurück gesegelt. Also ich sage: Machen!

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
verunglimpfen den Rechtsstaat und wählen eine "Alternative für Deutschland".
So passiert das!

Rüm Hart

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6

Gestern, 18:59

Hallo Christian

Die beiden Englandexperten Andreas und cloudseeker haben Dir ja schon eine Menge Tipps gegeben. Ich möchte nur noch meine Sicht zum Alleinesegeln hinzufügen. Die Beantwortung dieser Frage ist eine sehr persönliche Angelegenheit und wird vor allem mit der Ausrüstung Deines Schiffes (z. B. leistungsfähiger Autopilot?) und Deiner eigenen Konstitution beantwortet. Ich bin gern allein an Bord und habe auch schon längere Solotouren gemacht. Aber als ich kürzlich von Den Oever nach Lowestoft und vom River Orwell zurück nach IJmuiden gesegelt bin, war ich sehr froh, mit meinem Sohn einen erfahrenen und zuverlässigen Begleiter dabei zu haben. Auf dem Hinweg von Den Oever, an Den Helder vorbei rüber nach Lowestoft waren wir 27:15 unterwegs, und die alleine zu bewältigen ..., ok, dafür bin ich nicht mehr fit genug. Dafür wäre mir (65 Jahre alt) unterwegs zu viel Schiffsverkehr und zu viele Hindernisse in Form von Windparks, TSS' und Öl- bzw. Galsplatttformen, die die Nacht "spannend machen". Ich jedenfalls würde mich kaum trauen, mal für 15 oder 30 Minuten die Döppen dicht zu machen.

Gut, wesentlich jünger und fitter als ich ... dann meinetwegen. Wobei ich auch dann sage: 24 h durchsegeln, quasi ohne Schlaf, erhöht am Ende garantiert die Fehlerquote.

Sollte ich noch einmal alleine rübersegeln - was durchaus mein Traum ist - dann würde ich die kurze Tagesstrecke im Süden nach Ramsgate oder so nehmen.

Im Übrigen lese ich gerade "England immer links". Sehr unterhaltsam geschrieben, lustig zu lesen. Empfehle ich Dir.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
Sirius Forum: KLONG

Sander 850

Proviantmeister

Beiträge: 517

Wohnort: Weißenthurm

Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

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7

Gestern, 19:11

Vielleicht liege ich falsch. Aber aus dem Bauch raus würde ich bei 2 -3 Wochen Zeitfenster sagen Hinfahrt die belgische Küste runter, dann Calais - Dover oder Dukerque - Ramsgate (50 km) und zurück dann Lowestoft - Ijmuiden.

Oft hat man ja Westwind und 50 km oder weniger schafft man ja innerhalb eines halben Tages. Wenn alles gut geklappt hat kann man dann die Übernachtfahrt in Angriff nehmen.

Beiträge: 1 612

Schiffsname: Zephyr

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Stavoren

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8

Gestern, 20:58

Die Route ist natürlich hauptsächlich vom Wetter bei Törnbeginn abhängig. Wenn man zunächst die NL und BE Küste heruntersegelt, um dann über die engl. Ostküste zurück zu gehen, kann man sich bei aufkommenden Ostwind in der zweiten Törnhälfte in eine Sackgasse manövrieren. Ramsgate - Oosterschelde sind ca. 80sm, alles nördlich davon rüber nach NL sind zwischen 100-130sm. Meist hat man für ca. 5 Tage einen halbwegs verlässlichen Wetterbericht, danach geht es immer mehr in Richtung Wahrsagerei.
Sollte also zu Beginn der Reise ein Lüftchen mit irgendwas um Ost darin wehen, würde ich das Geschenk annehmen und direkt rüber nach UK fahren. Bei der Rückfahrt kann man dann mit aktueller Wetterinfo immer noch entscheiden, ob es die engl. Ostküste wieder hochgehen soll, oder man den Rückweg in Tagesetappen entlang der Kontinentalküste antritt.
Dietmar


-failure is always an option-

noopd

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Bootstyp: Dehler Optima 106

Heimathafen: Workum

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MMSI: 21179450

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9

Gestern, 21:20

Und den eisernen Heinrich sollte man auch nicht vernachlässigen.
Auf Grund von elektrischen Problemen, ohne Diesel kein Strom, ohne Strom kein Licht und keine Funke ;( und dann noch ganz wenig Wind genau auf die Nase bin ich ganz gemütlich
zurück motort. Mit 5,x Kn kein Problem und sehr entspannend. Bis auf den Krach. :rolleyes:
Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst (Voltaire).

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